Antibiotikaspiegel (TDM)

Präanalytik

Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung. Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen.

 

 

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Die aktuelle S3-Leitlinie „Strategien zur Sicherheit rationaler Antibiotika-Anwendung“ weist auf die Bedeutung einer individuellen Dosierung auch bei Betalaktam-Antibiotika hin. Im Zeitalter der individualisierten Medizin ist ein TDM gerade bei kritisch kranken Patienten auf Intensivstationen sinnvoll, um die Effektivität der eingesetzten Antibiotika, vor allem auch unter dem Druck durch das zunehmende Auftreten von multiresistenten Erregern, zu erhöhen und das Nebenwirkungsprofil zu minimieren. In dieser Patientenkohorte sind die pharmakokinetischen Parameter zum Teil variabel. SIRS (systemic inflammatory response syndrome) mit Sepsis, der Katecholamineinsatz, die intravenöse Flüssigkeitsgabe, Organfunktionsstörungen (Niere, Leber), extrakorporale Verfahren, um einige Beispiele zu nennen, können die Pharmakokinetik von Antibiotika erheblich beeinflussen. Zudem wird eine signifikante Variabilität der Pharmakinetik innerhalb eines Patienten über die Zeit beobachtet. 

Wir führen Spiegelbestimmungen folgender Betalaktam-Antibiotika durch: 

Ampicillin/Sulbactam, Piperacillin/Tazobactam, Meropenem, Ceftazidim und Cefepim. Zusätzlich können wir auch die Medikamentenspiegel von Linezolid bestimmen.

 

Informationsstand

06.05.2021

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