A

Präanalytik

Hämolyse vermeiden, ACE-Hemmer vier Wochen vor Untersuchung absetzen

Material

2 ml Serum (KEIN EDTA oder Citrat!)
2 ml Liquor

Normbereich

Erwachsene < 67 U/ml

Methodik

Photometrisch

Informationen

Bei unbehandelten Sarkoidose-Patienten ist das Serum-ACE bedeutend erhöht. Eine spontane oder corticosteroidinduzierte Remission der Sarkoidose wird durch sinkende Serum-ACE-Konzentration angezeigt. Weitere Behandlungsindikationen für die ACE-Bestimmung sind die Sarkoidosemanifesationen des Herzens, des Zentralnervensystems und der endokrinen Organe. Die Berylliose wird durch Arbeitsplatzexposition von Berylliumoxid ausgelöst; die Symptomatik entspricht der einer Sarkoidose. Patienten mit Lungenkrankheiten wie Tuberkulose, Fibrose und Tumoren haben meist normale oder erniedrigte Serum-ACE. Beim Morbus Gaucher wird die ACE-Bestimmung nicht als Screening-Methode verwendet, aber ihre Bedeutung nimmt zu, wenn eine Sarkoidose ausgeschlossen werden kann. ACE wird auch als Marker für die Überwachung und Behandlung mit für die Lunge giftigen Medikamenten vorgeschlagen. Die diagnostische Spezifität der ACE-Bestimmung wird durch das Vorhandensein von anderen Krankheiten mit granulomatösen Gewebeveränderungen eingeschränkt. Insbesondere Hyperthyreose, Diabetes mellitus, Alkoholabusus und HIV-Infektionen führen zu erhöhten ACE-Werten.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Einwilligungserklärung des Patienten einholen

Material

2 ml EDTA-Blut 

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Risikoabschätzung bei diabetischer Nephropathie und bei kardiovaskulären Erkrankungen. Anhand der heute vorliegenden Studien verdichtet sich die Erkenntnis, dass Träger des D-Allels anfälliger für die modernen Zivilisationskrankheiten sind. Mit zunehmender Anzahl von D-Allelen steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für diabetische Spätschäden und für die Entwicklung renaler Komplikationen bei den verschiedensten Grunderkrankungen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Hämolyse vermeiden, Untersuchung wird zweimal die Woche durchgeführt

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 0,25 nmol/l

Methodik

Radioimmunoassay (RIA)

Informationen

Die Myasthenia gravis ist häufig mit dem Nachweis von Autoantikörpern im Blut gegen den postsynaptischen ganglionären nikotinergen Acetylcholinrezeptor assoziiert. Bei bis zu 20% der Patienten mit einer generalisierten Myasthenia gravis sind diese jedoch negativ. Bei einem Teil dieser Myasthenie-Fälle ohne Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren werden Antikörper gegen muskel-spezifische Tyrosin-Kinase gefunden und erhöhen somit die diagnostische Sensitivität der Myasthenia gravis. Ca. 70 % der Thymom-Patienten weisen erhöhte Titin-Antikörpertiter auf. Autoantikörper gegen Skelettmuskulatur finden sich bei 20 bis 30 % der Patienten. Im Gegensatz zur Myasthenia gravis können bei anderen myasthenen Syndromen, wie z.B. dem Lambert-Eaton Syndrom, erhöhte Autoantikörper gegen ein Membranprotein der Nervenzelle, nämlich den spannungsabhängigen Calcium-Kanal (VGCC = voltage gated calcium channel), vorliegen. Bei der Autoimmunen Autonomen Gangliopathie (AAG) lassen sich Autoantikörper gegen die a3-Untereinheit des ganglionärer nikotinergen Acetylcholinrezeptors in ca. 50 % der Fälle nachweisen. 

Indikationen

Informationsstand

16.08.2017

Präanalytik

Probenentnahme vor erneuter Einnahme (Talspiegel)

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich als Thrombozytenaggregationshemmer 20-100 mg, als Antirheumatikum bis 250 mg/l, toxischer Bereich: ab 400 mg/l

Methodik

Photometrisch

Informationen

Salicylsäure ist das Haupthydrolyseprodukt von Acetylsalicylsäure. Die Spiegelbestimmung kann zur Therapiekontrolle und Erfassung toxischer Spiegel dienen. Zu Kontrolle einer antiaggregatorischen Therapie siehe unter "Thrombozytenaggregation nach BORN"

Informationsstand

24.01.2017

Präanalytik

Plastikröhrchen verwenden. Die Blutentnahme sollte morgens um 08.00 Uhr erfolgen (Zirkadianrhythmus).
Unmittelbarer Transport ins Labor oder Blutentnahme im Labor.
Alternativ: Das Blut sofort zentrifugieren, Plasma gefroren verschicken (Kühlbox anfordern)

Material

2 ml EDTA-Plasma

Normbereich

Erw. bis 63 pg/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

ACTH ist ein Hormon das im Hypophysenvorderlappen synthetisiert wird. Seine Synthese und Ausschüttung wird durch CRH (Corticotropin-releasing hormone) aus dem Hypothalamus gesteuert. ACTH fördert die Freisetzung der Hormone der Nebennierenrinde, insbesondere von Kortisol. Hohe ACTH-Serumwerte kommen beim Cushing Syndrom, bei primärer Nebennierenrindeninsuffizienz (M.Addison) und als paraneoplastisches Syndrom z.B. beim kleinzelligen Bronchialkarzinom vor. Niedrige ACTH-Serumwerte finden sich bei sekundärer und tertiärer Nebennierenrindeninsuffizienz.

Informationsstand

30.11.2016

Material

je 5 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Indikation:  V.a Adrenogenitales Syndrom (AGS), Virilisierung 
Der Funktionstest kann v.a. bei nur moderater Erhöhung von 17-OH-Progesteron oder bei heterozygoten Genträgern diagnostisch hilfreich sein. 

Messparameter nach klinischer Fragestellung: Cortisol, Testosteron, DHEAS, Androstendion, Hydroxyprogesteron (17-OH-Progesteron)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung kann mindestens 2 Wochen dauern

Material

3 ml Citrat-Plasma

Normbereich

ADAMTS-13 Aktivität: 50-110 %, ADAMTS-13 Inhibitor: bis 16 U/ml, ADAMTS-13-Antigen: 0.50-1.60 mg/l

Methodik

Clotting-Test

Informationen

ADAMTS 13 (A disintegrin and metalloproteinase with a thrombospondin type 1 motif, member 13) ist ein Enzym, das für die spezifische Spaltung von ungewöhnlich großen vWF-Molekülen verantwortlich ist.
Die ADAMTS13-Diagnostik wird bei Verdacht auf eine thrombotisch-thrombopenischen Purpura (TTP) sowie der Differentialdiagnose des hämolytischen urämischen Syndroms (HUS) durchgeführt.

Informationsstand

24.01.2017

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Durchfälle, nach Rota-Viren zweithäufigster viraler Enteritis-Erreger bei Kindern

Informationsstand

30.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Nachweis spezifischer IgG- und IgM-AK, Beurteilung siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Erkältungskrankheiten, z.B. akute febrile Pharyngitis, Pneumonie, Bronchitis, Keratokonjunktivitis, Gastroenteritis und Hepatitis

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Nach Blutentnahme schnelle Weiterleitung zum Labor oder Blutentnahme direkt im Labor. Alternativ muss das EDTA-Blut möglichst schnell zentrifugiert werden, das Plasma gefroren (ca. -20°C) und dann eingesandt werden.
Vor der Blutentnahme Kaffee, Tee und Nikotin vermeiden, Medikamente 48 Stunden vorher absetzen (nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt).

 

Material

2 ml EDTA-Plasma, gefroren

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Radioimmunoassay

Informationen

Indikation: Diabetes insipidus

ADH (=Vasopressin) zeigt sich für die Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers verantwortlich. Es fördert die Rückresorption von Flüssigkeit aus den Nieren in das Blut. Die Freisetzung von ADH erfolgt über den Hypophysenhinterlappen direkt in die Blutbahn. Bei fehlender Wirkung von ADH kommt es zur mangelnden Wasserretention mit starker Wasserausscheidung (Polyurie bis zu 15- 20 Litern pro Tag), starkem Durstgefühl mit Aufnahme großer Mengen Flüssigkeit.

Auf Grund der schwierigen Präanalytik von ADH wird empfohlen Copeptin zu bestimmen. Für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität zu empfehlen.

 

Indikationen

Informationsstand

16.12.2016

Präanalytik

Vor der Blutentnahme Kaffee, Tee und Nikotin vermeiden, Medikamente 48 Stunden vorher absetzen

Material

10 ml Urin (gefroren)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Radioimmunoassay

Informationen

Diabetes insipidus; für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität zu empfehlen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer: 0,90-9,45 µg/ml, Frauen: 1,46-14,0 µg/ml

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Adiponectin ist ein Protein aus 247 Aminosäuren. Es kann in-vivo in mindestens drei verschiedenen Oligomeren auftreten. Als Fettgewebshormon wird Adiponectin hauptsächlich von Adipozyten des weißen Fettgewebes, teilweise auch von Muskel- und Leberzellen, gebildet und erhöht die Insulinsensitivität durch Verbesserung der insulininduzierten Signaltransduktion. Antiatherosklerotische und entzündungshemmende Effekte sind ebenfalls beschrieben.Adiponektin, stimuliert über die Aktivierung der AMP-Kinase die Fettsäureoxidation in den Muskeln und in der Leber und verbessert so die Insulinsensitivität. Bei adipösen Patienten ist die Plasmakonzentration von Adiponectin erniedrigt. Es hat sich eine negative Korrelation mit dem BMI gezeigt. Eine kurzfristige Erhöhung des Insulinspiegels führt zu einer vermehrten Freisetzung von Adiponectin, chronisch erhöhte Insulinspiegel vermindern den Serumspiegel. Die meisten adipösen Menschen haben verminderte Adiponectin-Spiegel im Blut. Niedrige Adiponectin-Spiegel konnten mit dem Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit korreliert werden, außerdem scheinen sie eine wichtige Rolle bei der Entstehung des metabolischen Syndroms zu spielen. Hohe Spiegel wurden bei Patienten mit Leberzirrhose beobachtet. 

Informationsstand

19.12.2017

Material

1 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren), 1 ml Serum (tiefgefroren)

Normbereich

Referenzbereich: 50-110 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

ADMA oder asymmetrisches Dimethylarginin entsteht durch Methylierung der Aminosäure Arginin. ADMA ist an der Produktion von Stickstoffmonoxid beteiligt; es wird renal eliminiert und metabolisiert. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes, Hypertonie, Rauchern steigen die ADMA-Werte deutlich an. Erhöhte ADMA-Spiegel führen zu einer Inaktivierung von Stickstoffmonoxid und verhindert so die Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur. ADMA gilt daher als Risikofaktor für Arteriosklerose. Durch Medikation von L-Arginin lassen sich die ADMA-Werte und damit das kardiovaskuläre Risiko vermindern.

Informationsstand

24.01.2017

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. Die Blutabnahme sollte am liegenden Patienten erfolgen, dem mindestens 30 Minuten vorher eine Verweilkanüle gelegt worden ist, da bei der Venenpunktion oder beim Übergang vom Liegen zum Stehen die Katecholaminwerte stark ansteigen können. Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor.
Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

Optimal: 5 ml EGTA-Plasma (tiefgefroren) (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Alternativ: 5 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Adrenalin wird hauptsächlich im Nebennierenmark produziert und gehört zusammen mit Noradrenalin und Dopamin zu den Katecholaminen.
siehe auch auch Clonidin-Test

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor.
Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

50 ml vom 24 h-Urin(Sammeln über 5 ml 20% Salzsäure, Sammelmenge angeben)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie

Informationen

Hypertonie, Phäochromocytom

Informationsstand

24.01.2017

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

5 ml Serum
5 ml EDTA Blut (Molekulargenetik)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Adrenoleukodystrophie (ADL) ist eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung, bei der langkettiger Fettsäuren im Blut nicht abgebaut werden können. Die Bestimmung der überlangkettigen Fettsäuren dient zur Diagnose einer Adrenoleukodystrophie. Die Untersuchung wird aus Nüchternserum oder Nüchternplasma durchgeführt.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer molekulargenetischen Untersuchung. Bitte Voranmeldung, da diese Untersuchungen in einem Partnerlabor durchgeführt wird.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Endothelzell-Antikörper positive Seren reagieren mit Endothelzellen sowie Zellkulturzellen aus einem Hybrid von humaner Nabelschnurzelle mit Epitheliomzellen (HUVEC). Autoantikörper gegen Endothelzellen (AECA) umfassen eine sehr heterogene Autoantikörpergruppe, deren Spezifität unklar ist. Sie richten sich gegen verschiedene Antigene auf Endothelzellen, die auch auf anderen Zellen vorkommen. Sie wurden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsbilder beschrieben, sollen insbesondere mit Vasculitiden assoziiert sein.

Indikationen

Informationsstand

12.12.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 7 ng/ml\
Neugeborene ca 50.000 ng/ml
Schwangerschaft siehe Befundbericht mit Diagramm

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

in der Schwangerschaft: Pränatale Diagnostik von Neuralrohr- und Bauchwanddefekten, Triple-Diagnostik
als Tumormarker: Verlaufskontrolle von Karzinomen der Leber, der Hoden oder der Ovarien

Indikationen

Informationsstand

09.05.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann < 45 U/l
Frau < 34 U/l
Kind s. Befundbericht 

Methodik

Photometrisch

Informationen

ALAT (Alanin-Aminotransferase), auch GPT genannt, kommt in höchster Konzentration in der Leberzelle vorkommt, aber auch in Skelett- und Herzmuskulatur. Schon geringe Zellschädigungen können zu erhöhten Blutwerten führen.\r\nErhöhte Werte finden sich bei Erkrankungen der Leber- und Gallenwege, insbesondere Virushepatitis, Mononukleose und toxischen Leberschädigungen im Kombination mit erhöhten GT- und - geringer - erhöhten ASAT-(GOT)-Werten.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Liegende Patienten haben bis zu 10 % niedrigere Werte als sitzende oder stehende.

Material

2 ml Serum

Normbereich

3500 - 5200 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Indikation: Ödeme, Nieren- und Lebererkrankungen, Tumoren, Verbrennungen
physiologisch vermindert in der Schwangerschaft
Alloalbuminämien sind Varianten des Albumins im Serum. Neben den bisher mehr als 20 bekannten, genetisch determinierten Varianten können sie auch gelegentlich transitorisch auftreten, ohne dass die genauen Ursachen bekannt sind. Solche Varianten können in der Proteinelektrophorese durch eine Zweigipfligkeit der Albuminfraktion erkannt werden. Bei dieser Bisalbuminämie liegen normales und Alloalbumin meist in quantitativ gleichen Anteilen vor, die Gesamtalbuminkonzentration im Serum ist unauffällig. Eine klinische Bedeutung ist nicht bekannt. Alloalbuminämien fallen meist durch unplausible Ergebnisse bei der automatisierten Auswertung von Elektrophoresediagrammen auf.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Liquor

Normbereich

bis 35 mg/dl

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Indikation: die gleichzeitige Bestimmung von Albumin in Serum und Liquor (Delpeche) ist bei Schrankenfunktionsstörungen und entzündlichen ZNS - Prozessen indiziert
Für die Berechnung des Delpech-Index sind die Konzentrationen von Albumin im Liquor und Albumin im Serum sowie der jeweiligen Immunglobulinklasse in Liquor und Serum erforderlich. Ein erhöhter Delpech-Index weist auf eine eigenständige Produktion von Immunglobulinen im Liquor hin.
Delpech-Index = Liquor/Serum-Ouotient IgG : Liquor/Serum-Quotient Albumin

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Urin

Normbereich

bis 20 mg/l
20 - 150 mg/l Mikroalbuminurie
> 150 mg/l Makroalbuminurie

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Indikation: Erkennung und Therapiekontrolle einer Proteinurie bei Diabetes oder nephrologischen Erkrankungen, Präeklampsie bei Schwangerschaft

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 2. Morgenurin

Normbereich

Männer <22 mg/g, Mikroalbuminurie 22-300 mg/g
Frauen <31 mg/g, Mikroalbuminurie 31-300 mg/g
Makroalbuminurie > 300 mg/g

Methodik

Rechenwert

Informationen

Das früheste Anzeichen einer diabetischen Nephropathie ist der Nachweis einer erhöhten Ausscheidung von Albumin im Urin. Im Normalfall scheiden die Nieren 20 mg Albumin innerhalb von 24 Stunden aus (Normalbuminurie). Eine Ausscheidung zwischen 30 und 300 mg Albumin/die bezeichnet man als Mikroalbuminurie, eine Ausscheidung von von mehr als 300 mg Albumin/die als Makroalbuminurie. Mit herkömmlichen Urinteststreifen ist eine Mikroalbuminurie nicht nachweisbar. Zur Früherkennung können daher spezielle Teststreifen zum Nachweis geringer Albuminkonzentrationen im Urin eingesetzt werden. Durch die parallele Bestimmung von Albumin und Kreatinin im Urin und Berechnung des Albumin-Kreatinin-Quotienten kann auf das fehleranfällige und lästige Sammeln des Urins verzichtet werden. Weiterführende Untersuchungen, um eine Mikroalbuminurie zu erkennen, sollten jedoch schon veranlasst werden, wenn der Albumin-Kreatinin-Quotient 30 mg/g übersteigt.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 2. Morgenurin

Normbereich

Bei allen primären Glomerulopathien ohne schwere Nierenfunktionsstörung läßt sich ein
Albumin/a1-MG-Quotient > 10 nachweisen. Alle interstitiellen Nephropathien zeigen einen Albumin/a1-MG-Quotient

Methodik

Rechenwert

Informationen

Glomeruläre Nephropathien zeigen in über 75% der Fälle neben einer glomerulären auch eine tubuläre Proteinurie, hingegen weisen interstitielle Erkrankungen zu 90% auch eine glomeruläre Proteinurie auf.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Medikamentenpause: Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer 1 bis 2 Wochen, Spironolacton 6 Wochen vorher absetzen.

Material

2 ml Serum

Normbereich

liegend 11,7 - 236 pg/ml
stehend 22,1 - 392 pg/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Aldosteron als zu den Mineralkortikoiden gehörendes Nebennierenrindenhormon beeinflusst den Elektrolyt- und Wasserhaushalt sowie über das Renin-Angiotensin System das extrazelluläre Flüssigkeits- und Plasmavolumen. Physiologisch fördert Aldosteron die Natriumreabsorption und Kaliumexkretion. In Kombination mit der Renin-Bestimmung dient die Aldosteronbestimmung zur Diagnosestellung eines Mineralokortikoidmangels oder Hyperaldostenorismus. Hohe Aldosteronwerte bei Tumoren der Nebennierenrinde (Adenome oder Karzinome) und bei NNR-Hyperplasie sprechen für einen primären Hyperaldostenorismus (M. Conn). Differentialdiagnostisch wird dieser vom sekundären Hyperaldostenorismus, der im Rahmen verschiedener Entgleisungen des Elektrolyt- und Wasserhaushalt auftreten kann. Verminderte Aldosteronwerte werden bei der primären NNR-Insuffizienz (M.Addison) oder durch verschiedene Enzymdefekte, die für Aldosteronsynthese zuständig sind, beobachtet.

Informationsstand

13.01.2017

Präanalytik

Medikamentenpause: Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer 1 bis 2 Wochen, Spironolacton 6 Wochen vorher absetzen.

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

3 - 15 µg/die

Methodik

Radioimmunoassay (RIA)

Informationen

Hyperaldosteronismus und Nachweis eines Mineralocorticoidmangels

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Der optimale Abnahmezeitpunkt ist vormittags (mindestens zwei Stunden nach dem Aufstehen). Der Patient soll vorher 5-15 Minuten gesessen haben. Eine antihypertensive Therapie muss im Vorfeld ggf. umgestellt werden

Material

3 ml EDTA-Plasma, 2 ml Serum

Methodik

Rechenwert

Informationen

Indikation: V.a. sekundäre Hypertonie, primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) 

Bei jedem Patienten mit Hypertonie soll eine sekundäre Genese ausgeschlossen werden. Die Häufigkeit des primären Hyperaldosteronismus (PHA) als Ursache einer Hypertonie wird in Hypertoniezentren mit >10 % angegeben. Die von Conn beschriebene Trias Hypokaliämie, metabolische Alkalose und Hypertonie ist als Screening-Kriterium ungeeignet. Der beste Screening-Test ist der Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ). Der stärkste Stimulus für die Aldosteron-Sekretion aus der Nebenniere (NN) ist Angiotensin II. Die autonome Aldosteron-Sekretion wird als Conn-Syndrom bezeichnet. Eine Hypokaliämie kann durch kochsalzarme Diät oder Artefakte bei der Blutentnahme kaschiert werden. Patienten mit PHA hatten eine längere Hypertoniedauer, höhere Blutdruckwerte und brauchten mehr Antihypertensiva als Patienten mit essentieller Hypertonie (EH).Das ARQ-Screening sollte nur bei ausgeglichener Hypokaliämie erfolgen.
Bei einem Cut-off von 10  wird eine Sensitivität von 98 % und einen Spezifität von 82 % erreicht.

Indikationen

Informationsstand

21.09.2016

Material

2 ml Serum, KEIN EDTA-BLUT!

Normbereich

Kind altersabhängig s. Befundbericht
Frau 35-104 U/l
Mann 40-129 U/l

Informationen

Die alkalische Phosphatase kommt in allen Körperzellen vor, insbesondere in Knochen- und Lebergewebe. Die AP zeigt zusammen mit der Gamma-GT eine Cholestase an. Im Kindesalter sind erhöhte Werte bedingt durch Knochenwachstum (s. Ostase) oder im letzten Drittel der Schwangerschaft bedingt durch Produktion in der Plazenta (s. PLAP) als physiologisch anzusehen. Pathologisch erhöhte Werte finden sich bei Gallenwegserkrankungen, Knochenerkrankungen, Knochenmetastasen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

siehe auch Ostase (Knochen)

siehe auch PLAP = Plazentare-Alkalische- Phosphatase (Hodentumor)

Informationen

Differentialdiagnose bei erhöhter AP

siehe auch Ostase (Knochen)

siehe auch PLAP = Plazentare-Alkalische- Phosphatase (Hodentumor)

Informationsstand

27.09.2018

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

2 ml Serum
20 ml Urin
10 ml Magensaft

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Indikation: Insektizid, bei V.a. Exposition oder Intoxikation

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therap. Bereich: 2.0 - 5.0 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

01.01.2016

Material

ungefärbte, luftgetrocknete Ausstriche aus nativem Blut oder 2 ml Heparinblut, kein EDTA-Blut verwenden

Normbereich

Index von 10 - 100

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Das zugesetzte Reagenz wird in den Blut- oder Knochenmarkszellen, die eine Phosphatase haben, zu einem bräunlichen Farbstoff umgewandelt. Die größte Bedeutung liegt in der Differentialdiagnose bei myeloproliferativen Erkrankungen. Die Alkalische Leukozytenphosphatase ist bei chronisch myeloischer Leukämie vermindert.

Indikationen

Informationsstand

27.09.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

90-200 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Ein hereditärer alpha-1-Antitrypsinmangel führt zur Ausbildung einer frühkindlichen Leberzirrhose bzw.  zur Entwicklung eines Lungenemphysems. Dieser Nachweis ist durch eine molekulargenetische Untersuchung (5 ml EDTA-Blut) bei uns möglich.

Indikationen

Informationsstand

28.06.2016

Präanalytik

möglichst nicht aus flüssigen Stuhlproben (bei Durchfall)

Material

2 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Hauptindikation für die Bestimmung von Alpha-1-Antitrypsin ist die Verlaufskontrolle von Patienten mit M. Crohn oder Colitis ulcerosa. Alpha-1-Antitrypsin wird physiologisch überwiegend in der Leber synthetisiert, in den Darm sezerniert und dann mit den Faeces ausgeschieden. Durch Schädigung der Darmschleimhaut kommt es zu einem vermehrten Übertritt in das Darmlumen, somit spiegelt Alpha-1-Antitrypsin den Entzündungszustand der Darmwand, entsprechend dem Eiweißverlust über Wundflächen, im Darm wieder. Deutlich erhöhte Alpha1-Antitrypsin-Werte werden bei Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und anderen organischen Darmerkrankungen gemessen.

Informationsstand

28.06.2016

Material

5 ml EDTA-Blut zur Identifizierung von homo- und heterozygoten Anlageträgern der klinisch relevanten Mangelallele Pi*S und Pi*Z mittels molekulargenetischer Nachweisverfahren (PCR).

Normbereich

Das in unserer Bevölkerung häufigste Allel PiM zeigt eine normale Aktivität als Proteaseinhibitor. Es erfolgt eine Identifizierung von homo- und heterozygoten Anlageträgern der klinisch relevanten Mangelallele Pi*S und Pi*Z.

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Proteinaseinhibitor (Pi), dessen Mangel mit chronischen Lungenkrankheiten und Lebererkrankungen assoziiert ist. Bei Verdacht auf einen alpha-1-Antitrypsin-Mangel sollte die quantitative Bestimmung im Blut erfolgen. Stark verminderte Konzentrationen des Proteins weisen auf einen homozygoten Defekt hin. Bei Heterozygoten werden meist Konzentrationen im unteren Referenzbereich gemessen. Da es sich bei beim a-1-Antitrypsin um ein Akut-Phase-Protein handelt, können bei heterozygoten Individuen während akut ablaufender Infektionen oder unter Therapien mit Östrogenen oder Steroiden allerdings auch leicht erhöhte Konzentrationen gemessen werden. Die Bestimmung des a-1-Antitrypsin-Spiegels im Blut ist daher zur Identifizierung heterozygoter Anlageträger ungeeignet. Die Diagnose kann nur durch die molekulargenetische Typisierung der Allele gesichert werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

tubuläre Proteinurie

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Alpha-2-Makroglobulin wird wegen seiner Größe (Molekulargewicht 720 kD) unter physiologischen Bedingungen nur in Spuren filtriert wird. Daher sprechen erhöhte Konzentrationen im Urin auf eine postrenale Beimengung von Blut und kann daher zusammen mit den dysmorphen Erythrozytenzur Differentialdiagnose einer Hämaturie herangezogen werden.Bei massiven glomerulären Schäden, z.B. bei einer rapid progressiven Glomerulonephritis, kann es aufgrund der ausgeprägten Permeabilitätsstörung ebenfalls zu einem vermehrten auftreten von alpha-2-Makroglobulin kommen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutabnahme in Arbeitsmedizin nüchtern und nach Expositionsende. Bei Dialysepatienten aluminiumhaltige Medikamente (Antazida) mindestens einen Tag vorher absetzen. Die Blutentnahme im Spezialröhrchen ist zu empfehlen, Entnahmesysteme aus Glas oder Kunststoff mit Zusätzen (Kaolinkügelchen, Trenngel) sollten nicht verwendet werden!

Material

2 ml Serum
5 mL Li-Heparinblut (keine Glasröhrchen, kein Trenngel oder Kügelchen)

Normbereich

Serum: <10 µg/l
EDTA-,Heparinblut : <20.5 µg/l
Dialysepatienten: 
< 60 akzeptabel 
>100 bedenklich 
>200 toxisch

Methodik

ICP-MS

Informationen

Überwachung von Dialyse-Patienten mit Aluminium-Medikation (Phosphat-Binder). Aluminiumintoxikation von beruflich exponierter Personen.

Informationsstand

21.08.2017

Material

10 ml Urin (keine Glasröhrchen verwenden)

Normbereich

bis 20 Mikrogramm/l/l (BAT 170 Mikrogramm/l/l)

Methodik

ICP-MS

Informationen

Indikation: Überwachung von Dialyse-Patienten mit Aluminium-Medikation (Phosphat-Binder)
Aluminiumintoxikation von beruflich exponierter Personen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum

Normbereich

negativ
siehe auch Autoantikörper

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

Glomerulonephritis

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Antikörper gegen Mitochondrien (AMA) treten insbesondere bei Patienten mit primär-biliärer Zirrhose auf. Bei Verwendung submitochondrialer Fraktionen zeigt sich, dass mehrere biochemisch definierbare Substanzen als Zielantigene der AMA in Frage kommen können. Aufgrund ihrer Lokalisation und den biochemischen Eigenschaften der Antigene können bis zu 9 verschiedene AMA-Typen unterschieden werden.
Von allen AMA-Subtypen haben die M2-Autoantikörper die größte diagnostische Bedeutung, da ihre Sensitivität nahezu 100% beträgt. In frühen Krankheitsstadien ist die Sensitivität für M2 deutlich geringer, jedoch tritt hier der Autoantikörper M9 gehäuft auf. Der Autoantikörper M4 gilt als Indikator der Progressivität der primär-biliären Zirrhose. Autoantikörper gegen Mitochondrien können jedoch auch mit anderen Erkrankungen assoziert sein. Je nach Subtypisierung stehen hierbei chronische Hepatitisformen, aktive Formen einer Lues, der Lupus erythematodes sowie andere Mischkollagenosen im Vordergrund. Die PBC ist als eine Multisystemerkrankung anzusehen, in deren Vordergrund hepatitische Symptome wie Pruritus, Schwäche, Ikterus und Hyperpigmentation stehen, aber auch andere für Autoimmunerkrankungen typischen Symptome stehen. Üblicherweise sind überwiegend Frauen mittleren Lebensalters betroffen. Differentialdiagnostisch sind chronische Formen einer infektiösen Hepatitis-C sowie toxische Leberschäden abzugrenzen. Autoantikörper gegen Mitochondrien werden durch indirekte Fluoreszenz auf Gewebeschnitten nachgewiesen. Eine Subtypisierung dieser Autoantikörper erfolgt durch KBR, ELISA oder Westernblot.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

s. Quecksilber

Material

2 ml EDTA/Heparinblut
10 mL Urin

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

ICP-MS; AAS

Informationen

Quecksilberhaltige Legierung für Zahnfüllungen

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

Probenmaterial gefrieren oder durch 2-3 Tropfen Eisessig stabilisieren

Material

10 ml Urin

Methodik

Photometrisch

Informationen

Ameisensäure entsteht als Abbauprodukt von Formaldehyd jedoch auch als Metabolit verschiedener exogen gebildeter oder mit der Nahrung aufgenommener Nahrungen wie Methanol, Aceton u.a.
Eine Bestimmung von Formaldehyd im Blut zwecks Biomonitoring einer Formaldehydaufnahme bzw. Formaldehyd-Intoxikation ist nicht sinnvoll und wird von unserem Labor nicht angeboten.

Informationsstand

16.12.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Fluoreszenzpartikelimmunoassay

Informationen

s. Antibiotika

Informationsstand

01.01.2016

Material

3 ml EDTA-Plama (gefrostet)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Aminosäuren gehören zu den Grundbausteinen des menschlichen Körpers und werden eingeteilt in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren. Viele Aminosäuren kann der menschliche Körper zum Teil aus Zucker und anderen Stoffen in der Nahrung selber herstellen. Man spricht daher von nicht essentiellen Aminosäuren. Einige müssen aber auch, ähnlich wie Vitamine, mit der Nahrung direkt aufgenommen werden und heißen daher essentielle Aminosäuren.

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml vom 24 h-Urin (mit 2-3 ml Eisessig auf pH)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Zur Diagnostik seltener Stoffwechselerkrankungen (Homocystinurie, Phenylketonurie, Ahornsirupkrankheit etc.)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme bei Therapiekontrolle zu festgelegten Zeiten nach Medikamenteneinnahme (maximale Wirkstoffspiegel entstehen ca. 5 - 7 h nach letzter Einnahme)

Material

2 ml Serum (ohne Trenngel)
Einige Gele können Amiodaron absorbieren und somit zu falsch erniedrigten Werten führen.

alterativ 2 ml EDTA-Plasma

Normbereich

therap. Bereich:


Amiodaron 0,5 - 1,3 mg/l 
Desethylamiodaron 0,6 - 1,2 mg/l
(unter Dauermedikamention von 200 mg/dl)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

 lange Halbwertszeit

Informationsstand

18.01.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 50 - 200 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie (LC-MS)

Informationen

siehe auch Antidepressiva

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme im Labor oder Zentrifugation innerhalb 15 Minuten und tiefgefroren ins Labor senden
Hämolyse täuscht zu hohe Werte vor

Material

3 ml EDTA-Plasma

Normbereich

Männer bis 94 µg/dl (Mikrogramm/Deziliter)
Frauen bis 82 µg/dl
Kind bis 82 µg/dl
Neugeb. bis 245 µg/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

Indikation: Dekompensierte Leberzirrhose, akutes Leberversagen, Porto-Cavaler Shunt
Ammoniak ist ein Endprodukte des Proteinstoffwechsels und entsteht im Zellstoffwechsel beim Abbau von Aminosäuren und anderen stickstoffhaltigen Metaboliten. Es wird in der Leber verstoffwechselt und erscheint daher erhöht bei schweren Leberschäden mit reduzierter Entgiftungskapazität. Hohe Ammoniakspiegel im Blut können eine Encephalopathie bedingen, die Höhe des Ammoniak-Spiegels korreliert jedoch nur bedingt mit dem Schweregrad der Encephalopathie.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich 1,0 - 5,0 mg/l
toxisch ab 10,0 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

01.01.2016

Material

Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Agglutinationstest (IHA)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 - 10 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA), Mikroskopie, ggf. PCR

Indikationen

Informationsstand

28.02.2019

Material

1 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

Ein Nachweis von AMPA-1-Rezeptoren-Ak findet sich bei limbischer Enzephalitis oder anderen Enzephalopathien. Gelegentlich können sie paraneoplastisch sein.

Informationsstand

18.08.2017

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Amphetamine sind auch in vielen nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten. Erfasst werden auch sog. Designer-Drogen wie z.B. MDMA ("Ecstasy") und andere Amphetamine.
Die Nachweisbarkeit beträgt je nach Konsum 4 h - 2 Tage nach Einnahme

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT), Immunoblot

 

Informationen

Indikation: V.a. ein paraneoplastisches neurologisches Syndrom, Stiff-Man-Syndrom, limbische Encephalitis. Der Nachweis erfolgt mittels Immunoblot und/oder Immunfluoreszenz an Kleinhirn- und Hippocampusschnitten.

Informationsstand

06.07.2017

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Informationsstand

06.07.2020

Material

2 ml Serum

Normbereich

Erwachsener bis 100 U/l

Methodik

Photometrisch

Informationen

Die Alpha-Amylase gehört zu den Verdauungsenzymen, die Stärke und Glykogen abbauen. Man unterscheidet Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase. Die Bestimmung der Amylase erfolgt bei unklaren Oberbauchbeschwerden. Bei einer akuten Pankreatitis steigt die Amylase frühestens zwei Stunden nach Einsetzen der Schmerzen über 150 U/l an. 1-2 Tagen nach Abklingen der klinischen Symptome sinkt die Aktivität im Plasma wieder unter den Referenzbereich von 110 U/l bei Erwachsenen.
Man unterscheidet Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase. Eine Unterscheidung zwischen der Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase kann durch spezielle Hemmung der Speichelamylase erfolgen. Ein kleiner Teil der Patienten weist eine sogenannte Makroamylase, die aufgrund ihrer Größe nicht renal ausgeschieden wird, auf und die deshalb zu einer Erhöhung der Amylase im Plasma auch ohne Pankreatitis führen kann. Der Nachweis einer Makroamylase hat keine klinische Bedeutung. 

Indikationen

Informationsstand

14.08.2017

Material

10 ml Urin

Normbereich

bis 450 U/l

Methodik

Photometrisch

Informationen

Pankreatitis, (Parotitis)

Informationsstand

14.08.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Serum Amyloid A (SAA) gehört wie CRP zu den "Akute-Phasen-Proteinen". SAA wird nicht durch Veränderungen der glomerulären Filtrationsrate beeinflusst und kann daher in der Diagnostik von Transplantatabstoßungen eingesetzt werden.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

10 ml EDTA Blut

Normbereich

siehe Befundbericht 

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung der Motoneuronen in Hirn und Rückenmark. Klinisch stehen eine spastische Spinalparalyse und Muskelatrophie sowie eine Bulbärparalyse im Vordergrund. Neben einer sporadisch meist im 5. Lebensjahrzehnt (ca. 80 %) auftretenden Form unterscheidet man eine symptomatisch nicht unterscheidbare familiär meist erst im 6. Lebensjahrzehnt auftretende autosomal dominant vererbbare Form. Eine molekulargenetische Untersuchung bleibt Speziallabors nach strenger Indikationsstellung vorbehalten.

Informationsstand

16.08.2017

Material

1 ml Serum

Methodik

Indirekter Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Indikation:  Screeningtest für Autoimmunerkrankungen 
Unter Antinukleären Antikörpern versteht man die Gesamtheit aller Autoantikörper gegen nukleäre Antigene im Zellkern. Der Nachweis erfolgt im Immunfluoreszenztest (IFT), wobei als Substrat Hep-2-Zellen und Primaten-Leberschnitte verwendet werden. ANAs sind mit einer Reihe von Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen assoziiert (siehe Tabelle), sie kommen aber auch bei gesunden Normalpersonen vor. Das Fluoreszenzmuster der Antikörper im Zellkern weist auf bestimmte Krankheitsspezifitäten hin:

  • homogen: Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (beim systemischen Lupus erythematodes und bei Normalpersonen
  • gesprenkelt: Antikörper gegen n-RNP, Jo-1, Scl-70 (beim Sharp-Syndrom, Sklerodermie, Dermato-/Polymyositis)
  • nukleolär: Antikörper gegen RNA (Sklerodermie)

Die Angabe eines positiven ANA-Befundes mit bestimmten Fluoreszenzmustern gibt nur einen Hinweis auf eine Erkrankung, die Diagnosesicherung sollte mit spezifischen Markern erfolgen. Hohe Titer (> 1:320) machen die Diagnose einer Autoimmunerkrankung wahrscheinlicher.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

anaerob (d.h. unter Ausschluss von Sauerstoff) wachsende Bakterien

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:
Aminophenazon 1-10 mg/l
Paracetamol (Phenacetin, Acetaminophen) 5-25 mg/l
Propyphenazon 1,5 - 3,5 mg/l
Salicylate bis 50 mg/l(bei Rheumatherapie) bis 250 mg/l
Indometacin 0,8 - 2,5 mg/l

s. auch Einzelparameter

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ
wenn positiv Differenzierung nach p-ANCA, c-ANCA, x-ANCA

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Mittels Immunfluoreszenz (IFT) lassen sich diese Antikörper nachweisen und anhand des Fluoreszenzmusters zwischen einer homogenen-feingranulierten Anfärbung des gesamten Cytoplasmas (c-ANCA) und einer eher perinukleären Anfärbung (p-ANCA) differenzieren. c-ANCA sind gegen das Zielantigen Proteinase 3, p-ANCA gegen Myeloperoxidase (MPO), Elastase und Laktoferrin gerichtet..c-ANCA mit der granulären intralobulär akzentuierten Zytoplasmafluoreszenz, zumeist hervorgerufen durch Antikörper gegen die Proteinase 3 (PR3-ANCA) sind charakteristisch für den Morbus Wegener. Sie gelten bei entsprechender klinischer Symptomatik als typisch für dieses Krankheitsbild. Ihre Spezifität liegt bei 90%. Bei gleichzeitigem Nachweis von PR3-ANCA erhöht sich die Spezifität auf >95%. Die Sensitivität ist vom Stadium und der Aktivität der Erkrankung abhängig. In der inaktiven Initialphase lassen sich c-ANCA (PR3-ANCA) bei 50%, in der aktiven Generalisationsphase dagegen bei bis zu 85% der Patienten nachweisen. c-ANCA finden sich auch beim Tolosa-Hunt Syndrom (schmerzhafte Ophthalmoplegie aufgrund granulomatöser Läsionen des Sinus cavernosus), seltener bei der mikroskopischen Polyangiitis (bis 40%), dem Churg-Strauss Syndrom (bis 35%) oder der nekrotisierenden rapid progressiven pauciimmunen Glomerulonephritis. Eine c-ANCA-Fluoreszenz muss nicht zwangsläufig einen positiven PR3-ANCA-Elisa bedingen. Bei etwa 5 -10% der Patienten mit Morbus Wegener finden sich c-ANCA, nicht aber PR3-ANCA und umgekehrt. Die klassische Panarteriitis nodosa geht in etwa 20% der Fälle mit ANCAs einher, aber nur bei einem Drittel davon finden sich PR3-ANCA. c-ANCA wurden auch bei Patienten mit invasiver Amoebiasis (75% der Fälle waren PR3-ANCA positiv) beschrieben. In Seren von Patienten mit Kollagenosen (systemischer Lupus erythematodes, Sjögren Syndrom, etc.) finden sich in der Regel keine C-ANCA (PR3-ANCA). p-ANCA, die gegen MPO gerichtet sind, sind mit mikroskopischer Polyangiitis (mikroangiopathischer systemischer Vaskulitis), Churg-Strauss-Syndrom und rasch progredienter Glomerulonephritis (isolierter pauciimmuner nekrotisierender oder Halbmond-GN) assoziiert. Selten werden sie auch bei Wegenerscher Granulomatose nachgewiesen. Andere, atypische ANCA, die gegen Laktoferrin, Lysozym, Kathepsin G, Elastase, b-Glukuronidase oder bactericidal/permeability increasing protein (BPI) gerichtet sind, weisen keine bekannte Krankheitsassoziation auf. Bei der klassischen Form der Polyarteriitis nodosa sind ANCA meist negativ.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frauen vor der Menopause 0,4-3,4 ng/ml
Frauen nach der Menopause 0,1-2,1 ng/ml
Mann:  0,5-3,5 ng/ml
Kind: siehe Befund (altersabhängige Normwerte)

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Androstendion ist ein Steroidhormon und wird in geringen Mengen in der Nebennierenrinde und den gonadalen Drüsen gebildet. Seine physiologische Wirkung entspricht etwa dem des Testosteron, ist aber viel schwächer. Ausserdem ist Androstendion Vorläufer für die Testosteronbildung bei der Frau bzw. Östrogenbildung bei Männern. Primäre klinische Bedeutung hat Androstendion bei der Diagnostik des Hirsutismus. Erhöhte Androstendionspiegel kommen auch beim polyzystischen Ovar, bei Tumoren der Nebennierenrinde und der Gonaden oder im Falle einer kongenitalen Nebennierenrindehyperplasie vor. Der Androstendionspiegel ist vom Tag-Nacht-Rhythmus abhängig. Die höchsten Serumwerte werden morgens, die niedrigsten am Nachmittag gemessen. Die Werte sind auch vom menstrualen Zyklus der Frau abhängig. In der Phase der Ovulation können die Werte doppelt so hoch sein.

Indikationen

Informationsstand

24.09.2018

Material

3 ml Serum

Normbereich

Der Referenzbereich beträgt 8 - 16 mmol/l

Informationen

Man bezeichnet die Differenz zwischen Natrium-, Chlorid- und Bikarbonat-Wert man als Anionenlücke. Die Berechnung der Anionenlücke erfolgt also folgendermaßen: Anionenlücke = Natrium - Chlorid - Bicarbonat (Einheiten: mmol/l). Die Anionenlücke dient, die Ursache einer Übersäuerung (=Azidose) des Blutes zu finden und bei Vergiftungen Hinweise auf die Ursache zu geben. Sie wird durch die nur aufwendig und daher seltener gemessenen Anionen Proteinat, Phosphat, Laktat, Sulfat etc. bedingt.Überwiegen bei bestimmten Erkrankungen die Anionen (Natrium kleiner als die Summe aus Chlorid und Bicarbonat), bezeichnet man diese als "negative Anionenlücke". Eine Erhöhung der Anionenlücke weist auf vermehrte Konzentrationen organischer Säuren wie Lactat oder Acetat hin, die Bikarbonat verdrängen und durch Chlorid nicht ersetzt werden können.Die Berechnung der Anionenlücke ist bei der Diagnose von metabolischen Azidosen innerhalb gemischter Säure-Basen-Störungen, bei denen die Werte der Blutgasanalyse allein nicht hinweisend sind, von besonderer Bedeutung.Bei einer metabolische Azidose, z.B. durch mangelnde Ausscheidung von Protonen im Rahmen eines Nierenversagens oder bei einem Abfall des Bikarbonats, meist bei Diarrhöe, wird die Anionenlücke größer (Sub-traktionsazidose). Entsprechendes gilt beim Anfall von Säureaquivalenten (Ketoazidose, Laktatazidose, Intoxikation mit Salizylaten) als Additionsazidose. Bei hyperchlorämischen Azidosen bleibt die Anionenlücke normal.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Informationen

Sammelbegriff für die paraneoplastischen Antikörper Hu, Yo, Ri; Antikörper gegen Hu (ANNA-1) werden in 80% der Fälle bei Patienten mit kleinzelligem Bronchalkarzinom und paraneoplasitischem neurologischem Syndrom gefunden. Ri (ANNA-2) Autoantikörper sind mit Brustkarzinomen und SCLC assoziert. Anti-Yo (PCA-1) Antikörper weisen auf Brust- oder Ovarkarzinome hin.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

positiv nach Impfung (Titer)

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Geimpfte Personen bilden Anti-HBs, jedoch kein Anti-Hbc, somit ist der Nachweis von Anti-HBc beweisend für eine frühere Infektion. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben nur Patienten mit Anti-HBs einen ausreichenden Impfschutz.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunoblot

Informationen

Anti-Hepatitis C-Virus Antikörper werden in der Regel erst 3 - 6 Monate nach Infektion nachweisbar. Eine Unterscheidung in IgM und IgG-Antikörper ist nicht möglich. Bei immungeschwächten Patienten (Dialyse) und nach Ausheilung der Erkrankung kann der Antikörpernachweis negativ werden. Insbesondere Autoimmunerkrankungen und Schwangerschaft kann zu falsch positiven Testergebnissen führen können; eine Bestätigung im Immunoblot ist daher vor allem bei grenzwertigen Befunden notwendig. Bei positiven Befunden sollte der HCV-RNA-Nachweis in der PCR erfolgen. Auch bei negativem AK-Nachweis (immunsupprimierte Patienten) kann der HCV-RNA-Nachweis sinnvoll sein.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum oder Plasma

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Ein für die Schwangerschaft nicht-relevanter Antikörper ist Anti-I, da fetale Erythrozyten kein I exprimieren. Antikörper gegen Leb oder M, die oft natürlich gebildet werden, sind in der Regel vom IgM-Typ, der nicht durch die Plazenta transportiert wird. Antikörper vom IgM-Typ sind für die Schwangerschaft daher nicht relevant. Ein häufiger Nebenbefund der präpartalen Untersuchung schließlich ist der Nachweis schwacher Kälte- oder Wärme-Autoantikörper, die ein passageres Phänomen darstellen können. In der Regel ist dies weder für die Mutter noch für das Kind von klinischer Bedeutung.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frauen: 1,3-7,0 µg/l
Männer: 1,0-4,3 µg/l

Methodik

Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA)

Informationen

Als Marker der ovariellen Funktionsreserve wird AMH in der Sterilitätsbehanndlung eingesetzt. Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen beim PCO-Syndrom sowie in der Pädiatrie bei der Diagnose von Pubertas praecox oder tarda.

Informationsstand

18.08.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Informationen

Unter Anti-Cardiolipin-Antikörpern (ACA) versteht man Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), deren Vorkommen ursprünglich in den Seren von Patienten mit sogenanntem "falsch positivem" Lues-Befund nachgewiesen wurden. In neuerer Zeit konnte jedoch gezeigt werden, daß ACA bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, insbesondere beim Lupus Erythematodes (LE) und der primär biliären Cirrhose (PBC) auftreten können. Auch das beim LE auftretende sog. Lupus-Anticoagulans (LA) entspricht einer Untergruppe der ACA. Ein positiver Nachweis von ACA kann dem klinischen Auftreten von Kollagenosen einige Jahre vorausgehen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich:

Amiodaron 0,5 - 1,3 mg/l
Desethylamiodaron* 0,6 - 1,2 mg/l
Aprindin 0,75 - 2,5 mg/l
Chinidin 2,0 - 7,0 mg/l
Disopyramid 2,5 - 7,0 mg/l
Flecainid 0,2 - 1,0 mg/l
Lidocain 1,5 - 5,0 mg/l
Mexiletin 0,5 - 2,0 mg/l
Procainamid 4,0 - 8,0 mg/l
Propafenon 0,25 - 2,0 mg/l
Sotalol 0,8 - 5,0 mg/l
Propranolol 50 - 300 µg/l
Metoprolol 100 - 600 µg/l
Tocainid 4,0 - 10,0 mg/l
Verapamil 50 - 750 µg/l


* bei mindestens einmonatiger Einnahme von 200 mg Amiodaron/Tag

Informationen

siehe auch Einzelparameter

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Informationen

Die aktuelle S3-Leitlinie „Strategien zur Sicherheit rationaler Antibiotika-Anwendung“ weist auf die Bedeutung einer individuellen Dosierung auch bei Betalaktam-Antibiotika hin. Im Zeitalter der individualisierten Medizin ist ein TDM gerade bei kritisch kranken Patienten auf Intensivstationen sinnvoll, um die Effektivität der eingesetzten Antibiotika, vor allem auch unter dem Druck durch das zunehmende Auftreten von multiresistenten Erregern, zu erhöhen und das Nebenwirkungsprofil zu minimieren. In dieser Patientenkohorte sind die pharmakokinetischen Parameter zum Teil variabel. SIRS (systemic inflammatory response syndrome) mit Sepsis, der Katecholamineinsatz, die intravenöse Flüssigkeitsgabe, Organfunktionsstörungen (Niere, Leber), extrakorporale Verfahren, um einige Beispiele zu nennen, können die Pharmakokinetik von Antibiotika erheblich beeinflussen. Zudem wird eine signifikante Variabilität der Pharmakinetik innerhalb eines Patienten über die Zeit beobachtet. 

Wir führen Spiegelbestimmungen folgender Betalaktam-Antibiotika durch: 

Ampicillin/Sulbactam, Piperacillin/Tazobactam, Meropenem, Ceftazidim und Cefepim. Zusätzlich können wir auch die Medikamentenspiegel von Linezolid bestimmen.

 

Informationsstand

01.01.2016

Informationen

s. Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Bromid 400 - 2000 mg/l
Carbamazepin-Monotherapie 8 - 12 mg/l
Carbamazezin-Multitherapie 3 - 8 mg/l
Carbamazepin-Epoxid 0,5 - 3,0 mg/l
Clobazam 100 - 400 µg/l
Clonazepam 10 - 70 µg/l
Ethosuximid 40 - 100 mg/l
Felbamat** 32 - 82 mg/l
Hydroxyoxcarbazepin 2,1- 6,7 mg/l
Lamotrigin 1,0- 10 mg/l
Mephenytoin 4 - 16 mg/l
Mesuximid alsNormesuximid 10 - 40 mg/l
Oxcarbazepin bis 3,0 mg/l
Phenobarbital 10 - 40 mg/l
Phenytoin 5 - 20 mg/l
Primidon 4 - 15 mg/l
Sultiam 1 - 10 mg/l
Tiagabin** 20 - 200 mg/l
Valproinsäure(Dipropylacetat) 30 - 120 mg/l
Vigabatrin 10 - 60 mg/l
** vorläufiger Bereich

Informationsstand

12.04.2019

Material

5 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Antikörper gegen Kernsubstanzen\r\nSynonyme: Antinukleäre Antikörper (ANA ), Antinukleäre Faktoren (ANF)\r\nANAs sind ein Sammelbegriff für alle Autoantikörper, die gegen Strukturen des Zellkerns gerichtet sind. Die Bestimmung der ANAs eignet sich vor allem als Screeningverfahren.\r\nBestimmungsindikation\r\nSuchtest bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, kutane Formen, medikamenteninduzierter Lupus, Sharp-Syndrom, Dermatomyositis, Polymyositis, Sjögen-Syndrom, Sklerodermie, CREST-Syndrom, Panarteriitis nodosa, rheumatoider Arthritis, Vaskulitiden, Polymyalgia rheumatica, Autoimmunhämolytische Anämie, Myastenia graviis, autoimmune Hepatitis.\r\nUntersuchungsmethode\r\nIndirekter Immunfluoreszenztest\r\nPrinzip: auf Rattenlebergefrierschnitten oder Gewebekulturzellen (HEp-2 Zellen) wird Patientenserum in verschiedenen Verdünnungsstufen inkubiert , Antikörper gegen Zellkernstrukturen (ANAs) werden dann mit einem fluoreszierenden Anti-Immunglobulin-Antiserum sichtbar gemacht.\r\nBewertung\r\nANAs sind mit einer Reihe von Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen assoziiert (siehe Tabelle), sie kommen aber auch bei gesunden Normalpersonen vor.\r\nDas Fluoreszenzmuster kann Hinweise auf die Antikörperspezifität geben:homogen: Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (beim systemischen Lupus erythematodes und bei Normalpersonen)\r\ngesprenkelt: Antikörper gegen n-RNP, Jo-1, Scl-70 (beim Sharp-Syndrom, Sklerodermie, Dermato-/Polymyositis)\r\nnukleolär: Antikörper gegen RNA (Sklerodermie)\r\nDie Angabe eines positiven ANA-Befundes mit bestimmten Fluoreszenzmustern gibt nur einen Hinweis auf eine Erkrankung, die Diagnosesicherung sollte mit spezifischen Markern erfolgen.\r\nHohe Titer (> 1:320) machen die Diagnose einer Autoimmunerkrankung wahrscheinlicher.\r\nENA: Antikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene\r\nIndikationen bestehen bei Verdacht auf Krankheiten aus den Formenkreis der Kollagenosen: LE, Mischkollagenosen (MTCD), Sklerodemie, Sjögrensyndrom, Poly-, Dermatomyositis u. a.\r\nAntikörper gegen nukleäre Ribonukleoproteine (Sm-Antigen, U1-snRNP, RNP-Sm)\r\nAntikörper gegen Komplexe aus messenger-RNA und Proteinen. Anti-Sm Antikörper (benannt nach einem Patientennamen) sind hochspezifisch für den systemischen Lupus erythematodes, sind jedoch wenig sensitiv (kommt bei ca. 20% der Patienten vor). U1-RNP-Antikörper ist ein Diagnosekriterium für das Sharp-Syndrom, kommen aber auch bei SLE, systemischer Sklerose und rheumatoider Arthritis vor.\r\nAntikörper gegen SS-A (Ro) und SS-B (La) AntigeneHäufiges Vorkommen von SS-A beim Sjögren Syndrom (90-95% der Patienten, vor allem Antikörper gegen das 52 Kilodalton-SS-A-Antigen) sowie in unterschiedlichem Prozentsatz bei fast allen Kollagenosen.Anti-SS-B bei SLE und Sjögren-Syndrom nachweisbar; sowohl Anti SS-A als auch Anti-SS-B können in geringem Prozentsatz bei gesunden Normalpersonen nachweisbar sein.\r\nAnti-Scl70 (Antikörper gegen Topoisomerase I) und Anti-Zentromer-Antikörper(CENP)\r\nAnti-Scl70 wird vor allem bei Patienten mit systemischer Sklerodermie gefunden, Anti-Zentromer-Ak kommen bei 70% der Patienten mit CREST-Syndrom vor.\r\nAntikörper gegen Jo-1\r\nAnti-Jo-1 kommt fast ausschließlich bei Polymyositis und Dermatomyositis vor.\r\n\r\nAntikörper gegen Doppelstrang DNS (dsDNS)\r\nIndikation für die Bestimmung von DNS-Ak ist die Diagnosesicherung eines systemischen Lupus erythematodes sowie die Abgrenzung von anderen Kollagenosen bei hochpositivem ANA-Titer.\r\nIm aktiven Stadium des systemischen Lupus erythematodes sind bei 70 bis 95% der Patienten Antikörper gegen dsDNA nachweisbar , bei anderen Autoimmunerkrankungen haben zwischen 10 und 30% der Patienten DNS-Antikörper.\r\nNukleosomen-Ak\r\nBei ca. 70 % der Patienten mit SLE finden sich Antikörper gegen Antigene in den Nukleosomen (der strukturellen Chromatin-Untereinheit), insbesondere gegen die molekularen Nukleosomen-Bestandteile Doppelstrang-DNA (ds-DNA) und Histonproteine. Die Bestimmung von Antikörpern gegen isolierte Nukleosomen (ELISA) gewinnt an Bedeutung.\r\nPhospholipid-Antikörper\r\nUnter Anti-Cardiolipin-Antikörpern (ACA) und Beta-2-Glykoprotein-Antikörpern versteht man Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), deren Vorkommen ursprünglich in den Seren von Patienten mit sogenanntem "falsch positivem" Lues-Befund nachgewiesen wurden. In neuerer Zeit konnte jedoch gezeigt werden, dass APA bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, insbesondere beim Lupus Erythematodes (LE), auftreten können. Auch das beim LE auftretende sog. Lupus-Anticoagulans (LA) entspricht einer Untergruppe der APA. Ein positiver Nachweis von APA kann dem klinischen Auftreten einer Kollagenose einige Jahre vorausgehen.\r\nDie beschriebenen Antikörper sind aber auch mit weiteren Symptomen assoziiert. Dieses sogenannte "Primäre Antiphospholipid-Syndrom" betrifft insbesondere schwangere Patientinnen mit habituellen Aborten, Präeklampsie oder tiefen Beinvenenthrombosen. Kleine Thrombosen in den Venen und Arterien unterbinden dabei eine ausreichende Blutversorgung der betroffenen Organe. APA-positive Patienten zeigen auch häufig eine generelle Thromboseneigung, dadurch bedingte gehäufte Miniinfarkte sowie eine entsprechende neurologische Symptomatik. Auch bei gesunden Menschen können hin und wieder Phospholipid-Antikörper nachgewiesen werden. Meist handelt es sich bei diesen Personen um Verwandte von Patienten mit einem Antiphospholipid-Syndrom, was darauf hinweist, dass es sich hier um eine zumindest teilweise erbliche Erkrankung handelt. Auch diese Personen weisen ein erhöhtes Risiko für thrombotische Ereignisse auf.\r\nAntikörper gegen glatte Muskulatur (Anti-SMA)\r\nDie Gruppe der Antikörper gegen glatte Muskulatur reagiert mit unterschiedlichen Epitopen auf glatten Muskelzellen; Kreuzreaktionen gegen Herz- und Skelettmuskulatur sind möglich.\r\nBestimmungsindikation\r\nDifferentialdiagnose der Hepathopathien , Autoimmunhepatitis, Dressler- Syndrom, Kollagenosen\r\nAnti-SMA nachweisbar bei Autoimmunhepatitis (hohe Titer), Postkardiotomie-Syndrom, Dressler Syndrom, viralen Hepatitiden, rheumatoider Arthritis, HIV-Infektion. Anti-SMA und ANA in Kombination weisen auf eine Autoimmunhepatitis hin. Vorkommen ebenfalls bei Karzinomen, Fibromyalgie, primär biliärer Zirrhose. Aktin ähnliche Antigene sind Bestandteile zahlreicher Viren, hohe Antikörpertiter gegen glatte Muskulatur bei einer Reihe von viralen Infektionen nachweisbar (z.B. Paramyxoviren, Masen- und Herpesviren)\r\nAntikörper gegen Mitochondrien (AMA), LKM und SLA/LP\r\nBestimmungsindikation\r\nVerdacht auf primär biliäre Zirrhose, Autoimmunhepatitis\r\nBestimmungsmethoden: Immunfluoreszenztest\r\n.Detektion von Autoantikörpern mittels Immunblot; untersucht werden Antikörper gegen LKM-1, SLA/LP und anti-Mitochondriale AK.Antikörper gegen M2 werden bei 90-95% der Patienten mit primär biliärer Zirrhose (PBC) gefunden und sind hoch krankheitsspezifisch; die Bedeutung der übrigen Anti-Mitochondrialen Antikörper wird zur Zeit kontrovers diskutiert. Anti-LKM-1 und Anti-SLA/LP kommen bei einem Teil der Patienten mit Autoimmunhepatitiden vor. Bei Patienten mit chronisch aktiver Hepatitis C sind ebenfalls Anti-LKM-1 nachweisbar.Überschneidungen der Autoimmunhepatitis und der primär biliären Zirrhose sind möglich (Overlap-Syndrom).\r\n\r\nBelegzellen des Magens (PCA)\r\nZielantigen ist die H+/K+-ATPase der Parietalzellen.BestimmungsindikationPerniziöse Anämie, Typ A Gastritis, Abklärung einer autoimmunen Polyendokrinopathie.\r\nBewertung\r\nVorkommen bei perniziöser Anämie (80-90%), atrophischer Gastritis (20-30%), Endokrinopathien, aber auch bei gesunden Personen über 60 Jahre in bis zu 20% der Fälle.\r\nAntikörper gegen Gliadin und Endomysium/Transglutaminase\r\n\r\nDas Antigen der Antikörper gegen Endomysium wurde als Gewebstransglutaminase identifiziert, Antikörper gegen Gliadin richten sich gegen ein exogenes Antigen, sind also strenggenommen keine Autoantikörper. Die höchste Krankheitsspezifität haben Antikörper des IgA-Isotyps.\r\nDie Bestimmung der Antikörper gegen Gewebstransglutaminase sowie gegen Gliadin erfolgt als Enzymimmunoassay.\r\nBei Patienten mit einer unbehandelten Zöliakie lassen sich IgA-Antikörper gegen fibrilläre Strukturen auf glatten Muskelfasern, dem Endomysium (EMA), nachweisen. Antikörper gegen Gliadin (AGA) treten ebenfalls charakteristischerweise bei der glutensensitiven Enteropathie auf. Es handelt sich hierbei vor allem um Antikörper der Klasse IgG, IgA und IgE. Ein negatives Ergebnis der EMA und AGA-IgA-Bestimmung ist nur bei normal hohen Gesamt IgA-Konzentrationen relevant. Positive AGA-IgA und EMA-IgA sind Indikationen für eine Dünndarmbiopsie.\r\nBei glutenfreier Diät sind Antikörper gegen Endomysium und Gliadin oft nicht mehr nachweisbar.\r\nAutoantikörper bei Darmerkrankungen\r\nAutoantikörper gegen exokrines Pankreas finden sich ausschließlich beim Morbus Crohn (Prävalenz 39 %), Autoantikörper gegen intestinale Becherzellen ausschließlich bei Colitis ulcerosa (Prävalenz 28 %). Antikörper gegen Granulozyten (p-ANCA) findet man zu über 60 % bei Patienten mit Colitis ulcerosa, selten jedoch auch beim Morbus Crohn. Antikörper gegen Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe) finden sich bei über 70 % der Morbus Crohn-Kranken, jed\r\noch auch bei bis zu 10 % von Colitis ulcerosa-Patienten oder Gesunden.Die simultane Bestimmung aller vier Antikörper ermöglicht so eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.\r\nAutoantikörper bei Diabetes\r\nInselzell-Antikörper (ICA) sind gegen Inselzellantigene von Pankreasgewebe gerichtet und werden mittels Immunfluoreszenz mikrokopisch nachgewiesen. Eine genaue Identifizierung aller Zielantigene ist noch nicht möglich.Zielstrukturen der ICA sind die Glutaminsäure-Dekarboxylase-Antikörper (GADA) sowie die Tyrosin-Phosphatase-Antikörper (IA2A), die selektiv mittels eines Immunoassays (RIA) nachgewiesen werden können. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eines Diabetes mellitus sind ICA in ca. 80% der Fälle nachweisbar. Nach der Manifestation der Erkrankung fällt die Prävalenz der ICA ab. Die Autoantikörper sind meistens schon vor der Manifestation der Erkrankung positiv und gelten als Marker der sog. "prädiabetischen Phase".\r\nInsulinautoantikörper (IAA) sind die einzigen Beta-Zell-spezifischen Antikörper, die als Immunantwort bei frisch manifestierten Diabetes mellitus Typ I sowie bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für diese Erkrankung nachgewiesen werden können. Sie sind bei Kindern in bis zu 90 % der Fälle nachweisbar, nehmen mit zunehmenden Alter ab und sind bei Erwachsenen nur noch selten nachweisbar.\r\nDurch Kombination dieser Autoantikörper lässt sich das Diabetesrisiko im individuellen Fall gut abschätzen. Das individuelle Krankheitsrisiko steigt mit der Zahl der nachgewiesenen Autoantikörper. Im Erwachsenenalter spielen der Nachweis von IA2A und IAA nur noch eine untergeordnete Rolle.\r\nDie Myasthenia gravis ist häufig mit dem Nachweis von Autoantikörpern gegen Acetylcholin-Rezeptoren im Blut assoziiert. Bei bis zu 20% der Patienten mit einer generalisierten Myasthenia gravis sind diese jedoch negativ. Bei einem Teil der Myasthenie-Fälle ohne Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren werden Antikörper gegen muskel-spezifische Tyrosin-Kinase gefunden und erhöhen somit die diagnstische Sensitivität der Myasthenia gravis. Ca. 70 % der Thymom-Patienten weisen erhöhte Titin-Antikörpertiter auf. Autoantikörper gegen Skelettmuskulatur finden sich bei 20 bis 30 % der Patienten.Im Gegensatz zur Myasthenia gravis können bei anderen myasthenen Syndromen, wie z. B. dem Lambert-Eaton Syndrom, erhöhte Autoantikörper gegen ein Membranprotein der Nervenzelle, nämlich den spannungsabhängigen Calcium-Kanal (VGCC = voltage gated calcium channel), vorliegen.\r\n\r\nGangliosid-Autoantikörper\r\n- Anti-GM1-IgG\r\n- Anti-GM1-IgM\r\n- Anti-GQ1B-IgM\r\nGangliosid-Antikörper werden u.a. gefunden bei:\r\nimmunvermittelten Neuropathien: Guillain-Barre-Syndrom (GBS), Motoneuronsyndrom, Miller-Fisher-Syndrom, multifokale motorische Neuropathie, CIDP (chronisch inflamm. demyelin. Polyneuropathie)\r\nAntikörper gegen neutrophile Granulozyten (ANCA)\r\nANCA (alter Name ACPA) reagieren mit zytoplastischen Strukturen von neutrophilen Granulozyten und werden daher "Anti Neutrophil Cytoplasma Antibodies" genannt. Mittels Immunfluoreszenz (IFT) lassen sich diese Antikörper nachweisen und anhand des Fluoreszenzmusters zwischen einer homogenen-feingranulierten Anfärbung des gesamten Cytoplasmas (c-ANCA) und einer eher perinukleären Anfärbung (p-ANCA) differenzieren.Die sogenannten c-ANCA sind überwiegend mit der Wegnerschen Granulomatose vergesellschaftet, während sich die p-ANCA auch bei anderen Krankheitsbilden mit Glomerulonephritis und systemischer Vaskulitis finden. c-ANCA sind gegen das Zielantigen Proteinase 3, p-ANCA gegen Myeloperoxidase (MPO), Elastase und Laktoferrin gerichtet.\r\nDiese Zielantigene stehen auch als gereinigte Antigene zur Verfügung und können daher in entsprechenden Enzymimmunoassays (EIA) eingesetzt werden.\r\nAntikörper gegen Glomeruläre Basalmembran\r\nGBM-Ak können auf Gefrierschnitten von humaner Niere oder Affenniere nachgewiesen werden. Sie stellen sich in der Immunfluoreszenz als lineare Anfärbungen entlang der glomerulären Basalmembran dar. Beim Goodpasture-Syndrom lassen sich zusätzlich Antikörper bei Verwendung von Gefrierschnitten humaner Lungen nachweisen.\r\nDas Zielantigen der GBM-Antikörper konnte molekularbiologisch definiert werden; es handelt sich um die sogenannte M2-Untereinheit des Kollagens 4, welches wesentlicher Baustein der glomerulären Basalmembran ist. Gereinigtes M2-Antigen kann nun in einem ELISA eingesetzt und die entsprechenden hochspezifischen Antikörper nachgewiesen werden.\r\nAntikörper gegen Nebennierenrindengewebe\r\nDiese Antikörper sind gegen die Cytochrom P450 Steroid-Enzyme gerichtet, und zwar gegen die 11-beta-, die 17-alpha- und die 21-Hydroxylase.\r\nNahezu alle Antikörper-positiven Kinder entwickeln innerhalb von 10 Jahren (im Mittel nach einem Jahr) einen M. Addison. Dabei korreliert die anfängliche Titerhöhe mit der zeitlichen Progression der Krankheit.Bei den Antikörper-negativen Kindern tritt in keinem einzigen Fall eine Funktionsstörung der Nebennierenrinde auf.\r\nBei Erwachsenen tritt ein M. Addison bei 20 % auf; weitere 29 % zeigen eine subklinische NNR-Insuffizienz innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 10 Jahren.\r\nTAK und anti-TPO (Antikörper gegen Schilddrüsenantigene)\r\nAnti-TPO und Anti-Thyreoglobulin Antikörper kommen bei Hashimoto-Thyreoiditis (mit hohen Titern, meist >5000 U/ml), beim M. Basedow (Titer mittel bis stark erhöht) sowie bei Myxödem (mittelere Titerstufen) vermehrt vor. Vereinzelt erhöhte Werte bei subakuter Thyreoiditis, atrophischer Thyreoiditis, Riedel-Struma, Traumata, Schilddrüsen-OP, de Quervain-Thyreoiditis, Schilddrüsenadenomen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indikation:  Antikörpersuchtest bei geplanter Transfusion, Mutterschaftsvorsorge, Blutgruppenbestimmung
Mit dem polyspezifischen Antikörpersuchtest werden  irreguläre erythrozytäre Antikörper nachgewiesen. Ein positiver Antikörpersuchtest sollte hinsichtlich der Spezifität des Antikörpers weiter differenziert werden.

Die Antigene A und B kommen nicht nur auf Erythrozyten, sondern auch auf Darmbakterien vor (heterophile Antigene). So führt die Darmflora im ersten Lebensjahr zur Bildung von Antikörpern (Isoagglutinine Anti-A und Anti-B), wenn die eigenen Erythrozyten diese Antigene nicht tragen. In der Regel jedoch unterbleibt die Produktion eines Antikörpers, der gegenein körpereigenes Antigen gerichtet ist (keine Auto-Isoagglutinine). Im Rhesus-System sind normalerweise keine Isoagglutinine nachweisbar. Diese entstehen nur dann, wenn der Organismus mit dem körperfremden Antigen sensibilisiert wurde (z.B. durch Übertragung von D-Erythrozyten in einen d-Organismus durch fehlerhafte Blutübertragung oder während der Geburt über die Wundfläche Placenta/Uterus). Anti-A und Anti-B sind komplette" Antikörper (IgM), die gut vernetzen und schon ohne Supplement agglutinieren. Im Rh-System findet man vorwiegend inkomplette" oder blockierende Antikörper (IgG, placentagängig). Diese reagieren zwar auch mit den spezifischen Antigenen der Spender-Erythrozytenmembran, vernetzen aber nur schwach (nur zwei AG-Bindungsstellen/AK). Im Kochsalzmilieu wird die Agglutination durch IgG erst dann gut sichtbar, wenn man durch Supplement (Makromoleküle, z.B. Rinderalbumin) die Oberflächenspannung der Erythrozyten vermindert, oder mit gegen Human-Globulin gerichteten polyklonalen Antikörpern (Coombs-Test) die Vernetzung verstärkt.

Indikationen

Informationsstand

21.10.2016

Material

2 ml EGTA-Blut (Spezialröhrchen), 5 ml EDTA-Blut, 5 ml Serum

Normbereich

siehe auch Einzelparameter

Informationen

Antioxidantien nennt man solche Substanzen, die die Oxidation von Lipiden und Ölen vermindern. Antioxidantien verhindern in der Lebensmittelindustrie, dass lipidhaltige Nahrungsmittel ranzig werden. Zu ihnen gehören Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin und einige Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Selen und Zink. Der Einsatz von AO in Nahrungsmitteln ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Antioxidantien sollen körpereigene Stoffe vor der Reaktion durch reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) schützen. Der Schutz regelmäßig substituierter antioxidativer Vitamine vor Krebs oder Atherosklerose bleibt bisher umstritten.

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

2 ml Serum, evtl. als Tagesprofil, d.h. erste Blutentnahme vor Medikation (Talspiegel), dann drei weitere Proben im Dosierungsintervall zur Überprüfung der Kinetik z.B. nach 1,2 und 4 oder 6 Stunden

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationsstand

07.05.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 2 IE/ml

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indiziert bei Staphylokokkeninfektionen bei Osteomyelitis, Sepsis, Meningitis, Pneumonie, Prostatitis, Endo-, Myo-, Perikarditis oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Oberflächliche Infektionen (Haut und Schleimhäute) führen selten zu signifikanten Antikörperanstiegen. Tiefe Infektionen und Sepsiszustände ergeben häufig höhere Antikörpertiter. Dem kulturellen Direktnachweis ist in der Regel der Vorzug zu geben.

Informationsstand

12.12.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 640 IE/ml

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

siehe auch Streptokokken-Ak

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 200 lE/ml

Methodik

Nephelometrie

Informationen

siehe auch Streptokokken-AK

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Kinder bis 150 U/ml
Erwachsene bis 200 U/ml

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

siehe auch Streptokokken-AK

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Citrat-Blut (1:10)

Normbereich

80 - 120 %

Methodik

Photometrisch

Informationen

Erworbener AT III-Mangel im Rahmen einer Lebersyntheseeinschränkung; meist besteht auch eine Verminderung der prokagulatorischen Gerinnungsfaktoren (Quick, F II, F V, F VII, F X) im gleichen Ausmaß, so dass das Gleichgewicht auf niedrigerem Niveau erhalten bleibt. Eine einseitige AT III-Substitution ist somit nicht erforderlich.
Erworbener AT III-Mangel im Rahmen eines nephrotischen Syndroms; aufgrund des isolierten AT III-Verlusts erhöhtes Thromboembolie-Risiko
Verschiedene Formen eines angeborenen AT III-Mangels mit deutlich erhöhtes Thromboserisiko. Man unterscheidet 2 Haupttypen des angeborenen AT III-Mangels. Beim Typ I ist die Konzentration des zirkulierenden Proteins (immunologisch bestimmt als Antigen) und die Aktivität (gemessen im Heparincofaktortest) vermindert. Beim Typ II-Mangel ist die Menge des AT-III-Antigens normal, die Aktivität jedoch auf die Hälfte vermindert. Bevor ein angeborener AT III-Mangel diagnostiziert werden kann, müssen alle oben genannten Ursachen eines erworbenen AT III-Mangels ausgeschlossen werden. Außerdem sollte die Diagnose erst nach wiederholter Bestätigung des Befundes unter Ausschluss der oben genannten Einflussgrößen gestellt werden; so sollte z.B. bei erniedrigtem Wert im Rahmen einer Heparintherapie nach thromboembolischem Ereignis der Test nach Absetzen von Medikamenten wiederholt werden.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Probe muss innerhalb von 4 Stunden im Labor sein
  • Fälschlich verminderte werte lassen sich bei Patienten mit Phospholipid-Ak (Lupusantikoakulanz), erhöhtem Faktor VIII sowie Schwangeren und Patientinnen mit oraler Kontrazeption beobachteN

Material

5 ml Citratplasma

Normbereich

> 1.8

 

Methodik

koagulometrisch

Informationen

Ein pathlogisch veränderter Faktor V (meist angeboren, zwei verschiedene Formen sind bekannt, am häufigsten "Faktor-V-Leiden", gelegentlich erworben) besitzt gegenüber dem Protein C eine "erhöhte Resistenz" und führt dazu zu einer verringerten Fibrinolyse mit verstärketer Neigung zu Thrombosen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Berechnung durch das Labor nur nach vorheriger Anfrage

Material

24 h Sammelurin (angesäuert)\r\nSammelmenge angeben

Methodik

AAS und photometrisch

Informationen

Der gebräuchlichste Index für eine Berechnung des Steinbildungsrisikos ist das Ionen-Aktivittsprodukt für Kalziumoxalat (APCaOx) nach Tiselius (Tiselius 1984) eine Formel, die fünf lithogenetisch relevante Parameter (Volumen, renale Exkretionswerte von Calzium, Oxalsäure, Magnesium und Citrat im 24h-Sammelurin) hinsichtlich ihres promotorischen und inhibitorischen Einflusses auf die CaOx-Kristallisation gegenüberstellt.\r\nAPCaOx =\r\n1.9 Calcium hoch 0.84 x Oxalate dividiert durch\r\nCitrate hoch 0.22 x Magnesium hoch 0.12 x Harnvolumen (L) hoch 1.03\r\n24 h-Urin, alle Ergebnisse in mmol/24h

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Dabei unterscheidet man zwischen der familiären Hypercho-lesterinämie (FH) mit einer großen Zahl von Mutationen im Gen für den LDL-Rezeptor und dem familiären Apo B-100-Defekt (FDB) mit einer Mutation des Apolipoproteins B-100. Die Symptome, die aus der Mutation des Apo B-100 resultieren, ähneln denen der familiären Hypercholesterinämie und führen zu einer Hyperlipidämie. Etwa 2-5 % der Patienten mit Symptomen einer familiären Hypercholesterinämie weist die Mutation des Apo B-Gens auf. Aufgrund der unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten ist es von besonderer Bedeutung, die Patienten mit einem familiären Apo B-100-Defekt zu identifizieren, um eine entsprechen-de Behandlung einzuleiten.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer 115 - 190 mg/dl\r\nFrauen 115 - 220 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Apolipoproteine transportieren wasserlösliche Lipide im Blut. Wichtigste Apolipoproteine sind das Apolipoprotein A-I und Apolipoprotein B. Apolipoprotein A-I findet man in den sog. HDL, also den Lipoproteinen mit hoher Dichte (High Density Lipoproteins). HDL hat eine protektive Wirkung und scheint vor Arteriosklerose zu schützen. Damit zeigt auch Apolipoprotein A-I das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein A-I Spiegel stellen somit einen Schutzfaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein hohes Risiko hin.Apolipoprotein B findet man in den sog. LDL, also den Lipoproteinen mit niedriger Dichte (Low Density Lipoproteins) und den VLDL (Very Low Density Lipoproteins). LDL und VLDL-Spiegel sind ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Damit zeigt auch Apolipoprotein B das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein B Spiegel stellen somit einen Risikofaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein geringeres Risiko hin.Durch den Apo B/Apo A-I-Quotient lässt sich diese Risikoabschätzung noch deutlicher darstellen. Hohe Quotienten sind weisen auf ein hohes Arterioskleroserisiko hin.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer 70 - 160 mg/dl\r\nFrauen 65 - 105 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Apolipoproteine transportieren wasserlösliche Lipide im Blut. Wichtigste Apolipoproteine sind das Apolipoprotein A-I und Apolipoprotein B. Apolipoprotein A-I findet man in den sog. HDL, also den Lipoproteinen mit hoher Dichte (High Density Lipoproteins). HDL hat eine protektive Wirkung und scheint vor Arteriosklerose zu schützen. Damit zeigt auch Apolipoprotein A-I das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein A-I Spiegel stellen somit einen Schutzfaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein hohes Risiko hin.Apolipoprotein B findet man in den sog. LDL, also den Lipoproteinen mit niedriger Dichte (Low Density Lipoproteins) und den VLDL (Very Low Density Lipoproteins). LDL und VLDL-Spiegel sind ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Damit zeigt auch Apolipoprotein B das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein B Spiegel stellen somit einen Risikofaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein geringeres Risiko hin.Durch den Apo B/Apo A-I-Quotient lässt sich diese Risikoabschätzung noch deutlicher darstellen. Hohe Quotienten sind weisen auf ein hohes Arterioskleroserisiko hin.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

37% der Bevölkerung (alle außer den homozygoten Apo E3/3 Merkmalsträgern) haben ein genetisch erhöhtes Risiko, an einer Hyperlipidämie und deren Folgen zu erkranken. Der Genotyp E-2/2 ist mit Hypertriglyceridämie, der Genotyp E-4/4 mit Hypercholesterinämie assoziiert. Apo-E4 wirkt über eine LDL-Erhöhung eher atherogen, insbesondere für die koronare Herzkrankheit; zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für die Alzheimer-Demenz.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Informationen

s. Antiarrhythmika

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Das Devic-Syndrom (Neuromyelitis optica) ist eine Entzündung des Rückenmarks mit Querschnittsyndrom und teilweiser aufsteigender Entzündung - innerhalb von Stun-den bis Tagen - von mindestens einem Sehnerv mit Sehstörungen, die bis zur Erblindung eines Auges oder beider Augen führen kann. Die Neuromyelitis optica ist selten (ca. 1 % der demyelinisierenden Erkrankungen). Es wird diskutiert, ob sie eine Sonderform der Multiplen Sklerose oder eine eigenständige Erkrankung darstellt. Multiple Sklerose ist neben Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Bei MS sind auch andere Bereiche des Nervensystems betroffen. Auf Grund der sehr ähnlichen Symptomatik ist eine sichere Abgrenzung zwischen Multipler Sklerose und Devic-Syndrom ist zum Beginn der Erkran-kung nicht immer möglich. Die frühzeitige Unterscheidung ist jedoch wichtig, da eine unterschiedliche Behandlung notwendig ist. Das neue Verfahren zur entsprechenden Differentialdiagnose basiert auf dem Nachweis von Aquaporin-4-Antikörper. Vor einiger Zeit wurde bei Patienten mit dem Devic-Syndrom entdeckt, dass diese Antikörper gegen bestimmte neurologische Strukturen im Nervensystem besitzen. Zielantigen für diese Antikörper ist ein Protein namens Aquaporin-4, das für die Bildung von Kanälen in der Zellmembran zuständig ist und den Durchtritt von Wassermolekülen erleichtert. Antikörper gegen Aquaporin-4 werden bei über der Hälfte der Patienten mit einem Devic-Syndrom nachgewiesen, während MS-Patienten und Patienten mit anderen entzündlichen und nicht-entzündlichen neurologischen Erkrankungen nur sehr selten Aquaporin-4-Antikörper aufweisen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Es handelt sich um eine durch Viren (Togaviridae, ARBO-Viren) übertragene Krankheit, welche neben Kopfschmerzen und Fieber auch eine schwere Hirn- und Hirnhautentzündungen mit Lähmungen verursachen kann. Übertragung durch Zeckenbiss, nach Zeckenbiss ist eine gleichzeitige Borrelienserologie anzuraten.\r\nKontrolle nach FSME-Impfung, Nachweis der Immunitätslage\r\nUntersuchung wird im Partnerlabor durchgeführt.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Der Test soll nach mindestens 6-stündigem nächtlichen Fastens morgens am nüchternen, ruhenden Kind durchgeführt werden

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

STH-Peak > 8 µg/L (8 ng/ml) 
pathologisch: STH-Peak< 8 µg/L (8 ng/ml) 

Informationen

Indikation:  Verdacht auf Minderwuchs, Wachstumshormonmangel

Zur Stimulation können als Test-Substanzen Arginin, Clonidin, Glukagon oder Insulin verwandt werden. Bei einem Cut-off von 8 µg/L (ng/ml) für die höchste gemessene Wachstumshormon-Konzentration ist von einer Sensitivität von ca. 80% und einer Spezifität von ca. 80% auszugehen. Gegebenfalls muss ein auffälliger Befund durch einen zweiten Wachstumshormonstimulationstests bestätigt werden.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Vor der Blutentnahme 3 Tage auf den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchte verzichten.

Material

3 ml EDTA-Blut\r\n3 ml Heparin-Blut

Methodik

ICP-MS

Informationen

Symptome einer akuten Arsenvergiftung sind Magenschmerzen, Erbrechen, Diarrhoen und Nierenversagen.\r\nSymptome einer chronischen Arsenvergiftung sind Diarrhoen, eine Pigmentierung der Haut mit Hyperkeratose der Hand- und Fußflächen, Hepatomegalie, Haarausfall, periphere Neuropathie und Hepatopathie.

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml Urin

Normbereich

Normbereich < 15,0 µg/L

Methodik

ICP-MS

Informationen

Intoxikation

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

20 ml Urin

Normbereich

41-178 nmol/h x ml

Methodik

Photometrisch

Informationen

Metachromatische Leukodystrophie

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann

Methodik

Photometrisch

Informationen

Aspartat-Amino-Transferase (ASAT), auch GOT genannt, ist ein Enzym mit höchsten Konzentrationen im Herzmuskel, im Skelettmuskel und in der Leberzelle.\r\nErhöhte werte finden sich bei Erkrankungen der Leber- und Gallenwege, beim frische Infarkt und Erkrankungen der Muskulatur

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Antikörper gegen Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe) finden sich bei über 70 % der Morbus Crohn-Kranken, jedoch auch bei bis zu 10 % von Colitis ulcerosa-Patienten oder Gesunden. 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Wurmerkrankung, weltweites Vorkommen, neben symptomfreien Verläufen ggfs. gastrointestinale Symptomatik (Oberbauchbeschwerden) pulmonale Beschwerden (Infiltrate, trockener Husten). Komplikationen mit Ileusbildung, Gallen- oder auch Pankreasobstruktion\r\nDie Stuhluntersuchung auf Parasiten/Würmer ist der Serologie vorzuziehen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EGTA-Blut (Spezialröhrchen)

Normbereich

3 - 14 mg/l

Methodik

Photometrisch

Informationen

Vitamin C

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert mindestens 2 Wochen

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

ASGPR-Antikörper sind Autoantikörper, die bei Vorliegen einer Autoimmunhepatitis auftreten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

s. Autoantikörper

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum (Antikörpernachweis, IgG/IgM-Antikörper, bei Typ I - Allergie IgE-Antikörper)
Morgensputum oder Bronchialsekret (Erreger-Nachweis)

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Aspergillen sind Schimmelpilze. Sie lassen sich auf einfachen Pilznährböden anzüchten. Aspergillus flavus produziert Aflatoxin B1, ein Kanzerogen. Bei der Aspergillose spielt eine mangelnde Immunkompetenz des Organismus (Phagozytosedefekte) eine wichtige Rolle für die Erkrankung. Es gibt je nach befallenem Organ verschiedene Erkrankungstypen. Besonders häufig ist die Kolonisierung der vorgeschädigten Lunge (COPD, Bronchiektasen Tumoren). Unterschieden werden die bronchopulmonale Aspergillose, die invasiven Formen sowie Aspergillome in präformierten Höhlen. Eine hämatogene Aussaat führt zu einer Sepsis mit meist tödlicher Folge. Eine allergische Reaktion auf den Pilz als Antigen ist die allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA), die zu Asthma bronchiale führen kann.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
2 ml BAL
2 ml Liquor

Normbereich

Serum/BAL-Quotient

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: V.a. invasive Aspergillose

Informationsstand

04.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 2 U/ml

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indiziert bei Staphylokokkeninfektionen bei Osteomyelitis, Sepsis, Meningitis, Pneumonie, Prostatitis, Endo-, Myo-, Perikarditis oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises\r\nOberflächliche Infektionen (Haut und Schleimhäute) führen selten zu signifikanten Antikörperanstiegen. Tiefe Infektionen und Sepsiszustände ergeben häufig höhere Antikörpertiter

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Aszites

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

siehe Einzelparameter

Material

2 ml Citrstplasma (1:10)

Normbereich

80 - 120 %

Methodik

koagulometrisch

Informationen

Erworbener AT III-Mangel im Rahmen einer Lebersyntheseeinschränkung; meist besteht auch eine Verminderung der prokagulatorischen Gerinnungsfaktoren (Quick, F II, F V, F VII, F X) im gleichen Ausmaß, so daß das Gleichgewicht auf niedrigerem Niveau erhalten bleibt. Eine einseitige AT III-Substitution ist somit nicht erforderlich. Erworbener AT III-Mangel im Rahmen eines nephrotischen Syndroms; aufgrund des isolierten AT III-Verlusts erhöhtes Thromboembolie-Risiko. Verschiedene Formen eines angeborenen AT III-Mangels; deutlich erhöhtes Thromboserisiko. Man unterscheidet 2 Haupttypen des angeborenen AT III-Mangels. Beim Typ I ist die Konzentration des zirkulierenden Proteins (immunologisch bestimmt als Antigen) und die Aktivität (gemessen im Heparincofaktortest) vermindert. Beim Typ II-Mangel ist die Menge des AT-III-Antigens normal, die Aktivität jedoch auf die Hälfte vermindert.Bevor ein angeborener AT III-Mangel diagnostiziert werden kann, müssen alle oben genannten Ursachen eines erworbenen AT III-Mangels ausgeschlossen werden. Außerdem sollte die Diagnose erst nach wiederholter Bestätigung des Befundes unter Ausschluss der oben genannten Einflussgrößen gestellt werden; so sollte z. B. bei erniedrigtem Wert im Rahmen einer Heparintherapie nach thromboembolischem Ereignis der Test nach Absetzen von Medikamenten wiederholt werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Präanalytik

Röhrchen verschlossen halten!

Material

2 ml Serum

Normbereich

nicht nachweisbar (Promille = o/oo)

Methodik

Photometrisch, ADH-Verfahren (ADH= Alkoholdehydrogenase)

Informationen

Unter dem Bezeichnung Alkohol wird praktisch immer Aethanol (Aetylalkohol) verstanden. Alkoholismus ist die stärkste Suchtkrankheit unserer Zeit. Klinisch ist zu unterscheiden zwischen einer akuten Alkoholintoxikation mit Messung des Promillegehalts und einem chronischem Missbrauch mit Untersuchung von MCV, CDT, Ethylglucuronid (EtG) und γGT. Der im Blut gemessene Alkohol wird entweder in g Alkohol/Liter Vollblut oder in o/oo (=g/L) angegeben; die Alkoholkonzentration wird im Labor aber in der Regel im Plasma gemessen. Bei der Umrechnung müssen die Dichte von Plasma oder Serum (1.026) sowie der Wasserverteilungskoeffizient (1.2) berücksichtigt werden: B-Alkohol [o/oo] = P-Aethylalkohol [g/L] / 1.206 x 1.2

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

nicht nachweisbar

Methodik

Photometrisch

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Informationen

s. Lipidelektrophorese\r\ns. Cholesterin-Fraktionen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

1 ml EDTA-Plasma, tiefgefroren

Normbereich

Referenzbereich

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Atriales Natriuretisches Peptid (ANP) gehört zu den Herz-Peptidhormonen, wird aus den myokardialen Vorhofzellen in das Blut freigesetzt und weist bei kardialer Insuffizienz erhöhte Plasmaspiegel auf. Sein adäquater Sekretionsreiz ist die atriale Vorhofdehnung.\r\nStörungen der Volumenhomöostase kardial oder renal bedingt korrelieren mit pathologischen ANP-Spiegeln. Bei suffizienter kardialer Therapie kommt es zu einem Abfall der erhöhten ANP-Spiegel. ANP beeinflusst die Diurese, die Vasodilation und den arteriellen Blutdruck.\r\nIndiziert ist die Untersuchung bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz als Indikator des Überwässerungsgrades bei Dialysepatienten, bei Lungenarterienembolien sowie zur Therapiekontrolle bei kongestiver Herzinsuffizienz.\r\nUntersuchung wird nur für Studien durchgeführt.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

IFT
Immunoblot

Informationen

Hier finden Sie eine Übersicht 

Informationsstand

28.09.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frau 0,1-2,5 (µg/nmol)x100
Hirsutismus >7,0 (µg/nmol)x100
Mann 7,5-55 (µg/nmol)x100

Methodik

Rechenwert

Informationen

Bei der Bestimmung des Gesamttestosterons werden alle 3 Fraktionen, also auch der inaktive SHBG-gebundene Anteil, erfasst. Bei der Bestimmung des bioverfügbaren Testosterons werden beide biologisch aktiven Fraktionen (freies und Albumin-gebundenes Testosteron) erfasst.  Dieses kann entweder direkt gemessen werden oder durch die Relation Gesamt-Testosteron zu SHBG über den freien Androgen Index abgeschätzt werden. 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

ECLIA

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Citrullin, eine Aminosäure, entsteht im Verlauf der rheumatoiden Arthritis (RA) in vivo durch Umwandlung aus Arginin. Da die immunologische Antwort auf diese citrullinierte Proteine für den Krankheitsentstehung wesentlich ist, können entsprechende Antikörper als serologische Marker für den Krankheitsverlauf einer rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden. Anti-CCP-Tests erfassen Antikörper gegen synthetische citrullinierte cyclisierte Peptide und sind bereits in frühen Stadien positiv bei einer rheumatoiden Arthritis. Antikörper gegen Mutiertes citrulliniertes Vimentin (MCV), ein natürlich vorkommendes Protein, sind ebenfalls ein hochspezifischer Marker für die RA. Quantitative Veränderungen bei den Anti-MCV Antikörpern scheinen mehr als Anti-CCP mit der Klinik einer RA zu korrelieren.

 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

50 - 120 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Akute Phase Protein, Colitis ulcerosa

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Amitriptylin 50 - 200 µg/l
Clomipramin 50 - 150 µg/l
Doxepin 50 - 150 µg/l
lmipramin 45 - 150 µg/l
Maprotilin 75 - 300 µg/l
Nortriptylin 75 - 250 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

siehe auch Einzelparameter

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

B

Material

Ausstrich

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Die Babesiose wird durch Zecken übertragen und ist in Europa extrem selten. Die Diagnose erfolgt wie bei einer Malaria mikroskopisch aus einem Blutausstrich.

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 2 ml Serum
5 ml Magensaft

Normbereich

therap. Bereiche (Serum):

Amobarbital 1,0 - 5,0 mg/l
Butabarbital 5,0-15,0 mg/l
Cyclobarbital 2,6 - 6,0 mg/l
Heptabarbital 0,5 - 3,0 mg/l
Hexobarbital 1,0 - 5,0 mg/l
Pentobarbital 1,0 - 5,0 mg/l
Phenobarbital 10,0-40,0 mg/l
Secobarbital 1,5 - 5,0 mg/l
Thiopental 1,0-5,0 mg/l  metabolisiert zu Pentobarbital (s. dort)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

s. auch Einzelparameter

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

s. auch Drogenscreening

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Für eine Infektion mit Bartonella henselae, Afipia felis und Pasteurella multocida stellt der Umgang mit Katzen den Hauptrisikofaktor dar.

1. Granulomatöse Lymphadenitis: kutane Papel oder Pustel an der Inokulationsstelle mit mehr als 3 Wochen persistierender schmerzhafter Lymphadenopathie.
2. Angioproliferative Läsionen (DD: Kaposi-Sarkom) in Haut, Knochen und vielen Organen, bei Befall von Leber und Milz als Peliosis hepatis bezeichnet.
Das klinische Spektrum der Bartonella henselae-Infektion variiert von der klassischen Katzenkratzkrankheit bei immunkompetenten Personen bis zu systemischen Erkrankungen bei immunkompromitierten Patienten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Glomerulonephritis, s. auch Autoantikörper

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

0-1 %

Informationen

Basophile Granulozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten und besitzen intrazelluläre Granula, die u. a. Histamin, Serotonin und Heparin enthalten. Deutlich erhöhte Werte finden sich bei myeloproliferativen Erkrankungen.

Informationsstand

21.09.2016

Präanalytik

Untersuchung dauert mindestens 2 Wochen

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Das Philadelphia-Chromosom vor ca. 50 Jahren als erste permanente chromosomale Veränderung in Tumorzellen bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) beschrieben. Es bezeichnet ein verkürztes Chromosom 22, das sogenannte Philadelphia-Chromosom, was auf seinen erstmaligen Entdeckungsort hinweist. Durch einen Austausch von genetischem Material zwischen dem langen Arm von Chromosom 9 und Chromosom 22, eine reziproke Translokation t(9;22) gelangt das ABL-Gen auf Chromosom 9 in die Nachbarschaft zum BCR-Gen auf Chromosom 22. Dadurch entsteht das BCR-ABL-Gen und wird in der Zelle transkribiert, d.h. es entsteht ein neues Protein (BCR-ABL-Genprodukt). Dieses Protein besitzt enzymatische Funktionen u.a. als Tyrosinkinase. Dieses Enzym ist wesentlich an der Übertragung von Signalen beteiligt, die für die Regulation des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung erforderlich sind. Durch die Fusion der beiden Gene wird das Tyrosinkinase-Gen aktiviert. Folge ist eine unkontrollierte Vermehren von Zellen mit diesem Gen und damit wohl Hauptursache für die Entstehung der chronischen myeloischen Leukämie. Imatinib ist eine Arznei aus der Wirkstoffgruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren und ein wirksames Medikament in der Behandlung der CML. Es hemmt die Tyrosinkinase und unterdrückt so die pathologische Vermehrung der mutierten Blutstammzellen.

Indikationen

Informationsstand

01.02.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

IFT

Informationen

Autoantikörper gegen intestinale Becherzellen finden sich ausschließlich bei Colitis ulcerosa (Prävalenz 28 %).

Informationsstand

16.04.2019

Material

20 ml Urin (frisch!)

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfixationselektrophorese, Nephelometrie

Informationen

Bence-Jones-Proteine entsprechen freien Leichtketten, die Untersuchung erfolgt mittels Immunfixationselektrophorese und nephelometrischer Quantifizierung

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 1-2 ml Serum

Normbereich

Bromazepam 80 - 150 µg/l
Clobazam 100 - 400 µg/l
Diazepam 200 - 2000 µg/l
Desmethyldiazepam 200-800 µg/l
Flunitrazepam 5 -15 µg/l
Flurazepam 5-10 µg/l
Oxazepam 1000-2000 µg/l
Nitrazepam 30 - 100 µg/l

Informationen

siehe auch Benzodiazepine im Urin
siehe auch Drogenscreening im Urin

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Beta-2-Glykoprotein-Antikörper sind eine Untergruppe der Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), s. auch dort

Indikationen

Informationsstand

20.09.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: Tumormarker, DISC-Elektrophorese, Proteinurien
Beta-2-Mikroglobulin ist bei einer Vielzahk von Erkrankungen erhöht; eine solche Erhöhung im Blut ist Ausdruck eines erhöhten Zellumsatzes, die durch Entzündungen oder auch maligne Erkrankungen verursacht sein kann. Sein Einsatz als Suchtest bei unklaren Erkrankungen ist nicht sinnvoll.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Liquor

Normbereich

1,4 - 1,8 mg/l

Informationen

s. auch Liquordiagnostik

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

bis 0,4 mg/l

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Flüssigkeit

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

In der Schädelbasischirurgie besteht verschiedentlich die Notwendigkeit der Detektion von Liquor von anderen Körperflüssigkeiten. Beim Verdacht auf eine Liquorfistel ist die Untersuchung auf Beta-Trace-Protein zu empfehlen, jedoch kann neben dem Gesamtprotein, Glukose und den Elektrolyten auch das ß2-Transferrin, eine Transferrin-Isoform, dessen elektrophoretische Beweglichkeit sich von ß1-Transferrin unterscheidet, als spezifischer Liquormarker eingesetzt werden.

 

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Bitte für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden.

Material

2 ml Liquor (tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor) in Polypropylen-Röhrchen

Normbereich

> 450 pg/ml (EIA Innogenetics)

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Man unterscheidet zwischen dem 42 Aminosäuren langen Beta-Amyloid 1-42 (Aß1-42) und dem etwas kürzeren Beta-Amyloid 1-40 (Aß Beta-Amyloid 1-40), die durch proteolytische Spaltung des Amyloid Beta Precursor Proteins (AßPP) entstehen. Die Alzheimer-Demenz beruht nach augenblicklicher Kenntnis auf einer krankhaften Ablagerung von Beta-Amyloid in für diese Erkrankung typischen Plaques. Verminderte Aß1-42-Werte im Liquor sprechen für eine Alzheimer-Demenz oder der seltenen Lewy-Körperchen-Demenz.

Indikationen

Informationsstand

03.05.2018

Präanalytik

  • Für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden
  • tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor

Material

2 ml Liquor 

Normbereich

Quotient (1-42/1-40): > 0.5

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Die zusätzliche Untersuchung von Aß1-40, welches bei der Alzheimer-Demenz unverändert bleibt, und entsprechender Quotientenbildung mit Aß1-42 soll die Diagnostik verbessern.

Indikationen

Informationsstand

03.05.2018

Präanalytik

  • Bitte für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden
  • tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor

Material

2 ml Liquor

Normbereich

Quotient (1-42/1-40)  > 0.5

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Indikationen

Informationsstand

28.02.2019

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Atenolol 200 - 600 µg/l
Propranolol 50 - 300 µg/l
Sotalol 0,8 - 5,0 mg/l
Metoprolol 100 - 600 µg/l
Bisoprolol 10 - 100 µg/l

Informationsstand

01.01.2016

Material

Vaginalabstrich

Normbereich

negativ

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Beta-hämolysierende Streptokokken Gr. B stellen eine wichtige Ursache für neonatale Infektionen dar und sollten daher zum Schwangerschafts-Screening gehören. Neugeborene können an einer neonatalen Sepsis, Meningitis oder Pneumonie erkranken. Trägerinnen haben häufig eine Frühgeburt oder einen vorzeitigen Blasensprung. Durch eine Antibiotika-Therapie kann die Übertragungsrate deutlich werden.

Informationsstand

01.01.2016

Material

Vaginal-Abstrich

Normbereich

negativ

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Beta-hämolysierende Streptokokken Gr. B sind eine der wichtige Ursache für neonatale Morbidität und Mortalität und sollten daher zum Schwangerschafts-Screening gehören. Schwangere Frauen, die Träger dieser Bakterien sind, sollen erkannt werden, da deren Neugeborene an einer neonatalen Sepsis, Meningitis oder Pneumonie erkranken können. Zudem haben solche Patientinnen häufig eine Frühgeburt oder einen vorzeitigen Blasensprung. Durch eine Antibiotika-Therapie der Patientinnen während der Geburt kann die Übertragungsrate deutlich reduziert werden.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Informationen

s. Lipidelektrophorese

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Bei der Anforderung für Beta-Trace-Protein aus Sekretproben sollte gleichzeitig ein Serumröhrchen eingesendet werden.

Material

2 ml Liquor
2 ml Nasensekret
2 ml Serum

Normbereich

0,1-1,4 mg/l im Serum
über 11,5 mg/l im Liquor
unter 0.2 bis 1.7 mg/l im Nasensekret
siehe Befundbericht

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Indikation: V.a. Liquorrhoe
Beta-Trace-Protein ist Laborparanmeter zur Differentialdiagnose einer Liquorfistel und hat eine ähnliche Aussage wie der β-2 Transferrin-Nachweis. Beta-Trace-Protein (Prostaglandin-D-Synthase) dient bei Verdacht auf Liquorrhoe zur Differenzierung zwischen Nasensekret und Liquor. Während im Liquor die Beta-trace-Protein-Konzentration über 11 mg/l liegt, bewegen sich die Konzentrationen im Nasensekret unter 0.25 mg/l, Serumwerte liegen zwischen 0.1 und 1.4 mg/l.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Haltbarkeit: mehrere Tage bei 2-8°C, wenn die Erythrozyten abgetrennt werden und die Probe fest verschlossen aufbewahrt wird
  • Vorzugsweise sollte venöses Blut, das anaerob in der für Bikarbonat üblichen Weise entnommen wurde, als Probenmaterial eingesetzt werden.
  • In unverschlossenen Gefäßen nimmt die Bikarbonatkonzentration nach einer Stunde um ca. 4 mmol/l ab
  • Serum kann bis zu 6 Monate bei -20°C oder -80°C ohne wesentliche Auswirkungen aufbewahrt werden.

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Der Bicarbonatgehalt im Serum oder Plasma ist ein wichtiger Indikator für Elektrolytverteilung und Anionenmangel. Zusammen mit der pH-Bestimmung werden die Bicarbonatmessungen bei der Diagnose und Behandlung von zahlreichen potentiell schweren Erkrankungen, die mit einem gestörten Säure-Basen-Gleichgewicht im Atem- und Stoffwechselsystem assoziiert sind, eingesetzt.

 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)
indirekter Hämagglutinationstest (IHA)

Informationen

Indikation: V.a. Bilhaziose, Therapiekontrolle
Eine Bilharziose (Schistosomiasis / Pärchenegel-Infektion) ergibt sich bei Kontakt zu Süßwasser im Endemiegebiet und Symptomen wie Hämaturie, Hämatospermie oder Blut im Stuhl. Die Diagnose kann serologisch und/oder durch einen direkten Erregernachweis (Mikroskopie) erfolgen. Der Antikörpernachweis ist ab der 6. Woche post infectionem möglich.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Urin/Stuhl

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie

Indikationen

Informationsstand

01.04.2019

Material

10 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Photometrisch

Informationen

Bilirubin entsteht in der Leber, in der Milz und im Knochenmark beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Seine Ausscheidung erfolgt im Normalfall über die Gallenwege in den Darm. Sind die Gallenwege z.B. durch einen Gallenstein oder Tumor verlegt, sammelt sich das Bilirubin im Blut an und wird schließlich mit dem Urin über die Nieren ausgeschieden. Die Anwesenheit des rot-orange-farbigen Bilirubins und seinen Abbauprodukten führt zu einer auffälligen Dunkelfärbung des Urins.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde!Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 0,3 mg/dl
Differenzierung nur bei Gesamt-Bilirubin-Werten > 1,8 mg/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

vorwiegend erhöhtes direktes (konjugiertes) Bilirubin bei: Hepatitis, Leberzirrhose, Cholestase, Medikamente, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom


Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde! Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 1,1 mg/dl
Differenzierung nur bei Werten > 1,8 mg/dl
bei Säuglingen s. Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

vorwiegend erhöhtes direktes (konjugiertes) Bilirubin bei: Hepatitis, Leberzirrhose, Cholestase, Medikamente, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom
erhöhtes indirektes (unkonjugiertes) Bilirubin bei: hämolytische Anämie, Icterus neonatorum, M. Meulengracht (s. a. dort), Crigler-Najjar-Syndrom

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Fruchtwasser

Normbereich

Auswertung per Lile Diagramm (siehe Befundbericht)

Methodik

Spektralphotometrisch (Delta A 450)

Informationen

Indikation: fetale Erythroblastose (Morbus haemolyticus fetalis)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde! Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 0,8 mg/dl

Methodik

Photometrisch 

Informationen

Indirektes, unkonjugiertes Bilirubin ist u.a. erhöht bei: hämolytischer Anämie, Ikterus, Meulengracht-Syndrom, Gilbert-Syndrom, Crigler-Najjar-Syndrom

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
10 ml Urin

Normbereich

Serum

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
Eiter, Sputum, BAL oder Biospsien

Normbereich

negativ

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz
Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Blastomyces dermatitidis ist ein dimorphen Hefepilz und lässt sich auf Spezialnährböden anzüchten. Nach der Inhalation eines pilzhaltigen Staubes gelangt der Erreger in die Lunge. Dort führt er zu einer Lungenentzündung. Diese hat einen langsamen, schleichenden Verlauf mit unregelmäßigem Fieber und eitrigem blutdurchzogenem Auswurf. Die Erkrankung kann auf dieses Organ beschränkt bleiben, oder sich auf andere Organe (Leber, Milz, Knochen, Niere, Prostata u. Gehirn) ausbreiten. Die Diagnose erfolgt aus Eiter, Sputum, BAL oder Biospsien mittels Kultur; Hautteste sowie der Antikörpernachweis aus Serum stehen zur Verfügung.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Entnahme in der Arbeitsmedizin nach Expositions- bzw. Schichtende

Material

2 ml Heparin-Blut
2 ml EDTA-Blut
kein Serum

Normbereich

Frau: < 30.0 µg/l
Mann: < 40.0 µg/l
Kind: < 35 µg/l
BLW Mann: < 200 µg/l
BLW Frau > 45J.: < 200 µg/l
BLW Frau < 45J.: nicht festgelegt
(BLW = Biologischer Leit-Wert)
BGW Mann: < 400 µg/l
BGW Frau < 45J.: < 300 µg/l
(BGW = Biologischer Grenzwert)

Methodik

ICP-MS

Informationen

Blei ist ein ubiquitär vorkommendes Schwermetall, welches über die Nahrung, Wasser und zu einem geringen Teil über die Atemluft in den menschlichen Körper gelangt. Aufgrund seiner Affinität sich in Leber, Niere und Gehirn anzureichern verursacht Blei akute und chronische Schädigung der Hämatopoese, des zentralen Nervensystems sowie Schädigungen der Nieren und des Gastrointestinaltrakts.

Indikationen

Informationsstand

31.03.2021

Material

10 ml Urin
10 ml eines 24h Sammelurins (Sammelmenge angeben)

Normbereich

Urin: < 30 µg/l 
Sammelurin: < 150 µg/L

Methodik

ICP-MS

Informationen

Intoxikation

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Material

Blutausstriche ungefärbt, luftgetrocknet, zusätzlich EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Eine sinnvolle Beurteilung des Blutausstriches mit Differenzierung setzt die Kenntnis der Parameter des gesamten Blutbildes voraus. Ggf. sind auch weitere anamnestische Angaben (Verdachtsdiagnosen) notwendig. Bei (Mit- ) Einsendung von EDTA-Blut wird ein "großes Blutbild" zuvor erstellt.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Hämatologische Parameter zeigen insbesondere bei Kindern eine ausgeprägte Altersabhängigkeit.
  • Häufige präanalytische Fehler entstehen durch lange Venenstauung (Hämokonzentration) und Gerinnungsartefakte (bereits kleinste Gerinnsel können durch Zellaggregation zu falsch niedrigen Thrombozyten und Leukozyten führen).
  • Stabilität: eine korrekte Blutzellanalyse setzt voraus, daß die Zellen zwischen Blutabnahme und Messung intakt bleiben. Im EDTA-Röhrchen ist bei Raumtemperatur eine Aufbewahrung über 4 bis 6 Stunden ohne Verfälschung der Ergebnisse möglich. Danach ist mit einer Verminderung der Zellwerte sowie Problemen bei der morphologischen Differenzierung zu rechnen.

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe auch Einzelparameter: Leukozyten, Lymphozyten, Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV (mittleres korpuskuläres Volumen), MCH (mittleres korpuskuläres Hämoglobin), Thrombozyten

siehe auch Differential-Blutbild

Methodik

parameterabhängig

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Identitätssicherung: Röhrchen mit Vor- und Zunamen und Geburtsdatum beschriften!

Material

10 ml EDTA-Blut

Normbereich

A, B, 0; Rhesusfaktor(en),

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Blutgruppen werden durch Antigene auf der Erythrozyten-Membran charakterisiert. Sie sind bei der Geburt schon ausgeprägt. Von den mehr als 400 bekannten Antigenen haben vor allem das ABO-System (Landsteiner) und das Rh-System klinisches Interesse. Es erstreckt sich hauptsächlich auf Blutübertragungen und die durch Isoantikörper verursachte fetale Erythroblastose. Antigene des ABO- und Rhesus-Systems (Erythrozytäre Eigenschaften): Die den Antigenen zugehörigen Gene A (A1oder A2), B und 0 werden unabhängig nach dem Mendelschen Gesetz vererbt. Die drei Gene kombinieren zu den sechs Genotypen AA, BB, 00, AB, A0, B0. 0 ist jedoch ein stummes" Gen, das an der Erythrozytenmembran kein Genprodukt (Antigen) bewirkt. Somit lassen sich im Phänotyp nur die vier Gruppen A, B, AB, und 0 nachweisen. Die Antigene des Rhesus-Systems werden mit C, c, D, d, E, e bezeichnet, wobei D die größte antigene Wirksamkeit hat; "d" bedeutet, dass D fehlt. Jeweils drei dieser Merkmale werden als Rhesus-Blutgruppensystem vererbt. Blut, das Erythrozyten mit Antigen D enthält, wird als Rhesus-positiv (Rh) bezeichnet; Blut dessen Erythrozyten die D-Eigenschaft fehlt ( "d") als Rhesus-negativ (rh). Inzwischen erlauben neue monoklonale Testreagenzien auch den Nachweis einer nur geringen D-Antigen-Dichte auf den Erythrozyten. Träger dieser schwachen D-Eigenschaft werden als D-weak bezeichnet und als Rh positiv (D weak positiv) klassifiziert. Es erfolgt ein Befundbericht und Ausstellung eines Ausweises bzw. Eintragung in einen Mutterpass. Die eindeutige Kennzeichnung der Probe mit Name, Vorname, Geb.- Datum ist notwendig.

Indikationen

Informationsstand

21.10.2016

Präanalytik

  • Keine Blutentnahme durch Katheter oder Venülen
  • diverse Blutkultursysteme mit Abnahmeanleitung werden zur Verfügung gestellt, Vollblutröhrchen sind ungeeignet
  • Optimaler Entnahmezeitpunkt: im Fieberanstieg vor Antibiotikagabe, ggf. bis 4 Entnahmen pro Tag.
  • Hautdesinfektion durchführen. Punktionsstelle muss trocken sein, palpierender Finger muss desinfiziert sein
  • Medien nicht vorwärmen, schneller Transport optimal, ggf. Lagerung bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Transport.

Material

spez. Blutkultursysteme

Normbereich

negativ

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Die Untersuchung wird nicht mehr durchgeführt und durch einen Thrombozytenfunktionstest ersetzt

Material

Nativblut nach Lanzettenstich

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Bis vor einigen Jahren wurde die Thrombozytenfunktion über die sogenannte Blutungszeit bestimmt. Eine der zur Verfügung stehenden Methoden ist die Bestimmung der Blutungszeit nach Ivy, bei der zunächst dem Patienten am Arm eine Blutdruckmanschette angelegt und auf ca. 40 mmHg aufgeblasen wird. Anschließend wird an der Innenseite des Unterarmes ein Schnitt gesetzt und die Zeit notiert, bis die Blutung stoppt. Dauert die Blutung um eine bestimmte Normzeit zu lange, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient während eines Eingriffs (z. B. Operation) einem erhöhtem Blutungsrisiko ausgesetzt ist. In den letzten Jahren verlor die Bestimmung der Blutungszeit immer mehr an Bedeutung. In vielen Krankenhäusern wird dieser Test nicht mehr angeboten. Viele nationale Gremien empfehlen diesen Test nicht mehr als Routinetest vor einer geplanten Operation durchzuführen. Die Blutungszeit ist weder sensitiv (Erkennen von kranken Patienten) noch spezifisch (Erkennen von gesunden Patienten); Risiko und Schweregrad einer operativen Blutung können daraus nicht eindeutig abgelesen werden. Das Ergebnis der Blutungszeit kann schlecht nachkontrolliert werden (mangelnde Reproduzierbarkeit), wird durch Aspirin-Einnahme beeinflusst und ist untersucherabhängig; außerdem bleiben bei dieser Methode oft Narben am Unterarm zurück.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Blutentnahme nüchtern (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz)
  • Lagerung des Vollbluts bei Raumtemperatur bewirkt eine stündliche Abnahme der Glucosekonzentration im Blut um ca. 6 mg/dl
  • Bei Verwendung eines NaF-Zusatz ist eine Stabilität über 24 Std. gegeben

Material

2 ml EDTA-NaF-Blut
2 ml Fluorid-Citratblut
Bei den CF-Röhrchen (Citrat-Fluorid) handelt es sich um Vakutainer-Röhrchen der Fa. Terumo ("Terumo venosafe Glykämie").Neuerdings stehen auch Monovetten der Fa. Sarstedt zur Verfügung. Durch diese CF-Kombination wird die Glykolyse sofort unterbunden.

Körperflüssigkeiten (Pleurapunktat, Aszites, Liquor)

Normbereich

nüchtern 55 - 100 mg/dl
"Prädiabetes" 101 - 125 mg/dl
V. a. Diabetes bei einer Nüchternglukose größer als 125 mg/dl
postprandial bis 160 mg/dl

 

Methodik

Photometrisch

Informationen

s. auch Glukose-Belastung

Indikationen

Informationsstand

16.08.2016

Präanalytik

  • Stabilität im  EDTA-Plasma ca. 24 Stunden stabil 
  • Konzentration unabhängig von der Nierenfunktion 

Material

2 ml Heparin/EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

BNP ist ein natriuretisches Peptid und wird aus dem Prohormon proBNP synthetisiert. Nach Stimulation der Myokardzellen, z.B. durch myokardiale Dehnung, wird proBNP durch die Einwirkung von Proteasen in das N-terminale proBNP (NT-proBNP) und das biologisch aktive Hormon BNP gespalten. Beide Peptide gelangen in den Kreislauf. Sowohl BNP als auch NT-proBNP korrelieren mit dem Schweregrad einer Herzinsuffizienz. Allerdings kann es bei eingeschränkter Nierenfunktion auch zu artefiziell hohen NT-proBNP-Werten kommen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Analyse von BNP, welches im EDTA-Plasma zwar nur ca. 24 Stunden stabil ist, dessen Konzentration jedoch dafür unabhängig von der Nierenfunktion ist.

Informationsstand

13.04.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Übertragung durch Tröpfcheninfektion, extrem ansteckend (nahezu 100% bei engem Kontakt)
Inkubationszeit zwischen 3 und 12 Tagen

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

nasopharyngaler Abstrich

Normbereich

negativ

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, die Krankheit ist extrem ansteckend (nahezu 100% bei engem Kontakt). Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3 und 12 Tagen. Das Prodromalstadium beginnt mit Schnupfen, uncharakteristischem Husten und mäßigem Fieber von ein bis zwei Wochen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Hautbiopsie
Punktat (z.B Synovialflüsigkeit)
Liquor
Zecke

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Indikationen

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ECLIA
Immunoblot

Informationen

Diagnose nur über Serologie möglich; klinische Formen:Erythrema migrans, Lyme-Arthritis, Lyme-Enzephalitis, Übertragung durch ZeckenbissFür die klinische Klassifizierung wird die Einteilung in Frühmanifestationen (lokalisiert:E. migrans; disseminiert: z.B. akute Neuroborreliose) und Spätmanifestationen (Arthritis, Acrodermatitis und chronische Neuroborreliose) vorgezogen (RKI, 2007). Borrelien befinden sich im Verdauungstrakt der Zecken und werden daher erst einige Zeit nach dem Stich übertragen. Je früher die Zecke entfernt wird, desto mehr ist das Risiko einer Borrelioseinfektion vermindert. Die Zecke sollte bemi Herausziehen nicht zerquetscht und nicht mit Öl, Klebstoff, Nagellackentfernern oder Alkohol getötet werden, da sie ansonsten noch ihren Darminhalt in die Wunde entleert und das Risiko einer Infektion durch Borrelien erhöht! Bei der Laboruntersuchung der Borreliose werden die Entzündungswerte (Blutbild, Blutsenkung, CRP, sehr unspezifisch) sowie spezielle, gegen Borrelien gerichtete Antikörper (als Suchtest, bzw. spezifischen Western Blot) im Blut bestimmt. Bei den Antikörpern gibt es zwei Arten, die IgM-Antikörper, die im Frühstadium, frühestens aber erst 2-4 Wochen nach Infektion gebildet werden und in der Spätphase oft nicht mehr vorhanden sind, und IgG-Antikörper, die erst später gebildet werden und lebenslang als Hinweis auf einen stattgefundenen Kontakt mit dem Erreger im Blut nachweisbar bleiben. Bei Verdacht auf eine Neuroborreliose muss eine Liquoruntersuchung durchgeführt werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

Enzyme-Linked Immuno- Assay (ELISA)
Rechenwert

Indikationen

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase-Chain-Reaction (PCR)

Informationen

Brustkrebs ist die bei Frauen häufigste Tumorerkrankung. Bei ca. 5-10% der Patientinnen lässt die Familienanamnese auf eine erbliche Form mit autosomal dominantem Erbgang schließen. In ca. 30-50% dieser familiären Fälle werden Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2 gefunden.nDie Untersuchung wird nicht bei uns durchgeführt, sondern in ein humangenetisches Labor weitergeleitet. Eine vorherige Rücksprache mit einem Humangentiker ist unbedingt erforderlich. Die Untersuchung ist bei privater Bezahlung sehr teuer, ggf. ist eine Abklärung mit der Krankenkasse anzuraten.

Informationsstand

10.01.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 400 - 2000 mg/l

Methodik

Induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion, KBR

Informationen

Infektionen entstehen entweder durch direkten Tierkontakt (Hautläsion) oder durch Genuss unpasteurisierter Milch bzw. Milchprodukte, besonders im Mittelmeer-Raum.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Senkungsröhrchen sollte schnell eingesetzt werden

Material

Senkungsröhrchen oder EDTA-Blut

Normbereich

Mann bis 15 mm/1h
Frau bis 20 mm/1h

Methodik

Kapillar-Messung

Informationen

Die Bestimmung der Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BSG) nach Westergren, auch Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, misst die Geschwindigkeit des Absinkens von Blutzellen in einem dünnen Glasröhrchen. Zur Ermittlung der BSG wird Blut ungerinnbar gemacht und nach bestimmten Fristen die Blutsäule in einem genormten Röhrchen abgelesen. Die zellulären Bestandteile des Blutes sinken dabei abhängig von Größe und Ladung nach unten. Erfasst wird eine pathologische Zusammensetzung von Proteinen, vor allem von Akut-Phase-Proteinen, von Immunglobulinen und Immunkomplexen. Die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit ist ein unspezifischer Suchtest, der Hinweise auf das Bestehen verschiedener Erkrankungen liefert. Erhöhte Werte finden sich bei allen Entzündungen, Karzinomen, Leukämien, Anämien, Plasmozytom ("Sturzsenkung") u.a. Mit einer neuen optischen Kapillar-Messmethode kann die BSG dabei aus dem gleichen EDTA-Blut bestimmt werden, welches für das Blutbild verwendet wird. In der Messkapillaren wird photometrisch das Durchlicht der Probe gemessen. Beim Vorliegen von Akut-Phase-Proteinen wird das negative Außenpotential der Erythrozyten aufgehoben. Folge ist eine schnellere Aggregatbildung der Erythrozyten, die photometrisch gemessen wird und an dem Ein-Stunden-Wert der Westergren-Methode kalibriert wird. Durch die höhere Probenstabilität von bis zu 24 Stunden, der besseren Reproduzierbarkeit und der Möglichkeit eines Transportes in ein peripheres Labor bietet diese Methode eindeutige Vorteile. Weitere Unterschiede dieser Methode gegenüber der nach Westergren bestehen in der Unabhängigkeit von der Raumtemperatur und vom Hämatokrit, d.h. allein aufgrund einer Anämie kommt es nicht zur Senkungsbeschleunigung. Die "Sturzsenkung" ist ein Phänomen bei der klassischen Senkung, das bei Plasmozytompatienten nach ca 30 - 45 Minuten auftritt, lässt sich bei der Kapillarmessmethode nicht beobachten. Die Angabe der BSG im EDTA-Blut erfolgt als 1 h Wert, der 2 Stunden-Wert entfällt, da er die Aussagekraft nicht erhöht.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Methodik

rechnerisch

Informationen

BUN ist der an Harnstoff gebundene Stickstoff.
Umrechnungen: BUN (mg/dl) x 2.14 = Harnstoff (mg/dl)
Harnstoff (mg/dl) x 0.467 = BUN (mg/dl)

Informationsstand

17.01.2018

Material

10 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Semisynthetisches Opioidanalgenetikum mit steigendem Missbrauchspotential

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Einwilligungserklärung einholen

Material

5 ml EDTA Blut

Normbereich

Ein heterozygoter Trägerstatus oder ein negatives Ergebnis schließt einen M. Meulengracht nicht völlig aus, da mittlerweile auch Patienten mit Bilirubinwerten über ca. 2.3 mg/dl beschrieben sind, die die TA-Insertion in Kombination mit einem Aminosäureaustausch aufwiesen oder nur heterozygot für eine Mutation in der kodierenden Region des UGT-Gens waren.

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

C

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

s. Cortisol im Urin

Informationen

Nebennierenrindenerkrankungen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

C1q bildet gemeinsam mit C1r und C1s den C1-Komplex.Verminderte Werte sprechen für einen angeborenen oder erworbenen C1q-Mangelzustand. Angeborene C1q-Defekte können mit rezidivierenden Infektenassoziiert sein, erworbene Defekte finden sich bei Autoimmunerkrankungen wie SLE, Vaskulitis und chronischer GN . Erhöhte Werte finden sich bei Infektionen im Rahmen einer Akut-Phase-Reaktion.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

90-180 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Autoimmunerkrankungen, Glomerulonephritis

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

10-40 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Autoimmunerkrankungen, Glomerulonephritis

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (ELISA)

Indikationen

Informationsstand

25.02.2019

Präanalytik

Blutentnahme nüchtern (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz)

Material

2 ml Serum

Normbereich

0,9 - 4,0 µg/l

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Als Teil des Proinsulins wird C-Peptid bei dessen Umwandlung zum Insulin enzymatisch herausgeschnitten, wobei zu gleichen Teilen C-Peptid und Insulin entsteht. Im Gegensatz zum Insulin besitzt C-Peptid keine wesentliche Bedeutung im Körper. C-Peptid wird jedoch auf Grund seiner längeren Haltbarkeit zur Beurteilung der körpereigenen Insulinproduktion verwendet.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

30 - 150 µg/die

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Diabetes mellitus

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Exaktes Probenvolumen beim Citratblut, keine Hämolyse

Material

1 mL Citratblut (1:10)
1 ml Serum 

Normbereich

Konzentration 15 - 35 mg/dl

Methodik

Radiale Immundiffusion, photometrisch (chromogenes Substrat)

Informationsstand

16.06.2016

Material

2 ml Citratplasma (gefroren) (1:10) 

Normbereich

70-130 %

Methodik

chromogener Test

Informationsstand

15.07.2019

Material

2 mL Serum

Normbereich

17 - 42 mg/dl

Methodik

Radiale Immundiffusion (RID)

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 65 U/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Bei über 80 % aller Patientinnen mit einem klinischen Ovarialkarzinom finden sich erhöhte CA 125-Werte. CA 125 kommt bei diesen Patientinnen in Kombination mit CEA und CA-72-4 zur Therapiekontrolle zum Einsatz. 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 38,6 U/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Zielgebiet: Mamma, Ovar, Gastrointestinaltrakt
Therapie- und Verlaufskontrolle beim Mamma-Ca

Informationsstand

15.11.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 27 U/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Das Carbohydrate Antigen 19-9 (CA 19-9) dient als diagnostischer Marker für verschiedene gut- und bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Die Halbwertszeit für CA 19-9 im Blut beträgt ca. 4 bis 8 Tage. Dabei kann man sich an folgenden Anhaltswerten orientieren:

  • < 27 U/Liter: normal
  • < 500 kIU/Liter: moderat erhöhte Werte (meist) gutartige Erkrankung
  • kontinuierlich ansteigende CA 19-9 Konzentrationen weisen auf eine maligne Erkrankung des Pankreas bzw. der Gallenwege hin.

Benigne oder entzündliche Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des Tumormarkerspiegels einhergehen können, sind Erkrankungen der Gallenwege, z.B. Vorhandensein von Gallensteinen in den Gallenwegen, eine akute und chronische Pankreatitis oder Hepatitis sowie eine Leberzirrhose. Patienten mit einer chronischen Niereninsuffizienz können leicht erhöhte CA 19-9 Konzentrationen aufweisen. Mittlere bis hohe Werte kommen beim Pankreaskarzinom, insbesondere beim exkretorischen duktalen Pankreaskarzinom, und Karzinomen des Magens, der Gallenwege, des Colons und des Rektums vor. Bei Patienten mit der Blutgruppe Lewis-a negativ/b-negativ (ca. 5% der Bevölkerung) wird CA 19-9 nicht exprimiert.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 6.0 U/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Zielgebiet: Magen, Ovar, Mamma

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Einwilligungserklärung des Patienten einholen

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Sequenzierung

Informationen

Prävalenz: ca. 1 in 15.000.000
Das CADASIL Syndrom (Cerebrale autosomal dominante Arteriopathie mit subcorticalen Infarkten und Leukoenzephalopathie) ist eine autosomal dominante Erkrankung, die anfangs zu schwerer Migräne, später zu rezidivierenden Schlaganfällen mit kognitive Störungen bis zur Demenz führen kann.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Heparin-Blut
2 mL EDTA-Blut

Normbereich

Erwachsene.: < 1,0 µg/L
Kind: < 0,3 µg/L

Methodik

ICP-MS

Informationen

Indikation: V.a. Intoxikation (Nierenschäden), Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Material

10 mL Urin
10 ml eines 24h Sammelurins (Sammelmenge angeben)

Methodik

ICP-MS

Informationen

Indikation: V.a. Intoxikation (Nierenschäden), arbeitsmedizinische Untersuchungen

Informationsstand

03.01.2018

Material

2 ml Serum (optimal: Kühltransport)

Normbereich

Männer: < 11,8 pg/ml
Frauen: < 4,8 pg/ml

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Die Calcitonin-Produktion erfolgt physiologisch in den C-Zellen der Schilddrüse; zusammen mit dem partiell gegensätzlich wirkenden Parathormon reguliert Calcitonin insbesondere den Calciumhaushalt. Es senkt den Calcium-Spiegel im Blut über einen verstärkten Calcium- und Phosphateinbau in die Knochen, einer Reduktion der Calciumaufnahme aus dem Darm sowie einer verminderten renalen Calciumrückresorption und damit vermehrten Ausscheidung von Calcium über die Nieren. Die Calcitonin-Bestimmung ist jedoch nur bei Verdacht auf medulläres C-Zellkarzinom und kleinzelliges Bronchialkarzinom indiziert.

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Material

2 ml Serum
2 ml EDTA- oder Heparin-Vollblut

Normbereich

Serum: Erw. 2,0 - 2,6 mmol/l; Kinder 1,8 - 2,8 mmol/l
Vollblut: 1,14 - 1,68 mmol/l

Methodik

ICP-MS, Photometrie

Informationen

erhöht bei Hyperparathyreoidismus, D-Hypervitaminose und Knochenabbau, vermindert bei entzündlichen Darmerkrankungen, Hypoparathyreoidismus und Nierenerkrankungen

Indikationen

Informationsstand

03.01.2018

Material

5 ml vom 24 h Urin

Normbereich

Mann < 7,5 mmol/die
Frau < 6,2 mmol/die

Methodik

Atomabsorption

Informationen

Indikation: Knochenerkrankungen, Steine
Die Bestimmung der Kalzium/Kreatinin-Ratio wird eingesetzt, um eine Hyperkalziurie zu erkennen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

1,15 - 1,35 mmol/l

Methodik

Rechenwert

Informationen

Berechnung erfolgt über Gesamtalbumin

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Kompetitionsassay

Informationen

Calcium-Kanal-Autoantikörper (VGCC = voltage gated calcium channel, spannungsabhängigen P/Q-Calcium-Kanal) sind entscheidend in der Diagnostik des Lambert-Eaton Syndroms (LEMS). Die primäre physiologische Störung beim Lambert-Eaton Syndrom liegt in einer verminderten Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin aus den Nervenendigungen in den synaptischen Spalt. Ursache hierfür sind Autoantikörper gegen ein Membranprotein der Nervenzelle, nämlich den spannungsabhängigen Calcium-Kanal. Infolgedessen entwickelt sich im Verlauf der Erkrankung eine rasche Ermüdbarkeit bei körperlicher Belastung kombiniert mit einer Schwäche vor allem der Oberschenkel- und Beckenmuskulatur. Im Gegensatz zur Myasthenia gravis mit ähnlicher Symptomatik finden sich beim LEMS positive Antikörper gegen Calcium-Kanäle und keine Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Informationen

Calcium-Phosphat-Produkt = Calcium (mmol / l) x Phosphat (mmol / l)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

optimal: Kühltransport

Material

je 2 ml Serum (optimal: Kühltransport)

Normbereich

siehe Befundbericht
Bei Frauen werden geringere Anstiege als bei Männern beobachtet.

Informationen

Indikation: Die exogene Calciumzufuhr stimuliert die Calcitoninausschüttung der C-Zellen; Patienten mit C-Zellhyperplasie oder medullären Schilddrüsenkarzizinom zeigen einen pathologisch höheren Calcitonin-Anstieg als Normalpersonen. Der Test ist daher zur Diagnose des medullären Schilddrüsenkarzinoms bei suspekten Schilddrüsenknoten, zum MEN2-Familienscreening und Überwachung RET-positiver Genträger, zum präoperativen und postoperativen Monitoring von Patienten mit medullärem Schilddrüsenkarzinom indiziert.
Der Calcium-Stimulationstest wird als Ersatz für den Pentagastrintest eingesetzt, da Pentagastrin nur in internationalen Apotheken erhältlich ist, aber zunehmend durch molekulargenetische Untersuchungsmethoden (Nachweis von Mutationen des RET-Protoonkogens) ergänzt bzw. ersetzt.

siehe auch Pentagastrintest

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Stabilität bei 2-8°C 72 Stunden, bei -20°C  4 Wochen

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß, möglichst von dem ersten Stuhl des Tages; saubere und luftdichte Entnahmesysteme verwenden

Normbereich

negativ: 50 mg/kg
Für Kinder bis 4 Jahren gelten abweichende Normwerte (siehe Befundbericht)

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Calprotectin wird bei Entzündungsreaktionen von neutrophilen Granulozyten und Makrophagen freigesetzt. Der Gehalt des kalziumbindenden Proteins "Calprotectin" im Stuhl ist bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und bei Patienten mit bösartigen Darmtumoren erhöht, eher unauffällig bei Polypen oder gutartigen Darmtumoren.

Indikationen

Informationsstand

03.05.2018

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)
Kultur

Informationen

Im Krankheitsverdacht empfiehlt sich der direkte Antigen-Nachweis aus dem Stuhl. Mit dem Antigennachweis im Stuhl mittels ELISA kann C. jejuni und C. coli nachgewiesen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Sicherung der Diagnose ist der kulturelle Nachweis aus möglichst frischem Stuhl. Ein kultureller Nachweis sollte zusätzlich angestrebt werden, um ggf. eine Resistenztestung zu ermöglichen. Campylobacter spp. und Salmonellen enterica. spp zählen zu den häufigsten bakteriellen, nicht Antibiotika-assoziierten, Durchfallerreger in Europa und kommen bei Mensch und Tier vor. C. jejuni ist insbesondere beim Geflügel und C. coli beim Schwein nachweisbar. Die Übertragung erfolgt in der Regel über kontaminierte Lebensmittel (rohes Fleisch, Milch, Trinkwasser). Große Ausbrüche wie bei Salmonellen sind selten, da Campylobacter sich nicht in Lebensmitteln vermehrt.Campylobacter verursacht beim Menschen Enterokolitis mit wässrig-schleimiger, z. T. blutiger Diarrhoe. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Tage (typisch 3). Die Krankheit beginnt mit einem unspezifischen Krankheitsgefühl, Frösteln und Kopf- und Gliederschmerzen. Gelegentlich kann es zwei bis drei Wochen nach einer Campylobacter-Enteritis zu Spätfolgen wie reaktiver Arthritis oder Guillain-Barre-Syndrom kommen. Makrolide und Gyrase-Hemmer sind meist gut wirksam, die Häufigkeit von Resistenzen nimmt jedoch zu.

 

Informationsstand

30.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Im Krankheitsverdacht empfiehlt sich der direkt Antigen-Nachweis aus dem Stuhl.
Campylobacter spp. und Salmonellen enterica. spp zählen zu den häufigsten bakteriellen, nicht Antibiotika-assoziierten, Durchfallerreger in Europa und kommen bei Mensch und Tier vor. C. jejuni ist insbesondere beim Geflügel und C. coli beim Schwein nachweisbar. Die Übertragung erfolgt in der Regel über kontaminierte Lebensmittel (rohes Fleisch, Milch, Trinkwasser). Große Ausbrüche wie bei Salmonellen sind selten, da Campylobacter sich nicht in Lebensmitteln vermehrt. Campylobacter verursacht beim Menschen Enterokolitis mit wässrig-schleimiger, z. T. blutiger Diarrhoe. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Tage (typisch 3). Die Krankheit beginnt mit einem unspezifischen Krankheitsgefühl, Frösteln und Kopf- und Gliederschmerzen. Gelegentlich kann es zwei bis drei Wochen nach einer Campylobacter-Enteritis zu Spätfolgen wie reaktiver Arthritis oder Guillain-Barre-Syndrom kommen.Makrolide und Gyrase-Hemmer sind meist gut wirksam, die Häufigkeit von Resistenzen nimmt jedoch zu.

Indikationen

Informationsstand

30.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Falsch positive Ergebnisse können bei Präsenz von Rheumafaktoren auftreten

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Latexagglutination

Informationen

Diagnostisch steht neben dem Antigen- und Antikörpernachweis aus dem Blut auch die direkte Anzucht (Kultur) aus allen Körpermaterialien zur Verfügung. Der Nachweis von Candida Arten lässt nicht zwangsläufig eine Unterscheidung zwischen normaler Besiedelung und bestehender Infektion zu. Die Diagnose einer systemischen Candidainfektion basiert auf der kulturellen Anzucht aus physiologisch sterilen Körperflüssigkeiten (V.a. Blutkulturen) oder Gewebe mit in-vitro Empfindlichkeitstestung. Bei kulturellem Nachweis aus nicht sterilen Proben ist es nicht möglich, zwischen Kolonisation und Infektion zu unterscheiden.
Eine zusätzliche diagnostische Hilfe können serologische Testmethoden wie der Antigen-und Antikörpernachweis sein.

Der Nachweis von Antikörpern gegen Pilzantigene wird für die Akut-Diagnostik nicht empfohlen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 mL Serum / Plasma

Normbereich

< 7,4 mg/l (Normbereich derzeit nur orientierend)

Methodik

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 mL Serum / Plasma

Normbereich

< 1 Monat < 9,1 mg/L
< 1 Monat < 9,1 mg/L
< 1 Jahr < 9,1 mg/L
1 - 17 Jahre < 5,9 mg/L
> 17 Jahre < 6,8 mg/L

Methodik

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 2 ml EDTA-Blut

Normbereich

Anstieg des Renins > 100 % oder > 2,5 ng/ml spricht für Renovaskuläre Hypertonie

Methodik

ECLIA

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:
8 - 12 mg/l (Monotherapie)
3 - 8 mg/l (Multitherapie)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

0,5 - 3,0 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Unter Anti-Cardiolipin-Antikörpern (ACA) versteht man Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), deren Vorkommen ursprünglich in den Seren von Patienten mit sogenanntem "falsch positivem" Lues-Befund nachgewiesen wurden. In neuerer Zeit konnte jedoch gezeigt werden, daß ACA bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, insbesondere beim Lupus Erythematodes (LE) und der primär biliären Cirrhose (PBC) auftreten können. Auch das beim LE auftretende sog. Lupus-Anticoagulans (LA) entspricht einer Untergruppe der ACA. Ein positiver Nachweis von ACA kann dem klinischen Auftreten von Kollagenosen einige Jahre vorausgehen. Die beschriebenen Antikörper sind aber auch mit weiteren Symptomen assoziiert. Dieses sogenannte "Primäre Antiphospholipid-Syndrom" betrifft insbesondere schwangere Patientinnen mit habituellen Aborten, Präeklampsie oder tiefen Beinvenenthrombosen. Kleine Thrombosen in den Venen und Arterien unterbinden dabei eine ausreichende Blutversorgung der betroffenen Organe. ACA-positive Patienten zeigen auch häufig eine generelle Thromboseneigung, dadurch bedingte gehäufte Miniinfarkte sowie eine entsprechende neurologische Symptomatik. Auch bei gesunden Menschen können hin und wieder Cardiolipin-Antikörper nachgewiesen werden. Meist handelt es sich bei diesen Personen um Verwandte von Patienten mit einem Antiphospholipid-Syndrom, was darauf hinweist, daß es sich hier um eine zumindest teilweise erbliche Erkrankung handelt. Auch diese Personen weisen ein erhöhtes Risiko für thrombotische Ereignisse auf.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Serum

Normbereich

negativ

Informationen

  • Coxsackie-Viren
  • ECHO-Viren
  • Influenza-Viren
  • Parainfluenza-Viren
  • Cytomegalie-Virus (CMV)
  • Epstein-Barr-Virus (EBV)
  • Adeno-Viren

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Seminalplasma

Normbereich

> 4,0 mg/dl

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Infertilität

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 24h-Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Indikation: Gedeihstörungen bei Kleinkindern

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann 24,6 - 51,0 µmol/l\r\nFrau 17,9 - 45,5 µmol/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Bei Mangel Symptome wie Muskelschwäche, Myalgie oder Kardiomyopathie\r\nUntersuchung wird im Partnerlabor durchgeführt.

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum oder Liquor

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Zu den Kaliumkanal-assoziierten (VGKC) Proteinen gehören CASPR2 und LGI1 (s. dort); sie können auf eine limbische Encephalitis oder paraneoplastische neurologische Symptome bei Thymomen oder kleinzelligen Lungenkar-zinomenhinweisen.

Informationsstand

18.08.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Antikörper gegen cyclisches citrulliniertes Peptid (CCP) sind ein neuer, hochspezifischer und sensitiver Marker für die Rheumatoide Arthritis (RA). Antikörper gegen Filagrin mit der darin vorkommenden seltenen Aminosäure Citrullin werden sehr früh im Verlauf einer Rheumatoiden Arthritis beobachtet und haben daher einen hohen prognostischen Wert: Anti-CCP positive Patienten entwickeln im Verlauf von 6 Jahren signifikant ausgeprägtere radiologisch nachweisbare Läsionen als anti-CCP negative.

Informationsstand

24.09.2018

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Durchflusscytometrie

Informationen

Diese Untersuchung dient der Bestimmung von CD20 positiven B-Lymphozyten. Mithilfe der Durchflusszytometrie können zellulärer Differenzierungsantigene (sogenannte "CD=Cluster of Differentiation") an der Zelloberfläche von Lymphozyten bestimmt werden. CD-20 findet sich an normalen B-Lymphozyten, aber auch an Lymphomzellen. Anti CD-20 (Rituximab) besteht aus biotechnisch hergestellten monoklonalen CD20-Antikörpern, die sich an das CD20-Antigen auf den B-Lymphozyten binden. Dies löst immunologische Mechanismen aus, die zur Zerstörung jener B-Lymphozyten führen, die CD-20-Antigene tragen. Da aber sowohl gesunde Zellen als auch Krebszellen CD20-Antigene auf ihrer Oberfläche tragen und die CD-20-Antikörper folglich auf beiden Zellarten andocken, wird durch die erfolgende Bindung die gesamte B-Lymphozyten-Population in Blut, Knochen und Lymphknoten einschließlich der Lymphomzellen um etwa 80 Prozent verringert. Ein Vorteil bei diesem Therapieprinzip besteht darin, dass die Oberfläche reifer B-Zellen etwa wesentlich dichter mit CD-20-Antigenen besetzt ist als diejenige der Vorstufen. Auf den Stammzellen des Knochenmarks, aus denen alle Lymphozyten entstehen, fehlen diese Antigene sogar ganz. Diese bleiben also vom Angriff der Antikörper verschont. Daher kann sich die B-Zellpopulation nach Abschluss der Therapie nach einigen Monaten wieder neu aufbauen. So entfallen viele der bei einer Chemotherapie üblicherweise auftretenden Nebenwirkungen oder sind weniger ausgeprägt.

Informationsstand

24.02.2017

Präanalytik

frisch, nicht abzentrifugiert oder eingefroren, Kühlung ist nicht erforderlich

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Borrelien-Infektion sollenen bei chronischen Verläufen zu einer Schwächung des Immunsystems mit einer Verminderung der CD3-/CD57+NK-Zellen, einer Subpopulation der Natural-Killer-Cells (NK-Zellen), führen.

Informationsstand

24.02.2017

Material

2 ml Serum

Methodik

Kapillarelektrophorese
Isoelektrische Fokussierung

Informationen

Unter dem CDG-Syndrom versteht man eine äußerst seltene, generalisierte Störung in der Synthese der Kohlenhydratstrukuren von Glycoproteinen (fast alle Serumproteine sind Glycoproteine, also aus einer Kohlenhydrat- und einer Protein-Komponente zusammengesetzte Moleküle), die zu einer Multisystemerkrankung mit häufigen Infekten bereits im Säuglingsalter sowie Leberveränderungen, Gerinnungsstörungen und psychomotorischer, bzw. mentaler Retardierung mit Krampfanfällen führt. Von den bis heute beschriebenen18 verschiedenen, autosomal rezessiv vererbten CDG-Typen wird die häufigste Form des CDG-Syndroms als CDG-1a bezeichnet und betrifft etwa 80 Prozent aller bekannten CDG-Patienten. Der Rest entfällt auf die Typen CDG-1b und CDG-2. Transferrin trägt normalerweise zwei verzweigte Zuckerketten, an deren Ende sich je zwei Sialinsäuren befinden, die eine negative Ladung besitzen. Synthesedefekte der Zuckerketten bei CDG führen zu einem Verlust von Sialinsäureresten und damit zu einer Veränderung der elektrischen Ladung des Glykoproteins.

Der Verdacht auf ein CDG Syndrom kann sich aus abnormen Muster in der Kapillarelelektrophorese bei der Bestimmung des CDT-Wertes in der ergeben. Die weitere Diagnostik besteht in der Bestimmung der Transferrin-Isoformen mittels HPLC oder Isoelektrischer Fokussierung. Der endgültige Nachweis der Mutationen erfolgt durch PCR und anschließende Sequenzierung (Fremdlabor).

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Störfaktoren wie genetische Transferrinvarianten oder angeborenen Glykosylierungssörungen (CDG-Syndrom) können zu abnormen Mustern in der Kapillarelektrophorese führen. Der quantitative CDT-Wert ist hier nicht diagnostisch verwertbar

Material

2 ml Serum, Messung aus EDTA-Plasma nicht möglich

Normbereich

bis 1,3 %

Methodik

Kapillarelektrophorese

Informationen

Transferrin, das Transportprotein des Eisens, wird zum größten Teil in der Leber, in geringem Maße auch in Knochenmark, Milz und Lymphknoten synthetisiert. Es wird zu den ß-Globulinen gerechnet und hat ein Molekulargewicht von ca. 80.000. Carbohydrate-Deficient-Transferrine (CDT) sind Transferrinvarianten, bei denen bestimmte Kohlenhydratketten fehlen. Der Prozentsatz solcher defekten Transferrinvarianten vom Gesamttransferrin im Blut ist der sensitivste und spezifischste Parameter für einen chronischen Alkoholabusus. Nach einem 14-tägigen regelmäßigen Alkoholkonsum von ca. 60 g Alkohol pro Tag, - das entspricht ca. 0,6 l. Wein pro Tag-, steigt der CDT-Gehalt im Blut. Erst etwa zwei Wochen nach Beendigung einer solchen Trinkperiode fallen die CDT-Werte wieder in den Normalbereich. Krankheiten, die auf Alkoholabusus zurückzuführen sind, sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Man schätzt die Inzidenz des Alkoholmißbrauchs zwischen 10 und 15%. Seit langem ist man daher bemüht, Laborparameter zu entwickeln, die eine objektive Beurteilung eines regelmäßigen Alkoholkonsums erlauben. Dazu gehören insbesondere die Gamma-GT sowie das mittlere Volumen der Erythrozyten (MCV). Die Gamma-GT hat jedoch eine kurze Halbwertzeit (9 - 20 h), so dass eine große Zahl von Patienten bereits nach einer Woche Alkoholkarenz wieder unauffällige Werte haben können. Das MCV hat einen relativ weiten Normbereich und ist zudem von einer größeren Zahl nicht durch Alkohol bedingter Erkrankungen beeinflußt (einseitige Ernährung, Magenerkrankungen, Vitamin-Mangel). Die Konzentration von CDT kann dagegen bis zu 40 Tagen nach dem letzten regelmäßigen Alkoholgenuß erhöht bleiben. Somit steht mit dem CDT ein Parameter zur Verfügung, der bei Verdacht auf erhöhten Alkoholkonsum, zur Kontrolle von Alkoholentzugstherapien sowie zur Abklärung einer unklar erhöhten Gamma-GT eingesetzt werden kann. Störungen: Erhöhte CDT-Werte finden sich auch bei Leberzirrhose verschiedener Genese, chronischer Hepatitis C und Malignomen, in seltenen Fällen bei Eisenmangel und Schwangerschaft.

 

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum (ggf. Liquor, Punktat)

Normbereich

bis 5 ng/ml (Nichtraucher)

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Zielgebiet: Gastrointestinaltrakt, Pankreas, Lunge, Mamma, Harnblase, Niere, Ovar

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Informationsstand

06.07.2020

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD_HPLC

Informationsstand

06.07.2020

Material

2 ml Serum

Methodik

Photometrisch

Informationen

Leberfunktionsstörung

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

IFT
ELISA

Informationen

Das Chikungunya-Virus gehört zur Familie der Togaviren und gehört zu den Hämorrhagischen Fiebern. Als Überträger sind verschiedene Tigermücken-Arten (Aedes albopictus) bekannt. Das Erregerreservoir sind Primaten. Immer wieder werden Epidemien beschrieben ( Réunion mit über 100000 Erkankten). Die Erkrankung tritt in Afrika südlich der Sahara, auf verschiedenen Inseln im Indischen Ozean sowie in Indien, Südostasien und Indonesien auf. Die Inkubationszeit beträgt 3-5 Tage. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Asiatische Tigermücke hat sich in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Ländern etabliert, darunter Frankreich und Italien. Eine Übertragung jedoch ist in Europa unwahrscheinlich, weil es nicht warm und feucht genug ist. An Chikungunya Infizierte leiden an einem plötzlichen, schnellen Fieberanstieg. Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien treten auf, wobei die Gelenkbeschwerden oft im Vordergrund stehen und häufig beidseitig auftreten. Das Fieber galt ursprünglich als nicht tödlich. Insgesamt verläuft die Chikungunya meist ohne schwere Komplikationen. Bei einem geringen Teil der Patienten bleiben die Gelenkbeschwerden monatelang bestehen.

Der indirekte Nachweis erfolgt durch Bestimmung der IgG/IgM Antikörper im Serum (ggf. Liquor) mittels Immunfluoreszenztest oder Immunoassay. Der direkt Erregernachweis kann durch PCR bzw Kultur erfolgen. 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,5 - 6,0 mg/l

Methodik

Fluorometrie

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,5 - 9,5 mg/l

Methodik

Fluorometrie

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

01.01.2016

Material

2ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Atemwegsinfektionen, die durch C. pneumoniae versucht werden verlaufen oft symptomarm, "grippeähnlich" oder als atypische Pneumonien. Viel seltener, insbesondere bei Kontakt mit Vögeln (Psittakose=Papageienkrankheit), ist C. psittaci die Ursache von meist schweren Pneumonien.

Informationsstand

12.09.2018

Material

Respiratorische Sekrete

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Direktnachweis bei Verdacht auf Chlamydia pneumoniae bedingte atypische Pneumonie.

Informationsstand

24.09.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Die Psittakose (Ornithose) wird durch Chlamydia psittaci hervorgerufe- Die Ornithose ist eine von Vögeln (Wellensittiche, Tauben (besonders Brieftauben) und andere) auf den Menschen übertragbare, meist mit pneumonischen Infiltraten einhergehende Erkrankung. Die Inkubationszeit beträgt ca. 10 Tage. Symptome sind allgemeines Krankheitsgefühl, schwere Kopf- und Kreuzschmerzen, Myalgien, aber auch abdominellen Beschwerden und rasch ansteigendem Fieber, das bis zu 3 Wochen anhalten kann.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Chlamydia trachomatis, der häufigste Erreger genitaler Kontaktinfektionen, ist in etwa zwei Drittel der Fälle die Ursache der tubaren Infertilität. Der positive Direktnachweis mittels PCR (Polymerase Kettenreaktion) im Zervixabstrich beweist die lokale Infektion und indiziert eine antibiotische Therapie. Unklar bleibt jedoch, ob die Infektion
1) auf die Zervix beschränkt ist,
2) sie tiefere Epithelschichten erreicht hat,
3) sie schon zu den Tuben aufgestiegen ist,
4) sie nach antibiotischer Therapie weiterschwelt oder
5) C. trachomatis vollständig aus dem Körper eliminiert ist.
Zur Beantwortung dieser Fragen gibt die Chlamydienantikörperdiagnostik Hinweise. Patientinnen mit aufsteigenden Infektionen wie Adnexitis zeigen meist hohe Antikörpertiter, während PCR Antigen-positive Patientinnen mit lokalen Infektionen wie Urethritis, Zervizitis oder Kolpitis zum Teil (ca 10%) negative Titer aufweisen. Dies deutet darauf hin, daß die Chlamydien in diesen Fällen noch nicht tief genug in das Epithel vordringen konnten, um eine Antikörperreaktion zu provozieren. Urogenitale Infektionen mit C. trachomatis äußern sich in Beschwerden der ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane mit Ausfluß. In diesem lokalen Stadium ist der Direktnachweis mittels PCR erfolgversprechend. Bei chronischen, "systemischen" Verläufen kann der Antikörpernachweis eine zusätzliche Hilfe sein. Reaktive Arthritiden und Adnexitiden können oft nur serologisch nachgewiesen werden.

Indikationen

Informationsstand

12.09.2018

Präanalytik

  • Vor Abstrichentnahme Entfernung von Sekreten und Eiter
  • Abstrich so entnehmen, dass reichlich abgeschilferte Zellen aufgenommen werden

Material

Erststrahlurin, Konjunktival bzw. Urogenital-Abstriche

Normbereich

negativ

Methodik

Real-time-PCR

Informationsstand

09.01.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

Erwachsene 98 - 106 mmol/l
Kinder 96 - 111 mmol/l

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationen

Störung des Elektrolythaushaltes

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Liquor

Normbereich

106 - 136 mmol/l

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationen

Strömung der Blut-Hirn Schranke

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Speichel

Normbereich

ohne Stimulation 5 - 20 mmol/l
nach Stimulation 11 - 44 mmol/l

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

85 - 170 mmol/die

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationen

Störung des Elektrolythaushaltes

Informationsstand

01.01.2016

Material

Stuhl/Erbrochenes

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie, bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Die Cholera ist eine durch Bakterien (Vibrio cholerae) ausgelöste akute Durchfallerkrankung. Die Übertragung erfolgt meist durch kontaminiertes Trinkwasser. Vibrio cholerae bildet ein Toxin, welches zu "reiswasserartigen" Durchfällen mit massiven Flüssigkeits- und somit zu Elektrolytverlusten führt. Weitere Symptomen sind Übelkeit, Erbrechen und Nierenversagen. Gebiete in denen die Cholera ständig vorkommt, sind Indien, Pakistan, Bangladesh, Südost-Asien, Afrika sowie Teile von Südamerika. Die Diagnose Cholera kann durch mikroskopischen und kulturellen Nachweis des Erregers in Stuhl und Erbrochenem gestellt werden. Die Stuhlproben werden verdünnt und dann unter dem Mikroskop betrachtet. Dort finden sich massenhaft kommaförmige, sehr bewegliche Stäbchen. Wichtigstes Ziel der Behandlung ist es, den Wasserverlust durch Trinken oder durch intravenöse Flüssigkeitszufuhr direkt auszugleichen. Zusätzlich gegebene Antibiotika können die Dauer der Krankheit abkürzen. Vorbeugend besteht die Möglichkeit einer Impfung bei Reisen in Risikoländer. Daneben sollten allgemeine hygienische Maßnahmen wie z.B. das Meiden von Leitungswasser eingehalten werden. Die Cholera ist in Deutschland generell meldepflichtig.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Ca. 8 Stunden Nüchternkarenz, Alkoholkarenz über 24 Stunden
  • Eine zu lange Venenstauung sowie eine zu schnelle Abnahme nach dem Stehen führt zu bis zu 10 Prozent höheren Werten
  • N-Acetylcystein (NAC)-, N-Acetyl-p-Benzochinon Imin (NAPQI)- und Metamizol (Novaminusulfon, Dipyron)-Spiegel in der Probe können zu falsch niedrigen Messergebnissen bei den sog. Trinder-Tests führen.

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 200 mg/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

Cholesterin gehört zu der Gruppe der Nahrungsfette und ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Cholesterin wird mit der Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper in der Leber gebildet. Cholesterin ist Vorstufe der Steroidhormone, der Androgene, Östrogene und Gestagene sowie der Nebennierenhormone Cortisol, DHEAS und Aldosteron. Aus Cholesterin wird bei ausreichender Sonneneinstrahlung zudem die Vorstufe für Vitamin D gebildet. Verminderte Cholesterin-Werte finden sich bei Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion, chronischen Infektionen, Leberschäden und bösartigen Tumoren. Erhöhte Cholesterin-Werte finden sich bei falscher Ernährung (viel Fett, Fleisch und Eier), chronischen Erkrankungen der Leber, der Niere und der Gallenwege, Hypothyreose, schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, bei Einnahme verschiedener Medikamente wie Cortisol, Diuretika oder auch der "Pille" sowie verschiedenen familiären Fettstoffwechselstörungen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Ca. 8 Stunden Nüchternkarenz, Alkoholkarenz über 24 Stunden

Material

2 ml Serum (nüchtern)

Normbereich

Prognostische Richtwerte:
HDL-Cholesterin
Mann:  günstig> 55 mg/dl; ungünstig < 40 mg/dl
Frau günstig > 65 mg/dl; ungünstig < 40 mg/dl

LDL-Cholesterin
Patienten mit erhöhtem Risiko < 130 mg/dl
Patienten mit KHK < 100 mg/dl

Atherogener Index
Patienten mit erhöhtem Risiko < 3,0 
Patienten mit KHK < 2,0 

VLDL-Cholesterin: < 25 mg/dl

Methodik

Elektrophorese

Photometrie (LDL homogener enzymatischer Farbtest, HDL Fällung durch Präzipitationsmethoden mit anschließendem Farbtest)

Informationen

Die Lipoproteinelektrophorese beruht auf der elektrophoretischen Auftrennung und anschließender qualitativen und quantitativen Bewertung der Lipoproteine Fettstoffwechselstörungen mit hohem oder niedrigem HDL-Cholesterin werden nach deren Verhalten in der Lipoproteinelektrophorese in Hyperalpha- und Hypoalphalipoproteinämie eingeteilt. Die Eingruppierung einer Fettstoffwechselstörung erfolgt nach Fredrickson.

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum

Normbereich

Frauen bis 4,5
Männer bis 4,0

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

28-35 pg/Retikulozyt

Methodik

Impedanz

Informationen

Moderne Blutbildanalysatoren sind heute in der Lage, Retikulozyten zusätzlich hinsichtlich ihres Hämoglobingehalts (CHr) zu beurteilen. Dieser Wert ist dem MCH der Erythrozytenmessung zu vergleichen. Ein CHr-Wert unter 28 pg/Retikulozyt gilt als Hinweis für das Vorliegen einer eisendefizitären Erythropoese. Im Gegensatz zu den Parametern Ferritin, löslichem Transferrinrezeptor und Transferrinsättigung ist der CHr-Wert - ähnlich wie die hypochromen Erythrozyten - ein direkter Indikator der Eisenversorgung des Knochenmarks und so in der Lage ist, eine eisendefizitäre Erythropoese innerhalb weniger Tage darzustellen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Abnahme mit 5 ml Vorlauf oder ohne Edelstahlkanüle
  • Optimal: Neutralmonovette ohne Gel und ohne Kügelchen. Eingetragene Verunreinigungen können zu falsch erhöhten Werten führen.

Material

2 ml Serum
2 ml Heparinblut
2 ml EDTA-Blut

Normbereich

Normbereich für Serum und Vollblut < 0,5 µg/L
EKA: 9,0 µg/l (EKA = Expositionsäquivalente für krebserregende Arbeitsstoffe)

Methodik

ICP-MS

Informationen

Chromintoxikation

Indikationen

Informationsstand

03.01.2018

Material

20 ml Urin

Normbereich

bis 4,0 µg/l
EKA: 12,0 µg/l (EKA = Expositionsäquivalente für krebserregende Arbeitsstoffe)

Methodik

ICP-MS

Informationen

Chromintoxikation

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Bevorzugtes Probenmaterial: EDTA-Plasma
  • Stabilität: Raumtemperatur (18-25°C) = 72h; Tiefgefroren (< 20°C) = 6 Monate; eine Lagerung bei 2-8°C ist zu vermeiden
  • Probenmaterial vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung schützen
  • Wiederholtes Auftauen und Einfrieren sollte vermieden werden

Material

2 mL EDTA-Plasma (bevorzugt)
2 mL Serum

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Chromogranin A (CgA) kommt in der chromaffinen Granula, den Katecholamin-speichernden Vesikeln der Nebenniere vor. Es spiegelt die exozystische, sympathoadrenale Aktivität und das Maß der Hormonausschüttung aus dem Nebennierenmark wieder.Ein weiterhin beobachtetes Vorkommen von CgA ist in neuroendokrinen Geweben. Bei endokrinen Tumoren, die evtl. ihr Hormon nicht mehr bilden, z.B. Calcitonin-negative, CgA-positive C-Zell-Karzinome, Null-Zell-Adenome der Hypophyse, Inselzellkarzinome des Pankreas und Nebenschilddrüsenkarzinome ohne Hormonbildung finden sich daher ebenfalls hohe CgA-Spiegel. Erhöhte CgA-Werte finden sich also insbesondere bei: Carcinoiden,  endokrinen Pankreas-Tumoren, Neuroblastomen, Phäochromozytomen, hormonnegativen neuroendokrinologischen Tumoren, Fällen von medullären Schilddrüsenkarzinomen, Inselzell-Karzinomen,primären Hyperparathyroidismus, Gastrinomen,- Tumoren von Lunge, Prostata, Colon und Mamma mit neuroendokriner Differenzierung. Leicht erhöhte Werte finden sich u. a. bei Hypertonie und Niereninsuffizienz

Indikationen

Informationsstand

20.06.2017

Material

1 ml Sperma

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Funktionsstörungen der Prostata

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 24 h Urin (gesammelt über 10 ml HCl), Sammelmenge angeben

Normbereich

300-860 mg/24h

Methodik

Photometrisch

Informationen

Nierensteine

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann <174 U/l
Frau <140 U/l
Kinder und Neugeborene: siehe. Befundbericht
Die angegebenen Referenzbereiche beziehen sich auf stationäre Patienten; ambulante Patienten haben leicht höhere, Afrikaner können bis zu doppelt so hohe und Sportler je nach Trainingsintensität bis zu 5-fach erhöhte Werte haben

Methodik

Photometrisch

Informationen

Erhöht bei: Herzinfarkt: 4-6 Stunden nach Infarkt, Maximum nach etwa 24 Stunden; Skelettmuskelschäden, Myopathien. Endokrine Myopathien können bei Schilddrüsenfunktionsstörungen (Hyper-und Hypothyreose), Nebenschilddrüsenstörungen (Hyper- und Hypoparathyreoidismus), Nebennierenrindenstörungen und Hypophysenstörungen auftreten. Bei einigen dieser Erkrankungen können die Myalgien ganz im Vordergrund der muskulären Symptomatik stehen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass eine generalisierte Myalgie als erstes Symptom einer Hypothyreose auftritt.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

CK-MM, Isoenzym Skelettmuskel: <167 U/L 
CK-MB, dimeres Isoenzym Herz: < 24 U/L 
CK-BB, Isoenzym Gehirn: < 2 U/L 
Makro-CK Typ 1: < 2 U/L 
Makro-CK Typ 2: < 2 U/L 

Methodik

Elektrophorese

Informationen

Die Creatinkinase (CK) ist ein entscheidender diagnostischer Parameter zur Erkennung von Schädigungen der Herz- und Skelettmuskulatur. Dabei ist die CK-Konzentration proportional zur Größe der Schädigung. Die Gesamt-CK im Blutserum besteht aus folgenden Isoenzymen:

  • M=Myokard
  • B=Brain)
  • CK-MB (Herz)
  • CK-MM (Skelettmuskel)
  • CK-BB (Gehirn)

Makro-CK sind CK-Varianten mit hoher Molekülmasse, die eine fälschlich hohe CK-Konzentration vortäuschen. Makro-CK-Typ 1 entsteht durch Bindung der CK-BB an spezifische Antikörper, es besteht keine Krankheitsassoziation. Makro-CK Typ 2 ist eine mitochondriale CK in oligomerer Form, die häufig mit schweren Erkrankungen, z.B. Tumoren assoziiert ist.

Informationsstand

28.06.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

CK-MB (enzymatisch): < 22 U/L 
Werte < 6 % der Gesamt CK-Aktivität sprechen gegen einen Infarkt

Methodik

Photometrisch mit immunologischer Hemmung

Informationen

Die CK-MB kommt in besonders hoher Konzentration im Herzmuskel vor. Dementsprechend ist bei einer Schädigung des Herzens, z. B. einem Infarkt, die CK-MB Konzentration im Blut erhöht. Entscheidend ist jedoch nicht die Gesamtkonzentration der CK-MB, sondern der prozentuale Anteil der CK-MB an der erhöhten Gesamt-CK. Für die Beurteilung erhöhter CK-MB-Werte ist die Kenntnis der Bestimmungsmethodik notwendig. Man misst die CK-Restaktivität nach immunologischer Blockierung der M-Aktivität (Immuninhibitionstest), wobei neben der CK-MB auch die CK-BB gemessen wird. Ein Anteil unter 6 Prozent der CK-MB an der Gesamt-CK spricht für eine Enzymfreisetzung aus der Sklettmuskulatur, ein Anteil über sechs Prozent für eine Enzymfreisetzung aus der Herzmuskulatur. CK-MB-Anteile über 20 Prozent weisen auf Störungen der Messung durch CK-BB bei Hepatitis, Pankreatitis, Darminfarkten, malignen Tumoren, neurologischen Erkrankungen (Hirn) oder das Vorliegen einer sog. Makro-CK hin. Die Quantifizierung der CK-Isoenzyme ist elektrophoretisch möglich.

Indikationen

Informationsstand

07.10.2016

Material

Abstriche/Hautbiopsate

Normbereich

negativ

Methodik

Pilzkultur

Informationen

Cladosporium spp. gehört zu den Schimmelpilzen. Auf Grund seiner Färbung (Einlagerung von Melanin)wird die Gattung auch als Schwärzepilz bezeichnet, ein in der Umwelt ubiquitär weit verbreiteter Pilz. Neben Aspergillus und Alternaria hat die Gattung große Bedeutung als Allergen. Opportunistische Infektionen (Chromoblastomykosen, Phaeohyphomykosen) der Haut und der Atemwege können vorkommen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich 100 - 400 µg/l
aktiver Metabolit Desmethyl-Clobazam 2000 - 4000 µg/l

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Informationen

siehe auch Tranquillizer, Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therap. Bereich 1,0 - 3,0 mg/l
toxisch: > 8 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

(Distraneurin ®), Hypnotikum, Antikonvulsivum

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therap. Bereich 30-60 µg/l
toxisch: > 100 µg/l

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Informationen

siehe auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Antihypertensiva möglichst 24 Std. vor Testbeginn absetzen (ausgenommen Ca-Antagonisten bei intolerablem Bluthochdruck)
  • der Patient muß nüchtern sein und sollte vor Testbeginn 30 Min. liegen. Braunüle bereits zu diesem Zeitpunkt legen!

Material

je 6 ml Blut EGTA-Blut (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Messparameter: Adrenalin, Noradrenalin

Normbereich

siehe auch Katecholamine im Plasma (Adrenalin, Dopamin, Noradrenalin)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Durchführung: Applikation von 0,3 mg Clonidin p.o. Blutabnahme vor und 60, 120 und 180 Min. nach Clonidin-Gabe. Bei Gesunden fallen die Katecholaminkonzentrationen im Plasma um etwa 30 - 40 % des Ausgangswertes, erhöhte und nicht fallende Katecholaminspiegel (Noradrenalin > 500 ng/l) sprechen für ein Phäochromozytom. Regelmäßige Blutdruck- und Pulsfrequenzmessung während der Testphase.

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml frisches Citratblut

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Clopidogrel ist ein als Thrombozytenaggregationshemmer - ähnlich der Acetylsalicylsäure - eingesetztes Medikament. Die Wirksamkeit der Medikation kann durch einen Thrombozytenfunktionstest (s. PFA) nachgewiesen werden

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 bis 10 g Stuhl (haselnussgroß), bzw. entsprechende Flüssigkeitsmenge

Normbereich

negativ

Methodik

Chemolumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Indikation: Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD), Pseudomembranöse Colitis.
Die CDAD zählt zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie. In den letzten Jahren wird eine deutliche Zunahme der CDAD beobachtet. Der Nachweis der Toxine bzw. der Toxingene (PCR) ist pathognomonisch für die CDAD. Die Therapie besteht aus Absetzen der bestehenden Antibiotikagabe sowie in schweren Fällen einer Behandlung mit Metronidazol oder Vancomycin.

Indikationen

Informationsstand

30.11.2016

Material

Stuhl

Informationsstand

16.04.2019

Material

2 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Chemolumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Bei negativem Toxinnachweis wird der molekularbiologische Nachweis des Toxingens mittels PCR durchgeführt.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Informationen

Indikation: pseudomembranöse Colits, Antibiotika-assozierte Diarrhöe
Die Realtime-PCR liefert schnell hochsensitive und spezifische Patientenergebnisse. Durch den DNA Nachweis der Toxin A-und B-Gene werden nur pathogene Stämme nachgewiesen. Insbesondere bei positivem C.difficile Antigennachweis aber negativem Toxinnachweis ist der Einsatz sinnvoll, da ein apathogener Stamm vorliegen kann oder das relativ instabile Toxin in der Stuhlprobe bereits abgebaut sein kann. 

Informationsstand

16.04.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

50-700 µg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Clozapin gehört zu den atypischen Neuroleptika mit dämpfender und stark antipsychotischer Wirkung, bei hohen Dosen sind Krampfanfälle möglich. 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Beurteilung im Befundbericht

Methodik

ECLIA

Informationen

Bei Patienten mit intaktem Immunsystem ergibt sich selten ein Mononukleose-ähnliches Bild mit Hepatitis, Splenomegalie und Lymphozytose. In der Schwangerschaft kann zu jedem Zeitpunkt eine Schädigung des Fetus erfolgen. 
Bei immunsupprimierten Patienten (Dialyse, Transplantation, HIV) hat der Antikörpernachweis nur eine beschränkte Aussagekraft. In diesen Fällen ist ein Direktnachweis aus Blut oder Urin indiziert.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Liquor und Serum Paar zeitgleich abnehmen

Material

2 ml Liquor
2 ml Serum

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

Enzyme-Linked Immuno- Assay (ELISA)

Informationsstand

09.04.2019

Material

10 ml Urin
10 ml Bronchiallavage

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Insbesondere zum Nachweis einer CMV-Infektion bzw. Reaktivierung bei Immunsupprimierten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

 <1 %
Raucher bis 6 % 

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Informationen

Ein Hämoglobinmolekül kann vier Sauerstoffmoleküle binden. Kohlenmonoxid (CO) konkurriert mit Sauerstoff um die Bindungsstellen des Hämoglobins, hat aber im Vergleich zu Sauerstoff eine etwa 300 mal höhere Affinität zum Hämoglobin. CO- oder Carboxyhämoglobin ist Hämoglobin mit Kohlenmonoxid, welches an der Bindungsstelle für Sauerstoff gebunden ist. Man bezeichnet es auch als Dyshämoglobin. Andere Dyshämoglobine sind Methämoglobin (MetHb), Sulfhämoglobin sowie Carboxysulfhämoglobin. Wird Kohlenmonoxid eingeatmet und gelangt so ins Blut, wird es sofort an das Hämoglobin gebunden, was somit für die Oxygenierung nicht mehr zur Verfügung steht. Der Anteil des Carboxyhämoglobins am Gesamt-Hämoglobin stark erhöht, die resultierende Hypoxie führt im Extremfall klinisch zum Ersticken. Häufigste Ursache für Kohlenmonoxidvergiftungen sind defekte Heiz- oder Kocheinrichtungen sowie Autoabgase. 

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Abnahme mit 5 ml Vorlauf oder ohne Edelstahlkanüle
  • Optimal: Neutralmonovette ohne Gel und ohne Kügelchen. Eingetragene Verunreinigungen können zu falsch erhöhten Werten führen.

Material

3 ml Serum

Normbereich

< 0,5 µg/L

Methodik

ICP-MS 

Informationen

Indikation:  Intoxikation
Bei Patienten mit Metall-Prothesen wird derzeit eine Konzentration von 10 µg/L als unbedenklich angesehen.

Informationsstand

18.08.2017

Material

3 ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie

Informationen

Indikation: Intoxikation

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Mikropartikel-Immunoassay

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Komplementbindungsreaktion

Informationen

Indikation: V. a. Kokzidioidomykose (Valley fever, San Joaquin fever, desert rheumatism)
Die Erkrankung wird auch Wüstenfieber und kommt in USA, Zentral- und Südamerika vor.
Coccidioides immitis wird eingeatmet, vermehrt sich in der Lunge und führt dort zu einer Lungenentzündung. Der Krankheitsverlauf hat Ähnlichkeit mit einer Grippe. Bei hämatogener Streuung kann es aber auch zu einer systemischen Erkrankung mit Infektion verschiedener Organe (Haut, Knochen Gelenke, Hirnhäute) kommen. Der Pilz kommt in den Wüsten der USA und in Teilen Südamerikas vor. Neben Menschen können auch Tiere erkranken. Eine Übertragung der Infektion von Erkrankten ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt durch Antikörpernachweis im Blut. Auch Mikroskopie bzw. Kulturnachweis sind möglich. Die hohe Kontagiosität der Erreger ist dringend zu beachten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Mikropartikel-Immunoassay

Informationen

s. auch Drogenscreening (Opiate)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Proben sollten kühl versendet werden. Proben bei 7-8°C ca. 4 d stabil.

Material

2 ml EDTA-Blut (frisch)
2 ml Serum (frisch)

Normbereich

400 - 1200 µg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Coenzym Q10 (Ubiquinon) ist eine essentielle körpereigene Substanz und in allen Zellen des menschlichen Organismus vorhanden. Für die Energieversorgung des Körpers ist das Coenzym unerlässlich und soll auch beim Zellschutz relevant sein. Coenzym Q10 ist in den Mitochondrien aller Zellen des menschlichen Körpers vorhanden. Hohe Konzentrationen finden sich in Fisch und Fleisch, aber auch bestimmten Gemüsesorten wie Brokkoli. Mit fortschreitendem Alter kommt es jedoch zu einer Abnahme von Coenzym Q10 in verschiedenen Organen, insbesondere im Herzen. Ursächlich dafür können eine verminderte Biosynthese, eine unzureichende Q10-Aufnahme mit der Nahrung oder ein gesteigerter Verbrauch diskutiert werden. Die Ergebnisse aktueller Studien weisen darauf hin, dass eine Behandlung mit Coenzym Q10 Muskelschmerzen von Patienten unter Statintherapie signifikant bessern kann. Da Statine bei manchen Herzpatienten lebenswichtig sein können, kann eine Coenzym-Q10- Substitution eine Alternative zum Therapieabbruch mit den Statinen sein.

Informationsstand

18.08.2017

Präanalytik

Eine Östrgentherapie kann zu erhöhten Werten führen

Material

1 ml Serum

Normbereich

Männer: 15 bis 30 mg/dl
Frauen: 16 bis 45 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Erniedrigte Werte finden sich beim M. Wilson: Störung des Kupferstoffwechsels, Kupferablagerungen vorwiegend in der Leber (Hepatitis, Zirrhose, neurologisch-psychiatrische Symptomatik, Nephropathie, Herz und in der Hornhaut des Auges (Kayser-Fleischer-Kornealring), erniedrigtes Coeruloplasmin im Serum, Kupfer im Serum erniedrigt und im Urin erhöht. Morbus Wilson ist eine autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, deren Prävalenz in der europäischen Bevölkerung ca. 1:30.000 beträgt. Die Häufigkeit der heterozygoten Merkmalsträger wird auf etwa 1:90 geschätzt. Hetererozygote Genträger erkranken nicht und benötigen somit keine Behandlung. Die molekulargenetische Analytik erlaubt eine präsymptomatische Identifizierung von Morbus Wilson Patienten. Weiterhin erniedrigte Werte finden sich bei der Menke-Erkrankung, Proteinverlusten (Niere) sowie Proteinsynthese-Störungen (Leber).

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich:
Erwachsene: 2 - 10 mg/l
Frühgeborene: 5 - 20 mg/l
toxisch: > 80 mg/l

Informationen

Apnoe-Therapie bei Frühgeborenen

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indikation: V.a. autoimmunhämolytische Anämie oder hämolytische Transfusionsreaktio
Zunächst erfolgt ein polyspezifischer Suchtest. Ist dieser positiv kann einer weitere Differenzierung und Titerbestimmung erfolgen (nach IgG, IgA, IgM, C3, C3d, C43) 

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

Im Gegensatz zum Vasopressin (ADH) bei Raumremperatur stabil

Material

2 ml Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Immunofluoreszenzassay (TRACE-Technologie)

Informationen

Indikation: Alternativbestimmung zum ADH (Vasopressin) bei V.a. Diabetes insipidus oder Schwartz-Bartter-Syndrom (SIADH)
Copeptin ist ein 39 Aminosäuren langes Glykopeptid und entsteht aus dem C-terminalen Teil des Prohormons von Vasopressin (ADH). Seine physiologische Bedeutung ist noch weitgehend unbekannt, möglicherweise ist es beim Transport von reifem Vasopressin zur Neurohypophyse beteiligt.\r\nIm Gegensatz zu reifem Vasopressin ist Copeptin stabil; da es mit Vasopressin in gleichem Verhältnis gebildet wird, kann es an Stelle von Vasopressin eingesetzt werden.\r\n

Indikationen

Informationsstand

06.07.2016

Präanalytik

Sollten Sie als Patient den Verdacht auf eine Coronavirusinfektion haben, wenden Sie sich telefonisch an ihren Hausarzt, eine  zentrale Infohotline oder das Gesundheitsamt.  

Material

"Virustupfer" mit entsprechendem Transport-Medium oder trockene Tupfer ggf. zum Abstreichen mit NaCl-Lösung befeuchtet (kein Agar-Tupfer)

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche, Rachenspülwasser). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputum; Trachealsekret BAL) zur Untersuchung genutzt werden.

Normbereich

negativ

Methodik

RT-PCR (real-time PCR)

Indikationen

Informationsstand

04.05.2020

Präanalytik

Für die Akutdiagnostik einer SARS-CoV-2 Infektion ist der Antikörpernachweise NICHT geeignet, in diesem Fall sollte der PCR-basierte Virusnachweis aus einem Rachenabstrich mittel PCR angestrebt werden!

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

ELISA

Indikationen

Informationsstand

30.03.2020

Material

2 ml Serum

Normbereich

Die Cortisolkonzentration unterliegt dem Tag-Nacht-Rhythmus mit höchsten Werten frühmorgens und niedrigsten Werte am Abend.
morgens 6.2 bis 19.4 µg/dl
abends 2.3 bis 11.9 µg/dl

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Hohe Cortisolwerte finden sich beim Cushing-Syndrom. Die weitere Differenzierung erfolgt durch spezielle Funktionstests (Cortisol-Tagesprofil, Dexamethason-Kurztest). Verminderte basale Cortisolwerte deuten auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz hin. Die zusätzliche Bestimmung von ACTH ist notwendig. Cortisol ist ein Nebennierenrindenhormon, das zum grössten Teil (90%) an das Transcortin, aber auch an Albumin gebunden. Cortisol hat insbesondere eine antiinflammatorische und immunsupressive Wirkung.

Indikationen

Informationsstand

18.10.2017

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

Nebennierenrindenerkrankungen

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin
2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

GC-MS

Informationen

Durch die Bestimmung von Cotinin, einem Stoffwechselprodukt aus Nikotin, kann die Belastung durch Passiv-Rauchen ermittelt werden, da der Cotininwert proportional zur Rauchbelastung ist.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum (EIA)
EDTA-Blut, Bronchialsekret, Liquor, Sputum (PCR)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay
PCR

Informationen

Erreger des Q-Fiebers ist Coxiella burnetti. Coxiella burnetti ist hochkontagiös und wird wahrscheinlich hauptsächlich aerogen übertragen. Mit dem Urin oder der Plazenta (Geburten) von Schafen oder Ziegen wird der Erreger ausgeschieden und kann noch mehrere Kilometer entfernt die Umgebung infizieren (Staub mit Inhalation). Auch im Rahmen der Verarbeitung von Fleischprodukten kann es zu Infektionen kommen. Leitsymptome sind Fieber mit Kopfschmerzen und atypischer Pneumonie. Differentialdiagnose: Influenza, Legionellose, Mykoplasmen-Pneumonie, Viruspneumonien

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ELISA

Informationen

Indikation: Hand-, Mund-, Fußkrankheit, "Sommergrippe", "Bornholmer-Krankheit"
Die Infektion befällt vorwiegend Kinder unter 10 Jahren. Die Inkubationszeit beträgt bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit meist 3-5 Tage. Sie wird leicht übertragen und tritt dann meistens endemisch auf. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- und Schmierinfektion. Der Erreger der Krankheit wird über die Sekrete des Nasen- Rachen- Raumes oder Exkremente übertragen, wenn die Kinder Husten oder Niesen. Eine Infektion des Ungeborenen ist prinzipiell denkbar. Sonstige Erkrankungen durch Coxsackie-Viren: Herpangina, akute Pharyngitis, aseptische Meningitis, Enzephalitis, Myo-/Perikarditis, respiratorische Erkrankungen, Konjunktivitis, uncharakteristische, fieberhafte Erkrankung ("Sommergrippe")

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Stabilität im Serum geringer, Blutentnahme morgens nüchtern, kein Kaffee oder Tee, zwischen 7.00 Uhr und 09.00 Uhr (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz, deutliche Tagesrhythmik, verminderte Werte durch Insulinausschüttung)

Material

2 ml Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

Prämenopausal >20 Jahre: 0,025 bis 0,573 ng/ml
Postmenopausal 0,104 bis 1,008 ng/ml
30 - 50 Jahre männlich 0.016 bis 0,584 ng/ml
50 - 70 Jahre männlich bis 0,704 ng/ml
> 70 Jahre männlich bis 0,854 ng/ml

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Mit den Beta-Crosslaps werden lineare Abbaufragmente der C-terminalen Telopeptide (β-CTx) des Typ 1 Kollagens nachgewiesen. Eine erhöhte Serum-Konzentration korreliert mit einem erhöhten Knochenabbau. Beta-Crosslaps gelten als Marker für eine Osteoporose, insbesondere bei postmenopausalen Frauen und Dialysepatienten. Bei Dialysepatienten sind nur geringe Tagesschwankungen zu beobachten. Die CrossLaps-Werte fallen unter einer antiresorptiven Therapie bei Therapierespondern bereits nach wenigen Wochen bis zu 50 % des Ausgangswertes ab und sind damit signifikanter Hinweis auf eine Abnahme des Frakturrisikos.

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin (2. Morgenurin)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

Pyridinolin (PYD) und Desoxypyridinolin (DPD) bilden in Knochen und Knorpeln sogenannte Quervernetzungen, die die einzelnen Kollagenfasern miteinander verbinden. Im Gegensatz zum ubiquitären Hydroxyprolin zeigen sie ein recht spezifisches Gewebemuster; PYD findet sich in Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern, während DPD fast ausschließlich im Knochen vorkommt. Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Knochen- oder Knorpelabbau einhergehen, führen zu einer Zerstörung des Kollagens durch proteolytische Prozesse. PYD- und DPD-Quervernetzungen (Pyridinolin- und Desoyxpyridinolin-Crosslinks) werden freigesetzt, im Organismus nicht weiter metabolisiert und so renal unverändert ausgeschieden. Die Bestimmung von DPD im Urin ist ein äußerst sensitiver Marker für alle Erkrankungen, die mit Knochenabbauprozessen assoziert sind. Dazu gehören insbesondere:· Osteoporose (Menopause)· Hyperparathyreoidismus· Morbus Paget· Osteolytische oder osteoblastische Metastasen. Während der frühen Menopause zeigen Frauen leicht erhöhte DPD-Konzentrationen, die sich jedoch bald wieder normalisieren. Kinder und Jugendliche haben ebenfalls, -in Abhängigkeit ihrer Wachstumsgeschwindigkeit-, erhöhte Werte.Frauen, bei denen nach der Menopause eine Osteoporose auftritt, haben deutlich erhöhte DPD-Spiegel, die therapeutisch durch Östrogengabe reduzierbar sind. Patienten mit primärem Hyperparathyreodismus zeigen deutlich erhöhte DPD-Werte, die sich nach Parathyreodektomie wieder normalisieren. Beim M. Paget sind aufgrund der massiven Knochenstoffwechselstörung deutlich erhöhte DPD-Konzentrationen zu erwarten; entsprechendes gilt für alle osteolytischen und osteoblastischen Knochenmetastasen.

siehe auch DPD (Desoxypyridinolin)
siehe auch Pyridinolin

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Störung durch hohe Rheumafaktorkonzentrationen

Material

2 ml Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

bis 5 mg/l

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

CRP wird in der Leber gebildet und bindet an Phosphocholin, ein bei der Synthese von Phosphatidylcholin in Geweben entstehendes Zwischenprodukt. Phosphocholin findet sich ebenfalls bei vielen Bakterien sowie an der Membran absterbender Körperzellen. Über das so insbesondere bei bakteriellen Infektionen, aber auch allen Erkrankungen mit einem beschleunigten Zelluntergang vermehrt gebundene CRP werden Phagozyten und Komplementsystem rasch und unspezifisch aktiviert. Als Entzündungsparameter sollten erhöhte CRP-Konzentrationen auch ohne klinische Symptomatik immer abgeklärt werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Störung durch hohe Rheumafaktorkonzentrationen

Material

2 ml Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Risikobestimmung und Intervention bei kardiovaskulären Erkrankungen.
Werte unter 0,7 mg/l gelten als prognostisch günstig bezüglich kardiovaskulärer Erkrankungen; bei Werten über 1,9 mg/ steigt das Erkrankungsrisiko bis zu vierfach an.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum, 1 ml Liquor, Respiratorische Sekrete

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay
Mikroskopie
Pilzkultur

Informationen

Bei Cryptococcus neoformans handelt es sich um einen bekapselten Hefepilz, der bei immunsupprimierten Patienten (T-Zelldefekte) zu Infektionen, insbesondere des ZNS führt. Der direkte Antigennachweis, die Mikroskopie (Tuschepräparat aus dem Liquor) sowie kulturelle Verfahren stehen im Vordergrund. Ak-Nachweise spielen in der Akutdiagnostik keine Rolle. Cryptococcus neoformans findet sich überall im Erdboden und in organischem Material. Besonders groß ist die Konzentration in Vogel-, besonders Taubenmist. Die Infektion erfolgt über die Inhalation von erregerhaltigem Staub. Die Erreger werden über den Atmungstrakt aufgenommen und vermehren sich in der Lunge. Von diesem Primärherd gelangen sie dann über das Blut ins Gehirn und andere Organe. eine schwerwiegende Komplikation ist die Enzephalitis bzw. Meningoenzephalitis.

Informationsstand

01.01.2016

Informationen

s. Kryptosporidiose

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunoblot

Informationen

Indikation: V.a. paraneoplastisches Syndrom
Die Antikörper richten sich gegen kreuzreagierende Proteine aus der Familie der Collapsin Response Mediator-Proteine (CRMP). Alle Antikörper erkennen in der Regel das CRMP5-Protein, können aber mit den anderen Proteinen dieser Familie kreuzreagieren. CV2-Ak werden beim kleinzelligen Bronchialkarzinom, Thymom und anderen Tumoren, die mit sensomotorischen Neuropathien, Chorea, limbischer Enzephalitis und dem "stiff man syndrom" (schmerzhaft Steifigkeit der rumpfnahen Muskulatur mit zusätzlichen Spasmen) nachgewiesen und können im Verdachtsfall auch im Liquor bestimmt werden. Der Nachweis erfolgt mittels Immunoblot und/oder Immunfluoreszenz an Kleinhirncampusschnitten.

Informationsstand

30.08.2017

Präanalytik

s. Befundbericht

Material

1 ml Liquor

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

CXCL13 ist ein Zytokin und ist bei Neuorborreliose ein möglicher Frühmarker. CXCL13 ist jedoch nicht spezifische für eine Borreliose, sondern bei allen Entzündungen und Läsionen mit aktiver Entzündung erhöht.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,6 - 6,0 mg/l
toxisch: >10mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Bestimmung des therapeutischen Bereiches ca. 12 Stunden nach der letzten Einnahme, die maximalen Blutkonzentrationen werden nach 1-6 Std. erreicht

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay  (ECLIA)

Informationen

Immunsuppressivum

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

s. auch Tumormarker
Zielgebiet: Lunge, Mamma

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

0.62-1.11 mg/l

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Erhöhte Werte bei verminderter Nierenfunktion. Cystatin C wird fast ausschließlich durch glomeruläre Filtration aus dem Kreislauf eliminiert und tubulär rückresorbiert, es ist damit ein gutes Maß für die glomeruläre Filtrationsrate.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Bei der klassischen Cystinurie handelt es sich um eine Störung des renalen Transportsystems für Cystin und basische Aminosäuren. Aus diesem Grunde neben Cystin auch Lysin, Ornithin und Arginin im Urin erhöht. Bei der Cystinurie findet sich häufig auch eine Urolithiasis. Cystinsteine machen ca. 2 - 3 % der Nierensteine aus. Ein molekularbiologischer Test  steht in Speziallaboratorien zur Verfügung.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Einwilligungserklärung der Eltern oder des Patienten einholen

Material

10 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Die Cystische Fibrose (CF oder Mukoviszidose) gehört mit einer Inzidenz von 0,4 Promille und mit ca. 4 % gesunden Merkmalsträgern, immerhin allein in Deutschland ca. 3 Millionen Menschen, zu den häufigsten autosomal rezessiv erblichen Erkrankungen kaukasischer Bevölkerungen. In Deutschland sind allein zur Zeit ca. 8000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Ursache der Mukoviszidose ist eine Mutation im CFTR-Gen (Cystische-Fibrose-Transmembran-Regulator-Gen), welches sich auf dem Chromosom 7 befindet; weltweit mehr als 1000 unterschiedliche Mutationen bekannt. Die häufigste Mutation wird als "deltaF508" bezeichnet und betrifft in Deutschland ca. 70% aller Patienten. Zu beachten ist, dass bei der CF auch zwei verschiedene Mutationen des CFTR-Gens, also zwei verschiedene Allele desselben Gens, die Erkrankung "compound heterozygot" verursachen können.Klinisch findet man neben zunächst leichteren respiratorischer Störungen auch mit zunehmenden Lebensalter schwerste pulmonale Symptome mit Pneumonien und Sinusitiden, bedingt durch eine zähe Schleimbildung im Bronchialsystem mit häufigen Infekten. Gastrointestinale Beschwerden äußern sich in Verdauungsproblemen mit voluminöse, fettreichen Stühlen und Gedeihstörungen. Bis zu 10% der Neugeborenen mit CF entwickeln einen Mekonium-Ileus. Auf Grund der jetzt besseren Therapiemöglichkeiten beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines heutigen Neugeborenen bereits ca. 50 Jahre mit steigender Tendenz.Bei Neugeborenen ist ein Screening auf CF durch die Bestimmung von Trypsinogen im Blut möglich, welches jedoch nicht zu den Standarduntersuchungen gehört. Mit dem Pilocarpin-Iontophorese ("Schweißtest") ist eine laboratoriumsmedizische Diagnosesicherung bei vorliegender typischer klinischer Symptomatik möglich. Die humangenetische Untersuchung ist auf Grund der Vielzahl der Mutationen sehr aufwendig und sollte daher als Stufendiagnostik durchgeführt werden. Zunächst wird das Vorkommen der häufigsten Mutation "delta F508" geprüft. Im negativen Fall können dann alle weiteren bekannten Mutationen untersucht werden, zuletzt können höchst aufwendig mittels direkter Sequenzierung alle 27 Exons des gesamten CFTR-Gens analysiert werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Die Untersuchung erfolgt im ANA-IFT (Fluoreszenzmuster). Bei diesem Antigen handelt es sich um ein zellzyklusabhängiges Protein des Kinetochors mit einem Molekulargewicht von 367 kD. AK gegen Mitosin/CENP-F werden gelegentlich bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen oder neoplastischen Erkrankungen wie Lungen- oder Brustkrebs gefunden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

D

Präanalytik

Material sollte nicht eingefroren werden

Material

2 ml Citrat-Blut (1:10)

Methodik

Immunturbidimetrie

Informationen

Fibrinspaltprodukte können zwei gleichzeitig ablaufenden Reaktionen entstehen. Fibrinogen wird durch Thrombin und Faktor XIIIa in die stabilisierte Form Fibrin koaguliert. Plasmin spaltet Fibrin in lösliche Fragmente, die dann freigesetzt werden. Erhöhte D-Dimer Konzentrationen sind Zeichen einer vermehrten Fibrinbildung mit reaktiver Fibrinolyse. Hauptgrund für solche erhöhten D-Dimerwerte sind Thrombosen, Embolien oder Verbrauchskoagulopathien, aber auch bei Wundheilungsreaktionen. D-Dimer ist kein spezifischer Thrombosemarker, hat aber hohen negativen prädiktiven Wert zum Ausschluss einer Thrombose oder Embolie.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml EDTA-Blut (Molekulargenetischer Nachweis, Fremdlabor, Anmeldung!)

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Das familiäre Kolonkarzinom wird in zwei Gruppen eingeteilt: FAP (familiäre adenomatöse Polyposis) und HNPCC (hereditäres, nichtpolypöses Kolonkarzinom). Die FAP beruht auf einem genetischen Defekt. Die Ursache ist hier auf eine chromosomale Instabilität zurückzuführen. Die FAP-Familienmitglieder haben ein nahezu 100%iges Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Das Hereditäres nichtpolypöses Kolonkarzinom (HNPCC) macht ca. 5 % der kolorektalen Karzinome aus und ist die häufigste Form eines genetisch bedingten Kolonkarzinoms. Die Vererbung ist autosomal dominant. DNA-Reparatur-Gene sind instabil; daher können Basenfehlpaarungen in der DNA nicht mehr beseitigt werden mit der Folge der Anhäufung von Mutationen. Eine molekulargenetische Analyse ist außerordentlich aufwendig, gelingt nicht immer und bleibt Speziallaboratorien vorbehalten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

Stuhl nativ (erbsengroß)

 

Normbereich

negativ

Methodik

Real-time-PCR

Informationsstand

06.08.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

0,6 - 0,8

Methodik

Rechenwert aus GOT und GPT

Informationen

Der De-Ritis-Quotient, der Quotient GOT durch GPT lässt eine Aussage über die Schwere einer Leberzellschädigung zu. GPT (ALT) ist leberspezifisch und weist seine höchste Aktivität im Zytoplasma der Zellen vor. GOT(AST) ist nicht leberspezifisch und liegt überwiegen in den Mitochondrien, wenigen im Zytoplasma vor. Je mehr mitochondriale Enzyme, also GOT freigesetzt werden, desto schwer-wiegender ist die Leberschädigung. Ein De-Ritis-Quotient 1 für einen eher schwereren Leberschaden bei chronische Hepatitis oder Leberzirrhose. Ein erhöhter De-Ritis-Quotient kann auch bei akutem Herzinfarkt (GOT>GPT) auftreten.

Wenn die Leberwerte ansonsten im Referenzbereich liegen, ist ein erhöhter De-Ritis-Quotient nicht aussagekräftig.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

1 ml Liquor und 2 ml Serum

Normbereich

bis 0.7 (unauffällig)

Methodik

Rechenwert

Informationen

Für die Berechnung des Delpech-Index sind die Konzentrationen von Albumin im Liquor und Albumin im Serum sowie der jeweiligen Immunglobulinklasse in Liquor und Serum erforderlich. Ein erhöhter Delpech-Index weist auf eine eigenständige Produktion von Immunglobulinen im Liquor hin.
Delpech-Index = Liquor/Serum-Ouotient IgG : Liquor/Serum-Quotient Albumin

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Material lichtgeschützt und dunkel lagern/verschicken

Material

20 ml eines 24h-Urins (Sammelmenge angeben!!)

Methodik

Photometrisch

Informationen

Indikation: Porphyrie, Bleiintoxikation
Neben der Bestimmung der Porphyrinvorläufer (Porphobilinogen, Delta-Aminolävulinsäure) im 24 Stunden-Urin können die Gesamtporphyrine im 24h Urin mit Auftrennung der Urinporphyrine bestimmt werden. Die Untersuchung der Erythrozyten-Porphyrine erfolgt im EDTA-Blut.

Indikationen

Informationsstand

24.01.2017

Material

10 ml frisches Heparin-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Vermindert bei Porphyrie und Bleiintoxikation

Indikationen

Informationsstand

24.01.2017

Material

Haut, Haare und Nägel

Normbereich

negativ

Informationen

Sie verursachen die häufigsten Pilzerkrankungen der Haut. Alle Körperregionen und Hautstrukturen können befallen werden. Die Pilze bevorzugen Keratin, das in Haut, Haaren und Nägeln reichlich vorkommt. Im Gegensatz zu allen anderen Pilzinfektionen werden die Pilze nur in direktem Kontakt von Mensch zu Mensch oder Tier zu Mensch übertragen (Sanitärbereiche, Schwimmbäder, Haustierkontakte). Die Diagnose wird mikroskopisch durch den Nachweis von Arthrosporen und Hyphen im Direktpräparat (Kalilaugenpräparat) sowie kulturell (Dauer 4-6 Wochen) gestellt.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Serum, 2 mm EDTA-Blut

Normbereich

negativ
Beurteilung im Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay, PCR

Informationen

  • Masern-Virus-AK
  • Röteln-Virus AK
  • Varizella zoster-Virus AK-PCR
  • Herpes-Viren (ggf. Typ-Spezifierung) AK, PCR
  • Coxsackie-Viren AK
  • ECHO-Viren AK
  • Adeno-Viren AK
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) AK, PCR
  • Cytomegalie-Virus (CMV) AK, PCR
  • RS-Virus (RSV) AK
  • Parvovirus B19 (Ringelröteln) AK
  • Treponema pallidum (Lues) AK
  • Borrelia burgdorferi (Erythema migrans) AK, PCR
  • Humaner Herpes Virus 6 (HHV-6) AK

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Aliquot des Urins, Sammelmenge angeben

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Atomabsorption

Informationen

Harnblase leeren, Injektion von 10 mg/kg KG Deferoxamin (Desferal) i. m., Sammeln eines 24 h-Urins.
Desferoxamin bindet als Chelatbildner Eisen mit hoher Affinität und führt zu einer gesteigerten Eisenausscheidung im Urin, wenn eine Eisenüberladung des Körpers vorliegt.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Nachweisbarkeit im Harn: ca. 1-3 Tage
Nachweisbarkeit im Blut: ca. 6 Stunden
Positive Ergebnisse auch bei Süßstoff, Käse, Rotwein, Schokolade (Tyramin)

Material

10 ml Urin

Normbereich

negativ

Informationen

Zu den sog. Designerdrogen (Amphetamine, Fentanylderivate, PCP, Ketamin) gehören

  • MDMA: Ecstasy, HappyPills, Adam, Love Pill, Ecsta
  • MDA: Ecstasy, Love Drug, Love Pill, Speed for Lovers
  • GHB: Liquid Ecstasy
  • MDEA: Eve, MDE, Eva
  • DOM: STP, Serenity-Tranquility-Peace
  • DOB: 100x, Golden Eagle
  • Weckamine: A, Speed, Bennies, Crystal, Friscospeed (mit Heroin), Uppers Speed, Crystal, Meth, Pep Pills, Crank
  • Fentanyl-Derivate (Designer-Opiate): China White
  • PCP: Angel Dust, Peace Pill, Blue Dust
  • Ketamin: Kate, Vit K
  • a-Methanphetamin: Ice, ICE, Rocks, Shabu
  • Fenetyllin: Cappies (nicht nachweisbar)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme morgens vor der Tabletteneinnahme

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 200-800 µg
toxischer Bereich > 2000 µg /l

Methodik

Gaschromatographie (GC)

Informationen

wirksamer Metabolit des Diazepam

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin (2. Morgenurin)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

Pyridinolin (PYD) und Desoxypyridinolin (DPD) bilden in Knochen und Knorpeln sogenannte Quervernetzungen, die die einzelnen Kollagenfasern miteinander verbinden. Im Gegensatz zum ubiquitären Hydroxyprolin zeigen sie ein recht spezifisches Gewebemuster; PYD findet sich in Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern, während DPD fast ausschließlich im Knochen vorkommt. Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Knochen- oder Knorpelabbau einhergehen, führen zu einer Zerstörung des Kollagens durch proteolytische Prozesse. PYD- und DPD-Quervernetzungen (Pyridinolin- und Desoyxpyridinolin-Crosslinks) werden freigesetzt, im Organismus nicht weiter metabolisiert und so renal unverändert ausgeschieden. Die Bestimmung von DPD im Urin ist ein äußerst sensitiver Marker für alle Erkrankungen, die mit Knochenabbauprozessen assoziert sind. Dazu gehören insbesondere:· Osteoporose (Menopause)· Hyperparathyreoidismus· Morbus Paget· Osteolytische oder osteoblastische Metastasen. Während der frühen Menopause zeigen Frauen leicht erhöhte DPD-Konzentrationen, die sich jedoch bald wieder normalisieren. Kinder und Jugendliche haben ebenfalls, -in Abhängigkeit ihrer Wachstumsgeschwindigkeit-, erhöhte Werte. Frauen, bei denen nach der Menopause eine Osteoporose auftritt, haben deutlich erhöhte DPD-Spiegel, die therapeutisch durch Östrogengabe reduzierbar sind.Patienten mit primärem Hyperparathyreodismus zeigen deutlich erhöhte DPD-Werte, die sich nach Parathyreodektomie wieder normalisieren. Beim M. Paget sind aufgrund der massiven Knochenstoffwechselstörung deutlich erhöhte DPD-Konzentrationen zu erwarten; entsprechendes gilt für alle osteolytischen und osteoblastischen Knochenmetastasen.


siehe auch Crosslinks im Urin
siehe auch Pyridinolin 

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Präanalytik

  1. Blutentnahme nüchtern morgens zwischen 8.00 und 9.00 gleicher Tag 23.00: 2 mg Dexamethason oral. (z.B. Fortecortin®)
  2. Blutentnahme tags darauf, morgens nüchtern.

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

Es kommt normal zu einer Suppression von ACTH und der NNR-Hormonproduktion; Cortisol-Werte unter 4 µg/dl sprechen gegen ein Cushing-Syndrom.

Informationen

Hemmung der ACTH-Freisetzungdurch Dexamethason. Beim Cushing-Syndrom ist die Cortisol-Freisetzung nicht supprimierbar.

Indikationen

Informationsstand

18.10.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann 100-300 µg/dl
Frau 70-300 µg/dl
postmenopausal: 20-100 µg/dl

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein in der Nebenniere gebildetes Steroidhormon. DHEA wirkt als Sexualhormon, indem es in Testosteron, aber auch in Vorstufen von Östrogen umgewandelt werden kann. DHEA und DHEA-S haben im Stoffwechsel offensichtlich vielfältige Wirkungen. DHEA-S wird in der Nebennierenrinde durch Sulfaltierung von DHEA gebildet und beschleunigt den Aufbau von körpereigenem Eiweiß. Seine Wirkung beträgt ca. 10% von der des Testosterons. Die Produktion ist im Alter von Mitte Zwanzig am höchsten und fällt danach stetig ab. Wegen seiner Vorläuferrolle u. a. für die Sexualhormone vermutet man in DHEA ein Puffer-Hormon, welches die Verfügbarkeit der sexualhormone beeinflusst. Erhöhte Werte finden sich bei Hirsutismus und Virilismus, bei Nebennierenrindentumor oder bei kongenitalen adrenalen Hyperplasie, verminderte Werte bei NNR-Insuffizienz. DHEA scheint jedoch zusätzlich Wirkungen im Immunsystem zu haben. Daher wird therapeutische Gabe im Rahmen des Anti-Agings diskutiert.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

> 10 U/ml unauffällig
3-10 U/ml Graubereich

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: V.a. Histamintoleranz
Die Diaminoxidase (DAO) ist ein Enzym, das Histamin abbauen kann. Es wird in der Darmschleimhaut produziert. Diaminoxidase findet sich in Darm, Leber, Niere und Leukozyten. Zu geringe Diaminoxidase-Aktivitäten führen zu einer Diskrepanz zwischen Histaminaufnahme durch Nahrung und Getränke und dem endogenen Histaminabbau. Ein so entstehende Histaminüberschuss kann zu Krankheitssymptomen wie Kopfschmerzen, gastrointestinalen Beschwerden, Schwindel und Durchfall führen. Betroffen sein sollen von dieser Erkrankung, auch Histaminintoleranz genannt, immerhin 1 % der Bevölkerung. Da die Diaminoxidase auch durch Alkohol und einige Medikamente gehemmt wird, kann es so ebenfalls zu einem Histaminüberschuss mit der entsprechenden Symptomatik kommen. Bei extrem histaminreicher Ernährung, z. B. bestimmtem Käsesorten oder Rotwein, können auch völlig Gesunde erkranken. Selten kann auch die für den intrazellulären Histaminabbau verantwortliche Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) für eine Histaminintoleranz verantwortlich sein. Für HNMT ist kein kommerzieller Labortest verfügbar.

Informationsstand

24.01.2017

Präanalytik

Blutentnahme morgens vor der Tabletteneinnahme

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich 200 -2000 µg/l
toxischer Bereich> 3000 µg/l

Methodik

Gaschromatographie (GC)

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

normal > 70%
heterozygot 30 - 70 %
homozygot 0 - 30 %

Methodik

Photometrisch

Informationen

Indikation:  Abklärung einer verlängerten Apnoe im Rahmen einer Narkose bei Verabreichung von Succinylcholin oder Mivacurium zur Muskelrelaxation, Familienuntersuchung bei Patienten mit atypischen Cholinesterase-Verianten

Hemmung atypischer CHE- Varianten: Die Aktivität der Cholinesterase wird ohne und mit Zusatz von Dibucain gemessen und als prozentualer Anteil ausgegeben. Ein erhöhtes Narkoserisiko findet sich bei erniedrigter Dibucainzahl.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

s. auch Malaria

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,0 - 0,5 mg/l

Informationen

siehe auch Barbiturate

Informationsstand

24.01.2017

Präanalytik

frisches EDTA-Blut

Material

2 ml EDTA-Blut oder Objektträger

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Die Differenzierung der Leukozyten erfolgt entweder über Analysegeräte (automatische Differenzierung) oder durch mikroskopische Beurteilung des Blutausstrichs. Folgende Zellen werden automatisch differenziert: neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten sowie große, unklassifizierbare Zellen (LUC). In der mikroskopischen Differenzierung erfolgt zusätzlich eine Einteilung des Reifegrades der neutrophilen Granulozyten (Segmentkernige, Stabkernige etc.) Bei der automatischen Zelldifferenzierung werden aus jeder Probe etwa 10.000 Zellen analysiert, so daß eine hohe Genauigkeit erreicht wird. Unklare Befunde der automatischen Differenzierung werden mikroskopisch kontrolliert, sodass der endgültige Befund sich zeitlich verlängern kann. Die mikroskopische Beurteilung liefert zusätzlich folgende Informationen: Erkennung und Beurteilung granulozytärer Vorstufen, Charakterisierung pathologischer Zellen, Beschreibung intrazellulärer Einschlüsse, Angaben zur Erythrozytenmorphologie, Nachweis von Parasiten (Malaria). In jedem Blutaustrich werden gewöhnlich nur 100 Leukozyten ausgewertet, so dass eine nur mäßige statistische Reproduzierbarkeit erreicht wird.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme 8-24 Stunden nach der letzten Einnahme

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: Erwachsene 10-30 ng/ml
Säuglinge und Kinder:  19 - 61 ng/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme 8-24 Stunden nach der letzten Einnahme

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich:
Erwachsene 0,8 - 2,1 ng/ml
Kinder 1,1 - 2,5 ng/ml

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 30 - 250 ng/ml (Nachweisgrenze: 10 ng/ml)
Halbwertszeit: 3,3 - 4,5 Std.

Informationen

Indikation: Therapiekontrolle.
Bei Dihydrocodein handelt es sich um ein Antitussivum. Die Suchtgefahr ist sehr gering.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Keine lipämischen, hämolytischen oder ikterischen Proben
Wiederholtes Auftauen und Einfrieren vermeiden

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frauen prämenopausal: 24-368 pg/ml
Frauen postmenopausal: 10-181 pg/ml
Männer 250-990 pg/ml

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation:  V. a. genetischen Defekt (5-α-Reduktase-Mangel), Androgenisierung, Pseudohermaphroditismus
Bei Dihydrotestosteron (DHT) handelt es sich um ein Androgen und ein Abbauprodukt des Testosterons.  

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therap. Bereich\r\n5,0 - 20 mg/l

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: Beurteilung Impfschutz

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

frische Stuhlprobe

Normbereich

negativ

Methodik

SAF-Anreicherung, Mikroskopie

Informationen

Die Infektion durch den Genuss ungenügend gegarter Süsswasserfische. Klinisch verläuft der Diphyllobothrium-Befall häufig symptomlos oder es bestehen leichte gastrointestinale Beschwerden, Eosinophilie und bei 2% der Fälle Anämie (Entzug von Vitamin B12 durch den Bandwurm). Die Diagnose erfolgt durch den Proglottiden- und/oder Einachweis im Stuhl.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Urin ohne Zusätze

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben) oder 2. Morgenurin

Normbereich

siehe  Befundbericht
Proteinquantifizierung:

  • Gesamteiweiß bis 130.0 mg/l
  • Immunglobulin G bis 7.0 mg/l
  • Transferrin bis 3.0 mg/l
  • Albumin bis 20.0 mg/l
  • Beta-2-Mikroglobulin bis 0.25 mg/l
  • Alpha-1-Mikroglobulin bis 15.0 mg/l

Methodik

Elektrophorese

Informationen

Indikation: Differenzierung von Proteinurien, Einteilung nach Boesken

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,5 - 7,0 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Patient sollte nüchtern sein.
1. Vor DMPS-Gabe ca. 20 - 50 ml Spontanurin gewinnen, Probenbehälter mit "U 1" beschriften
2. Danach Blase vollständig entleeren
3. Orale Gabe von 300 mg DMPS (Kapsel) mit ca. 100 - 200 ml Wasser oder Tee
4. Nach 2 h weitere 20 - 50 ml Urin gewinnen, Probe mit "U 2" beschriften.

Material

10ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

CV-AAS
ICP-MS

Informationen

Aufgrund der Eigenschaft von bestimmten Schwermetallen sich im Gewebe und in den Organen anzulagern, kann neben einer Vollblut- oder Urinanalyse auch ein Mobilisationstest mit DMPS durchgeführt werden. 2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonsäure, Natriumsalz (DMPS, Dimaval ®) besitzt die chemische Eigenschaft extrazellulär liegende Schwermetalle zu binden und in wasserlösliche Komplexe umzuwandeln, welche dann renal ausgeschieden werden. Dieses Verfahren kann diagnostisch zur Ermittlung individueller Schwermetalldepots und als Ausleitungstherapie bei Schwermetallvergiftungen eingesetzt werden. DMPS geht dabei mit folgenden Metallen in absteigender Affinität eine Bindung ein Zn > Cu > As > Hg > Pb > Sn > Fe > Cd > Ni > Cr. Eingesetzt wird der DMPS-Mobilisationstest größtenteils zur Ermittlung der chronisch-toxischen Belastung von Quecksilber verursacht durch z. B. Amalgamfüllungen. Bei dieser spezifischen Fragestellung, sollte aufgrund der unterschiedlichen Affinität von DMPS zu anderen Metallen, auch die Elemente Kupfer, Zink und Selen mitbestimmt werden. Dies ermöglicht eine einheitliche Beurteilung und reduziert die Wahrscheinlichkeit falsch negativer Quecksilber Ergebnisse. Der DMPS-Test gehört zu der Gruppe der Funktionsteste und sollte aufgrund der möglichen Nebenwirkungen immer im Rahmen einer ärztlichen Beratung und Betreuung durchgeführt werden. 

Indikationen

Informationsstand

24.09.2018

Material

Vaginalschleim / Abstrich, Sekret

Normbereich

physiologisches Vorkommen

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Döderlein-Stäbchen sind nach der Pubertät physiologischerweise in der Vaginalschleimhaut vorkommende Lactobacillen, überwiegend Lactobacillus acidophilus. Sie wandeln Glykogen in Laktat um und verursachen ein saures Scheidenmilieu mit einem pH-Wert um 5, der die Vagina bedingt vor pathogenen Bakterien schützt.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Präanalytik

  • Blutentnahme im Labor, Anmeldung erforderlich
  • Thermotransport nach Rücksprache

Material

10 ml EDTA-Blut, warm!

Normbereich

negativ

Indikationen

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

  • Die Blutabnahme sollte am liegenden Patienten erfolgen, dem mindestens 30 Minuten vorher eine Verweil-Kanüle gelegt worden ist, da bei der Venenpunktion oder beim Übergang vom Liegen zum Stehen die Katecholaminwerte stark ansteigen können.
  • 12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt.
  • Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor
  • Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

5 ml EGTA-Plasma (tiefgefroren) (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Alternativ: 5 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)

Normbereich

< 85 ng/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor.

Material

10 ml vom 24h Urin (sammlen über 5-10 ml 10% Salzsäure; Sammelmenge angeben)

Methodik

HPLC

Informationen

Die Dopaminbestimmung ist vor allem bei Verdacht auf Neuroblastom indiziert.

Informationsstand

24.01.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 50 - 150 µg/l
toxisch: > 500 µg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Doxepin wird zur Behandlung von Depressionen eingesetzt und besitzt eine stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung. Doxepin wird häufig bei Suiziden verwendet.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Informationen

Antihistaminikum

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut (Einwilligungserklärung wird benötigt)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Indikation: V.a. 5-Fluorouracil-Unverträglichkeit


5-Fluorouracil (5-FU) ist eines der am häufigsten verwendeten Chemotherapeutika bei der Krebsbehandlung. 5-Fluorouracil wird im Körper des Patienten normalerweise schnell abgebaut, das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) ist dabei von entscheidender Bedeutung. Bei Patienten mit DPD-Mangel ist der Schritt des Abbaus von 5-FU gestört. Auf Grund einer solchen Verminderung der Aktivität der DPD haben ca. 3-5 % aller mit üblichen Fluorouracil-Dosen behandelten Patienten toxische Nebenwirkungen bis hin zu lebensbedrohlichen Intoxikationen. Etwa 25% der schweren unerwünschten Wirkungen von 5-FU werden auf das Vorliegen dieses genetischen bedingten Mangels zurückgeführt.
Gemäss der Empfehlungen der Arzneimittelhersteller (Rote Hand Brief vom 04.06.2020),der EMA, dem Bfam und der DGHO sollte vor dem Einsatz von Fluorouracil (FU)-haltigen Arzneimitteln eine Testung auf einen DPD-Mangel erfolgen. Entsprechend der  Empfehlungen bieten wir eine Genotypisierung mit Testung auf die vier häufigsten, genetischen DPYD-Varianten durch:

  • DPYD*2A (c.1905+1G>A; IVS14+1G>A; rs3918290) (Exon 14 Skipping Mutation)
  • DPYD*13 (c.1679T>G; rs55886062)
  • Polymorphismus c.2846A>T (rs67376798) und
  • HaplotypB3 (c.1236G>A; c.1129-5923C>G).

 Auf der Basis der genetischen Analyse kann ein Aktivitätsscore als Basis der Therapieempfehlungen berechnet werden.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Verfälschung der Urinprobennahme überwachen

Material

10 ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

s. auch Autoantikörper

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Frisches EDTA-Blut muss für die Bestimmung von ADH innerhalb von 30 Minuten zentrifugiert werden und das Plasma bis zur Analyse gefroren werden, bzw. gefroren ins Labor transportiert werden
  • Die Abnahmezeit muss notiert werden
  • Auf Grund der schwierigen Präanalytik kann an Stelle von ADH auch Copeptin aus Serum, bestimmt werden
  • Serum und Urin für die Osmolalität können bei Raumtemperatur transportiert werden und sind bei 4 ° lagerungsstabil.

Material

2 ml EDTA-Blut
10 ml Urin

Normbereich

Osmolalität Serum/Plasma (Erwachsene):  275 bis 300 mosnol/kg
Osmolalität 24-Stunden-Sammelurins: 50 und 1600 mosmol/kg
Beim standardisierten Durstversuch ist beim Gesunden eine Osmolalität von größer als 800 mosmol/kg zu erwarten.
ADH: < 7,8 ng/l (Erwachsene)

Methodik

s. jeweilige Methoden

Informationen

ADH (=Vasopressin) zeigt sich für die Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers verantwortlich. Es fördert die Rückresorption von Flüssigkeit aus den Nieren in das Blut. Die Freisetzung von ADH erfolgt über den Hypophysenhinterlappen direkt in die Blutbahn. Bei fehlender Wirkung von ADH kommt es zur mangelnden Wasserretention mit starker Wasserausscheidung (Polyurie bis zu 15- 20 Litern pro Tag), starkem Durstgefühl mit Aufnahme großer Mengen Flüssigkeit. Bei Verdacht auf Diabetes insipidus ist ein Durstversuch empfehlenswert, da die basale ADH-Sekretion häufig unter der Nachweisgrenze von 0,6 ng/l liegt und eine messbare Sekretion erst bei einer Serum-Osmolalität von mehr als 290 mosmol/kg erfolgt. Im Durstversuch (stationäre Durchführung) wird die Wirkung des ADH auf die Niere gemessen. Bei Durst steigt normalerweise die ADH-Konzentration im Blut an. Diese Konzentration kann man direkt bestimmen oder die indirekte Wirkung des ADH auf die Niere zu messen. Das geschieht, indem man die Urinosmolalität bestimmt. Die Betroffenen dürfen ab 6 Uhr morgens nichts mehr trinken und bis zum Ende des Testes nur noch feste Nahrungsmittel zu sich nehmen. Alkohol, Tee und Kaffee sollten 48 h vorher gemieden werden.
Osmolarität (Urin): bleibt niedrig beim Diabetes insipidus
Osmolarität (Serum): Blutosmolarität steigt kontinuierlich an
ADH: Bei Diabetes insipidus kein Anstieg von ADH
Nach ADH-Gabe bei nachgewiesenen Diabetes insipidus: Beim Diabetes insipidus centralis hat man einen komplette Ausfall des ADH oder es ist nur eine partielle ADH-Ausschüttung vorhanden, die Urinosmolarität wird gesteigert. Beim Diabetes insipidus renalis fehlt die Hormonwirkung an der Niere (Endorganresistenz), auch bei ausreichender ADH-Ausschüttung bleibt die Urinosmolarität niedrig

Indikationen

Informationsstand

06.07.2016

Material

5-10 g Stuhl

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Störungen der natürlichen Darmflora

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: medikamenteninduzierter LE sowie jugendliche rheumatoide Arthritis

siehe auch Autoantikörper

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

E

Methodik

Resistenzbestimmung, Agardiffusion

Informationen

Der Epsilometer-Test (E-Test, ansteigende Antibiotikakonzentrationen auf einem Streifen) ist ein Test zur Messung der Minimalen Hemmkonzentration (MHK) eines Antibiotikums und weist somit die Antibiotikaempfindlichkeit von Bakterien nach. Der Test basiert prinzipiell auf der Diffusion eines Antibiotikums mit einem vorgegebenen Konzentrationsgradienten auf Agar-Platten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

Mikrobiologische Untersuchungsmaterialien

Normbereich

entfällt

Informationen

Escherichia coli ist ein aerobes, gramnegatives Bakterium, das hauptsächlich im Darm von Menschen und Tieren vorkommt. Die Einteilung erfolgt nach Serovaren sowie Pathogenitätsmerkmalen (z.B. enteropathogene E.Coli (EPEC), enterohämorrhaghische E.Coli (EHEC) oder STEC -ShigaToxin-bildende E.Coli u.a.)

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ECLIA

Informationsstand

01.01.2016

Material

EDTA-Blut, Liquor, Abstrich (PCR)

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Informationsstand

17.04.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Indirekte Hämagglutination (IHA)

Informationen

Indikation: Suchtest bei V.a. Echinokokkose

Die Larven der mikroskopisch kleinen Hunde- (E. granulosus) und Fuchsbandwürmer (E. multilocularis) befallen beim Menschen v.a. Leber aber auch Lungen, Gehirn und Herz (Echinococcose). Bei positivem Test kann mittels weiteren Methoden (EIA; Westernblot) eine Differenzierung zwischen E. multilocularis und granulosus erfolgen.  Bei starkem klinischem Verdacht und negativem IHA können weitere Untersuchungen ebenfalls diagnostisch hilfreich sein. Ein negatives Ergebnis der Serologie schließt eine Erkrankung nicht aus.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

ELISA

Informationen

Echoviren können unter anderem zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen, Sommergrippe, Myalgien, Myokarditis, Meningitis, Exantheme, Hand-Fuß-Mund-Krankheit und zu einer hämorrhagischen Konjunktivitis führen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Statt Methadon kann auch dessen Hauptmetabolit 2-Ethylidin-1,5-dimethyl-3,3-diphenylpyrrolidin gemessen werden. Zur Umgehung des Methadonprogramms mischen manche Patienten geringe Mengen Methadon dem Urin bei und veräußern den Rest ihrer Methadon-Dosis, da Methadon auch als Ersatzdroge missbraucht wird. Mit dem Metabolit als Messgröße sind solche Verfälschungen nicht möglich.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

5 ml Serum (IgG und IgM Antikörpernachweis)
3 ml EDTA-Blut (Molekulargenetischer Erregernachweis)

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)
Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Ehrlichien sind obligat intraleukozytär lebende gramnegative Bakterien, die zur Familie der Rickettsien gehören. Ehrlichia-Arten sind bei Tieren weit verbreitet, insbesondere Rotwild, Hunde, Rinder und Nagetiere. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Zecken. Die Erreger gelangen lymphogen und hämatogen in Milz, Lymphknoten, Leber und Knochenmark. Bei klinisch apparentem Verlauf kommt es 5-11 Tage nach einem Zeckenstich zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerz, Myalgien und Arthralgien. Weitere Symptome sind Übelkeit, Diarrhö und Husten, seltener ein Exanthem oder zentralnervöse Störungen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Hämolyse vermeiden, der Eisenwert kann zudem im Tagesverlauf deutlich schwanken

Material

2 ml Serum oder im Plasma (Hämolyse vermeiden!)

Normbereich

Mann 59 - 158 µg/dl
Frau 37 - 145 µg/dl
Kind 36 - 184 µg/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

Verminderte Eisenwerte können auftreten bei Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen ohne Eisenmangel, Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, Urämie oder Leberschäden. Ein zu geringer Eisenwert bedeutet jedoch noch nicht, dass der Patient einen Eisenmangel hat. Erhöhte Eisenkonzentrationen finden sich bei Eisenverwertungsstörungen, Hämolyse, Eisenüberladung, akuter Hepatitis und bei Therapie mit Eisen. Zur Absicherung eines Eisenmangels sollten unbedingt Ferritin und Transferrin bestimmt werden. Neben einem Leistungsabfall durch den niedrigen Hb werden die Nägel und Haare brüchig (Frühsymptom), diffuser Haarausfall tritt auf. Trockene Haut und Juckreiz sowie immer wieder einreißende Schleimhaut in der Mundhöhle sind häufig. Oft treten auch schmerzhafte Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden) auf, die besonders im Winter als sehr unangenehm empfunden werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Methodik

Atomabsorption

Informationen

Eisenresorption

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA- oder Heparin-Vollblut

Normbereich

Mann: 440-500 µg/L
Frau: 420-460 µg/L

Methodik

ICP-MS

Informationen

Verminderte Eisenwerte können auftreten bei Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen ohne Eisenmangel, Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, Urämie oder Leberschäden Ein zu geringer Eisenwert bedeutet jedoch noch nicht, dass der Patient einen Eisenmangel hat. Erhöhte Eisenkonzentrationen finden sich bei Eisenverwertungsstörungen, Hämolyse, Eisenüberladung, akuter Hepatitis und bei Therapie mit Eisen Zur Absicherung eines Eisenmangels sollten unbedingt Ferritin und Transferrin bestimmt werden. Neben einem Leistungsabfall durch den niedrigen Hb werden die Nägel und Haare brüchig (Frühsymptom), diffuser Haarausfall tritt auf. Trockene Haut und Juckreiz sowie immer wieder einreißende Schleimhaut in der Mundhöhle sind häufig. Oft treten auch schmerzhafte Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden) auf, die besonders im Winter als sehr unangenehm empfunden werden.

Informationsstand

03.01.2018

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

Eisenmangelanämie bei intakter intestinaler Resorption: niedriger Ausgangswert mit deutlichem
Anstieg nach 2 und 4 Stunden (30 - 40 %)
Eisenresorptionsstörung: niedriger Ausgangswert, geringer Anstieg

Informationen

Durchführung:
1. Blutentnahme nüchtern 200 mg zweiwertiges Eisen oral
2. weitere Blutentnahme nach 2 und 4 Stunden 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Erw. 6,6 - 8,7 g/dl
Kind 4,6 - 8,0 g/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

Leber-, Nierenerkrankungen,Malabsorption

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Liquor

Methodik

Photometrisch

Informationen

 Störungen der Blut-Liquor-Schranke

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Punktat

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Transsudat ≤ 3 g/dl 
Exsudat > 3 g/dl 

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 ml vom 24 h-Urin
Spontanurin

Normbereich

bis 150 mg/l

Methodik

Turbidimetrie mit Benzethoniumchlorid

Informationen

Nierenerkrankungen: Bei erhöhten Werten ist mittels DISC-Elektrophorese und Einzelproteinbestimmungen eine Unterscheidung in prärenale, postrenale und renale (glomerulär/tubulär) möglich. Monoklonale Immunglobulinbruchstücken (Bence-Jones) mithilfe der Immunfixation im Urin nachgewiesen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Punktat

Normbereich

1,1 - 2,2 g/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

siehe auch Synovialanalyse

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Wir bitten im Falle einer Therapie mit Daratumumab oder Elotuzumab um einen entsprechenden Hinweis bei der Anforderung!

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Diagramm im Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

Bei Therapie mit einem monoklonalen IgG1-Kappa-Antikörper wie Daratumumab oder Elotuzumab können falsch positive Befunde (Peaks) in der Serumelektrophorese auftreten.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Morgenurin

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

s. DISC-Elektrophorese

Informationsstand

01.01.2016

Material

NaF-Sperma

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

siehe auch Fruktose im Sperma
siehe auch Zink im Sperma
siehe auch Citrat im Sperma
siehe auch Carnitin im Sperma

Informationsstand

01.01.2016

Informationen

s. Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid, Magnesium

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Präanalytik

EDTA-Blut nicht kühlen

Material

3 ml EDTA-Blut (Bitte beachten Sie, dass nur Proben, welche unser Labor spätestens Donnerstagnachmittag erreichen, bearbeitet werden können!)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Durchflusszytometrie

Informationen

Indikation: Abklärung der hereditären Sphärozytose

Patienten mit hereditärer Sphärozytose haben im Vergleich zu Normalpersonen eine verminderte Bindung des Fluoreszenzfarbstoffs Eosin-5-Maleimid an das Protein-3 bzw. das Bande-3-Protein der Erythrozytenmembran

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Siehe auch Einzelparameter

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Gemäß den neuen Leitlinien der ESPGHAN kann bei einer Symptomatik mit gastrointestinaler Manifestation und sehr hohen zöliakiesspezifischen Antikörpertitern die Diagnose einer Zöliakie ohne Durchführung einer Biopsie gestellt werden. Folgende Voraussetzungen sollen dabei erfüllt sein:
• tTG2-IgA-Titer mindestens das 10-fache des oberen Grenzwerts zum normalen (>200 RE/ml),
• Bestätigung der Seropositivität durch Bestimmung von EMA-IgA in einer 2. Blutprobe
• HLA-DQ2 und/oder -DQ8 positiv, ebenfalls aus der 2. Blutprobe,
• Klassische gastrointestinale Symptome mit chronischer Diarrhö, Steatorrhö sowie Gedeihstörungen

Die Endomysiumantikörper besitzen eine hohe Spezifität und Sensitivität, es besteht eine Assoziation zwischen der Titerhöhe und dem Grad der Zottenatrophie. Zudem ist die Interpretation der Immunfluoreszenz untersucherabhängig.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ELISA

Informationen

Enteroviren sind eine heterogene Gruppe verschiedener Viren, zu denen unter anderem Coxsackie- und ECHO-Viren gehören.
Enteroviren können unter anderem zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen, Sommergrippe, Myalgien, Myokarditis, Meningitis, Exantheme, Hand-Fuß-Mund-Krankheit und zu einer hämorrhagischen Konjunktivitis führen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

1-5 %

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Eosinophile Granulozyten können mithilfe des Differentialblutbildes (automatisiert oder mikroskopisch bestimmt werden. Eosinophile Granulozyten haben einen Anteil zwischen 1-5 % der Leukozyten. Sie können mit dem Farbstoff Eosin angefärbt werden und sind an der Abwehr von Parasiten beteiligt. Auch bei Allergien finden sich erhöhte Eosinophilenwerte.

Indikationen

Informationsstand

21.09.2016

Präanalytik

Vollblut vor der Zentrifugation mindestens 1 Stunde gerinnen lassen

Material

2 ml Serum

Normbereich

< 24 µg/L

Methodik

ECLIA

Informationen

Das Eosinophile Cationische Protein (ECP) wird von aktivierten eosinophilen Granulozyten im akuten Schub einer Neurodermitis, bzw. einer atopischen Dermatitis oder eines Asthmaanfalls in das Blut abgegeben. Erhöhte ECP-Konzentrationen korrelieren mit der Krankheitsaktivität, eine klinische Besserung ist mit einem Abfall der ECP-Spiegel verbunden. ECP ist daher ein Marker zur Objektivierung der klinischen Symptomatik bei allen allergischen Erkrankungen und eignet sich für ihre Therapie- bzw. Verlaufskontrolle. Erhöhte ECP-Werte können auch bei anderen Erkrankungen, die zu einer Aktivierung der Eosinophilen führen, festgestellt werden. Dazu gehören Autoimmunerkrankungen und parasitäre Erkrankungen.

Indikationen

Informationsstand

17.04.2019

Präanalytik

Liquor und Serum Paar zeitgleich abnehmen

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

ELISA

Informationen

Ein indirekter Erregernachweis kann durch Bestimmung des Antikörperspezifitäts-Index (ASI) erfolgen, der eine intrathekale Synthese erregerspezifischer Antikörper nachweist. Der Index beschreibt das Verhältnis der erregerspezifischen Antikörperkonzentration im Liquor (CSF) zum Serum dividiert durch die jeweilige Immunglobulinkonzentration (IgG, IgA, IgM) im Liquor zu der entsprechenden Immunglobulinkonzentration im Serum.
Für folgende Erreger kann der ASI bestimmt werden:

  • Borrelien
  • Röteln
  • CMV
  • Herpes
  • Varizellen
  • Masern
  • Mumps
  • FSME

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Informationen

Indikation: Anämie, bestimmte Tumorformen sowie die Differentialdiagnose zwischen Polyglobulie und Polycythaemia vera
Erythropoetin zählt zur Klasse der Glykoproteohormone. Es besteht zu 60% aus einem Protein- und zu 40% aus einem Kohlenhydratanteil. Der Proteinanteil bestimmt die Aktivität, der Kohlenhydratanteil die pharmakologische Wirksamkeit. Erythropoetin wird größtenteils in der Niere, aber auch zu ca. 10-20% in der Leber gebildet und steht in einem direkten Zusammenhang mit der Bildung der roten Blutkörperchen. Erhöhte Erythropoetinspiegel führen zu einer gesteigerten Produktion der Erythrozyten, erkennbar an einer Retikulozytose und einem Anstieg des Hämatokrits, während niedrige Spiegel mit einer Vermin-derung der Erythrozytenmasse assoziiert sind. Bei einer Gewebehypoxie kommt es regulatorisch zu einer Erhöhung der Erythropoetinkonzentration und damit zu einer sekundären Polyglobulie. Ursachen ei-ner solchen Hypoxie bestehen in einem vermindertem O2-Gehalt im arteriellen Blut, Blutverteilungsstörungen und erhöhtem O2-Verbrauch des Gewebes. Ein entsprechender Rezeptor, der für die Regulation der renalen Synthese verantwortlich ist, wird in der Niere vermutet. Ein Mangel an Erythropoetin führt zu einer Verringerung der Erythrozytenmasse und damit zu einer normozytären, normochromen Anämie. Eine terminale Niereninsuffizienz kann eine solche veringerte Erythropoetinbildung verursachen.Bei den symptomatischen Polyglobulien führt eine vermehrte Erythropoetinbildung zu einer konsekutiven Steigerung des roten Zellvolumens. Dagegen ist die Vermehrung der Erythrozyten bei der Polycythaemia vera als myeloproliferativem Syndrom autonom, das Erythropoetin ist eher vermindert.Einige Tumoren induzieren sekundär eine Erhöhung des Erythropoetins. Dazu gehören das Hypernephrom und bestimmte Formen des Bronchialkarzinoms. Indikationen für die Bestimmung des Erythropoetins sind demnach alle unklaren Formen einer Anämie, bestimmte Tumorformen sowie die Differentialdiagnose zwischen Polyglobulie und Polycythaemia vera.

Indikationen

Informationsstand

18.08.2017

Präanalytik

frisches Material einsetzen

Material

10 ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial, Teststreifen

Informationen

Befinden sich zu viele Erythrozyten im Urin, liegt eine Hämaturie vor. Eine Rotfärbung des Urins deutet bereits auf eine solche Hämaturie hin. Sie lässt sich auf schnellem Weg mit der Teststreifenmethode nachweisen. Bei der mikroskopischen Abklärung einer Hämaturie wird vor allem das Aussehen der vorhandenen Erythrozyten beurteilt, da dieses ein Hinweis auf die Art der zu Grunde liegenden Erkrankung ist. So finden sich dysmorphe Erythrozyten vorwiegend bei Erkrankungen der Nieren (glomeruläre Nierenerkrankungen). Dabei handelt es sich um deformierte Erythrozyten, die an Mickymausköpfe erinnern. Diese Erythrozyten mit sog. Ohren entstehen, wenn die roten Blutkörperchen durch die Basalmembran dringen. Finden sich in einem Urin mit Mikrohämaturie mehr als 70% dysmorphe Erythrozyten, so ist ein glomerulärer Ursprung der Blutung wahrscheinlich. Unauffällig aussehende (isomorphe oder eumorphe) rote Blutkörperchen im Urin sprechen dagegen eher für eine Erkrankung der ableitenden Harnwege, z.B Tumoren oder mechanische Verletzungen. In jedem Fall muss die Ursache einer vorliegenden Hämaturie genau abgeklärt werden.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml EDTA-Blut, Heparinblut möglich

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Indikation: V.a. erythrozytären Enzymdefekte
Defekte der Erythrozyten-Enzyme können die Glykolyse oder den Pentosephophatzyklus betreffen. Sie können zu hämolytischen Anämien führen. Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase- und Pyruvatkinasemangel sind die häufigsten erythrozytären Enzymdefekte. Alle anderen werden nur in Speziallaboratorien bestimmt, deren Adressen wir gerne zur Verfügung stellen.

Glykolyse:
Hexokinase
Glucosephosphatisomerase
Triosephosphatisomerase
Glycerinaldehydphosphatdehydrogenase
Pyruvatkinase

Pentose-Phosphat-Zyklus
Glucose-6-Phosphatdehydrogenase
6-Phosphogluconatdehydrogenase
Glutathionreduktase
Glutamotoxalacetattransaminase

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

unter Lichtabschluss transportieren

Material

4 ml EDTA-Blut

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Eine Erhöhung des freien Protoporphyrins im Blut findet sich bei den erythropoetischen Protoporphyrien.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

Mann 4,5 - 5,9 /pl
Frau 4,1 - 5,1 /pl
Kind 4,0 - 5,6 /pl

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

siehe auch Blutbild

Informationsstand

01.01.2016

Material

Mikrobiologische Untersuchungsmaterialien

Normbereich

negativ

Methodik

bakteriologische Kultur (Selektivmedien), Resistenzbestimmung

Informationen

In den letzten Jahren werden zunehmend häufiger Enterobacteriaceaen nachgewiesen, die Beta-Lactamasen mit einem erweiterten Wirkungsspektrum (ESBL) produzieren und somit eine gesteigerte Resistenz gegen Beta-Lactam-Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine) haben. Viele Substanzen, die als Mittel der Wahl bei Infektionen durch diese Bakterien eingesetzt wurden, verlieren damit ihre Wirkung. Wirksam sind meist nur noch Carbapeneme, Aminoglykoside und teilweise Gyrasehemmer sowie einige Reserveantibiotika (Fosfomycin, Tigecyclin u.a.). In unserem mikrobiologischen Befundbericht weisen wir auf solche Stämme hin. Bei allen Krankheiten, bei denen E. coli und Klebsiella spp. zu den häufigen Erregern gehören, muss mit ESBL gerechnet werden, insbesondere bei Harnwegs- und intraabdominellen Infektionen sowie komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum

Methodik

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)

Informationen

Tuberkulostatikum

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 40 - 100 mg/ml

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

siehe auch Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Spontanurin

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Ethylglucuronid (EtG) stellt einen neuen spezifischen Marker für den Alkoholkonsum dar. Im Urin ist eine Nachweisbarkeit von EtG nach exzessivem Alkoholgenuss bis ca. 3 Tagen gegeben. EtG schließt somit die diagnostische Lücke zwischen der direkten Alkoholbestimmung im Blut und den bisher verwendeten Langzeitmarker CDT, der GGT und dem mittleren korpuskulären Erythrozytenvolumen (MCV).

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Informationen

s. RDW

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Optimal: eingefroren und lichtgeschützt einschicken.

Material

1 ml EDTA-Vollblut

Normbereich

Orientierender Referenzbereich: 3.0 - 8.0 µg/L

Methodik

LC-MS

Informationen

Everolimus (Certican) ist ein Derivat eines anderen Immunsuppressivum, des Sirolimus und wird gegen Transplantatabstoßung eingesetzt.

Informationsstand

28.06.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationsstand

01.01.2016

F

Präanalytik

Abnahmezeitpunkt (vor bzw. 3-4 Std. nach Gabe) mit angeben
Namen des Name des eingesetzten Heparin-Präparates vermerken, Material schnell ins Labor transportieren.

Material

5 ml Citratblut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Indikation: Therapiemonitoring niedermolekulare Heparine/Heparinoide sowie Faktor-Xa-Inhibitoren.

Zum Monitoring der Therapie von niedermolekularen Heparinen und Heparinoiden eignet sich die PTT nicht. Aufgrund ihres Wirkprinzips kann die Therapie aller Heparine und Heparinoide mit der Anti-Faktor-Xa-Messmethode überwacht werden.Die Wirkung von ATIII wird durch Heparin massiv verstärkt. Plasma, in dem sich zusätzlich Heparin befindet, hat daher eine erhöhte Anti-Xa-Aktivität. Mittels Vorlage einer definierten Menge Faktor Xa wird die im Plasma vorhandene Anti-Xa-Aktivität wirksam und es kommt zu einer entsprechenden Hemmung des Substratumsatzes. Mittels Kalibration mit verschiedenen Heparinkonzentrationen gibt so die Anti-Xa-Aktivität einen quantitativen Heparinwert in der Probe.Das Messsignal ist aufgrund der unterschiedlich ausgeprägten Anti-Xa-Wirkung für verschiedene Heparine unterschiedlich. Der Test muss daher für jede Substanzklasse mit der entsprechenden Referenzsubstanz kalibriert werden. Da der Anti-Faktor-Xa-Aktivitätstest nur ein Oberbegriff für das Messprinzip ist, muss bei Anforderung das verabreichte Medikament angegeben werden, da sonst eine Beurteilung nicht möglich ist.

Zu den indirekten bzw. selektiven Faktor Xa-Inhibitoren gehören Fondaparinux (Arixtra®), Apixaban (Eliquis®) und Rivaroxaban (Xarelto®). Apixaban und Rivaroxaban können oral verabreicht werden und werden ebenfalls im ambulanten Bereich häufiger eingesetzt werden. Die Elimination von Fondaparinux erfolgt ausschließlich renal, die von Apixaban zu 25 % renal, zu 75 % biliär. Rivaroxaban wird von CYP ab- und unabhängigen Mechanismen metabolisiert aber auch zu ca. einem Drittel direkt renal eliminiert. Die Substanzen wird in fester Tagesdosis gegeben Ihre Wirkung beruht auf einer Antithrombin III-vermittelten selektiven Hemmung des Faktors Xa. Die Inhibierung des Faktors Xa bewirkt eine Unterbrechung der Blutgerinnungskaskade und damit einen antithrombotischen Effekt. Da Faktor-Xa-Hemmer nicht an den Plättchenfaktor 4 binden, können sie daher keine Heparin-induzierte Thrombozytopenie auslösen. Die quantitative Messung der Plasmakonzentration kann mittels einer Anti-Faktor Xa-Aktivität-Bestimmung mit entsprechendem Kalibrator erfolgen (Messung am nächsten Tag). Antidota für Faktor Xa-Inhibitoren sind in Entwicklung. 

Informationsstand

01.01.2016