Freie Leichtketten (FLC)

Material

2 ml Serum

Normbereich

FLC Kappa: 6,7-22,4 mg/l

FLC Lambda: 8,3-27 mg/l

Ratio FLC Kappa/lambda-Ratio: 0,31-1,56

Methodik

Immunnephelometrie

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Indikation: Diagnose von Monoklonalen Gammopathien (MGUS, Multiples Myelom, Einschätzung des Progressionsrisikos bei MGUS, Verlauf-und Therapiekontrolle des Multiplen Myeloms

Die quantitative Bestimmung der Freien Leichtketten im Serum wird zusätzlich zur Serum-Immunfixation durchgeführt. Pathologische Befunde können auf eine monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) hinweisen. Da über 95 % aller Multiplen Myelome mit einer zusätzlichen Produktion von Freien Leichtketten einhergehen, die für die Prognose sowie die Verlaufs- und Therapiekontrolle von Bedeutung ist, wird auch hier die quantitative Bestimmung der Freien Leichtketten im Serum durchgeführt. Dies ermöglicht zusammen mit dem Typ des M-Proteins und der Höhe des M-Gradienten eine Beurteilung des Progressionsrisiko einer monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS). Beim Nachweis von freien Leichtketten in der Serum-IFE wird zusätzlich die quantitative Bestimmung der Freien Leichtketten im Serum durchgeführt, da diese eine genauere Verlaufs- und Therapiekontrolle einer monoklonalen Gammopathie ermöglicht.


Die Werte der freien Leichtketten (FLC) können wie folgt interpretiert werden:
a) Konzentration der jeweiligen involvierten, monoklonalen FLC
b) dFLC (Differenz zwischen involvierter monoklonaler- und nichtinvolvierterFLC-Konzentration)
c) κ/λ-Quotient (κ/λ-Ratio) der beiden Leichtketten


Je größer die Abweichung des κ/λ-Quotienten vom Normalbereich, desto wahrscheinlicher ist das Vorliegen einer malignen Plasmazellerkrankung. Allerdings wurden pathologische FLC-Werte sowie κ/λ-Quotienten auch für niereninsuffiziente Patienten beschrieben. Für Verlaufskontrollen wird die Verwendung der dFLC bzw. der involvierten FLC empfohlen, da bei niedrigen Konzentrationen der nicht-involvierten FLC der κ/λ-Quotient durch analytische Effekte beeinflusst werden kann. Bei ausschließlicher Messung der involvierten FLC während der Verlaufskontrolle kann ein biklonaler Switch bzw. der Einfluss einer polyklonalen Erhöhung der FLC übersehen werden. Es empfiehlt sich deshalb die regelmäßige Kontrolle mittels Immunfixation.

Indikationen

Informationsstand

11.09.2020

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