Antikörpersuchtest (irreguläre Blutgruppen-AK, indirekter Coombstest)

Material

10 mL EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Indikation:  Antikörpersuchtest bei geplanter Transfusion, Mutterschaftsvorsorge, Blutgruppenbestimmung
Mit dem polyspezifischen Antikörpersuchtest werden  irreguläre erythrozytäre Antikörper nachgewiesen. Ein positiver Antikörpersuchtest sollte hinsichtlich der Spezifität des Antikörpers weiter differenziert werden.

Die Antigene A und B kommen nicht nur auf Erythrozyten, sondern auch auf Darmbakterien vor (heterophile Antigene). So führt die Darmflora im ersten Lebensjahr zur Bildung von Antikörpern (Isoagglutinine Anti-A und Anti-B), wenn die eigenen Erythrozyten diese Antigene nicht tragen. In der Regel jedoch unterbleibt die Produktion eines Antikörpers, der gegen ein körpereigenes Antigen gerichtet ist (keine Auto-Isoagglutinine). Im Rhesus-System sind normalerweise keine Isoagglutinine nachweisbar. Diese entstehen nur dann, wenn der Organismus mit dem körperfremden Antigen sensibilisiert wurde (z.B. durch Übertragung von D-Erythrozyten in einen d-Organismus durch fehlerhafte Blutübertragung oder während der Geburt über die Wundfläche Placenta/Uterus). Anti-A und Anti-B sind komplette" Antikörper (IgM), die gut vernetzen und schon ohne Supplement agglutinieren. Im Rh-System findet man vorwiegend inkomplette" oder blockierende Antikörper (IgG, placentagängig). Diese reagieren zwar auch mit den spezifischen Antigenen der Spender-Erythrozytenmembran, vernetzen aber nur schwach (nur zwei AG-Bindungsstellen/AK). Im Kochsalzmilieu wird die Agglutination durch IgG erst dann gut sichtbar, wenn man durch Supplement (Makromoleküle, z.B. Rinderalbumin) die Oberflächenspannung der Erythrozyten vermindert oder mit gegen Human-Globulin gerichteten polyklonalen Antikörpern (Coombs-Test) die Vernetzung verstärkt.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

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