IgG (allergenspezifisch)

Präanalytik

Allergenspezifische IgG-Antikörper treten im Rahmen von Typ-III-Allergien auf (Allergie vom Immunkomplextyp). Im Hinblick auf Nahrungsmittelallergien oder- intoleranzen sprechen sich die deutsprachigen allergologischen Gesellschaften und die Europäische Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI) einheitlich gegen die geläufige Praxis der Testung auf allergenspezifische IgG4- Antikörper aus.[1,2] Diese liefern keine Hinweise auf eine (drohende) Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz, sondern stellen im Gegenteil eine natürliche Immunantwort nach Kontakt mit Nahrungsmittelbestandteilen dar. [1]
Allergenspezifische IgG-Antikörper können in speziellen Situationen von diagnostischer Bedeutung sein, z.B. der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Gewebstransglutaminase und Gliadin bei vorliegendem IgA-Mangel. Bei allergischen Lungenerkrankungen wie z.B. der exogen-allergischer Alveolitis (EAA) ist der Nachweis spezifischer IgG-Antikörper Bestandteil der Diagnosekriterien [3].

 Quellen:

  1. Kleine-Tebbe J, Reese I, Ballmer-Weber BK, Beyer K, Erdmann S, Fuchs T, et al. Keine Empfehlung für IgG- und IgG4-Bestimmungen gegen Nahrungsmittel. Allergo Journal 2009 Jun;18(4):267–8.
  2. Stapel SO, Asero R, Ballmer-Weber BK, Knol EF, Strobel S,
    Vieths S et al. Testing for IgG4 against foods is not recommended as a diagnostic tool: EAACI Task Force Report.
    Allergy 2008;63:793–6
  3. Sennekamp J, Müller-Wening D, Amthor M, Baur X, Bergmann K-C, Costabel U, et al. Empfehlungen zur Diagnostik der exogen-allergischen Alveolitis. Pneumologie 2007;61(1):52–6

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationsstand

17.06.2021

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