Chikungunya-Virus-AK

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunofluoreszenztest (IIFT)
ELISA

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Das Chikungunya-Virus gehört zur Familie der Togaviren und gehört zu den Hämorrhagischen Fiebern. Als Überträger sind verschiedene Tigermücken-Arten (Aedes albopictus) bekannt. Das Erregerreservoir sind Primaten. Immer wieder werden Epidemien beschrieben ( Réunion mit über 100000 Erkankten). Die Erkrankung tritt in Afrika südlich der Sahara, auf verschiedenen Inseln im Indischen Ozean sowie in Indien, Südostasien und Indonesien auf. Die Inkubationszeit beträgt 3-5 Tage. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Asiatische Tigermücke hat sich in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Ländern etabliert, darunter Frankreich und Italien. Eine Übertragung jedoch ist in Europa unwahrscheinlich, weil es nicht warm und feucht genug ist. An Chikungunya Infizierte leiden an einem plötzlichen, schnellen Fieberanstieg. Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien treten auf, wobei die Gelenkbeschwerden oft im Vordergrund stehen und häufig beidseitig auftreten. Das Fieber galt ursprünglich als nicht tödlich. Insgesamt verläuft die Chikungunya meist ohne schwere Komplikationen. Bei einem geringen Teil der Patienten bleiben die Gelenkbeschwerden monatelang bestehen.

Der indirekte Nachweis erfolgt durch Bestimmung der IgG/IgM Antikörper im Serum (ggf. Liquor) mittels Immunfluoreszenztest oder Immunoassay. Der direkt Erregernachweis kann durch PCR bzw Kultur erfolgen. 

Informationsstand

12.05.2021

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