HPA-1 a/b (Human Platelet Antigen)-Polymorphismus
Präanalytik
Einwilligungserklärung des Patienten einholen
Anforderungsschein und Einwilligungserklärung Molekulargenetik
Material
2 ml EDTA-Blut
Methodik
Sanger-Sequenzierung
Akkreditierte Untersuchung
JaInformationen
Bei der Thrombozytenaggregation hat der Fibrinogenrezeptor, bestehend aus den Glykoproteinen GPIIb (HPA-3b) und GPIIIa (HPA-1), eine wichtige Funktion. Ein Nukleotidaustausch führt zu einer signifikanten Veränderung der Sekundärstruktur im Fibrinogenrezeptor (rs5918; T176>C). Die korrespondierenden Genotypen werden als HPA-1a und HPA-1b bezeichnet.
Es existieren Veröffentlichungen, laut denen zwischen dem Nachweis von HPA-1b und Koronarthrombosen ein Zusammenhang besteht. Träger des HPA-1b-Allels erkranken demnach bei bestehender KHK durchschnittlich 5 Jahre früher an einem Myokardinfarkt.
Bei inkompatiblem HPA-Genotyp von Mutter und Fötus besteht für Frauen während einer Schwangerschaft zusätzlich das Risiko einer fetalen/neonatalen Alloimmunthrombozytopenie (FNAIT).
Indikationen
- siehe auch Thromboembolie
Informationsstand
09.09.2026