CD-20 (Rituximab)

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Durchflusscytometrie

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Diese Untersuchung dient der Bestimmung von CD20 positiven B-Lymphozyten. Mithilfe der Durchflusszytometrie können zellulärer Differenzierungsantigene (sogenannte "CD=Cluster of Differentiation") an der Zelloberfläche von Lymphozyten bestimmt werden. CD-20 findet sich an normalen B-Lymphozyten, aber auch an Lymphomzellen. Anti CD-20 (Rituximab) besteht aus biotechnisch hergestellten monoklonalen CD20-Antikörpern, die sich an das CD20-Antigen auf den B-Lymphozyten binden. Dies löst immunologische Mechanismen aus, die zur Zerstörung jener B-Lymphozyten führen, die CD-20-Antigene tragen. Da aber sowohl gesunde Zellen als auch Krebszellen CD20-Antigene auf ihrer Oberfläche tragen und die CD-20-Antikörper folglich auf beiden Zellarten andocken, wird durch die erfolgende Bindung die gesamte B-Lymphozyten-Population in Blut, Knochen und Lymphknoten einschließlich der Lymphomzellen um etwa 80 Prozent verringert. Ein Vorteil bei diesem Therapieprinzip besteht darin, dass die Oberfläche reifer B-Zellen etwa wesentlich dichter mit CD-20-Antigenen besetzt ist als diejenige der Vorstufen. Auf den Stammzellen des Knochenmarks, aus denen alle Lymphozyten entstehen, fehlen diese Antigene sogar ganz. Diese bleiben also vom Angriff der Antikörper verschont. Daher kann sich die B-Zellpopulation nach Abschluss der Therapie nach einigen Monaten wieder neu aufbauen. So entfallen viele der bei einer Chemotherapie üblicherweise auftretenden Nebenwirkungen oder sind weniger ausgeprägt.

Informationsstand

24.02.2017

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