Cystische Fibrose (Mukoviszidose)

Präanalytik

Einwilligungserklärung der Eltern oder des Patienten einholen

Material

10 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Die Cystische Fibrose (CF oder Mukoviszidose) gehört mit einer Inzidenz von 0,4 Promille und mit ca. 4 % gesunden Merkmalsträgern, immerhin allein in Deutschland ca. 3 Millionen Menschen, zu den häufigsten autosomal rezessiv erblichen Erkrankungen kaukasischer Bevölkerungen. In Deutschland sind allein zur Zeit ca. 8000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Ursache der Mukoviszidose ist eine Mutation im CFTR-Gen (Cystische-Fibrose-Transmembran-Regulator-Gen), welches sich auf dem Chromosom 7 befindet; weltweit mehr als 1000 unterschiedliche Mutationen bekannt. Die häufigste Mutation wird als "deltaF508" bezeichnet und betrifft in Deutschland ca. 70% aller Patienten. Zu beachten ist, dass bei der CF auch zwei verschiedene Mutationen des CFTR-Gens, also zwei verschiedene Allele desselben Gens, die Erkrankung "compound heterozygot" verursachen können.Klinisch findet man neben zunächst leichteren respiratorischer Störungen auch mit zunehmenden Lebensalter schwerste pulmonale Symptome mit Pneumonien und Sinusitiden, bedingt durch eine zähe Schleimbildung im Bronchialsystem mit häufigen Infekten. Gastrointestinale Beschwerden äußern sich in Verdauungsproblemen mit voluminöse, fettreichen Stühlen und Gedeihstörungen. Bis zu 10% der Neugeborenen mit CF entwickeln einen Mekonium-Ileus. Auf Grund der jetzt besseren Therapiemöglichkeiten beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines heutigen Neugeborenen bereits ca. 50 Jahre mit steigender Tendenz.Bei Neugeborenen ist ein Screening auf CF durch die Bestimmung von Trypsinogen im Blut möglich, welches jedoch nicht zu den Standarduntersuchungen gehört. Mit dem Pilocarpin-Iontophorese ("Schweißtest") ist eine laboratoriumsmedizische Diagnosesicherung bei vorliegender typischer klinischer Symptomatik möglich. Die humangenetische Untersuchung ist auf Grund der Vielzahl der Mutationen sehr aufwendig und sollte daher als Stufendiagnostik durchgeführt werden. Zunächst wird das Vorkommen der häufigsten Mutation "delta F508" geprüft. Im negativen Fall können dann alle weiteren bekannten Mutationen untersucht werden, zuletzt können höchst aufwendig mittels direkter Sequenzierung alle 27 Exons des gesamten CFTR-Gens analysiert werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

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