Hypochrome Erythrozyten (HYPO)

Material

2 ml EDTA-Blut

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Als hypochrome Erythrozyten gelten solche, deren Hämoglobinkonzentration unter 28 g/dl liegt. Das Auftreten von hypochromen Erythrozyten im peripheren Blut gilt als sensitiver Parameter für das Vorliegen einer eisendefizitären Erythropoese. Der Prozentsatz dieser hypochromen Erythrozytensubpopulation, die mittels speziellen hämatologischen Geräten ermittelt werden kann, ermöglicht also, anders als bei den indirekten Parameter Ferritin, löslichem Transferrinrezeptor und Transferrinsättigung, eine direkte quantitative Abschätzung, ob eine adäquate Eisenversorgung des Patienten vorliegt. Gewöhnlich finden sich in der Zirkulation weniger als 2.5 % dieser hypochromen Erythrozyten, Werte über 10 % zeigen mit hoher Sensitivität eine eisendefizitäre Erythropoese an. Bei langanhaltender eisen-defizitärer Blutbildung unter Erythropoetin (EPO)-Therapie kann es zu einem Anstieg dieser Hypochromen auf mehr als 50 % kommen. Eine Erhöhung der hypochromer Erythrozyten findet sich auch bei Hämoglobinopathien.

Informationsstand

01.01.2016

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