ANA (Antinukleäre Antikörper)

Material

1 ml Serum

Methodik

Indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Indikation:  Screeningtest für Autoimmunerkrankungen 
Unter Antinukleären Antikörpern versteht man die Gesamtheit aller Autoantikörper gegen nukleäre Antigene im Zellkern. Der Nachweis erfolgt im indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT), wobei als Substrat Hep-2-Zellen und Primaten-Leberschnitte verwendet werden. ANAs sind mit einer Reihe von Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen assoziiert, sie kommen aber auch bei gesunden Normalpersonen vor. Das Fluoreszenzmuster der Antikörper im Zellkern weist auf bestimmte Krankheitsspezifitäten hin:

  • homogen: Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (beim systemischen Lupus erythematodes und bei Normalpersonen
  • gesprenkelt: Antikörper gegen n-RNP, Jo-1, Scl-70 (beim Sharp-Syndrom, Sklerodermie, Dermato-/Polymyositis)
  • nukleolär: Antikörper gegen RNA (Sklerodermie)

Die Angabe eines positiven ANA-Befundes mit bestimmten Fluoreszenzmustern gibt nur einen Hinweis auf eine Erkrankung, die Diagnosesicherung sollte mit spezifischen Markern erfolgen. Hohe Titer (> 1:320) machen die Diagnose einer Autoimmunerkrankung wahrscheinlicher.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

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