AMA (Antimitochondriale-Ak)

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Antikörper gegen Mitochondrien (AMA) treten insbesondere bei Patienten mit primär-biliärer Zirrhose auf. Bei Verwendung submitochondrialer Fraktionen zeigt sich, dass mehrere biochemisch definierbare Substanzen als Zielantigene der AMA in Frage kommen können. Aufgrund ihrer Lokalisation und den biochemischen Eigenschaften der Antigene können bis zu 9 verschiedene AMA-Typen unterschieden werden.
Von allen AMA-Subtypen haben die M2-Autoantikörper die größte diagnostische Bedeutung, da ihre Sensitivität nahezu 100% beträgt. Autoantikörper gegen Mitochondrien können jedoch auch mit anderen Erkrankungen assoziiert sein. Je nach Subtypisierung stehen hierbei chronische Hepatitisformen, aktive Formen einer Lues, der Lupus erythematodes sowie andere Mischkollagenosen im Vordergrund. Die PBC ist als eine Multisystemerkrankung anzusehen, in deren Vordergrund hepatitische Symptome wie Pruritus, Schwäche, Ikterus und Hyperpigmentation stehen, aber auch andere für Autoimmunerkrankungen typischen Symptome stehen. Üblicherweise sind überwiegend Frauen mittleren Lebensalters betroffen. Differentialdiagnostisch sind chronische Formen einer infektiösen Hepatitis-C sowie toxische Leberschäden abzugrenzen. Autoantikörper gegen Mitochondrien werden durch indirekte Fluoreszenz auf Gewebeschnitten nachgewiesen. Eine Subtypisierung dieser Autoantikörper erfolgt durch KBR, ELISA oder Westernblot.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

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