Präanalytik

Heparin- oder EDTA-Vollblut 

Material

Heparin- EDTA-Vollblut: 2ml 

 

Normbereich

Normal: 1.14-1.68  mmol/l 

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Neben seiner zentralen Bedeutung im Knochenstoffwechsel ist Calcium essenziell für eine optimale Funktion u.a. von Muskulatur, Nervensystem, Blutgerinnung sowie des Hormonhaushalts. 
Die DGE empfiehlt eine Zufuhr von 1000-1200 mg/d.

Informationsstand

12.05.2021

A

Präanalytik

Hämolyse vermeiden, ACE-Hemmer vier Wochen vor Untersuchung absetzen

Material

2 mL Serum (KEIN EDTA oder Citrat!)
2 mL Liquor

Normbereich

Serum < 68 U/L

im Liquor < 5 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bei unbehandelten Sarkoidose-Patienten ist das Serum-ACE bedeutend erhöht. Eine spontane oder corticosteroidinduzierte Remission der Sarkoidose wird durch sinkende Serum-ACE-Konzentration angezeigt. Weitere Behandlungsindikationen für die ACE-Bestimmung sind die Sarkoidosemanifesationen des Herzens, des Zentralnervensystems und der endokrinen Organe. Die Berylliose wird durch Arbeitsplatzexposition von Berylliumoxid ausgelöst; die Symptomatik entspricht der einer Sarkoidose. Patienten mit Lungenkrankheiten wie Tuberkulose, Fibrose und Tumoren haben meist normale oder erniedrigte Serum-ACE. Beim Morbus Gaucher wird die ACE-Bestimmung nicht als Screening-Methode verwendet, aber ihre Bedeutung nimmt zu, wenn eine Sarkoidose ausgeschlossen werden kann. ACE wird auch als Marker für die Überwachung und Behandlung mit für die Lunge giftigen Medikamenten vorgeschlagen. Die diagnostische Spezifität der ACE-Bestimmung wird durch das Vorhandensein von anderen Krankheiten mit granulomatösen Gewebeveränderungen eingeschränkt. Insbesondere Hyperthyreose, Diabetes mellitus, Alkoholabusus und HIV-Infektionen führen zu erhöhten ACE-Werten.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Einwilligungserklärung des Patienten einholen

Material

2 ml EDTA-Blut 

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Risikoabschätzung bei diabetischer Nephropathie und bei kardiovaskulären Erkrankungen. Anhand der heute vorliegenden Studien verdichtet sich die Erkenntnis, dass Träger des D-Allels anfälliger für die modernen Zivilisationskrankheiten sind. Mit zunehmender Anzahl von D-Allelen steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für diabetische Spätschäden und für die Entwicklung renaler Komplikationen bei den verschiedensten Grunderkrankungen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Hämolyse vermeiden

Material

2 ml Serum/Plasma

Normbereich

negativ < 0,25 nmol/L
graubereich 0,25 - 0,40 nmol/L
pathologisch > 0,40 nmol/L

Methodik

Radioimmunoassay (RIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Die Myasthenia gravis ist häufig mit dem Nachweis von Autoantikörpern im Blut gegen den postsynaptischen ganglionären nikotinergen Acetylcholinrezeptor assoziiert. Bei bis zu 20% der Patienten mit einer generalisierten Myasthenia gravis sind diese jedoch negativ. Bei einem Teil dieser Myasthenie-Fälle ohne Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren werden Antikörper gegen muskel-spezifische Tyrosin-Kinase gefunden und erhöhen somit die diagnostische Sensitivität der Myasthenia gravis. Ca. 70 % der Thymom-Patienten weisen erhöhte Titin-Antikörpertiter auf. Autoantikörper gegen Skelettmuskulatur finden sich bei 20 bis 30 % der Patienten. Im Gegensatz zur Myasthenia gravis können bei anderen myasthenen Syndromen, wie z.B. dem Lambert-Eaton Syndrom, erhöhte Autoantikörper gegen ein Membranprotein der Nervenzelle, nämlich den spannungsabhängigen Calcium-Kanal (VGCC = voltage gated calcium channel), vorliegen. Bei der Autoimmunen Autonomen Gangliopathie (AAG) lassen sich Autoantikörper gegen die a3-Untereinheit des ganglionärer nikotinergen Acetylcholinrezeptors in ca. 50 % der Fälle nachweisen. 

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Probenentnahme vor erneuter Einnahme (Talspiegel)

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therapeutischer Bereich als Thrombozytenaggregationshemmer 20-100 mg

Als Antirheumatikum bis 250 mg/l

Toxischer Bereich: ab 400 mg/l

Methodik

Photometrisch

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Salicylsäure ist das Haupthydrolyseprodukt von Acetylsalicylsäure. Die Spiegelbestimmung kann zur Therapiekontrolle und Erfassung toxischer Spiegel dienen. Zu Kontrolle einer antiaggregatorischen Therapie siehe unter "Thrombozytenaggregation nach BORN"

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Plastikröhrchen verwenden. Die Blutentnahme sollte morgens um 08.00 Uhr erfolgen (Zirkadianrhythmus).
Unmittelbarer Transport ins Labor oder Blutentnahme im Labor.
Alternativ: Das Blut sofort zentrifugieren, Plasma gefroren verschicken (Kühlbox anfordern)

Material

2 mL EDTA-Plasma

Normbereich

< 63 pg/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

ACTH ist ein Hormon das im Hypophysenvorderlappen synthetisiert wird. Seine Synthese und Ausschüttung wird durch CRH (Corticotropin-releasing hormone) aus dem Hypothalamus gesteuert. ACTH fördert die Freisetzung der Hormone der Nebennierenrinde, insbesondere von Kortisol. Hohe ACTH-Serumwerte kommen beim Cushing Syndrom, bei primärer Nebennierenrindeninsuffizienz (M.Addison) und als paraneoplastisches Syndrom z.B. beim kleinzelligen Bronchialkarzinom vor. Niedrige ACTH-Serumwerte finden sich bei sekundärer und tertiärer Nebennierenrindeninsuffizienz.

Informationsstand

19.05.2021

Material

je 5 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Indikation:  V.a Adrenogenitales Syndrom (AGS), Virilisierung 
Der Funktionstest kann v.a. bei nur moderater Erhöhung von 17-OH-Progesteron oder bei heterozygoten Genträgern diagnostisch hilfreich sein. 

Messparameter nach klinischer Fragestellung: Cortisol, Testosteron, DHEAS, Androstendion, Hydroxyprogesteron (17-OH-Progesteron)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Citrat-Plasma gefroren 

Material

3 ml Citrat-Plasma gefroren 

Normbereich

ADAMTS-13 Aktivität: 50-110 %

ADAMTS-13 Inhibitor: < 16 U/ml

ADAMTS-13-Antigen: 0.35-1.2 IU/ml

Methodik

Clotting-Test

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

ADAMTS 13 (A disintegrin and metalloproteinase with a thrombospondin type 1 motif, member 13) ist ein Enzym, das für die spezifische Spaltung von ungewöhnlich großen vWF-Molekülen verantwortlich ist.
Die ADAMTS13-Diagnostik wird bei Verdacht auf eine thrombotisch-thrombopenischen Purpura (TTP) sowie der Differentialdiagnose des hämolytischen urämischen Syndroms (HUS) durchgeführt.

Eine starke Verminderung der ADAMTS13-Metalloprotease im Blut (< 5-10% Restaktivität) wird als spezifischer Hinweis auf eine klassische TTP (thrombotisch-thrombozytopenische Purpura) angesehen (angeboren oder erworben). Ein HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) geht typischerweise nicht mit einer ADAMTS13-Defizienz einher.

Informationsstand

06.05.2021

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Chemiluminiszenz-Immunoassay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Adenoviren sind u. a. Erreger von Gastroenteritiden. Sie gehören neben Rota- und Noroviren zu den häufigsten viralen Durchfallerregern bei Kindern.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum oder Liquor

Normbereich

Nachweis spezifischer IgG-, IgM- und IgA-AK, Beurteilung siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Erkältungskrankheiten, z.B. akute febrile Pharyngitis, Pneumonie, Bronchitis, Keratokonjunktivitis, Gastroenteritis und Hepatitis

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Nach Blutentnahme schnelle Weiterleitung zum Labor oder Blutentnahme direkt im Labor.

Alternativ muss das EDTA-Blut möglichst schnell zentrifugiert werden, das Plasma gefroren (ca. -20°C) und dann gefroren eingesandt werden.
Vor der Blutentnahme Kaffee, Tee und Nikotin vermeiden, Medikamente 48 Stunden vorher absetzen (nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt).

Bei Verdacht auf Diabetes insipidus: 12 Std. vor Blutentnahme keinen Alkohol, Kaffee, Tee und Nikotin.
48 Std. Medikamentenpause (nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt)

Stabilität Plasma: 4 Woche bei - 20 °C

Material

2 ml EDTA-Plasma, gefroren

Normbereich

Zu jeder ADH-Bestimmung sollte neben tiefgefrorenen EDTA-Plasma auch eine Serumprobe für die Osmolalität eingesandt werden.
In Abhängigkeit von der gemessenen Osmolalität sind etwa folgende Konzentrationen zu erwarten:

< 285 mosmol/kg: <2.3 pmol/l
286-290 mosmol/kg: 0.9-4.6 pmol/l 
291-295 mosmol/kg: 1.9-6.5 pmol/l 
296-300 mosmol/kg: 3.7-11.1 pmol/l 

Die basalen Vasopressin-Konzentrationen liegen häufig unter der Nachweisgrenze von 0.5 pmol/l. Eine messbare Vasopressin-Ausschüttung erfolgt im allgemeinen erst bei einer Serumosmolalität von mehr als 292 mosmol/kg.
Nach Ausschluss eines Diabetes mellitus empfiehlt es sich daher, zur Differenzierung einer Polyurie (neurogener Diabetes insipidus, renaler Diabetes insipidus, primäre Polydipsie) die Bestimmung des Vasopressins sowie der Serum- und Harnosmolalität nach einer 12-stündigen Durstperiode durchzuführen.

Methodik

Radioimmunoassay (RIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Diabetes insipidus

ADH (=Vasopressin) zeigt sich für die Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers verantwortlich. Es fördert die Rückresorption von Flüssigkeit aus den Nieren in das Blut. Die Freisetzung von ADH erfolgt über den Hypophysenhinterlappen direkt in die Blutbahn. Bei fehlender Wirkung von ADH kommt es zur mangelnden Wasserretention mit starker Wasserausscheidung (Polyurie bis zu 15- 20 Litern pro Tag), starkem Durstgefühl mit Aufnahme großer Mengen Flüssigkeit.

Auf Grund der schwierigen Präanalytik von ADH wird empfohlen Copeptin zu bestimmen. Für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität zu empfehlen.

 

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

siehe ADH im Plasma

Material

10 ml Urin (gefroren)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Radioimmunoassay

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Diabetes insipidus; für die Beurteilung des Befundes ist die gleichzeitige Bestimmung der Serumosmolalität zu empfehlen.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer: 0.90-9.45 µg/ml

Frauen: 1.46-14.0 µg/ml

In Anlehnung an die Publikation von Schöndorf et. al. (ClinLab. 2005) und unter Berücksichtigung der Methodenabhängigkeit lassen sich folgende Cutoff's als Richtwerte zur Risikoabschätzung ableiten:

Niedriges Risiko für Insulinresistenz und Arteriosklerose: > 4.1 µg/ml
Sehr hohes Risiko für Arteriosklerose und Insulinresistenz: < 1.1 µg/ml

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Adiponectin ist ein Protein aus 247 Aminosäuren. Es kann in-vivo in mindestens drei verschiedenen Oligomeren auftreten. Als Fettgewebshormon wird Adiponectin hauptsächlich von Adipozyten des weißen Fettgewebes, teilweise auch von Muskel- und Leberzellen, gebildet und erhöht die Insulinsensitivität durch Verbesserung der insulininduzierten Signaltransduktion. Antiatherosklerotische und entzündungshemmende Effekte sind ebenfalls beschrieben.Adiponektin, stimuliert über die Aktivierung der AMP-Kinase die Fettsäureoxidation in den Muskeln und in der Leber und verbessert so die Insulinsensitivität. Bei adipösen Patienten ist die Plasmakonzentration von Adiponectin erniedrigt. Es hat sich eine negative Korrelation mit dem BMI gezeigt. Eine kurzfristige Erhöhung des Insulinspiegels führt zu einer vermehrten Freisetzung von Adiponectin, chronisch erhöhte Insulinspiegel vermindern den Serumspiegel. Die meisten adipösen Menschen haben verminderte Adiponectin-Spiegel im Blut. Niedrige Adiponectin-Spiegel konnten mit dem Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit korreliert werden, außerdem scheinen sie eine wichtige Rolle bei der Entstehung des metabolischen Syndroms zu spielen. Hohe Spiegel wurden bei Patienten mit Leberzirrhose beobachtet. 

Hohe Plasma-Adiponectinspiegel sind mit einem niedrigen Risiko für Insulinresistenz und Arteriosklerose verbunden. Dagegen besitzen Personen mit einem niedrigen Adiponectinspiegel ein höheres Risiko.

 

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Serum/Plasma tiefgefroren 

Material

1 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)

1 ml Serum (tiefgefroren)

Normbereich

Referenzbereich: 50-110 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie (LC-MS)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

ADMA oder asymmetrisches Dimethylarginin entsteht durch Methylierung der Aminosäure Arginin. ADMA ist an der Produktion von Stickstoffmonoxid beteiligt; es wird renal eliminiert und metabolisiert. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Diabetes, Hypertonie, Rauchern steigen die ADMA-Werte deutlich an. Erhöhte ADMA-Spiegel führen zu einer Inaktivierung von Stickstoffmonoxid und verhindert so die Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur. ADMA gilt daher als Risikofaktor für Arteriosklerose. Durch Medikation von L-Arginin lassen sich die ADMA-Werte und damit das kardiovaskuläre Risiko vermindern.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. Die Blutabnahme sollte am liegenden Patienten erfolgen, dem mindestens 30 Minuten vorher eine Verweilkanüle gelegt worden ist, da bei der Venenpunktion oder beim Übergang vom Liegen zum Stehen die Katecholaminwerte stark ansteigen können. Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor.

Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

Optimal: 5 ml EGTA-Plasma (tiefgefroren) (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Alternativ: 5 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)

Normbereich

<84 ng/l 

Methodik

ECD-HPLC 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Adrenalin wird hauptsächlich im Nebennierenmark produziert und gehört zusammen mit Noradrenalin und Dopamin zu den Katecholaminen.


siehe auch auch Clonidin-Test

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor.

Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

50 ml vom 24 h-Urin(Sammeln über 5 ml 20% Salzsäure, Sammelmenge angeben)

Methodik

ECD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Hypertonie, Phäochromocytom

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

5 ml Serum
5 ml EDTA Blut (Molekulargenetik)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Adrenoleukodystrophie (ADL) ist eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung, bei der langkettiger Fettsäuren im Blut nicht abgebaut werden können. Die Bestimmung der überlangkettigen Fettsäuren dient zur Diagnose einer Adrenoleukodystrophie. Die Untersuchung wird aus Nüchternserum oder Nüchternplasma durchgeführt.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer molekulargenetischen Untersuchung. Bitte Voranmeldung, da diese Untersuchungen in einem Partnerlabor durchgeführt wird.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 7 ng/mL
weitere siehe Befundbericht

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

in der Schwangerschaft: pränatale Diagnostik von Neuralrohr- und Bauchwanddefekten, Triple-Diagnostik
als Tumormarker: Verlaufskontrolle von Karzinomen der Leber, der Hoden oder der Ovarien

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Mann 10-50 U/L
Frau 10-35 U/L
Kinder < 45 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

ALAT (Alanin-Aminotransferase), auch GPT genannt, kommt in höchster Konzentration in der Leberzelle vorkommt, aber auch in Skelett- und Herzmuskulatur. Schon geringe Zellschädigungen können zu erhöhten Blutwerten führen. Erhöhte Werte finden sich bei Erkrankungen der Leber- und Gallenwege, insbesondere Virushepatitis, Mononukleose und toxischen Leberschädigungen in Kombination mit erhöhten GT- und - geringer - erhöhten ASAT-(GOT)-Werten.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Liegende Patienten haben bis zu 10 % niedrigere Werte als sitzende oder stehende.

Material

2 ml Serum

Normbereich

3500 - 5200 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Indikation: Ödeme, Nieren- und Lebererkrankungen, Tumoren, Verbrennungen
physiologisch vermindert in der Schwangerschaft
Alloalbuminämien sind Varianten des Albumins im Serum. Neben den bisher mehr als 20 bekannten, genetisch determinierten Varianten können sie auch gelegentlich transitorisch auftreten, ohne dass die genauen Ursachen bekannt sind. Solche Varianten können in der Proteinelektrophorese durch eine Zweigipfligkeit der Albuminfraktion erkannt werden. Bei dieser Bisalbuminämie liegen normales und Alloalbumin meist in quantitativ gleichen Anteilen vor, die Gesamtalbuminkonzentration im Serum ist unauffällig. Eine klinische Bedeutung ist nicht bekannt. Alloalbuminämien fallen meist durch unplausible Ergebnisse bei der automatisierten Auswertung von Elektrophoresediagrammen auf.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Liquor

Normbereich

bis 35 mg/dl

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Indikation: die gleichzeitige Bestimmung von Albumin in Serum und Liquor (Delpeche) ist bei Schrankenfunktionsstörungen und entzündlichen ZNS - Prozessen indiziert
Für die Berechnung des Delpech-Index sind die Konzentrationen von Albumin im Liquor und Albumin im Serum sowie der jeweiligen Immunglobulinklasse in Liquor und Serum erforderlich. Ein erhöhter Delpech-Index weist auf eine eigenständige Produktion von Immunglobulinen im Liquor hin.
Delpech-Index = Liquor/Serum-Ouotient IgG : Liquor/Serum-Quotient Albumin

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 mL Urin

Normbereich

< 20 mg/L
20 - 150 mg/L Mikroalbuminurie
> 150 mg/L Makroalbuminurie

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Erkennung und Therapiekontrolle einer Proteinurie bei Diabetes oder nephrologischen Erkrankungen, Präeklampsie bei Schwangerschaft

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

10 ml vom 2. Morgenurin

Normbereich

Männer <22 mg/g, Mikroalbuminurie 22-300 mg/g
Frauen <31 mg/g, Mikroalbuminurie 31-300 mg/g
Makroalbuminurie > 300 mg/g

Methodik

Rechenwert

Informationen

Das früheste Anzeichen einer diabetischen Nephropathie ist der Nachweis einer erhöhten Ausscheidung von Albumin im Urin. Im Normalfall scheiden die Nieren 20 mg Albumin innerhalb von 24 Stunden aus (Normalbuminurie). Eine Ausscheidung zwischen 30 und 300 mg Albumin/die bezeichnet man als Mikroalbuminurie, eine Ausscheidung von von mehr als 300 mg Albumin/die als Makroalbuminurie. Mit herkömmlichen Urinteststreifen ist eine Mikroalbuminurie nicht nachweisbar. Zur Früherkennung können daher spezielle Teststreifen zum Nachweis geringer Albuminkonzentrationen im Urin eingesetzt werden. Durch die parallele Bestimmung von Albumin und Kreatinin im Urin und Berechnung des Albumin-Kreatinin-Quotienten kann auf das fehleranfällige und lästige Sammeln des Urins verzichtet werden. Weiterführende Untersuchungen, um eine Mikroalbuminurie zu erkennen, sollten jedoch schon veranlasst werden, wenn der Albumin-Kreatinin-Quotient 30 mg/g übersteigt.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 2. Morgenurin

Normbereich

Bei allen primären Glomerulopathien ohne schwere Nierenfunktionsstörung läßt sich ein
Albumin/a1-MG-Quotient > 10 nachweisen. Alle interstitiellen Nephropathien zeigen einen Albumin/a1-MG-Quotient

Methodik

Rechenwert

Informationen

Glomeruläre Nephropathien zeigen in über 75% der Fälle neben einer glomerulären auch eine tubuläre Proteinurie, hingegen weisen interstitielle Erkrankungen zu 90% auch eine glomeruläre Proteinurie auf.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Medikamentenpause: Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer 1 bis 2 Wochen, Spironolacton 6 Wochen vorher absetzen (nur in Absprache mit Ihrem Arzt)

Stabilität Serum/Plasma: 5 Tage bei 2-8°C

Material

2 ml Serum/Plasma 

Normbereich

liegend:   11.7 - 236.0 pg/ml
stehend:  22.1 - 392.0 pg/ml

Methodik

CLIA

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Aldosteron als zu den Mineralkortikoiden gehörendes Nebennierenrindenhormon beeinflusst den Elektrolyt- und Wasserhaushalt sowie über das Renin-Angiotensin System das extrazelluläre Flüssigkeits- und Plasmavolumen. Physiologisch fördert Aldosteron die Natriumreabsorption und Kaliumexkretion. In Kombination mit der Renin-Bestimmung dient die Aldosteronbestimmung zur Diagnosestellung eines Mineralokortikoidmangels oder Hyperaldostenorismus. Hohe Aldosteronwerte bei Tumoren der Nebennierenrinde (Adenome oder Karzinome) und bei NNR-Hyperplasie sprechen für einen primären Hyperaldostenorismus (M. Conn). Differentialdiagnostisch wird dieser vom sekundären Hyperaldostenorismus, der im Rahmen verschiedener Entgleisungen des Elektrolyt- und Wasserhaushalt auftreten kann. Verminderte Aldosteronwerte werden bei der primären NNR-Insuffizienz (M.Addison) oder durch verschiedene Enzymdefekte, die für Aldosteronsynthese zuständig sind, beobachtet.

Informationsstand

13.01.2017

Präanalytik

Medikamentenpause: Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer 1 bis 2 Wochen, Spironolacton 6 Wochen vorher absetzen(nur nach Absprache mit Ihrem Arzt)

Sammelurin (24h) angesäuert

Sammelmenge angeben

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

1.2-28.1 µg/24h

Methodik

CLIA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Hyperaldosteronismus und Nachweis eines Mineralocorticoidmangels

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Der optimale Abnahmezeitpunkt ist vormittags (mindestens zwei Stunden nach dem Aufstehen). Der Patient soll vorher 5-15 Minuten gesessen haben. Eine antihypertensive Therapie muss im Vorfeld ggf. umgestellt werden

Material

3 ml EDTA-Plasma

2 ml Serum

Normbereich

Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ): < 10

Methodik

Rechenwert

Informationen

Indikation: V.a. sekundäre Hypertonie, primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) 

Bei jedem Patienten mit Hypertonie soll eine sekundäre Genese ausgeschlossen werden. Die Häufigkeit des primären Hyperaldosteronismus (PHA) als Ursache einer Hypertonie wird in Hypertoniezentren mit >10 % angegeben. Die von Conn beschriebene Trias Hypokaliämie, metabolische Alkalose und Hypertonie ist als Screening-Kriterium ungeeignet. Der beste Screening-Test ist der Aldosteron-Renin-Quotient (ARQ). Der stärkste Stimulus für die Aldosteron-Sekretion aus der Nebenniere (NN) ist Angiotensin II. Die autonome Aldosteron-Sekretion wird als Conn-Syndrom bezeichnet. Eine Hypokaliämie kann durch kochsalzarme Diät oder Artefakte bei der Blutentnahme kaschiert werden. Patienten mit PHA hatten eine längere Hypertoniedauer, höhere Blutdruckwerte und brauchten mehr Antihypertensiva als Patienten mit essentieller Hypertonie (EH).Das ARQ-Screening sollte nur bei ausgeglichener Hypokaliämie erfolgen.
Bei einem Cut-off von 10  wird eine Sensitivität von 98 % und einen Spezifität von 82 % erreicht.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-Plasma

Normbereich

Mann 40-129 U/L

Frau 35-104 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die alkalische Phosphatase kommt in allen Körperzellen vor, insbesondere in Knochen- und Lebergewebe. Die AP zeigt zusammen mit der Gamma-GT eine Cholestase an. Im Kindesalter sind erhöhte Werte bedingt durch Knochenwachstum (s. Ostase) oder im letzten Drittel der Schwangerschaft bedingt durch Produktion in der Plazenta (s. PLAP) als physiologisch anzusehen. Pathologisch erhöhte Werte finden sich bei Gallenwegserkrankungen, Knochenerkrankungen, Knochenmetastasen.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Analyse kann nicht aus Plasma durchgeführt werden, wir benötigen für die Bestimmung ausschließlich Serum. 

Stabilität: 1 Woche bei 2-8°C

Material

2 ml Serum

Normbereich

Knochenphosphatase:  
Frauen < 60 U/l
Männer < 70 U/l
Kinder < 320 U/l
Leberphosphatase:  
Frauen < 60 U/l
Männer < 70 U/l
Gallengangsphosphatase < 10 U/l
Dünndarmphosphatase < 10 U/l

Methodik

Elektrophorese

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Differentialdiagnose bei erhöhter Alkalischer Phosphatase.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

2 ml Serum
20 ml Urin
10 ml Magensaft

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie

Informationen

Indikation: Insektizid, bei V.a. Exposition oder Intoxikation

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 2.0 - 5.0 mg/l
Tox. Ber. > 10.0 mg/l

Methodik

GC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum, Plasma

Normbereich

90-200 mg/dL

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Ein hereditärer alpha-1-Antitrypsinmangel führt zur Ausbildung einer frühkindlichen Leberzirrhose bzw.  zur Entwicklung eines Lungenemphysems. Dieser Nachweis ist durch eine molekulargenetische Untersuchung (5 mL EDTA-Blut) bei uns möglich.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

möglichst nicht aus flüssigen Stuhlproben (bei Durchfall).

Wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden.

 

Stabilität:

2 Tage bei 2 - 8°C

>2 Tage bei -20°C

Material

2 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

 100-500 (normal)

Methodik

EIA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Hauptindikation für die Bestimmung von Alpha-1-Antitrypsin ist die Verlaufskontrolle von Patienten mit M. Crohn oder Colitis ulcerosa. Alpha-1-Antitrypsin wird physiologisch überwiegend in der Leber synthetisiert, in den Darm sezerniert und dann mit den Faeces ausgeschieden. Durch Schädigung der Darmschleimhaut kommt es zu einem vermehrten Übertritt in das Darmlumen, somit spiegelt Alpha-1-Antitrypsin den Entzündungszustand der Darmwand, entsprechend dem Eiweißverlust über Wundflächen, im Darm wieder. Deutlich erhöhte Alpha1-Antitrypsin-Werte werden bei Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und anderen organischen Darmerkrankungen gemessen.

Informationsstand

06.05.2021

Material

5 ml EDTA-Blut zur Identifizierung von homo- und heterozygoten Anlageträgern der klinisch relevanten Mangelallele Pi*S und Pi*Z mittels molekulargenetischer Nachweisverfahren (PCR).

Normbereich

Das in unserer Bevölkerung häufigste Allel PiM zeigt eine normale Aktivität als Proteaseinhibitor. Es erfolgt eine Identifizierung von homo- und heterozygoten Anlageträgern der klinisch relevanten Mangelallele Pi*S und Pi*Z.

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Proteinaseinhibitor (Pi), dessen Mangel mit chronischen Lungenkrankheiten und Lebererkrankungen assoziiert ist. Bei Verdacht auf einen alpha-1-Antitrypsin-Mangel sollte die quantitative Bestimmung im Blut erfolgen. Stark verminderte Konzentrationen des Proteins weisen auf einen homozygoten Defekt hin. Bei Heterozygoten werden meist Konzentrationen im unteren Referenzbereich gemessen. Da es sich bei beim a-1-Antitrypsin um ein Akut-Phase-Protein handelt, können bei heterozygoten Individuen während akut ablaufender Infektionen oder unter Therapien mit Östrogenen oder Steroiden allerdings auch leicht erhöhte Konzentrationen gemessen werden. Die Bestimmung des a-1-Antitrypsin-Spiegels im Blut ist daher zur Identifizierung heterozygoter Anlageträger ungeeignet. Die Diagnose kann nur durch die molekulargenetische Typisierung der Allele gesichert werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 mL Urin

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

tubuläre Proteinurie

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

10 ml Urin

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Alpha-2-Makroglobulin wird wegen seiner Größe (Molekulargewicht 720 kD) unter physiologischen Bedingungen nur in Spuren filtriert wird. Daher sprechen erhöhte Konzentrationen im Urin auf eine postrenale Beimengung von Blut und kann daher zusammen mit den dysmorphen Erythrozytenzur Differentialdiagnose einer Hämaturie herangezogen werden.Bei massiven glomerulären Schäden, z.B. bei einer rapid progressiven Glomerulonephritis, kann es aufgrund der ausgeprägten Permeabilitätsstörung ebenfalls zu einem vermehrten auftreten von alpha-2-Makroglobulin kommen.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutabnahme in Arbeitsmedizin nüchtern und nach Expositionsende. Bei Dialysepatienten aluminiumhaltige Medikamente (Antazida) mindestens einen Tag vorher absetzen. Die Blutentnahme im Spezialröhrchen ist zu empfehlen, Entnahmesysteme aus Glas oder Kunststoff mit Zusätzen (Kaolinkügelchen, Trenngel) sollten nicht verwendet werden!

Material

2 ml Serum
5 mL Li-Heparinblut (keine Glasröhrchen, kein Trenngel oder Kügelchen)

Normbereich

Serum: <10 µg/l
EDTA-; Heparinblut : <20.5 µg/l


Dialysepatienten: 
< 60 akzeptabel 
>100 bedenklich 
>200 toxisch

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Überwachung von Dialyse-Patienten mit Aluminium-Medikation (Phosphat-Binder). Aluminiumintoxikation von beruflich exponierter Personen.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Spontanurin 

Material

10 ml Urin (keine Glasröhrchen verwenden)

Normbereich

< 20 µg/l 

Methodik

ICP-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Überwachung von Dialyse-Patienten mit Aluminium-Medikation (Phosphat-Binder).
Aluminiumintoxikation von beruflich exponierter Personen.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Antikörper gegen Mitochondrien (AMA) treten insbesondere bei Patienten mit primär-biliärer Zirrhose auf. Bei Verwendung submitochondrialer Fraktionen zeigt sich, dass mehrere biochemisch definierbare Substanzen als Zielantigene der AMA in Frage kommen können. Aufgrund ihrer Lokalisation und den biochemischen Eigenschaften der Antigene können bis zu 9 verschiedene AMA-Typen unterschieden werden.
Von allen AMA-Subtypen haben die M2-Autoantikörper die größte diagnostische Bedeutung, da ihre Sensitivität nahezu 100% beträgt. Autoantikörper gegen Mitochondrien können jedoch auch mit anderen Erkrankungen assoziiert sein. Je nach Subtypisierung stehen hierbei chronische Hepatitisformen, aktive Formen einer Lues, der Lupus erythematodes sowie andere Mischkollagenosen im Vordergrund. Die PBC ist als eine Multisystemerkrankung anzusehen, in deren Vordergrund hepatitische Symptome wie Pruritus, Schwäche, Ikterus und Hyperpigmentation stehen, aber auch andere für Autoimmunerkrankungen typischen Symptome stehen. Üblicherweise sind überwiegend Frauen mittleren Lebensalters betroffen. Differentialdiagnostisch sind chronische Formen einer infektiösen Hepatitis-C sowie toxische Leberschäden abzugrenzen. Autoantikörper gegen Mitochondrien werden durch indirekte Fluoreszenz auf Gewebeschnitten nachgewiesen. Eine Subtypisierung dieser Autoantikörper erfolgt durch KBR, ELISA oder Westernblot.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

s. Quecksilber

Material

2 ml EDTA/Heparinblut
10 mL Urin

Normbereich

<2.0 µg/l 

 

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Quecksilberhaltige Legierung für Zahnfüllungen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Probenmaterial gefrieren oder durch 2-3 Tropfen Eisessig stabilisieren

Material

10 ml Urin

Normbereich

< 15 mg/g Krea.

Methodik

Photometrie

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Ameisensäure entsteht als Abbauprodukt von Formaldehyd jedoch auch als Metabolit verschiedener exogen gebildeter oder mit der Nahrung aufgenommener Nahrungen wie Methanol, Aceton u.a.
Eine Bestimmung von Formaldehyd im Blut zwecks Biomonitoring einer Formaldehydaufnahme bzw. Formaldehyd-Intoxikation ist nicht sinnvoll und wird von unserem Labor nicht angeboten.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Stabilität:

Raumtemperatur: 8h

2- 8°C: 48h

-20°C: 4 Wochen

Material

2 ml Serum

Normbereich

Talspiegel 5.0 - 10.0 µg/ml
Tox. Ber. Tal > 10.0 µg/ml
Gipfelspiegel 20.0 - 25.0 µg/ml
Tox. Ber. Gipfel > 35.0 µg/ml

Methodik

KIMC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Bestimmung der Antibiotika-Konzentrationen. 

 

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

EDTA-Plasma (gefroren) 

Material

3 ml EDTA-Plama (gefroren)

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Aminosäuren gehören zu den Grundbausteinen des menschlichen Körpers und werden eingeteilt in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren. Viele Aminosäuren kann der menschliche Körper zum Teil aus Zucker und anderen Stoffen in der Nahrung selber herstellen. Man spricht daher von nicht essentiellen Aminosäuren. Einige müssen aber auch, ähnlich wie Vitamine, mit der Nahrung direkt aufgenommen werden und heißen daher essentielle Aminosäuren.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme bei Therapiekontrolle zu festgelegten Zeiten nach Medikamenteneinnahme (maximale Wirkstoffspiegel entstehen ca. 5 - 7 h nach letzter Einnahme)

Die Verwendung von Blutabnahmeröhrchen mit Gel-Separatoren sollte vermieden werden, da dies zu fälschlich erniedrigten Ergebnissen führen kann. 

Material

2 ml Serum (ohne Trenngel)


2 ml EDTA-Plasma

Normbereich

therap. Bereich:


Amiodaron 0,5 - 1,3 mg/l 
Desethylamiodaron 0,6 - 1,2 mg/l
(unter Dauermedikamention von 200 mg/dl)

Methodik

UV-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Therapiekontrolle 

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme im "steady state" vor der nächsten Gabe.

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. Summe aus Amitriptylin + Nortriptylin 80 - 200 µg/l
Tox. Ber. Summe aus Amitriptylin + Nortriptylin > 300 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie (LC-MS)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Antidepressiva

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme im Labor oder Zentrifugation innerhalb 15 Minuten und tiefgefroren ins Labor senden
Hämolyse täuscht zu hohe Werte vor

Material

3 mL EDTA-Plasma

Normbereich

Männer bis 94 µg/dL 
Frauen bis 82 µg/dL
Kind bis 82 µg/dL

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Dekompensierte Leberzirrhose, akutes Leberversagen, Porto-Cavaler Shunt
Ammoniak ist ein Endprodukte des Proteinstoffwechsels und entsteht im Zellstoffwechsel beim Abbau von Aminosäuren und anderen stickstoffhaltigen Metaboliten. Es wird in der Leber verstoffwechselt und erscheint daher erhöht bei schweren Leberschäden mit reduzierter Entgiftungskapazität. Hohe Ammoniakspiegel im Blut können eine Encephalopathie bedingen, die Höhe des Ammoniak-Spiegels korreliert jedoch nur bedingt mit dem Schweregrad der Encephalopathie.

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich 1.0 - 5.0 mg/l
toxisch > 10.0 mg/l

 

 

Methodik

GC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

06.05.2021

Material

5 - 10 g Stuhl (bohnengroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA), Mikroskopie, ggf. PCR

Indikationen

Informationsstand

28.02.2019

Präanalytik

Frische oder tiefgefrorene Seren verwenden. Wiederholtes Auftauen vermeiden.

Material

Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzyme-Linked Immuno- Assay (ELISA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Indikationen

Informationsstand

01.10.2021

Material

1 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Ein Nachweis von AMPA-1-Rezeptoren-Ak findet sich bei limbischer Enzephalitis oder anderen Enzephalopathien. Gelegentlich können sie paraneoplastisch sein.

Informationsstand

06.05.2021

Material

20 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Kinetic interaction of microparticles in a solution 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Amphetamine sind auch in vielen nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten. Erfasst werden auch sog. Designer-Drogen wie z.B. MDMA ("Ecstasy") und andere Amphetamine.
Die Nachweisbarkeit beträgt je nach Konsum 4 h - 2 Tage nach Einnahme

 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT), Immunoblot

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: V.a. ein paraneoplastisches neurologisches Syndrom, Stiff-Man-Syndrom, limbische Encephalitis. Der Nachweis erfolgt mittels Immunoblot und/oder Immunfluoreszenz an Kleinhirn- und Hippocampusschnitten.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung. Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

fT >= 4-8*MHK = 100%

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine effektive, antibiotische Wirksamkeit der beta-Lactam-Antibiotika bei einer freien Plasmakonzentration (fT) von 4-8fach der MHK des Klinischen Breakpoints (EUCAST V.9.0) eines Erregers über die gesamte Zeit anzunehmen. (Quelle: Guilhaumou et al. Critical Care (2019))

 

Enterobacterales

Ampicillin/         MHK = 8 
Sulbactam

 

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-Plasma

Normbereich

< 110 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Alpha-Amylase gehört zu den Verdauungsenzymen, die Stärke und Glykogen abbauen. Man unterscheidet Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase. Die Bestimmung der Amylase erfolgt bei unklaren Oberbauchbeschwerden. Bei einer akuten Pankreatitis steigt die Amylase frühestens zwei Stunden nach Einsetzen der Schmerzen über 150 U/L an. 1-2 Tagen nach Abklingen der klinischen Symptome sinkt die Aktivität im Plasma wieder unter den Referenzbereich von 110 U/L bei Erwachsenen.
Man unterscheidet Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase. Eine Unterscheidung zwischen der Speichel-Amylase und Pankreas-Amylase kann durch spezielle Hemmung der Speichelamylase erfolgen. Ein kleiner Teil der Patienten weist eine sogenannte Makroamylase, die aufgrund ihrer Größe nicht renal ausgeschieden wird, auf und die deshalb zu einer Erhöhung der Amylase im Plasma auch ohne Pankreatitis führen kann. Der Nachweis einer Makroamylase hat keine klinische Bedeutung. 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

10 mL Urin

Normbereich

< 410 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Pankreatitis, (Parotitis)

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

<10 mg/l

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Serum Amyloid A (SAA) gehört wie CRP zu den "Akute-Phasen-Proteinen". SAA wird nicht durch Veränderungen der glomerulären Filtrationsrate beeinflusst und kann daher in der Diagnostik von Transplantatabstoßungen eingesetzt werden.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

10 ml EDTA Blut

Normbereich

siehe Befundbericht 

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung der Motoneuronen in Hirn und Rückenmark. Klinisch stehen eine spastische Spinalparalyse und Muskelatrophie sowie eine Bulbärparalyse im Vordergrund. Neben einer sporadisch meist im 5. Lebensjahrzehnt (ca. 80 %) auftretenden Form unterscheidet man eine symptomatisch nicht unterscheidbare familiär meist erst im 6. Lebensjahrzehnt auftretende autosomal dominant vererbbare Form. Eine molekulargenetische Untersuchung bleibt Speziallabors nach strenger Indikationsstellung vorbehalten.

Informationsstand

16.08.2017

Material

1 ml Serum

Methodik

Indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation:  Screeningtest für Autoimmunerkrankungen 
Unter Antinukleären Antikörpern versteht man die Gesamtheit aller Autoantikörper gegen nukleäre Antigene im Zellkern. Der Nachweis erfolgt im indirekten Immunfluoreszenztest (IIFT), wobei als Substrat Hep-2-Zellen und Primaten-Leberschnitte verwendet werden. ANAs sind mit einer Reihe von Autoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen assoziiert, sie kommen aber auch bei gesunden Normalpersonen vor. Das Fluoreszenzmuster der Antikörper im Zellkern weist auf bestimmte Krankheitsspezifitäten hin:

  • homogen: Antikörper gegen Doppelstrang-DNS (beim systemischen Lupus erythematodes und bei Normalpersonen
  • gesprenkelt: Antikörper gegen n-RNP, Jo-1, Scl-70 (beim Sharp-Syndrom, Sklerodermie, Dermato-/Polymyositis)
  • nukleolär: Antikörper gegen RNA (Sklerodermie)

Die Angabe eines positiven ANA-Befundes mit bestimmten Fluoreszenzmustern gibt nur einen Hinweis auf eine Erkrankung, die Diagnosesicherung sollte mit spezifischen Markern erfolgen. Hohe Titer (> 1:320) machen die Diagnose einer Autoimmunerkrankung wahrscheinlicher.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:
Aminophenazon 1-10 mg/l
Paracetamol (Phenacetin, Acetaminophen) 5-25 mg/l
Propyphenazon 1,5 - 3,5 mg/l
Salicylate bis 50 mg/l(bei Rheumatherapie) bis 250 mg/l
Indometacin 0,8 - 2,5 mg/l

s. auch Einzelparameter

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Mittels Immunfluoreszenz (IFT) lassen sich diese Antikörper nachweisen und anhand des Fluoreszenzmusters zwischen einer homogenen-feingranulierten Anfärbung des gesamten Cytoplasmas (c-ANCA) und einer eher perinukleären Anfärbung (p-ANCA) differenzieren. c-ANCA sind gegen das Zielantigen Proteinase 3, p-ANCA gegen Myeloperoxidase (MPO), Elastase und Laktoferrin gerichtet..c-ANCA mit der granulären intralobulär akzentuierten Zytoplasmafluoreszenz, zumeist hervorgerufen durch Antikörper gegen die Proteinase 3 (PR3-ANCA) sind charakteristisch für den Morbus Wegener. Sie gelten bei entsprechender klinischer Symptomatik als typisch für dieses Krankheitsbild. Ihre Spezifität liegt bei 90%. Bei gleichzeitigem Nachweis von PR3-ANCA erhöht sich die Spezifität auf >95%. Die Sensitivität ist vom Stadium und der Aktivität der Erkrankung abhängig. In der inaktiven Initialphase lassen sich c-ANCA (PR3-ANCA) bei 50%, in der aktiven Generalisationsphase dagegen bei bis zu 85% der Patienten nachweisen. c-ANCA finden sich auch beim Tolosa-Hunt Syndrom (schmerzhafte Ophthalmoplegie aufgrund granulomatöser Läsionen des Sinus cavernosus), seltener bei der mikroskopischen Polyangiitis (bis 40%), dem Churg-Strauss Syndrom (bis 35%) oder der nekrotisierenden rapid progressiven pauciimmunen Glomerulonephritis. Eine c-ANCA-Fluoreszenz muss nicht zwangsläufig einen positiven PR3-ANCA-Elisa bedingen. Bei etwa 5 -10% der Patienten mit Morbus Wegener finden sich c-ANCA, nicht aber PR3-ANCA und umgekehrt. Die klassische Panarteriitis nodosa geht in etwa 20% der Fälle mit ANCAs einher, aber nur bei einem Drittel davon finden sich PR3-ANCA. c-ANCA wurden auch bei Patienten mit invasiver Amoebiasis (75% der Fälle waren PR3-ANCA positiv) beschrieben. In Seren von Patienten mit Kollagenosen (systemischer Lupus erythematodes, Sjögren Syndrom, etc.) finden sich in der Regel keine C-ANCA (PR3-ANCA). p-ANCA, die gegen MPO gerichtet sind, sind mit mikroskopischer Polyangiitis (mikroangiopathischer systemischer Vaskulitis), Churg-Strauss-Syndrom und rasch progredienter Glomerulonephritis (isolierter pauciimmuner nekrotisierender oder Halbmond-GN) assoziiert. Selten werden sie auch bei Wegenerscher Granulomatose nachgewiesen. Andere, atypische ANCA, die gegen Laktoferrin, Lysozym, Kathepsin G, Elastase, b-Glukuronidase oder bactericidal/permeability increasing protein (BPI) gerichtet sind, weisen keine bekannte Krankheitsassoziation auf. Bei der klassischen Form der Polyarteriitis nodosa sind ANCA meist negativ.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Entnahme morgens am nüchternem Patienten empfohlen (nicht notwenidig). 

Serum/Plasma schnellst möglich gewinnen und in einem separaten Röhrchen einsenden. 

Material

2 ml Serum/EDTA-Plasma

Normbereich

Frauen vor der Menopause 0.4-3.4 ng/ml
Frauen nach der Menopause 0.1-2.1 ng/ml
Mann:  0.5-3.5 ng/ml
Kind: siehe Befund (altersabhängige Normwerte)

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Androstendion ist ein Steroidhormon und wird in geringen Mengen in der Nebennierenrinde und den gonadalen Drüsen gebildet. Seine physiologische Wirkung entspricht etwa dem des Testosteron, ist aber viel schwächer. Ausserdem ist Androstendion Vorläufer für die Testosteronbildung bei der Frau bzw. Östrogenbildung bei Männern. Primäre klinische Bedeutung hat Androstendion bei der Diagnostik des Hirsutismus. Erhöhte Androstendionspiegel kommen auch beim polyzystischen Ovar, bei Tumoren der Nebennierenrinde und der Gonaden oder im Falle einer kongenitalen Nebennierenrindehyperplasie vor. Der Androstendionspiegel ist vom Tag-Nacht-Rhythmus abhängig. Die höchsten Serumwerte werden morgens, die niedrigsten am Nachmittag gemessen. Die Werte sind auch vom menstrualen Zyklus der Frau abhängig. In der Phase der Ovulation können die Werte doppelt so hoch sein.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Material

3 ml Serum

Normbereich

Der Referenzbereich beträgt 8 - 16 mmol/l

Informationen

Man bezeichnet die Differenz zwischen Natrium-, Chlorid- und Bikarbonat-Wert man als Anionenlücke. Die Berechnung der Anionenlücke erfolgt also folgendermaßen: Anionenlücke = Natrium - Chlorid - Bicarbonat (Einheiten: mmol/l). Die Anionenlücke dient, die Ursache einer Übersäuerung (=Azidose) des Blutes zu finden und bei Vergiftungen Hinweise auf die Ursache zu geben. Sie wird durch die nur aufwendig und daher seltener gemessenen Anionen Proteinat, Phosphat, Laktat, Sulfat etc. bedingt.Überwiegen bei bestimmten Erkrankungen die Anionen (Natrium kleiner als die Summe aus Chlorid und Bicarbonat), bezeichnet man diese als "negative Anionenlücke". Eine Erhöhung der Anionenlücke weist auf vermehrte Konzentrationen organischer Säuren wie Lactat oder Acetat hin, die Bikarbonat verdrängen und durch Chlorid nicht ersetzt werden können.Die Berechnung der Anionenlücke ist bei der Diagnose von metabolischen Azidosen innerhalb gemischter Säure-Basen-Störungen, bei denen die Werte der Blutgasanalyse allein nicht hinweisend sind, von besonderer Bedeutung.Bei einer metabolische Azidose, z.B. durch mangelnde Ausscheidung von Protonen im Rahmen eines Nierenversagens oder bei einem Abfall des Bikarbonats, meist bei Diarrhöe, wird die Anionenlücke größer (Sub-traktionsazidose). Entsprechendes gilt beim Anfall von Säureaquivalenten (Ketoazidose, Laktatazidose, Intoxikation mit Salizylaten) als Additionsazidose. Bei hyperchlorämischen Azidosen bleibt die Anionenlücke normal.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Sammelbegriff für die paraneoplastischen Antikörper Hu, Yo, Ri; Antikörper gegen Hu (ANNA-1) werden in 80% der Fälle bei Patienten mit kleinzelligem Bronchalkarzinom und paraneoplasitischem neurologischem Syndrom gefunden. Ri (ANNA-2) Autoantikörper sind mit Brustkarzinomen und SCLC assoziert. Anti-Yo (PCA-1) Antikörper weisen auf Brust- oder Ovarkarzinome hin.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

positiv nach Impfung (Titer)

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Geimpfte Personen bilden Anti-HBs, jedoch kein Anti-Hbc, somit ist der Nachweis von Anti-HBc beweisend für eine frühere Infektion. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben nur Patienten mit Anti-HBs einen ausreichenden Impfschutz.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunoblot

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Anti-Hepatitis C-Virus Antikörper werden in der Regel erst 3 - 6 Monate nach Infektion nachweisbar. Eine Unterscheidung in IgM und IgG-Antikörper ist nicht möglich. Bei immungeschwächten Patienten (Dialyse) und nach Ausheilung der Erkrankung kann der Antikörpernachweis negativ werden. Insbesondere Autoimmunerkrankungen und Schwangerschaft kann zu falsch positiven Testergebnissen führen können; eine Bestätigung im Immunoblot ist daher vor allem bei grenzwertigen Befunden notwendig. Bei positiven Befunden sollte der HCV-RNA-Nachweis in der PCR erfolgen. Auch bei negativem AK-Nachweis (immunsupprimierte Patienten) kann der HCV-RNA-Nachweis sinnvoll sein.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum oder Plasma

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Ein für die Schwangerschaft nicht-relevanter Antikörper ist Anti-I, da fetale Erythrozyten kein I exprimieren. Antikörper gegen Leb oder M, die oft natürlich gebildet werden, sind in der Regel vom IgM-Typ, der nicht durch die Plazenta transportiert wird. Antikörper vom IgM-Typ sind für die Schwangerschaft daher nicht relevant. Ein häufiger Nebenbefund der präpartalen Untersuchung schließlich ist der Nachweis schwacher Kälte- oder Wärme-Autoantikörper, die ein passageres Phänomen darstellen können. In der Regel ist dies weder für die Mutter noch für das Kind von klinischer Bedeutung.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frauen: 1,3-7,0 µg/l
Männer: 1,0-4,3 µg/l

Methodik

Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Als Marker der ovariellen Funktionsreserve wird AMH in der Sterilitätsbehanndlung eingesetzt. Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen beim PCO-Syndrom sowie in der Pädiatrie bei der Diagnose von Pubertas praecox oder tarda.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Unter Anti-Cardiolipin-Antikörpern (ACA) versteht man Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), deren Vorkommen ursprünglich in den Seren von Patienten mit sogenanntem "falsch positivem" Lues-Befund nachgewiesen wurden. In neuerer Zeit konnte jedoch gezeigt werden, daß ACA bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, insbesondere beim Lupus Erythematodes (LE) und der primär biliären Cirrhose (PBC) auftreten können. Auch das beim LE auftretende sog. Lupus-Anticoagulans (LA) entspricht einer Untergruppe der ACA. Ein positiver Nachweis von ACA kann dem klinischen Auftreten von Kollagenosen einige Jahre vorausgehen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Siehe Amiodaron

Material

Je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich:

Amiodaron 0,5 - 1,3 mg/l
Desethylamiodaron* 0,6 - 1,2 mg/l


* bei mindestens einmonatiger Einnahme von 200 mg Amiodaron/Tag

Informationen

Therapiekontrolle

Informationsstand

07.05.2021

Präanalytik

Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung. Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen.

 

 

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die aktuelle S3-Leitlinie „Strategien zur Sicherheit rationaler Antibiotika-Anwendung“ weist auf die Bedeutung einer individuellen Dosierung auch bei Betalaktam-Antibiotika hin. Im Zeitalter der individualisierten Medizin ist ein TDM gerade bei kritisch kranken Patienten auf Intensivstationen sinnvoll, um die Effektivität der eingesetzten Antibiotika, vor allem auch unter dem Druck durch das zunehmende Auftreten von multiresistenten Erregern, zu erhöhen und das Nebenwirkungsprofil zu minimieren. In dieser Patientenkohorte sind die pharmakokinetischen Parameter zum Teil variabel. SIRS (systemic inflammatory response syndrome) mit Sepsis, der Katecholamineinsatz, die intravenöse Flüssigkeitsgabe, Organfunktionsstörungen (Niere, Leber), extrakorporale Verfahren, um einige Beispiele zu nennen, können die Pharmakokinetik von Antibiotika erheblich beeinflussen. Zudem wird eine signifikante Variabilität der Pharmakinetik innerhalb eines Patienten über die Zeit beobachtet. 

Wir führen Spiegelbestimmungen folgender Betalaktam-Antibiotika durch: 

Ampicillin/Sulbactam, Piperacillin/Tazobactam, Meropenem, Ceftazidim und Cefepim. Zusätzlich können wir auch die Medikamentenspiegel von Linezolid bestimmen.

 

Informationsstand

06.05.2021

Informationen

s. Antikonvulsiva

Informationsstand

01.01.2016

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Bromid 400 - 2000 mg/l
Carbamazepin-Monotherapie 8 - 12 mg/l
Carbamazezin-Multitherapie 3 - 8 mg/l
Carbamazepin-Epoxid 0,5 - 3,0 mg/l
Clobazam 100 - 400 µg/l
Clonazepam 10 - 70 µg/l
Ethosuximid 40 - 100 mg/l
Felbamat** 32 - 82 mg/l
Hydroxyoxcarbazepin 2,1- 6,7 mg/l
Lamotrigin 1,0- 10 mg/l
Mephenytoin 4 - 16 mg/l
Mesuximid alsNormesuximid 10 - 40 mg/l
Oxcarbazepin bis 3,0 mg/l
Phenobarbital 10 - 40 mg/l
Phenytoin 5 - 20 mg/l
Primidon 4 - 15 mg/l
Sultiam 1 - 10 mg/l
Tiagabin** 20 - 200 mg/l
Valproinsäure(Dipropylacetat) 30 - 120 mg/l
Vigabatrin 10 - 60 mg/l
** vorläufiger Bereich

Informationsstand

12.04.2019

Material

10 mL EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indikation:  Antikörpersuchtest bei geplanter Transfusion, Mutterschaftsvorsorge, Blutgruppenbestimmung
Mit dem polyspezifischen Antikörpersuchtest werden  irreguläre erythrozytäre Antikörper nachgewiesen. Ein positiver Antikörpersuchtest sollte hinsichtlich der Spezifität des Antikörpers weiter differenziert werden.

Die Antigene A und B kommen nicht nur auf Erythrozyten, sondern auch auf Darmbakterien vor (heterophile Antigene). So führt die Darmflora im ersten Lebensjahr zur Bildung von Antikörpern (Isoagglutinine Anti-A und Anti-B), wenn die eigenen Erythrozyten diese Antigene nicht tragen. In der Regel jedoch unterbleibt die Produktion eines Antikörpers, der gegen ein körpereigenes Antigen gerichtet ist (keine Auto-Isoagglutinine). Im Rhesus-System sind normalerweise keine Isoagglutinine nachweisbar. Diese entstehen nur dann, wenn der Organismus mit dem körperfremden Antigen sensibilisiert wurde (z.B. durch Übertragung von D-Erythrozyten in einen d-Organismus durch fehlerhafte Blutübertragung oder während der Geburt über die Wundfläche Placenta/Uterus). Anti-A und Anti-B sind komplette" Antikörper (IgM), die gut vernetzen und schon ohne Supplement agglutinieren. Im Rh-System findet man vorwiegend inkomplette" oder blockierende Antikörper (IgG, placentagängig). Diese reagieren zwar auch mit den spezifischen Antigenen der Spender-Erythrozytenmembran, vernetzen aber nur schwach (nur zwei AG-Bindungsstellen/AK). Im Kochsalzmilieu wird die Agglutination durch IgG erst dann gut sichtbar, wenn man durch Supplement (Makromoleküle, z.B. Rinderalbumin) die Oberflächenspannung der Erythrozyten vermindert oder mit gegen Human-Globulin gerichteten polyklonalen Antikörpern (Coombs-Test) die Vernetzung verstärkt.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml EGTA-Blut (Spezialröhrchen), 5 ml EDTA-Blut, 5 ml Serum

Normbereich

siehe auch Einzelparameter

Informationen

Antioxidantien nennt man solche Substanzen, die die Oxidation von Lipiden und Ölen vermindern. Antioxidantien verhindern in der Lebensmittelindustrie, dass lipidhaltige Nahrungsmittel ranzig werden. Zu ihnen gehören Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin und einige Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Selen und Zink. Der Einsatz von AO in Nahrungsmitteln ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Antioxidantien sollen körpereigene Stoffe vor der Reaktion durch reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) schützen. Der Schutz regelmäßig substituierter antioxidativer Vitamine vor Krebs oder Atherosklerose bleibt bisher umstritten.

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

2 ml Serum, evtl. als Tagesprofil, d.h. erste Blutentnahme vor Medikation (Talspiegel), dann drei weitere Proben im Dosierungsintervall zur Überprüfung der Kinetik z.B. nach 1,2 und 4 oder 6 Stunden

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationsstand

07.05.2019

Material

2 mL Citrat-Blut (1:10)

Normbereich

80 - 120 %

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Erworbener AT III-Mangel im Rahmen einer Lebersyntheseeinschränkung; meist besteht auch eine Verminderung der prokagulatorischen Gerinnungsfaktoren (Quick, F II, F V, F VII, F X) im gleichen Ausmaß, so dass das Gleichgewicht auf niedrigerem Niveau erhalten bleibt. Eine einseitige AT III-Substitution ist somit nicht erforderlich.
Erworbener AT III-Mangel im Rahmen eines nephrotischen Syndroms; aufgrund des isolierten AT III-Verlusts erhöhtes Thromboembolie-Risiko
Verschiedene Formen eines angeborenen AT III-Mangels mit deutlich erhöhtem Thromboserisiko. Man unterscheidet 2 Haupttypen des angeborenen AT III-Mangels. Beim Typ I ist die Konzentration des zirkulierenden Proteins (immunologisch bestimmt als Antigen) und die Aktivität (gemessen im Heparincofaktortest) vermindert. Beim Typ II-Mangel ist die Menge des AT-III-Antigens normal, die Aktivität jedoch auf die Hälfte vermindert. Bevor ein angeborener AT III-Mangel diagnostiziert werden kann, müssen alle oben genannten Ursachen eines erworbenen AT III-Mangels ausgeschlossen werden. Außerdem sollte die Diagnose erst nach wiederholter Bestätigung des Befundes unter Ausschluss der oben genannten Einflussgrößen gestellt werden; so sollte z.B. bei erniedrigtem Wert im Rahmen einer Heparintherapie nach thromboembolischem Ereignis der Test nach Absetzen von Medikamenten wiederholt werden.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  • Probe muss innerhalb von 4 Stunden im Labor sein
  • Fälschlich verminderte Werte lassen sich bei Patienten mit Phospholipid-Ak (Lupusantikoakulanz), erhöhtem Faktor VIII sowie Schwangeren und Patientinnen mit oraler Kontrazeption beobachten

Material

5 mL Citratplasma

Normbereich

> 2.5 normal 
1.9-2.5 Graubereich, Test auf Fakt.-V-Mutation notwendig 
1.3-1.8 heterozygoter Gendefekt wahrscheinlich 
0.9-1.2 homozygoter Gendefekt wahrscheinlich

Methodik

koagulometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Ein pathlogisch veränderter Faktor V (meist angeboren, zwei verschiedene Formen sind bekannt, am häufigsten "Faktor-V-Leiden", gelegentlich erworben) besitzt gegenüber dem Protein C eine "erhöhte Resistenz", was zu einer verringerten Fibrinolyse mit verstärkter Neigung zu Thrombosen führt.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Berechnung durch das Labor nur nach vorheriger Anfrage

Material

24 h Sammelurin (angesäuert)\r\nSammelmenge angeben

Methodik

AAS und photometrisch

Informationen

Der gebräuchlichste Index für eine Berechnung des Steinbildungsrisikos ist das Ionen-Aktivittsprodukt für Kalziumoxalat (APCaOx) nach Tiselius (Tiselius 1984) eine Formel, die fünf lithogenetisch relevante Parameter (Volumen, renale Exkretionswerte von Calzium, Oxalsäure, Magnesium und Citrat im 24h-Sammelurin) hinsichtlich ihres promotorischen und inhibitorischen Einflusses auf die CaOx-Kristallisation gegenüberstellt.\r\nAPCaOx =\r\n1.9 Calcium hoch 0.84 x Oxalate dividiert durch\r\nCitrate hoch 0.22 x Magnesium hoch 0.12 x Harnvolumen (L) hoch 1.03\r\n24 h-Urin, alle Ergebnisse in mmol/24h

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Dabei unterscheidet man zwischen der familiären Hypercho-lesterinämie (FH) mit einer großen Zahl von Mutationen im Gen für den LDL-Rezeptor und dem familiären Apo B-100-Defekt (FDB) mit einer Mutation des Apolipoproteins B-100. Die Symptome, die aus der Mutation des Apo B-100 resultieren, ähneln denen der familiären Hypercholesterinämie und führen zu einer Hyperlipidämie. Etwa 2-5 % der Patienten mit Symptomen einer familiären Hypercholesterinämie weist die Mutation des Apo B-Gens auf. Aufgrund der unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten ist es von besonderer Bedeutung, die Patienten mit einem familiären Apo B-100-Defekt zu identifizieren, um eine entsprechen-de Behandlung einzuleiten.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer 115 - 190 mg/dl\r\nFrauen 115 - 220 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Apolipoproteine transportieren wasserlösliche Lipide im Blut. Wichtigste Apolipoproteine sind das Apolipoprotein A-I und Apolipoprotein B. Apolipoprotein A-I findet man in den sog. HDL, also den Lipoproteinen mit hoher Dichte (High Density Lipoproteins). HDL hat eine protektive Wirkung und scheint vor Arteriosklerose zu schützen. Damit zeigt auch Apolipoprotein A-I das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein A-I Spiegel stellen somit einen Schutzfaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein hohes Risiko hin.Apolipoprotein B findet man in den sog. LDL, also den Lipoproteinen mit niedriger Dichte (Low Density Lipoproteins) und den VLDL (Very Low Density Lipoproteins). LDL und VLDL-Spiegel sind ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Damit zeigt auch Apolipoprotein B das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein B Spiegel stellen somit einen Risikofaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein geringeres Risiko hin.Durch den Apo B/Apo A-I-Quotient lässt sich diese Risikoabschätzung noch deutlicher darstellen. Hohe Quotienten sind weisen auf ein hohes Arterioskleroserisiko hin.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Männer 70 - 160 mg/dl\r\nFrauen 65 - 105 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Apolipoproteine transportieren wasserlösliche Lipide im Blut. Wichtigste Apolipoproteine sind das Apolipoprotein A-I und Apolipoprotein B. Apolipoprotein A-I findet man in den sog. HDL, also den Lipoproteinen mit hoher Dichte (High Density Lipoproteins). HDL hat eine protektive Wirkung und scheint vor Arteriosklerose zu schützen. Damit zeigt auch Apolipoprotein A-I das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein A-I Spiegel stellen somit einen Schutzfaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein hohes Risiko hin.Apolipoprotein B findet man in den sog. LDL, also den Lipoproteinen mit niedriger Dichte (Low Density Lipoproteins) und den VLDL (Very Low Density Lipoproteins). LDL und VLDL-Spiegel sind ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Damit zeigt auch Apolipoprotein B das Risiko für Arteriosklerose an. Hohe Apolipoprotein B Spiegel stellen somit einen Risikofaktor dar, niedrige Spiegel weisen auf ein geringeres Risiko hin.Durch den Apo B/Apo A-I-Quotient lässt sich diese Risikoabschätzung noch deutlicher darstellen. Hohe Quotienten sind weisen auf ein hohes Arterioskleroserisiko hin.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

37% der Bevölkerung (alle außer den homozygoten Apo E3/3 Merkmalsträgern) haben ein genetisch erhöhtes Risiko, an einer Hyperlipidämie und deren Folgen zu erkranken. Der Genotyp E-2/2 ist mit Hypertriglyceridämie, der Genotyp E-4/4 mit Hypercholesterinämie assoziiert. Apo-E4 wirkt über eine LDL-Erhöhung eher atherogen, insbesondere für die koronare Herzkrankheit; zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für die Alzheimer-Demenz.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum oder Liquor

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Neuromyelitis optica ist eine Entzündung des Rückenmarks mit Querschnittsyndrom und teilweiser aufsteigender Entzündung innerhalb von Stunden bis Tagen von mindestens einem Sehnerv mit Sehstörungen, die bis zur Erblindung eines Auges oder beider Augen führen kann. Die Neuromyelitis optica ist selten (ca. 1 % der demyelinisierenden Erkrankungen). Es wird diskutiert, ob sie eine Sonderform der Multiplen Sklerose oder eine eigenständige Erkrankung darstellt. Multiple Sklerose ist neben Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Bei MS sind auch andere Bereiche des Nervensystems betroffen. Auf Grund der sehr ähnlichen Symptomatik ist eine sichere Abgrenzung zwischen Multipler Sklerose und Devic-Syndrom ist zum Beginn der Erkran-kung nicht immer möglich. Die frühzeitige Unterscheidung ist jedoch wichtig, da eine unterschiedliche Behandlung notwendig ist. Das neue Verfahren zur entsprechenden Differentialdiagnose basiert auf dem Nachweis von Aquaporin-4-Antikörper. Vor einiger Zeit wurde bei Patienten mit dem Devic-Syndrom entdeckt, dass diese Antikörper gegen bestimmte neurologische Strukturen im Nervensystem besitzen. Zielantigen für diese Antikörper ist ein Protein namens Aquaporin-4, das für die Bildung von Kanälen in der Zellmembran zuständig ist und den Durchtritt von Wassermolekülen erleichtert. Antikörper gegen Aquaporin-4 werden bei über der Hälfte der Patienten mit einem Devic-Syndrom nachgewiesen, während MS-Patienten und Patienten mit anderen entzündlichen und nicht-entzündlichen neurologischen Erkrankungen nur sehr selten Aquaporin-4-Antikörper aufweisen.

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Kontrolle nach FSME-Impfung, Nachweis der Immunitätslage

Bei FSME handelt sich um eine durch Viren (Togaviridae, ARBO-Viren) übertragene Krankheit, welche neben Kopfschmerzen und Fieber auch eine schwere Hirn- und Hirnhautentzündungen mit Lähmungen verursachen kann. Übertragung durch Zeckenbiss, eine gleichzeitige Borrelienserologie ist anzuraten.

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Der Test soll nach mindestens 6-stündigem nächtlichen Fastens morgens am nüchternen, ruhenden Kind durchgeführt werden

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

STH-Peak > 8 µg/L (8 ng/ml) 
pathologisch: STH-Peak< 8 µg/L (8 ng/ml) 

Informationen

Indikation:  Verdacht auf Minderwuchs, Wachstumshormonmangel

Zur Stimulation können als Test-Substanzen Arginin, Clonidin, Glukagon oder Insulin verwandt werden. Bei einem Cut-off von 8 µg/L (ng/ml) für die höchste gemessene Wachstumshormon-Konzentration ist von einer Sensitivität von ca. 80% und einer Spezifität von ca. 80% auszugehen. Gegebenfalls muss ein auffälliger Befund durch einen zweiten Wachstumshormonstimulationstests bestätigt werden.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Vor der Blutentnahme 3 Tage auf den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchte verzichten.

Material

3 ml EDTA-Blut / Heparin-Blut 

Normbereich

< 12 µg/l 

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Symptome einer akuten Arsenvergiftung sind Magenschmerzen, Erbrechen, Diarrhoen und Nierenversagen.\r\nSymptome einer chronischen Arsenvergiftung sind Diarrhoen, eine Pigmentierung der Haut mit Hyperkeratose der Hand- und Fußflächen, Hepatomegalie, Haarausfall, periphere Neuropathie und Hepatopathie.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Spontanurin 

Material

20 ml Urin

Normbereich

< 15.0 µg/l

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Intoxikation

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

20 ml Urin

Normbereich

94-288 nmol/h/mg

Methodik

Photometrisch

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Metachromatische Leukodystrophie

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Mann: 10-50 U/L

Frau: 10-35 U/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Aspartat-Amino-Transferase (ASAT), auch GOT genannt, ist ein Enzym mit der höchsten Konzentrationen im Herzmuskel, im Skelettmuskel und in der Leberzelle.

Erhöhte Werte finden sich bei Erkrankungen der Leber- und Gallenwege, beim frische Infarkt und Erkrankungen der Muskulatur.

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Antikörper gegen Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe) finden sich bei über 70 % der Morbus Crohn-Kranken, jedoch auch bei bis zu 10 % von Colitis ulcerosa-Patienten oder Gesunden. 

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

siehe Vitamin C

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert mindestens 2 Wochen

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

ASGPR-Antikörper sind Autoantikörper, die bei Vorliegen einer Autoimmunhepatitis auftreten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest

Informationen

s. Autoantikörper

Informationsstand

01.01.2016

Material

Tiefe, respiratorische Materialen (z. B. Bronchioalveoläre Lavage (BAL), Bronchialsekret), Abstriche (z. B. Ohrabstrich), Blutkulturen

Methodik

kulturelle Anzucht

Informationen

Aspergillen sind Schimmelpilze. Beispiele sind Aspergillus fumigatus, Aspergillus niger oder Aspergillus flavus. Sie lassen sich auf einfachen Pilznährböden anzüchten. Bei der Aspergillose spielt eine mangelnde Immunkompetenz des Organismus (z. B. Phagozytosedefekte) eine wichtige Rolle für die Erkrankung. Es gibt je nach befallenem Organ verschiedene Erkrankungstypen. Besonders häufig ist die Kolonisierung der vorgeschädigten Lunge (COPD, Bronchiektasen Tumoren). Unterschieden werden die bronchopulmonale Aspergillose, die invasiven Formen sowie Aspergillome in präformierten Höhlen. Eine hämatogene Aussaat führt zu einer Sepsis mit meist tödlicher Folge.

Aspergillus flavus produziert Aflatoxin B1, ein Kanzerogen.

Eine allergische Reaktion auf den Pilz als Antigen ist die allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA), die zu Asthma bronchiale führen kann.

Informationsstand

06.05.2021

Material

2 ml Serum
2 ml BAL
2 ml Liquor

Normbereich

Serum/BAL-Quotient

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Indikation: V.a. invasive Aspergillose

Informationsstand

04.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

bis 2 U/ml

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indiziert bei Staphylokokkeninfektionen bei Osteomyelitis, Sepsis, Meningitis, Pneumonie, Prostatitis, Endo-, Myo-, Perikarditis oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises\r\nOberflächliche Infektionen (Haut und Schleimhäute) führen selten zu signifikanten Antikörperanstiegen. Tiefe Infektionen und Sepsiszustände ergeben häufig höhere Antikörpertiter

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Aszites

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

siehe Einzelparameter

Material

2 mL Citrstplasma (1:10)

Normbereich

> 80%

Methodik

koagulometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Erworbener AT III-Mangel im Rahmen einer Lebersyntheseeinschränkung; meist besteht auch eine Verminderung der prokagulatorischen Gerinnungsfaktoren (Quick, F II, F V, F VII, F X) im gleichen Ausmaß, so dass das Gleichgewicht auf niedrigerem Niveau erhalten bleibt. Eine einseitige AT III-Substitution ist somit nicht erforderlich. Erworbener AT III-Mangel im Rahmen eines nephrotischen Syndroms; aufgrund des isolierten AT III-Verlusts erhöhtes Thromboembolie-Risiko. Verschiedene Formen eines angeborenen AT III-Mangels; deutlich erhöhtes Thromboserisiko. Man unterscheidet 2 Haupttypen des angeborenen AT III-Mangels. Beim Typ I ist die Konzentration des zirkulierenden Proteins (immunologisch bestimmt als Antigen) und die Aktivität (gemessen im Heparincofaktortest) vermindert. Beim Typ II-Mangel ist die Menge des AT-III-Antigens normal, die Aktivität jedoch auf die Hälfte vermindert. Bevor ein angeborener AT III-Mangel diagnostiziert werden kann, müssen alle oben genannten Ursachen eines erworbenen AT III-Mangels ausgeschlossen werden. Außerdem sollte die Diagnose erst nach wiederholter Bestätigung des Befundes unter Ausschluss der oben genannten Einflussgrößen gestellt werden; so sollte z. B. bei erniedrigtem Wert im Rahmen einer Heparintherapie nach thromboembolischem Ereignis der Test nach Absetzen von Medikamenten wiederholt werden.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Präanalytik

Röhrchen verschlossen halten!

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-, NaF-, NaF-Oxalatplasma

Normbereich

nicht nachweisbar

Methodik

Photometrisch, ADH-Verfahren (ADH= Alkoholdehydrogenase)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Unter dem Bezeichnung Alkohol wird praktisch immer Aethanol (Aetylalkohol) verstanden. Alkoholismus ist die stärkste Suchtkrankheit unserer Zeit. Klinisch ist zu unterscheiden zwischen einer akuten Alkoholintoxikation mit Messung des Promillegehalts und einem chronischem Missbrauch mit Untersuchung von MCV, CDT, Ethylglucuronid (EtG) und γGT. Der im Blut gemessene Alkohol wird entweder in g Alkohol/Liter Vollblut oder in o/oo (=g/L) angegeben; die Alkoholkonzentration wird im Labor aber in der Regel im Plasma gemessen. Bei der Umrechnung müssen die Dichte von Plasma oder Serum (1.026) sowie der Wasserverteilungskoeffizient (1.2) berücksichtigt werden: B-Alkohol [o/oo] = P-Aethylalkohol [g/L] / 1.206 x 1.2

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 4,0

Methodik

Rechenwert

Informationen

s. Lipidelektrophorese, Cholesterin-Fraktionen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert über 2 Wochen

Material

1 ml EDTA-Plasma, tiefgefroren

Normbereich

Referenzbereich

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Atriales Natriuretisches Peptid (ANP) gehört zu den Herz-Peptidhormonen, wird aus den myokardialen Vorhofzellen in das Blut freigesetzt und weist bei kardialer Insuffizienz erhöhte Plasmaspiegel auf. Sein adäquater Sekretionsreiz ist die atriale Vorhofdehnung.\r\nStörungen der Volumenhomöostase kardial oder renal bedingt korrelieren mit pathologischen ANP-Spiegeln. Bei suffizienter kardialer Therapie kommt es zu einem Abfall der erhöhten ANP-Spiegel. ANP beeinflusst die Diurese, die Vasodilation und den arteriellen Blutdruck.\r\nIndiziert ist die Untersuchung bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz als Indikator des Überwässerungsgrades bei Dialysepatienten, bei Lungenarterienembolien sowie zur Therapiekontrolle bei kongestiver Herzinsuffizienz.\r\nUntersuchung wird nur für Studien durchgeführt.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT) und/oder Immunoblot

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Hier finden Sie eine Übersicht 

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 ml Urin

Normbereich

<0.036 Promille

Methodik

GC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Bestimmung der Alkoholkonzentration im Urin. 

Informationsstand

07.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-Plasma

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Rechenwert

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bei der Bestimmung des Gesamttestosterons werden alle 3 Fraktionen, also auch der inaktive SHBG-gebundene Anteil, erfasst. Bei der Bestimmung des bioverfügbaren Testosterons werden beide biologisch aktiven Fraktionen (freies und Albumin-gebundenes Testosteron) erfasst.  Dieses kann entweder direkt gemessen werden oder durch die Relation Gesamt-Testosteron zu SHBG über den freien Androgen Index abgeschätzt werden. 

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Citrullin, eine Aminosäure, entsteht im Verlauf der rheumatoiden Arthritis (RA) in vivo durch Umwandlung aus Arginin. Da die immunologische Antwort auf diese citrullinierte Proteine für den Krankheitsentstehung wesentlich ist, können entsprechende Antikörper als serologische Marker für den Krankheitsverlauf einer rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden. Anti-CCP-Tests erfassen Antikörper gegen synthetische citrullinierte cyclisierte Peptide und sind bereits in frühen Stadien positiv bei einer rheumatoiden Arthritis. Antikörper gegen Mutiertes citrulliniertes Vimentin (MCV), ein natürlich vorkommendes Protein, sind ebenfalls ein hochspezifischer Marker für die RA. Quantitative Veränderungen bei den Anti-MCV Antikörpern scheinen mehr als Anti-CCP mit der Klinik einer RA zu korrelieren.

 

Informationsstand

17.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

50 - 120 mg/dl

Methodik

Turbidimetrie

Informationen

Akute Phase Protein, Colitis ulcerosa

Informationsstand

01.01.2016

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Amitriptylin 50 - 200 µg/l
Clomipramin 50 - 150 µg/l
Doxepin 50 - 150 µg/l
lmipramin 45 - 150 µg/l
Maprotilin 75 - 300 µg/l
Nortriptylin 75 - 250 µg/l

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Informationen

siehe auch Einzelparameter

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

B

Material

EDTA-Blut (Blutausstrich)

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Informationen

Die Babesiose wird durch Zecken übertragen und ist in Europa extrem selten. Die Diagnose erfolgt wie bei einer Malaria mikroskopisch aus einem Blutausstrich.

Informationsstand

10.05.2021

Präanalytik

Serum: kühl und lichtgeschützt

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

Serum: Erfasst werden Diethylbarbital, Allobarbital, Butalbital, Amobarbital, Pentobarbital, Secobarbital, Phenobarbital, sowie Thiopental

 

Methodik

GC 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Erfasst werden Diethylbarbital, Allobarbital, Butalbital, Amobarbital, Pentobarbital, Secobarbital, Phenobarbital, sowie Thiopental.Die Nachweisbarkeit im Blut liegt bei mehreren Stunden bis wenigen Tagen (stark dosisabhängig).

Informationsstand

07.05.2021

Material

20 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Kinetic interaction of microparticles in a solution

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Drogenscreening

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Für eine Infektion mit Bartonella henselae, Afipia felis und Pasteurella multocida stellt der Umgang mit Katzen den Hauptrisikofaktor dar.

1. Granulomatöse Lymphadenitis: kutane Papel oder Pustel an der Inokulationsstelle mit mehr als 3 Wochen persistierender schmerzhafter Lymphadenopathie.
2. Angioproliferative Läsionen (DD: Kaposi-Sarkom) in Haut, Knochen und vielen Organen, bei Befall von Leber und Milz als Peliosis hepatis bezeichnet.
Das klinische Spektrum der Bartonella henselae-Infektion variiert von der klassischen Katzenkratzkrankheit bei immunkompetenten Personen bis zu systemischen Erkrankungen bei immunkompromitierten Patienten.

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

= Antikörper gegen die glomeruläre Basalmembran (Nierenglomeruli), assoziierte Erkrankung: Glomerulonephritis

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

0-1 %

Methodik

Durchflusszytometrie

Mikroskopie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Basophile Granulozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten und besitzen intrazelluläre Granula, die u. a. Histamin, Serotonin und Heparin enthalten. Deutlich erhöhte Werte finden sich bei myeloproliferativen Erkrankungen.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Untersuchung dauert mindestens 2 Wochen

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Das Philadelphia-Chromosom vor ca. 50 Jahren als erste permanente chromosomale Veränderung in Tumorzellen bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) beschrieben. Es bezeichnet ein verkürztes Chromosom 22, das sogenannte Philadelphia-Chromosom, was auf seinen erstmaligen Entdeckungsort hinweist. Durch einen Austausch von genetischem Material zwischen dem langen Arm von Chromosom 9 und Chromosom 22, eine reziproke Translokation t(9;22) gelangt das ABL-Gen auf Chromosom 9 in die Nachbarschaft zum BCR-Gen auf Chromosom 22. Dadurch entsteht das BCR-ABL-Gen und wird in der Zelle transkribiert, d.h. es entsteht ein neues Protein (BCR-ABL-Genprodukt). Dieses Protein besitzt enzymatische Funktionen u.a. als Tyrosinkinase. Dieses Enzym ist wesentlich an der Übertragung von Signalen beteiligt, die für die Regulation des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung erforderlich sind. Durch die Fusion der beiden Gene wird das Tyrosinkinase-Gen aktiviert. Folge ist eine unkontrollierte Vermehren von Zellen mit diesem Gen und damit wohl Hauptursache für die Entstehung der chronischen myeloischen Leukämie. Imatinib ist eine Arznei aus der Wirkstoffgruppe der Tyrosinkinase-Inhibitoren und ein wirksames Medikament in der Behandlung der CML. Es hemmt die Tyrosinkinase und unterdrückt so die pathologische Vermehrung der mutierten Blutstammzellen.

Indikationen

Informationsstand

01.02.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Autoantikörper gegen intestinale Becherzellen finden sich ausschließlich bei Colitis ulcerosa (Prävalenz 28 %).

Informationsstand

12.05.2021

Material

20 ml Urin (frisch!)

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfixationselektrophorese, Nephelometrie

Informationen

Bence-Jones-Proteine entsprechen freien Leichtketten, die Untersuchung erfolgt mittels Immunfixationselektrophorese und nephelometrischer Quantifizierung

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

Folgende Benzodiazepine werden erfasst:

Flunitrazepam, 7-Aminoflunitrazepam, Triazolam, Flurazepam, Alprazolam, Nitrazepam, Clonazepam, Bromazepam, Lorazepam, Midazolam, Desalkylflurazepam, Diazepam, Desmethyldiazepam, Oxazepam, Tetrazepam, Clobazam, Desmethylclobazam und Temazepam.

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Benzodiazepine im Urin
siehe auch Drogenscreening im Urin

Informationsstand

07.05.2021

Material

20 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Kinetic interaction of microparticles in a solution

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Beta-2-Glykoprotein-Antikörper sind eine Untergruppe der Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), s. auch dort

Indikationen

Informationsstand

20.09.2016

Material

2 mL Serum, Li.-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Tumormarker, DISC-Elektrophorese, Proteinurien
Beta-2-Mikroglobulin ist bei einer Vielzahk von Erkrankungen erhöht; eine solche Erhöhung im Blut ist Ausdruck eines erhöhten Zellumsatzes, die durch Entzündungen oder auch maligne Erkrankungen verursacht sein kann. Sein Einsatz als Suchtest bei unklaren Erkrankungen ist nicht sinnvoll.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

1 ml Liquor

Normbereich

1,4 - 1,8 mg/l

Informationen

s. auch Liquordiagnostik

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Urin

Normbereich

bis 0,4 mg/l

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Flüssigkeit

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

In der Schädelbasischirurgie besteht verschiedentlich die Notwendigkeit der Detektion von Liquor von anderen Körperflüssigkeiten. Beim Verdacht auf eine Liquorfistel ist die Untersuchung auf Beta-Trace-Protein zu empfehlen, jedoch kann neben dem Gesamtprotein, Glukose und den Elektrolyten auch das ß2-Transferrin, eine Transferrin-Isoform, dessen elektrophoretische Beweglichkeit sich von ß1-Transferrin unterscheidet, als spezifischer Liquormarker eingesetzt werden.

 

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Bitte für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden. 

Material

2 ml Liquor (tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor) in Polypropylen-Röhrchen

Normbereich

> 450 pg/ml (EIA Innogenetics)

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Man unterscheidet zwischen dem 42 Aminosäuren langen Beta-Amyloid 1-42 (Aß1-42) und dem etwas kürzeren Beta-Amyloid 1-40 (Aß Beta-Amyloid 1-40), die durch proteolytische Spaltung des Amyloid Beta Precursor Proteins (AßPP) entstehen. Die Alzheimer-Demenz beruht nach augenblicklicher Kenntnis auf einer krankhaften Ablagerung von Beta-Amyloid in für diese Erkrankung typischen Plaques. Verminderte Aß1-42-Werte im Liquor sprechen für eine Alzheimer-Demenz oder der seltenen Lewy-Körperchen-Demenz.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

  • Für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden
  • tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor

Material

2 ml Liquor 

Normbereich

Quotient (1-42/1-40): > 0.5

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die zusätzliche Untersuchung von Aß1-40, welches bei der Alzheimer-Demenz unverändert bleibt, und entsprechender Quotientenbildung mit Aß1-42 soll die Diagnostik verbessern.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Bitte für die Liquorgewinnung Polypropylen-Röhrchen benutzen, da in Glas- oder Polystyrolgefäßen falsch erniedrigte Werte beobachtet werden.

Tiefgefroren, wenn nicht innerhalb von 48 Stunden im Labor

Material

2 ml Liquor

Normbereich

Quotient (1-42/1-40)  > 0.5 kein erkennbares Risiko einer Alzheimer-Krankheit 

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bei der Alzheimer-Demenz kommt es zur Anhäufung amyloider Plaques und einer Verminderung der beta-Amyloid-1-42-Konzentration im Liquor. Die beta-Amyloid-Ratio(1-42/1-40) gleicht individuelle Schwankungen des Beta-Amyloid-(1-42)-Spiegels durch Quotientenbildung mit der stabil produzierten beta-Amyloid-(1-40)-Isoform aus. Bei Polystyrol(PS) oder Glasröhrchen können falsch-niedrige Werte gemessen werden. Wir empfehlen die Verwendung von Polypropylen(PP)-Röhrchen.

Indikationen

Informationsstand

07.05.2021

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

therapeutische Bereiche:

Atenolol 200 - 600 µg/l
Propranolol 50 - 300 µg/l
Sotalol 0,8 - 5,0 mg/l
Metoprolol 100 - 600 µg/l
Bisoprolol 10 - 100 µg/l

Informationsstand

01.01.2016

Material

Vaginal-Abstrich

Normbereich

negativ

Methodik

Kultureller Nachweis

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Beta-hämolysierende Streptokokken Gruppe B (Streptococcus agalactiae) sind eine der wichtigen Ursachen für neonatale Morbidität und Mortalität und sollten daher zum Schwangerschafts-Screening gehören. Schwangere Frauen, die Träger dieser Bakterien sind, sollen erkannt werden, da deren Neugeborene an einer neonatalen Sepsis, Meningitis oder Pneumonie erkranken können. Zudem haben solche Patientinnen häufig eine Frühgeburt oder einen vorzeitigen Blasensprung. Durch eine Antibiotika-Gabe während der Geburt kann die Übertragungsrate deutlich reduziert werden.

Informationsstand

10.05.2021

Material

2 ml Serum

Informationen

s. Lipidelektrophorese

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Bei der Anforderung für Beta-Trace-Protein aus Sekretproben sollte gleichzeitig ein Serumröhrchen eingesendet werden.

Material

2 ml Liquor
2 ml Nasensekret
2 ml Serum

Normbereich

0,1-1,4 mg/l im Serum
über 11,5 mg/l im Liquor
unter 0.2 bis 1.7 mg/l im Nasensekret
siehe Befundbericht

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Indikation: V.a. Liquorrhoe
Beta-Trace-Protein ist Laborparanmeter zur Differentialdiagnose einer Liquorfistel und hat eine ähnliche Aussage wie der β-2 Transferrin-Nachweis. Beta-Trace-Protein (Prostaglandin-D-Synthase) dient bei Verdacht auf Liquorrhoe zur Differenzierung zwischen Nasensekret und Liquor. Während im Liquor die Beta-trace-Protein-Konzentration über 11 mg/l liegt, bewegen sich die Konzentrationen im Nasensekret unter 0.25 mg/l, Serumwerte liegen zwischen 0.1 und 1.4 mg/l.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Haltbarkeit: mehrere Tage bei 2-8°C, wenn die Erythrozyten abgetrennt werden und die Probe fest verschlossen aufbewahrt wird
  • Vorzugsweise sollte venöses Blut, das anaerob in der für Bikarbonat üblichen Weise entnommen wurde, als Probenmaterial eingesetzt werden.
  • In unverschlossenen Gefäßen nimmt die Bikarbonatkonzentration nach einer Stunde um ca. 4 mmol/L ab
  • Serum kann bis zu 6 Monate bei -20°C oder -80°C ohne wesentliche Auswirkungen aufbewahrt werden.

Material

2 mL Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Der Bicarbonatgehalt im Serum oder Plasma ist ein wichtiger Indikator für Elektrolytverteilung und Anionenmangel. Zusammen mit der pH-Bestimmung werden die Bicarbonatmessungen bei der Diagnose und Behandlung von zahlreichen potentiell schweren Erkrankungen, die mit einem gestörten Säure-Basen-Gleichgewicht im Atem- und Stoffwechselsystem assoziiert sind, eingesetzt.

 

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Präanalytik

Schistosoma haematobium-Eier: Sammelurin (Gesamturin zwischen 10 und 14 Uhr), idealerweise nach körperlicher Anstrengung

Eier von anderen Schistosomen-Spezies: Stuhl

Material

Urin bzw. Stuhl (je nach Endemiegebiet)

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie

Informationen

Klinisch können sich bei Schistosomiasis Fieber mit Eosinophilie, urogenitale Symptome nach Aufenthalt im Endemiegebiet für Schistosoma haematobium (s. u.), sonographischer Nachweis einer periportalen Fibrose bzw. unklare neurologische Symptome nach Aufenthalt im Endemiegebiet zeigen.

Vorkommen der Schistosomen

  • S. haematobium: Afrika und Naher Osten
  • S. mansoni: Afrika und Naher Osten, Südamerika
  • S. japonicum: Ostasien
  • seltene Arten: S. intercalatum (Zentralafrika), S. mekongi (Mekong-Gebiet)

Schistosoma haematobium-Eier können mikroskopisch im Urin nachgewiesen werden. Hierfür wird Sammelurin (Gesamturin zwischen 10 und 14 Uhr) benötigt, der zeitnah ins Labor transportiert werden muss.

Eier von anderen Schistosomen-Spezies werden aus Stuhl durchgeführt. Die Entscheidung über die Untersuchungsmethode sollte entsprechend der Endemiegebiete entschieden werden.

Indikationen

Informationsstand

10.05.2021

Material

10 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Teststreifen (photometrisch)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bilirubin entsteht in der Leber, in der Milz und im Knochenmark beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Seine Ausscheidung erfolgt im Normalfall über die Gallenwege in den Darm. Sind die Gallenwege z.B. durch einen Gallenstein oder Tumor verlegt, sammelt sich das Bilirubin im Blut an und wird schließlich mit dem Urin über die Nieren ausgeschieden. Die Anwesenheit des rot-orange-farbigen Bilirubins und seiner Abbauprodukten führt zu einer auffälligen Dunkelfärbung des Urins.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde!Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 0,3 mg/dL
Differenzierung nur bei Gesamt-Bilirubin-Werten > 1,8 mg/dL

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

vorwiegend erhöhtes direktes (konjugiertes) Bilirubin bei: Hepatitis, Leberzirrhose, Cholestase, Medikamente, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom


Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde! Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 1,1 mg/dL
Differenzierung nur bei Werten > 1,8 mg/dL

bei Säuglingen s. Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

vorwiegend erhöhtes direktes (konjugiertes) Bilirubin bei: Hepatitis, Leberzirrhose, Cholestase, Medikamente, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom
erhöhtes indirektes (unkonjugiertes) Bilirubin bei: hämolytische Anämie, Icterus neonatorum, M. Meulengracht (s. a. dort), Crigler-Najjar-Syndrom

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Fruchtwasser

Normbereich

Auswertung per Lile Diagramm (siehe Befundbericht)

Methodik

Spektralphotometrisch (Delta A 450)

Informationen

Indikation: fetale Erythroblastose (Morbus haemolyticus fetalis)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Dunkel lagern, intensive Lichteinwirkung führt zum Bilirubinabfall von bis zu 30 % pro Stunde! Durch Hämolyse können falsch niedrige Bilirubinwerte auftreten.

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

bis 0,8 mg/dL

Methodik

Bestimmt aus Differenz zwischen Gesamtbilirubin und direktem Bilirubin

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indirektes, unkonjugiertes Bilirubin ist u.a. erhöht bei: hämolytischer Anämie, Ikterus, Meulengracht-Syndrom, Gilbert-Syndrom, Crigler-Najjar-Syndrom

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Gemessen wird Gesamt-Bisphenol A nach enzymatischer Hydrolyse.

Aufgrund von fundierteren Referenzwerten ist die Bisphenol A Bestimmung im Urin der Serum-Bestimmung vorzuziehen.  

Material

2 ml Serum
10 ml Urin

Normbereich

Serum:  < 2 µg/l 

Urin: 

Das Umweltbundesamt hat folgende Referenzwerte statistisch ermittelt: 
Gesamt-BPA im Urin von 3 bis 5-jährigen Kindern:                30µg/l
Gesamt-BPA im Urin von 6 bis 14-jährigen Kindern:              15µg/l 
Gesamt-BPA im Urin von 20 bis 29-jährigen Erwachsenen:      7µg/l  

Methodik

Gaschromatographie/Massenspektometrie (GC-MS)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Bisphenol-A (BPA) ist eine Ausgangssubstanz für Epoxid- und Polycarbonatkunststoffe. Diese werden verwendet zur Verpackung von Lebensmitteln, zur Innenbeschichtung von Konservendosen und als Dentalkunststoff. Die Hauptbelastung der Allgemeinbevölkerung erfolgt über Lebensmittel und Getränke, die in Kunststoffgefäßen oder in innenbeschichteten Dosen aufbewahrt werden. Gemessen
wird Gesamt-BPA nach enzymatischer Konjugatsspaltung.

Informationsstand

07.05.2021

Material

Eiter, Sputum, BAL oder Biopsien

Serum

Normbereich

negativ

Methodik

kulturelle Anzucht
Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Blastomyces dermatitidis ist ein dimorpher Hefepilz und lässt sich auf Spezialnährböden anzüchten. Nach der Inhalation eines pilzhaltigen Staubes gelangt der Erreger in die Lunge. Dort führt er zu einer Lungenentzündung. Diese hat einen langsamen, schleichenden Verlauf mit unregelmäßigem Fieber und eitrigem blutdurchzogenem Auswurf. Die Erkrankung kann auf dieses Organ beschränkt bleiben, oder sich auf andere Organe (Leber, Milz, Knochen, Niere, Prostata und Gehirn) ausbreiten. Die Diagnose erfolgt aus Eiter, Sputum, Bronchioalveoläre Lavage (BAL) oder Biopsien mittels Kultur; Hautteste sowie der Antikörpernachweis aus Serum stehen zur Verfügung (Fremdversand).

Informationsstand

10.05.2021

Präanalytik

Entnahme in der Arbeitsmedizin nach Expositions- bzw. Schichtende.

Material

2 ml Heparin-Blut
2 ml EDTA-Blut

kein Serum

Normbereich

Frau: < 30.0 µg/l
Mann: < 40.0 µg/l
Kind: < 35 µg/l
BLW Mann: < 200 µg/l
BLW Frau > 45J.: < 200 µg/l
BLW Frau < 45J.: nicht festgelegt
(BLW = Biologischer Leit-Wert)
BGW Mann: < 400 µg/l
BGW Frau < 45J.: < 300 µg/l
(BGW = Biologischer Grenzwert)

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Blei ist ein ubiquitär vorkommendes Schwermetall, welches über die Nahrung, Wasser und zu einem geringen Teil über die Atemluft in den menschlichen Körper gelangt. Aufgrund seiner Affinität sich in Leber, Niere und Gehirn anzureichern verursacht Blei akute und chronische Schädigung der Hämatopoese, des zentralen Nervensystems sowie Schädigungen der Nieren und des Gastrointestinaltrakts.

Indikationen

Informationsstand

07.05.2021

Material

10 ml Urin
10 ml eines 24h Sammelurins (Sammelmenge angeben)

Normbereich

Urin: < 30 µg/l 
Sammelurin: < 150 µg/l

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Intoxikation

Indikationen

Informationsstand

07.05.2021

Material

Blutausstriche ungefärbt, luftgetrocknet, zusätzlich EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Eine sinnvolle Beurteilung des Blutausstriches mit Differenzierung setzt die Kenntnis der Parameter des gesamten Blutbildes voraus. Ggf. sind auch weitere anamnestische Angaben (Verdachtsdiagnosen) notwendig. Bei (Mit- ) Einsendung von EDTA-Blut wird zuvor ein "großes Blutbild" erstellt.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  • Hämatologische Parameter zeigen insbesondere bei Kindern eine ausgeprägte Altersabhängigkeit.
  • Häufige präanalytische Fehler entstehen durch lange Venenstauung (Hämokonzentration) und Gerinnungsartefakte (bereits kleinste Gerinnsel können durch Zellaggregation zu falsch niedrigen Thrombozyten und Leukozyten führen).
  • Stabilität: eine korrekte Blutzellanalyse setzt voraus, dass die Zellen zwischen Blutabnahme und Messung intakt bleiben. Im EDTA-Röhrchen ist bei Raumtemperatur eine Aufbewahrung über 4 bis 6 Stunden ohne Verfälschung der Ergebnisse möglich. Danach ist mit einer Verminderung der Zellwerte sowie Problemen bei der morphologischen Differenzierung zu rechnen.

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

siehe auch Einzelparameter: Leukozyten, Lymphozyten, Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV (mittleres korpuskuläres Volumen), MCH (mittleres korpuskuläres Hämoglobin), Thrombozyten

siehe auch Differential-Blutbild

Methodik

parameterabhängig

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Identitätssicherung: Röhrchen mit Vor- und Zunamen und Geburtsdatum beschriften!

Material

10 mL EDTA-Blut

Normbereich

A, B, 0; Rhesusfaktor(en)

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Blutgruppen werden durch Antigene auf der Erythrozyten-Membran charakterisiert. Sie sind bei der Geburt schon ausgeprägt. Von den mehr als 400 bekannten Antigenen sind vor allem das ABO-System (Landsteiner) und das Rh-System von klinischem Interesse. Es erstreckt sich hauptsächlich auf Blutübertragungen und die durch Isoantikörper verursachte fetale Erythroblastose. Antigene des ABO- und Rhesus-Systems (Erythrozytäre Eigenschaften): Die den Antigenen zugehörigen Gene A (A1oder A2), B und 0 werden unabhängig nach den Mendelschen Gesetz vererbt. Die drei Gene kombinieren zu den sechs Genotypen AA, BB, 00, AB, A0, B0. 0 ist jedoch ein stummes Gen, das an der Erythrozytenmembran kein Genprodukt (Antigen) bewirkt. Somit lassen sich im Phänotyp nur die vier Gruppen A, B, AB, und 0 nachweisen. Die Antigene des Rhesus-Systems werden mit C, c, D, d, E, e bezeichnet, wobei D die größte antigene Wirksamkeit hat; "d" bedeutet, dass D fehlt. Jeweils drei dieser Merkmale werden als Rhesus-Blutgruppensystem vererbt. Blut, das Erythrozyten mit Antigen D enthält, wird als Rhesus-positiv (Rh) bezeichnet; Blut dessen Erythrozyten die D-Eigenschaft fehlt ( "d") als Rhesus-negativ (rh). Inzwischen erlauben neue monoklonale Testreagenzien auch den Nachweis einer nur geringen D-Antigen-Dichte auf den Erythrozyten. Träger dieser schwachen D-Eigenschaft werden als D-weak bezeichnet und als Rh positiv (D weak positiv) klassifiziert. Es erfolgt ein Befundbericht und Ausstellung eines Ausweises bzw. Eintragung in einen Mutterpass. Die eindeutige Kennzeichnung der Probe mit Name, Vorname und Geb.- Datum ist notwendig.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Die Untersuchung wird nicht mehr durchgeführt und durch einen Thrombozytenfunktionstest ersetzt

Material

Nativblut nach Lanzettenstich

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Bis vor einigen Jahren wurde die Thrombozytenfunktion über die sogenannte Blutungszeit bestimmt. Eine der zur Verfügung stehenden Methoden ist die Bestimmung der Blutungszeit nach Ivy, bei der zunächst dem Patienten am Arm eine Blutdruckmanschette angelegt und auf ca. 40 mmHg aufgeblasen wird. Anschließend wird an der Innenseite des Unterarmes ein Schnitt gesetzt und die Zeit notiert, bis die Blutung stoppt. Dauert die Blutung um eine bestimmte Normzeit zu lange, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient während eines Eingriffs (z. B. Operation) einem erhöhtem Blutungsrisiko ausgesetzt ist. In den letzten Jahren verlor die Bestimmung der Blutungszeit immer mehr an Bedeutung. In vielen Krankenhäusern wird dieser Test nicht mehr angeboten. Viele nationale Gremien empfehlen diesen Test nicht mehr als Routinetest vor einer geplanten Operation durchzuführen. Die Blutungszeit ist weder sensitiv (Erkennen von kranken Patienten) noch spezifisch (Erkennen von gesunden Patienten); Risiko und Schweregrad einer operativen Blutung können daraus nicht eindeutig abgelesen werden. Das Ergebnis der Blutungszeit kann schlecht nachkontrolliert werden (mangelnde Reproduzierbarkeit), wird durch Aspirin-Einnahme beeinflusst und ist untersucherabhängig; außerdem bleiben bei dieser Methode oft Narben am Unterarm zurück.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Blutentnahme nüchtern (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz)
  • Lagerung des Vollbluts bei Raumtemperatur bewirkt eine stündliche Abnahme der Glucosekonzentration im Blut um ca. 6 mg/dL
  • Bei Verwendung eines NaF-Zusatz ist eine Stabilität über 24 Std. gegeben

Material

2 mL EDTA-NaF-Blut
2 mL Fluorid-Citratblut
Bei den CF-Röhrchen (Citrat-Fluorid) handelt es sich um Vakutainer-Röhrchen der Fa. Terumo ("Terumo venosafe Glykämie"). Es stehen auch Monovetten der Fa. Sarstedt zur Verfügung. Durch diese CF-Kombination wird die Glykolyse sofort unterbunden.

Körperflüssigkeiten (Pleurapunktat, Aszites, Liquor)

Normbereich

nüchtern 55 - 100 mg/dL
"Prädiabetes" 101 - 125 mg/dL
V. a. Diabetes bei einer Nüchternglukose größer als 125 mg/dL
postprandial bis 160 mg/dL

 

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Glukose-Belastung

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Untersuchung steht nicht mehr zur Verfügung.

Siehe auch pro-BNP

Informationsstand

07.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

nasopharyngaler Abstrich

Normbereich

negativ

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, die Krankheit ist extrem ansteckend (nahezu 100% bei engem Kontakt). Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3 und 12 Tagen. Das Prodromalstadium beginnt mit Schnupfen, uncharakteristischem Husten und mäßigem Fieber von ein bis zwei Wochen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

Hautbiopsie
Punktat (z.B Synovialflüsigkeit)
Liquor
Zecke (nicht akkreditierbar)

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ECLIA
Immunoblot

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Diagnose nur über Serologie möglich; klinische Formen: Erythrema migrans, Lyme-Arthritis, Lyme-Enzephalitis, Übertragung durch ZeckenbissFür die klinische Klassifizierung wird die Einteilung in Frühmanifestationen (lokalisiert:E. migrans; disseminiert: z.B. akute Neuroborreliose) und Spätmanifestationen (Arthritis, Acrodermatitis und chronische Neuroborreliose) vorgezogen (RKI, 2007). Borrelien befinden sich im Verdauungstrakt der Zecken und werden daher erst einige Zeit nach dem Stich übertragen. Je früher die Zecke entfernt wird, desto mehr ist das Risiko einer Borrelioseinfektion vermindert. Die Zecke sollte bemi Herausziehen nicht zerquetscht und nicht mit Öl, Klebstoff, Nagellackentfernern oder Alkohol getötet werden, da sie ansonsten noch ihren Darminhalt in die Wunde entleert und das Risiko einer Infektion durch Borrelien erhöht! Bei der Laboruntersuchung der Borreliose werden die Entzündungswerte (Blutbild, Blutsenkung, CRP, sehr unspezifisch) sowie spezielle, gegen Borrelien gerichtete Antikörper (als Suchtest, bzw. spezifischen Western Blot) im Blut bestimmt. Bei den Antikörpern gibt es zwei Arten, die IgM-Antikörper, die im Frühstadium, frühestens aber erst 2-4 Wochen nach Infektion gebildet werden und in der Spätphase oft nicht mehr vorhanden sind, und IgG-Antikörper, die erst später gebildet werden und lebenslang als Hinweis auf einen stattgefundenen Kontakt mit dem Erreger im Blut nachweisbar bleiben. Bei Verdacht auf eine Neuroborreliose muss eine Liquoruntersuchung durchgeführt werden.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

Enzyme-Linked Immuno-Assay (ELISA)
Rechenwert

Akkreditierte Untersuchung

Nicht akkreditierbar

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase-Chain-Reaction (PCR)

Informationen

Brustkrebs ist die bei Frauen häufigste Tumorerkrankung. Bei ca. 5-10% der Patientinnen lässt die Familienanamnese auf eine erbliche Form mit autosomal dominantem Erbgang schließen. In ca. 30-50% dieser familiären Fälle werden Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2 gefunden.nDie Untersuchung wird nicht bei uns durchgeführt, sondern in ein humangenetisches Labor weitergeleitet. Eine vorherige Rücksprache mit einem Humangentiker ist unbedingt erforderlich. Die Untersuchung ist bei privater Bezahlung sehr teuer, ggf. ist eine Abklärung mit der Krankenkasse anzuraten.

Informationsstand

10.01.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

< 12,0 mg/l
Therap. leicht sed. 400 - 1000 mg/l
Therap. stark sed. 1000 - 2000 mg/l

Methodik

ICP-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

07.05.2021

Präanalytik

Senkungsröhrchen sollte schnell eingesetzt werden

Material

Senkungsröhrchen oder EDTA-Blut

Normbereich

Mann < 15 mm/1h
Frau < 20 mm/1h

Methodik

Kapillar-Messung

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Bestimmung der Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BSG) nach Westergren, auch Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, misst die Geschwindigkeit des Absinkens von Blutzellen in einem dünnen Glasröhrchen. Zur Ermittlung der BSG wird Blut ungerinnbar gemacht und nach bestimmten Fristen die Blutsäule in einem genormten Röhrchen abgelesen. Die zellulären Bestandteile des Blutes sinken dabei abhängig von Größe und Ladung nach unten. Erfasst wird eine pathologische Zusammensetzung von Proteinen, vor allem von Akut-Phase-Proteinen, von Immunglobulinen und Immunkomplexen. Die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit ist ein unspezifischer Suchtest, der Hinweise auf das Bestehen verschiedener Erkrankungen liefert. Erhöhte Werte finden sich bei allen Entzündungen, Karzinomen, Leukämien, Anämien, Plasmozytom ("Sturzsenkung") u.a. Mit einer optischen Kapillar-Messmethode kann die BSG auch aus dem EDTA-Blut bestimmt werden, welches für das Blutbild verwendet wird. In der Messkapillaren wird photometrisch das Durchlicht der Probe gemessen. Beim Vorliegen von Akut-Phase-Proteinen wird das negative Außenpotential der Erythrozyten aufgehoben. Folge ist eine schnellere Aggregatbildung der Erythrozyten, die photometrisch gemessen wird und an dem Ein-Stunden-Wert der Westergren-Methode kalibriert wurde. Durch die höhere Probenstabilität von bis zu 24 Stunden, der besseren Reproduzierbarkeit und der Möglichkeit eines Transportes in ein peripheres Labor bietet diese Methode eindeutige Vorteile. Weitere Unterschiede dieser Methode gegenüber der nach Westergren bestehen in der Unabhängigkeit von der Raumtemperatur und vom Hämatokrit, d.h. allein aufgrund einer Anämie kommt es nicht zur Senkungsbeschleunigung. Die "Sturzsenkung" ist ein Phänomen bei der klassischen Senkung, das bei Plasmozytompatienten nach ca. 30 - 45 Minuten auftritt und sich bei der Kapillarmessmethode nicht beobachten lässt. Die Angabe der BSG im EDTA-Blut erfolgt als 1 h Wert, der 2 Stunden-Wert entfällt, da er die Aussagekraft nicht erhöht.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Methodik

rechnerisch

Informationen

BUN ist der an Harnstoff gebundene Stickstoff.
Umrechnungen: BUN (mg/dl) x 2.14 = Harnstoff (mg/dl)
Harnstoff (mg/dl) x 0.467 = BUN (mg/dl)

Informationsstand

17.01.2018

Präanalytik

Bestimmt werden Buprenorphin und sein Hauptmetabolit Norbuprenorphin. 

Nachweisbarkeit: 1-5 Tage 

Material

Spontanurin: 10 ml 

Serum: 2 ml 

Normbereich

Serum: 

bei Schmerztherapie bis 5,0 µg/l
negativ:  
Buprenorphin i. S. (Cut-off 1 µg/l)
Norbuprenorphin i. S (Cut-off 2 µg/l)

 

Urin: 

negativ:  
Buprenorphin i. H. (Cut-off 2 µg/l)
Norbuprenorphin i. H. (Cut-off 4 µg/l)

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Semisynthetisches Opioidanalgenetikum mit steigendem Missbrauchspotential. 

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Einwilligungserklärung einholen

Material

5 ml EDTA Blut

Normbereich

Ein heterozygoter Trägerstatus oder ein negatives Ergebnis schließt einen M. Meulengracht nicht völlig aus, da mittlerweile auch Patienten mit Bilirubinwerten über ca. 2.3 mg/dl beschrieben sind, die die TA-Insertion in Kombination mit einem Aminosäureaustausch aufwiesen oder nur heterozygot für eine Mutation in der kodierenden Region des UGT-Gens waren.

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

C

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

s. Cortisol im Urin

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Nebennierenrindenerkrankungen

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Stabilität im Serum geringer, Blutentnahme morgens nüchtern, kein Kaffee oder Tee, zwischen 7.00 Uhr und 09.00 Uhr (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz, deutliche Tagesrhythmik, verminderte Werte durch Insulinausschüttung)

Material

2 ml EDTA-Plasma 

Normbereich

Frauen
prämenopausal (ab 17 Jahre) < 0.57 µg/l
postmenopausal < 1.00 µg/l
Männer
17 - 50 Jahre < 0.58 µg/l
51 - 70 Jahre < 0.70 µg/l
>70 Jahre < 0.85 µg/l
 
Dialysepatienten (normaler Knochenabbau) 0.5 - 2.1 µg/l
Für Kinder und Jugendliche stehen uns derzeit keine Richtwerte zur Verfügung.

 

Methodik

Elektro Chemilumineszenz Assay (ECLIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Mit den Beta-Crosslaps werden lineare Abbaufragmente der C-terminalen Telopeptide (β-CTx) des Typ 1 Kollagens nachgewiesen. Eine erhöhte Serum-Konzentration korreliert mit einem erhöhten Knochenabbau. Beta-Crosslaps gelten als Marker für eine Osteoporose, insbesondere bei postmenopausalen Frauen und Dialysepatienten. Bei Dialysepatienten sind nur geringe Tagesschwankungen zu beobachten. Die CrossLaps-Werte fallen unter einer antiresorptiven Therapie bei Therapierespondern bereits nach wenigen Wochen bis zu 50 % des Ausgangswertes ab und sind damit signifikanter Hinweis auf eine Abnahme des Frakturrisikos.

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 mL Serum, Plasma

Normbereich

90-180 mg/dL

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Autoimmunerkrankungen, Glomerulonephritis

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum, Plasma

Normbereich

20-50 mg/dL

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Autoimmunerkrankungen, Glomerulonephritis

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (ELISA) und ANCA IIFT

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme nüchtern (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz)

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

0,8 - 3,9 µg/L

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Als Teil des Proinsulins wird C-Peptid bei dessen Umwandlung zum Insulin enzymatisch herausgeschnitten, wobei zu gleichen Teilen C-Peptid und Insulin entsteht. Im Gegensatz zum Insulin besitzt C-Peptid keine wesentliche Bedeutung im Körper. C-Peptid wird jedoch auf Grund seiner längeren Haltbarkeit zur Beurteilung der körpereigenen Insulinproduktion verwendet.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Aus 2h Sammelurin

Ohne Konservierungsmittel sammeln

Während des Sammelns kühlen (2-8°C)

Material

10 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

Normal: 3.6-253 µg/ 24h 

Methodik

CLIA 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Diabetes mellitus

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Exaktes Probenvolumen beim Citratblut, keine Hämolyse

Material

1 mL Citratblut (1:10)
1 ml Serum 

Normbereich

Konzentration 15 - 35 mg/dl

Methodik

Radiale Immundiffusion, photometrisch (chromogenes Substrat)

Informationsstand

16.06.2016

Präanalytik

Citratplasma tiefgefroren 

Material

3 ml Citratplasma (gefroren) (1:10) 

Normbereich

70-130 %

Methodik

chromogener Test

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Hereditäres angioneurotisches Ödem (HANE), DD bei Ödemen, spast. Schmerzattacken im Magen-Darm-Bereich, Capillary leak-Syndrom

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Synonym: zirkulierende C1q-Immunkomplexe, CIC-C1q

Versand optimal: Gekühlt oder gefroren

Material

Serum/Plasma: 2 ml 

Normbereich

negativ: < 16 µgEq/ml

Graubereich:  16-18 µgEq/ml

positiv: > 18 µgEq/ml

Methodik

EIA 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

CIC finden sich bei vielen Menschen mit Systemischen Lupus Erythematodes (SLE) und Rheumatoider Arthritis (RA), vor allem bei solchen mit Vaskulitis. Erhöhte ZI-Konzentrationen während aktiver Krankheitsphasen scheinen im Zusammenhang mit dem Krankheitsverlauf zu stehen. Das Komponentenfragment C1q bindet vorrangig Immunokomplexe der Größe 19-27S. Bei der Serumkrankheit, dem Prototyp unter den Immunokomplexkrankheiten, lagern sich Komplexe dieser Größe typischerweise schädlich in Geweben an. 

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 mL Serum

Normbereich

17 - 42 mg/dl

Methodik

Radiale Immundiffusion (RID)

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 35 U/mL

> 70 U/mL pathologisch

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bei über 80 % aller Patientinnen mit einem klinischen Ovarialkarzinom finden sich erhöhte CA 125-Werte. CA 125 kommt bei diesen Patientinnen in Kombination mit CEA und CA-72-4 zur Therapiekontrolle zum Einsatz. 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 25 U/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Zielgebiet: Mamma, Ovar, Gastrointestinaltrakt
Therapie- und Verlaufskontrolle beim Mamma-Ca

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 27 U/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Das Carbohydrate Antigen 19-9 (CA 19-9) dient als diagnostischer Marker für verschiedene gut- und bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Die Halbwertszeit für CA 19-9 im Blut beträgt ca. 4 bis 8 Tage. Dabei kann man sich an folgenden Anhaltswerten orientieren:

  • < 27 U/L: normal
  • < 500 kIU/L: moderat erhöhte Werte (meist) gutartige Erkrankung
  • kontinuierlich ansteigende CA 19-9 Konzentrationen weisen auf eine maligne Erkrankung des Pankreas bzw. der Gallenwege hin.

Benigne oder entzündliche Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des Tumormarkerspiegels einhergehen können, sind Erkrankungen der Gallenwege, z.B. Vorhandensein von Gallensteinen in den Gallenwegen, eine akute und chronische Pankreatitis oder Hepatitis sowie eine Leberzirrhose. Patienten mit einer chronischen Niereninsuffizienz können leicht erhöhte CA 19-9 Konzentrationen aufweisen. Mittlere bis hohe Werte kommen beim Pankreaskarzinom, insbesondere beim exkretorischen duktalen Pankreaskarzinom, und Karzinomen des Magens, der Gallenwege, des Colons und des Rektums vor. Bei Patienten mit der Blutgruppe Lewis-a negativ/b-negativ (ca. 5% der Bevölkerung) wird CA 19-9 nicht exprimiert.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 6.0 U/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Zielgebiet: Magen, Ovar, Mamma

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Einwilligungserklärung des Patienten einholen

Material

2 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Sequenzierung

Informationen

Prävalenz: ca. 1 in 15.000.000
Das CADASIL Syndrom (Cerebrale autosomal dominante Arteriopathie mit subcorticalen Infarkten und Leukoenzephalopathie) ist eine autosomal dominante Erkrankung, die anfangs zu schwerer Migräne, später zu rezidivierenden Schlaganfällen mit kognitive Störungen bis zur Demenz führen kann.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Vollblutanalyse 

Material

Heparin-Blut: 2 ml 
EDTA-Blut: 2ml

Normbereich

Erwachsene.: < 1,0 µg/l
Kind: < 0,3 µg/l

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Cadmium gehört zu den Schwermetallen. Es kommt in verzinkten Eisenrohren, Batterien, Anstrichfarben und Lebensmitteln wie Leber, Pilzen und Schalentieren vor. Eine weitere Quelle stellt der Zigarettenkonsum dar. Cadmium reichert sich besonders in der Niere an. Es kann zu Nierenschäden, Eisenmangelanämie und Osteoporose kommen. 

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 mL Urin
10 ml eines 24h Sammelurins (Sammelmenge angeben)

Normbereich

Normal: < 0.8 µg/l 

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: V.a. Intoxikation (Nierenschäden), arbeitsmedizinische Untersuchungen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Stabilität bei Raumtemperatur: ca. 2h (zügiger Transport in das Labor) 

Nach Möglichkeit gefroren versenden. 

Material

2 ml Serum (optimal: gefrostet)

Normbereich

Männer: < 11,8 pg/ml
Frauen: < 4,8 pg/ml

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Calcitonin-Produktion erfolgt physiologisch in den C-Zellen der Schilddrüse; zusammen mit dem partiell gegensätzlich wirkenden Parathormon reguliert Calcitonin insbesondere den Calciumhaushalt. Es senkt den Calcium-Spiegel im Blut über einen verstärkten Calcium- und Phosphateinbau in die Knochen, einer Reduktion der Calciumaufnahme aus dem Darm sowie einer verminderten renalen Calciumrückresorption und damit vermehrten Ausscheidung von Calcium über die Nieren. Die Calcitonin-Bestimmung ist jedoch nur bei Verdacht auf medulläres C-Zellkarzinom und kleinzelliges Bronchialkarzinom indiziert.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Erwachsene 2,0 - 2,6 mmol/l

Kinder 1,8 - 2,8 mmol/l

Methodik

Photometrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Erhöht bei Hyperparathyreoidismus, Vitamin D-Hypervitaminose und Knochenabbau

Vermindert bei entzündlichen Darmerkrankungen, Hypoparathyreoidismus und Nierenerkrankungen

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

5 mL vom 24 h Urin

Normbereich

Männer: < 7,5 mmol/d

Frauen: < 6,2 mmol/d

Methodik

Farbtest

 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Knochenerkrankungen, Steine
Die Bestimmung der Kalzium/Kreatinin-Ratio wird eingesetzt, um eine Hyperkalziurie zu erkennen.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

1,15-1,35 mmol/L

Methodik

Rechenwert

Informationen

Berechnung erfolgt über Gesamtalbumin

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Kompetitionsassay, Radioimmunoassay

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Calcium-Kanal-Autoantikörper (VGCC = voltage gated calcium channel, spannungsabhängigen P/Q-Calcium-Kanal) sind entscheidend in der Diagnostik des Lambert-Eaton Syndroms (LEMS). Die primäre physiologische Störung beim Lambert-Eaton Syndrom liegt in einer verminderten Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin aus den Nervenendigungen in den synaptischen Spalt. Ursache hierfür sind Autoantikörper gegen ein Membranprotein der Nervenzelle, nämlich den spannungsabhängigen Calcium-Kanal. Infolgedessen entwickelt sich im Verlauf der Erkrankung eine rasche Ermüdbarkeit bei körperlicher Belastung kombiniert mit einer Schwäche vor allem der Oberschenkel- und Beckenmuskulatur. Im Gegensatz zur Myasthenia gravis mit ähnlicher Symptomatik finden sich beim LEMS positive Antikörper gegen Calcium-Kanäle und keine Antikörper gegen Acetylcholinrezeptoren.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Informationen

Calcium-Phosphat-Produkt = Calcium (mmol / l) x Phosphat (mmol / l)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

optimal: Kühltransport

Material

je 2 ml Serum (optimal: Kühltransport)

Normbereich

siehe Befundbericht
Bei Frauen werden geringere Anstiege als bei Männern beobachtet.

Informationen

Indikation: Die exogene Calciumzufuhr stimuliert die Calcitoninausschüttung der C-Zellen; Patienten mit C-Zellhyperplasie oder medullären Schilddrüsenkarzizinom zeigen einen pathologisch höheren Calcitonin-Anstieg als Normalpersonen. Der Test ist daher zur Diagnose des medullären Schilddrüsenkarzinoms bei suspekten Schilddrüsenknoten, zum MEN2-Familienscreening und Überwachung RET-positiver Genträger, zum präoperativen und postoperativen Monitoring von Patienten mit medullärem Schilddrüsenkarzinom indiziert.
Der Calcium-Stimulationstest wird als Ersatz für den Pentagastrintest eingesetzt, da Pentagastrin nur in internationalen Apotheken erhältlich ist, aber zunehmend durch molekulargenetische Untersuchungsmethoden (Nachweis von Mutationen des RET-Protoonkogens) ergänzt bzw. ersetzt.

siehe auch Pentagastrintest

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Stabilität bei 2-8°C 72 Stunden, bei -20°C  4 Wochen

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß, möglichst von dem ersten Stuhl des Tages; saubere und luftdichte Entnahmesysteme verwenden)

Normbereich

negativ: < 50 mg/kg (Cut-off) 
grenzwertig: 50-120 mg/kg 
positiv: > 50 positiv mg/kg

Für Kinder bis 4 Jahren gelten abweichende Normwerte (siehe Befundbericht).

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Calprotectin wird bei Entzündungsreaktionen von neutrophilen Granulozyten und Makrophagen freigesetzt. Der Gehalt des kalziumbindenden Proteins "Calprotectin" im Stuhl ist bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und bei Patienten mit bösartigen Darmtumoren erhöht, eher unauffällig bei Polypen oder gutartigen Darmtumoren.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

5 - 10 g Stuhl (haselnussgroß)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA)
Kulturelle Anzucht

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Im Krankheitsverdacht empfiehlt sich der direkte Antigen-Nachweis aus dem Stuhl. Mit dem Antigennachweis im Stuhl mittels ELISA kann C. jejuni und C. coli nachgewiesen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Sicherung der Diagnose ist der kulturelle Nachweis aus möglichst frischem Stuhl. Ein kultureller Nachweis sollte zusätzlich angestrebt werden, um ggf. eine Resistenztestung zu ermöglichen.

Campylobacter spp. und Salmonellen enterica. spp zählen zu den häufigsten bakteriellen, nicht Antibiotika-assoziierten, Durchfallerreger in Europa und kommen bei Mensch und Tier vor. C. jejuni ist insbesondere beim Geflügel und C. coli beim Schwein nachweisbar. Die Übertragung erfolgt in der Regel über kontaminierte Lebensmittel (rohes Fleisch, Milch, Trinkwasser). Große Ausbrüche wie bei Salmonellen sind selten, da Campylobacter sich nicht in Lebensmitteln vermehrt. Campylobacter verursacht beim Menschen Enterokolitis mit wässrig-schleimiger, z. T. blutiger Diarrhoe. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Tage (typischerweise 3 Tage). Die Krankheit beginnt mit einem unspezifischen Krankheitsgefühl, Frösteln und Kopf- und Gliederschmerzen.

In der Regel ist die Erkrankung selbstlimitierend und eine Flüssigkeitssubstitution ist empfehlenswert. Azithromycin oder Ciprofloxacin sind in der Regel wirksam, allerdings nehmen Resistenzen gegen diese Antibiotika zu. Gelegentlich kann es zwei bis drei Wochen nach einer Campylobacter-Enteritis zu Spätfolgen wie reaktiver Arthritis oder Guillain-Barre-Syndrom kommen.

Informationsstand

10.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Informationen

Im Krankheitsverdacht empfiehlt sich der direkt Antigen-Nachweis aus dem Stuhl.
Campylobacter spp. und Salmonellen enterica. spp zählen zu den häufigsten bakteriellen, nicht Antibiotika-assoziierten, Durchfallerreger in Europa und kommen bei Mensch und Tier vor. C. jejuni ist insbesondere beim Geflügel und C. coli beim Schwein nachweisbar. Die Übertragung erfolgt in der Regel über kontaminierte Lebensmittel (rohes Fleisch, Milch, Trinkwasser). Große Ausbrüche wie bei Salmonellen sind selten, da Campylobacter sich nicht in Lebensmitteln vermehrt. Campylobacter verursacht beim Menschen Enterokolitis mit wässrig-schleimiger, z. T. blutiger Diarrhoe. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Tage (typisch 3). Die Krankheit beginnt mit einem unspezifischen Krankheitsgefühl, Frösteln und Kopf- und Gliederschmerzen. Gelegentlich kann es zwei bis drei Wochen nach einer Campylobacter-Enteritis zu Spätfolgen wie reaktiver Arthritis oder Guillain-Barre-Syndrom kommen.Makrolide und Gyrase-Hemmer sind meist gut wirksam, die Häufigkeit von Resistenzen nimmt jedoch zu.

Indikationen

Informationsstand

30.11.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Falsch positive Ergebnisse können bei Präsenz von Rheumafaktoren auftreten

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Latexagglutination

Informationen

Diagnostisch steht neben dem Antigen- und Antikörpernachweis aus dem Blut auch die direkte Anzucht (Kultur) aus allen Körpermaterialien zur Verfügung. Der Nachweis von Candida Arten lässt nicht zwangsläufig eine Unterscheidung zwischen normaler Besiedelung und bestehender Infektion zu. Die Diagnose einer systemischen Candidainfektion basiert auf der kulturellen Anzucht aus physiologisch sterilen Körperflüssigkeiten (V.a. Blutkulturen) oder Gewebe mit in-vitro Empfindlichkeitstestung. Bei kulturellem Nachweis aus nicht sterilen Proben ist es nicht möglich, zwischen Kolonisation und Infektion zu unterscheiden.
Eine zusätzliche diagnostische Hilfe können serologische Testmethoden wie der Antigen-und Antikörpernachweis sein.

Der Nachweis von Antikörpern gegen Pilzantigene wird für die Akut-Diagnostik nicht empfohlen.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

20 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Kinetic interaction of microparticles in a solution

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Synonym: Decansäure 

 

Material

1 mL Serum / Plasma

Normbereich

< 1 Monat < 10,7 mg/L
< 1 Jahr < 10,7 mg/L
1 - 17 Jahre < 4,3 mg/L
> 17 Jahre < 3,1 mg/L

 

 

Methodik

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Mittelkettige Fettsäuren.

Informationsstand

12.05.2021

Material

1 mL Serum / Plasma

Normbereich

< 1 Monat < 9,1 mg/L
< 1 Jahr < 9,1 mg/L
1 - 17 Jahre < 5,9 mg/L
> 17 Jahre < 6,8 mg/L

Methodik

Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Mittelkettige Fettsäuren.

Informationsstand

12.05.2021

Material

je 2 ml EDTA-Blut

Normbereich

Anstieg des Renins > 100 % oder > 2,5 ng/ml spricht für Renovaskuläre Hypertonie

Methodik

ECLIA

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme im steady state 2-3 h  bzw. bei Retardpräparaten 4-5 h nach Gabe. 

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therapeutische Bereiche:
8 - 12 mg/l (Monotherapie)
3 - 8 mg/l (Multitherapie)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme im steady state vor der nächsten Gabe. 

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 0,5 - 3,0 mg/L

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay

Informationen

Unter Anti-Cardiolipin-Antikörpern (ACA) versteht man Anti-Phospholipid-Antikörper (APA), deren Vorkommen ursprünglich in den Seren von Patienten mit sogenanntem "falsch positivem" Lues-Befund nachgewiesen wurden. In neuerer Zeit konnte jedoch gezeigt werden, daß ACA bei einer Vielzahl von Autoimmunerkrankungen, insbesondere beim Lupus Erythematodes (LE) und der primär biliären Cirrhose (PBC) auftreten können. Auch das beim LE auftretende sog. Lupus-Anticoagulans (LA) entspricht einer Untergruppe der ACA. Ein positiver Nachweis von ACA kann dem klinischen Auftreten von Kollagenosen einige Jahre vorausgehen. Die beschriebenen Antikörper sind aber auch mit weiteren Symptomen assoziiert. Dieses sogenannte "Primäre Antiphospholipid-Syndrom" betrifft insbesondere schwangere Patientinnen mit habituellen Aborten, Präeklampsie oder tiefen Beinvenenthrombosen. Kleine Thrombosen in den Venen und Arterien unterbinden dabei eine ausreichende Blutversorgung der betroffenen Organe. ACA-positive Patienten zeigen auch häufig eine generelle Thromboseneigung, dadurch bedingte gehäufte Miniinfarkte sowie eine entsprechende neurologische Symptomatik. Auch bei gesunden Menschen können hin und wieder Cardiolipin-Antikörper nachgewiesen werden. Meist handelt es sich bei diesen Personen um Verwandte von Patienten mit einem Antiphospholipid-Syndrom, was darauf hinweist, daß es sich hier um eine zumindest teilweise erbliche Erkrankung handelt. Auch diese Personen weisen ein erhöhtes Risiko für thrombotische Ereignisse auf.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 ml Serum

Normbereich

negativ

Informationen

  • Coxsackie-Viren
  • ECHO-Viren
  • Influenza-Viren
  • Parainfluenza-Viren
  • Cytomegalie-Virus (CMV)
  • Epstein-Barr-Virus (EBV)
  • Adeno-Viren

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Seminalplasma

Normbereich

> 2,4 mg/dL

Methodik

Liquid-Chromatographie/Massenspektometrie

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Infertilität.

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 ml vom 24h-Urin oder Spontanurin 

Normbereich

Normal: 

Spontanurin: 1.9-24.2 mg/g Krea.

24h Sammelurin: 2.2-25.6 mg/24h 

Methodik

LC-MS 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Gedeihstörungen bei Kleinkindern

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann: 24,6 - 51,0 µmol/l

Frau: 17,9 - 45,5 µmol/l

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Bei Mangel Symptome wie Muskelschwäche, Myalgie oder Kardiomyopathie.

Informationsstand

12.05.2021

Material

1 ml Serum oder Liquor

Normbereich

negativ

Methodik

Immunfluoreszenztest (IFT)

Informationen

Zu den Kaliumkanal-assoziierten (VGKC) Proteinen gehören CASPR2 und LGI1 (s. dort); sie können auf eine limbische Encephalitis oder paraneoplastische neurologische Symptome bei Thymomen oder kleinzelligen Lungenkar-zinomenhinweisen.

Informationsstand

18.08.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Antikörper gegen cyclisches citrulliniertes Peptid (CCP) sind ein neuer, hochspezifischer und sensitiver Marker für die Rheumatoide Arthritis (RA). Antikörper gegen Filagrin mit der darin vorkommenden seltenen Aminosäure Citrullin werden sehr früh im Verlauf einer Rheumatoiden Arthritis beobachtet und haben daher einen hohen prognostischen Wert: Anti-CCP positive Patienten entwickeln im Verlauf von 6 Jahren signifikant ausgeprägtere radiologisch nachweisbare Läsionen als anti-CCP negative.

Informationsstand

12.05.2021

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Durchflusscytometrie

Informationen

Diese Untersuchung dient der Bestimmung von CD20 positiven B-Lymphozyten. Mithilfe der Durchflusszytometrie können zellulärer Differenzierungsantigene (sogenannte "CD=Cluster of Differentiation") an der Zelloberfläche von Lymphozyten bestimmt werden. CD-20 findet sich an normalen B-Lymphozyten, aber auch an Lymphomzellen. Anti CD-20 (Rituximab) besteht aus biotechnisch hergestellten monoklonalen CD20-Antikörpern, die sich an das CD20-Antigen auf den B-Lymphozyten binden. Dies löst immunologische Mechanismen aus, die zur Zerstörung jener B-Lymphozyten führen, die CD-20-Antigene tragen. Da aber sowohl gesunde Zellen als auch Krebszellen CD20-Antigene auf ihrer Oberfläche tragen und die CD-20-Antikörper folglich auf beiden Zellarten andocken, wird durch die erfolgende Bindung die gesamte B-Lymphozyten-Population in Blut, Knochen und Lymphknoten einschließlich der Lymphomzellen um etwa 80 Prozent verringert. Ein Vorteil bei diesem Therapieprinzip besteht darin, dass die Oberfläche reifer B-Zellen etwa wesentlich dichter mit CD-20-Antigenen besetzt ist als diejenige der Vorstufen. Auf den Stammzellen des Knochenmarks, aus denen alle Lymphozyten entstehen, fehlen diese Antigene sogar ganz. Diese bleiben also vom Angriff der Antikörper verschont. Daher kann sich die B-Zellpopulation nach Abschluss der Therapie nach einigen Monaten wieder neu aufbauen. So entfallen viele der bei einer Chemotherapie üblicherweise auftretenden Nebenwirkungen oder sind weniger ausgeprägt.

Informationsstand

24.02.2017

Präanalytik

frisch, nicht abzentrifugiert oder eingefroren, Kühlung ist nicht erforderlich

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Borrelien-Infektion sollenen bei chronischen Verläufen zu einer Schwächung des Immunsystems mit einer Verminderung der CD3-/CD57+NK-Zellen, einer Subpopulation der Natural-Killer-Cells (NK-Zellen), führen.

Informationsstand

24.02.2017

Material

2 ml Serum

Methodik

Kapillarelektrophorese
Isoelektrische Fokussierung

Informationen

Unter dem CDG-Syndrom versteht man eine äußerst seltene, generalisierte Störung in der Synthese der Kohlenhydratstrukuren von Glycoproteinen (fast alle Serumproteine sind Glycoproteine, also aus einer Kohlenhydrat- und einer Protein-Komponente zusammengesetzte Moleküle), die zu einer Multisystemerkrankung mit häufigen Infekten bereits im Säuglingsalter sowie Leberveränderungen, Gerinnungsstörungen und psychomotorischer, bzw. mentaler Retardierung mit Krampfanfällen führt. Von den bis heute beschriebenen18 verschiedenen, autosomal rezessiv vererbten CDG-Typen wird die häufigste Form des CDG-Syndroms als CDG-1a bezeichnet und betrifft etwa 80 Prozent aller bekannten CDG-Patienten. Der Rest entfällt auf die Typen CDG-1b und CDG-2. Transferrin trägt normalerweise zwei verzweigte Zuckerketten, an deren Ende sich je zwei Sialinsäuren befinden, die eine negative Ladung besitzen. Synthesedefekte der Zuckerketten bei CDG führen zu einem Verlust von Sialinsäureresten und damit zu einer Veränderung der elektrischen Ladung des Glykoproteins.

Der Verdacht auf ein CDG Syndrom kann sich aus abnormen Muster in der Kapillarelelektrophorese bei der Bestimmung des CDT-Wertes in der ergeben. Die weitere Diagnostik besteht in der Bestimmung der Transferrin-Isoformen mittels HPLC oder Isoelektrischer Fokussierung. Der endgültige Nachweis der Mutationen erfolgt durch PCR und anschließende Sequenzierung (Fremdlabor).

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Störfaktoren wie genetische Transferrinvarianten oder angeborenen Glykosylierungssörungen (CDG-Syndrom) können zu abnormen Mustern in der Kapillarelektrophorese führen. Der quantitative CDT-Wert ist hier nicht diagnostisch verwertbar

Material

2 ml Serum, Messung aus EDTA-Plasma nicht möglich

Normbereich

bis 1,3 %

Methodik

Kapillarelektrophorese

Informationen

Transferrin, das Transportprotein des Eisens, wird zum größten Teil in der Leber, in geringem Maße auch in Knochenmark, Milz und Lymphknoten synthetisiert. Es wird zu den ß-Globulinen gerechnet und hat ein Molekulargewicht von ca. 80.000. Carbohydrate-Deficient-Transferrine (CDT) sind Transferrinvarianten, bei denen bestimmte Kohlenhydratketten fehlen. Der Prozentsatz solcher defekten Transferrinvarianten vom Gesamttransferrin im Blut ist der sensitivste und spezifischste Parameter für einen chronischen Alkoholabusus. Nach einem 14-tägigen regelmäßigen Alkoholkonsum von ca. 60 g Alkohol pro Tag, - das entspricht ca. 0,6 l. Wein pro Tag-, steigt der CDT-Gehalt im Blut. Erst etwa zwei Wochen nach Beendigung einer solchen Trinkperiode fallen die CDT-Werte wieder in den Normalbereich. Krankheiten, die auf Alkoholabusus zurückzuführen sind, sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Man schätzt die Inzidenz des Alkoholmißbrauchs zwischen 10 und 15%. Seit langem ist man daher bemüht, Laborparameter zu entwickeln, die eine objektive Beurteilung eines regelmäßigen Alkoholkonsums erlauben. Dazu gehören insbesondere die Gamma-GT sowie das mittlere Volumen der Erythrozyten (MCV). Die Gamma-GT hat jedoch eine kurze Halbwertzeit (9 - 20 h), so dass eine große Zahl von Patienten bereits nach einer Woche Alkoholkarenz wieder unauffällige Werte haben können. Das MCV hat einen relativ weiten Normbereich und ist zudem von einer größeren Zahl nicht durch Alkohol bedingter Erkrankungen beeinflußt (einseitige Ernährung, Magenerkrankungen, Vitamin-Mangel). Die Konzentration von CDT kann dagegen bis zu 40 Tagen nach dem letzten regelmäßigen Alkoholgenuß erhöht bleiben. Somit steht mit dem CDT ein Parameter zur Verfügung, der bei Verdacht auf erhöhten Alkoholkonsum, zur Kontrolle von Alkoholentzugstherapien sowie zur Abklärung einer unklar erhöhten Gamma-GT eingesetzt werden kann. Störungen: Erhöhte CDT-Werte finden sich auch bei Leberzirrhose verschiedener Genese, chronischer Hepatitis C und Malignomen, in seltenen Fällen bei Eisenmangel und Schwangerschaft.

 

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum (ggf. Liquor, Punktat)

Normbereich

< 3,4 µg/L (Nichtraucher)

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Zielgebiet: Gastrointestinaltrakt, Pankreas, Lunge, Mamma, Harnblase, Niere, Ovar

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

fT >= 4-8*MHK = 100% 

 

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine effektive, antibiotische Wirksamkeit der beta-Lactam-Antibiotika bei einer freien Plasmakonzentration (fT) von 4-8fach der MHK des Klinischen Breakpoints (EUCAST V.9.0) eines Erregers über die gesamte Zeit anzunehmen. (Quelle: Guilhaumou et al. Critical Care (2019)) 

 
                      Enterobacterales                             Pseudomonas spp.
Cefepim                      1                                                     8

 

 

 

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Überwachung der Antibiotika Spiegelkonzentration. 

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

  • Die oben aufgeführten Analyten stehen von Montag-Freitag zur Verfügung
  • Mit einem Messergebnis können Sie, abhängig vom Zeitpunkt der Einsendung, am gleichen Tag oder spätestens am Folgetag rechnen

Material

  • 250 µL gefrorenes EDTA-Plasma (Einfachbestimmung)
  • Bei fehlender Möglichkeit der Zentrifugation kann ggf. auch frisches EDTA-Vollblut eingesandt werden

Bitte beachten Sie auch das unser Merkblatt für die richtige Probenentnahme.

Normbereich

fT >= 4-8*MHK = 100%

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eine effektive, antibiotische Wirksamkeit der beta-Lactam-Antibiotika bei einer freien Plasmakonzentration (fT) von 4-8fach der MHK des Klinischen Breakpoints (EUCAST V.9.0) eines Erregers über die gesamte Zeit anzunehmen. (Quelle: Guilhaumou et al. Critical Care (2019)) 

 

                           Enterobacterales           Pseudomonas spp.

Ceftazidim                        1                                 8   

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Überwachung der Antibiotika Spiegelkonzentration. 

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Mann 4,62 -11,51 kU/L

Frau 3,93-10,81 kU/L

Kind 4,62-11,51 kU/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Leberfunktionsstörung

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunofluoreszenztest (IIFT)
ELISA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Das Chikungunya-Virus gehört zur Familie der Togaviren und gehört zu den Hämorrhagischen Fiebern. Als Überträger sind verschiedene Tigermücken-Arten (Aedes albopictus) bekannt. Das Erregerreservoir sind Primaten. Immer wieder werden Epidemien beschrieben ( Réunion mit über 100000 Erkankten). Die Erkrankung tritt in Afrika südlich der Sahara, auf verschiedenen Inseln im Indischen Ozean sowie in Indien, Südostasien und Indonesien auf. Die Inkubationszeit beträgt 3-5 Tage. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Asiatische Tigermücke hat sich in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Ländern etabliert, darunter Frankreich und Italien. Eine Übertragung jedoch ist in Europa unwahrscheinlich, weil es nicht warm und feucht genug ist. An Chikungunya Infizierte leiden an einem plötzlichen, schnellen Fieberanstieg. Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien treten auf, wobei die Gelenkbeschwerden oft im Vordergrund stehen und häufig beidseitig auftreten. Das Fieber galt ursprünglich als nicht tödlich. Insgesamt verläuft die Chikungunya meist ohne schwere Komplikationen. Bei einem geringen Teil der Patienten bleiben die Gelenkbeschwerden monatelang bestehen.

Der indirekte Nachweis erfolgt durch Bestimmung der IgG/IgM Antikörper im Serum (ggf. Liquor) mittels Immunfluoreszenztest oder Immunoassay. Der direkt Erregernachweis kann durch PCR bzw Kultur erfolgen. 

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme mit Serum-Monovette ohne Zusätze.

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therapeutischer Bereich: 1.0-5.0 mg/l

Toxischer Bereich: > 6.0 mg/l 

 

 

Methodik

Fluorometrie

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 1 - 7 mg/L
Tox. Ber. > 10 mg/L

Methodik

Fluorometrie

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

12.05.2021

Material

2ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Atemwegsinfektionen, die durch C. pneumoniae versucht werden verlaufen oft symptomarm, "grippeähnlich" oder als atypische Pneumonien. Viel seltener, insbesondere bei Kontakt mit Vögeln (Psittakose=Papageienkrankheit), ist C. psittaci die Ursache von meist schweren Pneumonien.

Informationsstand

12.05.2021

Material

Respiratorische Sekrete

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Informationen

Direktnachweis bei Verdacht auf Chlamydia pneumoniae bedingte atypische Pneumonie.

Informationsstand

24.09.2018

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

indirekter Immunofluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Die Psittakose (Ornithose) wird durch Chlamydia psittaci hervorgerufe- Die Ornithose ist eine von Vögeln (Wellensittiche, Tauben (besonders Brieftauben) und andere) auf den Menschen übertragbare, meist mit pneumonischen Infiltraten einhergehende Erkrankung. Die Inkubationszeit beträgt ca. 10 Tage. Symptome sind allgemeines Krankheitsgefühl, schwere Kopf- und Kreuzschmerzen, Myalgien, aber auch abdominellen Beschwerden und rasch ansteigendem Fieber, das bis zu 3 Wochen anhalten kann.

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Chlamydia trachomatis, der häufigste Erreger genitaler Kontaktinfektionen, ist in etwa zwei Drittel der Fälle die Ursache der tubaren Infertilität. Der positive Direktnachweis mittels PCR (Polymerase Kettenreaktion) im Zervixabstrich beweist die lokale Infektion und indiziert eine antibiotische Therapie. Unklar bleibt jedoch, ob die Infektion
1) auf die Zervix beschränkt ist,
2) sie tiefere Epithelschichten erreicht hat,
3) sie schon zu den Tuben aufgestiegen ist,
4) sie nach antibiotischer Therapie weiterschwelt oder
5) C. trachomatis vollständig aus dem Körper eliminiert ist.
Zur Beantwortung dieser Fragen gibt die Chlamydienantikörperdiagnostik Hinweise. Patientinnen mit aufsteigenden Infektionen wie Adnexitis zeigen meist hohe Antikörpertiter, während PCR Antigen-positive Patientinnen mit lokalen Infektionen wie Urethritis, Zervizitis oder Kolpitis zum Teil (ca 10%) negative Titer aufweisen. Dies deutet darauf hin, daß die Chlamydien in diesen Fällen noch nicht tief genug in das Epithel vordringen konnten, um eine Antikörperreaktion zu provozieren. Urogenitale Infektionen mit C. trachomatis äußern sich in Beschwerden der ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane mit Ausfluß. In diesem lokalen Stadium ist der Direktnachweis mittels PCR erfolgversprechend. Bei chronischen, "systemischen" Verläufen kann der Antikörpernachweis eine zusätzliche Hilfe sein. Reaktive Arthritiden und Adnexitiden können oft nur serologisch nachgewiesen werden.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

  • Vor Abstrichentnahme Entfernung von Sekreten und Eiter
  • Abstrich so entnehmen, dass reichlich abgeschilferte Zellen aufgenommen werden

Material

Erststrahlurin, Konjunktival bzw. Urogenital-Abstriche

Normbereich

negativ

Methodik

Real-time-PCR

Informationsstand

09.01.2019

Material

2 mL Serum, Plasma

Normbereich

Erwachsene 98 - 106 mmol/L
Kinder 96 - 111 mmol/L

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Störung des Elektrolythaushaltes

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

1 ml Liquor

Normbereich

106 - 136 mmol/l

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationen

Strömung der Blut-Hirn Schranke

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Speichel

Normbereich

ohne Stimulation 5 - 20 mmol/l
nach Stimulation 11 - 44 mmol/l

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 mL vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

54-158 mmol/L

Methodik

Ionen-Selektive-Elektrode

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Störung des Elektrolythaushaltes

Informationsstand

19.05.2021

Material

Stuhl/Erbrochenes

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie, bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Die Cholera ist eine durch Bakterien (Vibrio cholerae) ausgelöste akute Durchfallerkrankung. Die Übertragung erfolgt meist durch kontaminiertes Trinkwasser. Vibrio cholerae bildet ein Toxin, welches zu "reiswasserartigen" Durchfällen mit massiven Flüssigkeits- und somit zu Elektrolytverlusten führt. Weitere Symptomen sind Übelkeit, Erbrechen und Nierenversagen. Gebiete in denen die Cholera ständig vorkommt, sind Indien, Pakistan, Bangladesh, Südost-Asien, Afrika sowie Teile von Südamerika. Die Diagnose Cholera kann durch mikroskopischen und kulturellen Nachweis des Erregers in Stuhl und Erbrochenem gestellt werden. Die Stuhlproben werden verdünnt und dann unter dem Mikroskop betrachtet. Dort finden sich massenhaft kommaförmige, sehr bewegliche Stäbchen. Wichtigstes Ziel der Behandlung ist es, den Wasserverlust durch Trinken oder durch intravenöse Flüssigkeitszufuhr direkt auszugleichen. Zusätzlich gegebene Antibiotika können die Dauer der Krankheit abkürzen. Vorbeugend besteht die Möglichkeit einer Impfung bei Reisen in Risikoländer. Daneben sollten allgemeine hygienische Maßnahmen wie z.B. das Meiden von Leitungswasser eingehalten werden. Die Cholera ist in Deutschland generell meldepflichtig.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Ca. 8 Stunden Nahrungskarenz, Alkoholkarenz über 24 Stunden
  • Eine zu lange Venenstauung sowie eine zu schnelle Abnahme nach dem Stehen führt zu bis zu 10 Prozent höheren Werte

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, K2-EDTA-Plasma

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymatischer Farbtest

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Cholesterin gehört zu der Gruppe der Nahrungsfette und ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Cholesterin wird mit der Nahrung aufgenommen, aber auch im Körper in der Leber gebildet. Cholesterin ist Vorstufe der Steroidhormone, der Androgene, Östrogene und Gestagene sowie der Nebennierenhormone Cortisol, DHEAS und Aldosteron. Aus Cholesterin wird bei ausreichender Sonneneinstrahlung zudem die Vorstufe für Vitamin D gebildet. Verminderte Cholesterin-Werte finden sich bei Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion, chronischen Infektionen, Leberschäden und bösartigen Tumoren. Erhöhte Cholesterin-Werte finden sich bei falscher Ernährung (viel Fett, Fleisch und Eier), chronischen Erkrankungen der Leber, der Niere und der Gallenwege, Hypothyreose, schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, bei Einnahme verschiedener Medikamente wie Cortisol, Diuretika oder auch der "Pille" sowie verschiedenen familiären Fettstoffwechselstörungen.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Ca. 8 Stunden Nüchternkarenz, Alkoholkarenz über 24 Stunden

Material

2 ml Serum (nüchtern)

Normbereich

Prognostische Richtwerte:
HDL-Cholesterin
Mann:  günstig> 55 mg/dl; ungünstig < 40 mg/dl
Frau günstig > 65 mg/dl; ungünstig < 40 mg/dl

LDL-Cholesterin
Patienten mit erhöhtem Risiko < 130 mg/dl
Patienten mit KHK < 100 mg/dl

Atherogener Index
Patienten mit erhöhtem Risiko < 3,0 
Patienten mit KHK < 2,0 

VLDL-Cholesterin: < 25 mg/dl

Methodik

Elektrophorese

Photometrie (LDL homogener enzymatischer Farbtest, HDL Fällung durch Präzipitationsmethoden mit anschließendem Farbtest)

Informationen

Die Lipoproteinelektrophorese beruht auf der elektrophoretischen Auftrennung und anschließender qualitativen und quantitativen Bewertung der Lipoproteine Fettstoffwechselstörungen mit hohem oder niedrigem HDL-Cholesterin werden nach deren Verhalten in der Lipoproteinelektrophorese in Hyperalpha- und Hypoalphalipoproteinämie eingeteilt. Die Eingruppierung einer Fettstoffwechselstörung erfolgt nach Fredrickson.

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 mL Serum, Li-Heparin-, K2-EDTA-Plasma

Normbereich

Frauen bis 4,5
Männer bis 4,0

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

28-35 pg/Retikulozyt

Methodik

Fluoreszenz-Durchflusszytometrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Moderne Blutbildanalysatoren sind heute in der Lage, Retikulozyten zusätzlich hinsichtlich ihres Hämoglobingehalts (CHr) zu beurteilen. Dieser Wert ist mit dem MCH der Erythrozytenmessung zu vergleichen. Ein CHr-Wert unter 28 pg/Retikulozyt gilt als Hinweis für das Vorliegen einer eisendefizitären Erythropoese. Im Gegensatz zu den Parametern Ferritin, löslichem Transferrinrezeptor und Transferrinsättigung ist der CHr-Wert - ähnlich wie die hypochromen Erythrozyten - ein direkter Indikator der Eisenversorgung des Knochenmarks und so in der Lage, eine eisendefizitäre Erythropoese innerhalb weniger Tage darzustellen.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  • Abnahme mit 5 ml Vorlauf oder ohne Edelstahlkanüle
  • Optimal: Neutralmonovette ohne Gel und ohne Kügelchen. Eingetragene Verunreinigungen können zu falsch erhöhten Werten führen.

Material

2 ml Serum
2 ml Heparinblut
2 ml EDTA-Blut

Normbereich

Normbereich für Serum: < 0.5 µg/l

Vollblut < 1.0 µg/l

Richtwert (Hüftimplantate): < 7.0 µg/l

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Chrom gehört zu den sog. Spurenelementen und ist insbesondere eingebunden in die Regulierung des Glucosestoffwechsels. Die geschätzte angemessene Zufuhr liegt laut DGE bei 30-100 µg/d.

Mögliche Ursachen eines Chrommangels:

  • unzureichende Zufuhr
  • vermehrte Ausscheidung durch hohe Blutglucosekonzentration
  • Gestörte Resorption durch Zink, Mangan, Eisen, Calcium, Aluminium- oder Magnesium-haltige Säureblocker

Mangelsymptome: Glucosetoleranz, erhöhte Blutfettspiegel

Natürliche Chromquellen: Brokkoli, Pilze, Tomaten, Vollkornprodukte

Werte oberhalb des Referenzbereichs:

Erhöhte Chromspiegel können Folge einer vermehrten Zufuhr sowie einer verstärkten Resorption z.B. durch gleichzeitige Einnahme von Vitamin C sowie Vitamin B3 sein. Weiterhin können eingebaute Implantate Chromionen freisetzten. Erhöhte Konzentrationen können einen Hinweis auf die Abnutzungszustand der Implantate geben.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

20 ml Urin

Normbereich

Normal: < 4.0 µg/l
EKA: 12,0 µg/l (EKA = Expositionsäquivalente für krebserregende Arbeitsstoffe)

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

siehe Chrom im Blut

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

  • Bevorzugtes Probenmaterial: EDTA-Plasma
  • Stabilität: Raumtemperatur (18-25°C) = 72h; Tiefgefroren (< 20°C) = 6 Monate; eine Lagerung bei 2-8°C ist zu vermeiden
  • Probenmaterial vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung schützen
  • Wiederholtes Auftauen und Einfrieren sollte vermieden werden

Material

2 mL EDTA-Plasma (bevorzugt)
2 mL Serum

Normbereich

Normal: <100 ng/ml 

Methodik

EIA

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Chromogranin A (CgA) kommt in der chromaffinen Granula, den Katecholamin-speichernden Vesikeln der Nebenniere vor. Es spiegelt die exozystische, sympathoadrenale Aktivität und das Maß der Hormonausschüttung aus dem Nebennierenmark wieder.Ein weiterhin beobachtetes Vorkommen von CgA ist in neuroendokrinen Geweben. Bei endokrinen Tumoren, die evtl. ihr Hormon nicht mehr bilden, z.B. Calcitonin-negative, CgA-positive C-Zell-Karzinome, Null-Zell-Adenome der Hypophyse, Inselzellkarzinome des Pankreas und Nebenschilddrüsenkarzinome ohne Hormonbildung finden sich daher ebenfalls hohe CgA-Spiegel. Erhöhte CgA-Werte finden sich also insbesondere bei: Carcinoiden,  endokrinen Pankreas-Tumoren, Neuroblastomen, Phäochromozytomen, hormonnegativen neuroendokrinologischen Tumoren, Fällen von medullären Schilddrüsenkarzinomen, Inselzell-Karzinomen,primären Hyperparathyroidismus, Gastrinomen,- Tumoren von Lunge, Prostata, Colon und Mamma mit neuroendokriner Differenzierung. Leicht erhöhte Werte finden sich u. a. bei Hypertonie und Niereninsuffizienz

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

1 ml Sperma

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Funktionsstörungen der Prostata

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml vom 24 h Urin (gesammelt über 10 ml HCl), Sammelmenge angeben

Normbereich

300-860 mg/24h

Methodik

Photometrisch

Informationen

Nierensteine

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Mann <190 U/L; je nach körperlicher Aktivität können bei gesunden Männern Werte bis 308 U/L als normwertig erachtet werden.
Frau <170 U/L; je nach körperlicher Aktivität können bei gesunden Frauen Werte bis 192 U/L als normwertig erachtet werden. 

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Erhöht bei: Herzinfarkt: 4-6 Stunden nach Infarkt, Maximum nach etwa 24 Stunden; Skelettmuskelschäden, Myopathien. Endokrine Myopathien können bei Schilddrüsenfunktionsstörungen (Hyper-und Hypothyreose), Nebenschilddrüsenstörungen (Hyper- und Hypoparathyreoidismus), Nebennierenrindenstörungen und Hypophysenstörungen auftreten. Bei einigen dieser Erkrankungen können die Myalgien ganz im Vordergrund der muskulären Symptomatik stehen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass eine generalisierte Myalgie als erstes Symptom einer Hypothyreose auftritt.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Sinnvoll bei erhöhten CK oder CK-MB Werten. 

Material

2 ml Serum

Normbereich

CK-MM, Isoenzym Skelettmuskel: <167 U/L 
CK-MB, dimeres Isoenzym Herz: < 24 U/L 
CK-BB, Isoenzym Gehirn: < 2 U/L 
Makro-CK Typ 1: < 2 U/L 
Makro-CK Typ 2: < 2 U/L 

Methodik

Elektrophorese

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Die Creatinkinase (CK) ist ein entscheidender diagnostischer Parameter zur Erkennung von Schädigungen der Herz- und Skelettmuskulatur. Dabei ist die CK-Konzentration proportional zur Größe der Schädigung. Die Gesamt-CK im Blutserum besteht aus folgenden Isoenzymen:

  • M=Myokard
  • B=Brain
  • CK-MB (Herz)
  • CK-MM (Skelettmuskel)
  • CK-BB (Gehirn)

Makro-CK sind CK-Varianten mit hoher Molekülmasse, die eine fälschlich hohe CK-Konzentration vortäuschen. Makro-CK-Typ 1 entsteht durch Bindung der CK-BB an spezifische Antikörper, es besteht keine Krankheitsassoziation. Makro-CK Typ 2 ist eine mitochondriale CK in oligomerer Form, die häufig mit schweren Erkrankungen, z.B. Tumoren assoziiert ist.

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

CK-MB (enzymatisch): < 22 U/L 
Werte < 6 % der Gesamt CK-Aktivität sprechen gegen einen Infarkt

Methodik

Photometrisch mit immunologischer Hemmung

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die CK-MB kommt in besonders hoher Konzentration im Herzmuskel vor. Dementsprechend ist bei einer Schädigung des Herzens, z.B. einem Infarkt, die CK-MB Konzentration im Blut erhöht. Entscheidend ist jedoch nicht die Gesamtkonzentration der CK-MB, sondern der prozentuale Anteil der CK-MB an der erhöhten Gesamt-CK. Für die Beurteilung erhöhter CK-MB-Werte ist die Kenntnis der Bestimmungsmethodik notwendig. Man misst die CK-Restaktivität nach immunologischer Blockierung der M-Aktivität (Immuninhibitionstest), wobei neben der CK-MB auch die CK-BB gemessen wird. Ein Anteil unter 6 % der CK-MB an der Gesamt-CK spricht für eine Enzymfreisetzung aus der Skelettmuskulatur, ein Anteil über 6 % für eine Enzymfreisetzung aus der Herzmuskulatur. CK-MB-Anteile über 20 Prozent weisen auf Störungen der Messung durch CK-BB bei Hepatitis, Pankreatitis, Darminfarkten, malignen Tumoren, neurologischen Erkrankungen (Hirn) oder das Vorliegen einer sog. Makro-CK hin. Die Quantifizierung der CK-Isoenzyme ist elektrophoretisch möglich.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

Abstriche/Hautbiopsate

Normbereich

negativ

Methodik

Pilzkultur

Informationen

Cladosporium spp. gehört zu den Schimmelpilzen. Auf Grund seiner Färbung (Einlagerung von Melanin)wird die Gattung auch als Schwärzepilz bezeichnet, ein in der Umwelt ubiquitär weit verbreiteter Pilz. Neben Aspergillus und Alternaria hat die Gattung große Bedeutung als Allergen. Opportunistische Infektionen (Chromoblastomykosen, Phaeohyphomykosen) der Haut und der Atemwege können vorkommen.

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich:                        30 - 300   µg/l
aktiver Metabolit Desmethylclobazam:   300 - 3000 µg/l

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Benzodiazepine, Psychopharmaka-Screening.

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme ca. 1 Std. nach Gabe.

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. max. 1 - 3 mg/l
Tox. Ber. > 4 mg/l
komatös  > 8 mg/l 

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

(Distraneurin ®), Hypnotikum, Antikonvulsivum

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 30 - 60 µg/L
Tox. Ber. > 100 µg/L

Methodik

LC-MS 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Antikonvulsiva, Benzodiazepine

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

  • Antihypertensiva möglichst 24 Std. vor Testbeginn absetzen (ausgenommen Ca-Antagonisten bei intolerablem Bluthochdruck)
  • der Patient muß nüchtern sein und sollte vor Testbeginn 30 Min. liegen. Braunüle bereits zu diesem Zeitpunkt legen!

Material

je 6 ml Blut EGTA-Blut (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Messparameter: Adrenalin, Noradrenalin

Normbereich

siehe auch Katecholamine im Plasma (Adrenalin, Dopamin, Noradrenalin)

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Informationen

Durchführung: Applikation von 0,3 mg Clonidin p.o. Blutabnahme vor und 60, 120 und 180 Min. nach Clonidin-Gabe. Bei Gesunden fallen die Katecholaminkonzentrationen im Plasma um etwa 30 - 40 % des Ausgangswertes, erhöhte und nicht fallende Katecholaminspiegel (Noradrenalin > 500 ng/l) sprechen für ein Phäochromozytom. Regelmäßige Blutdruck- und Pulsfrequenzmessung während der Testphase.

 

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml frisches Citratblut

Normbereich

s. Befundbericht

Informationen

Clopidogrel ist ein als Thrombozytenaggregationshemmer - ähnlich der Acetylsalicylsäure - eingesetztes Medikament. Die Wirksamkeit der Medikation kann durch einen Thrombozytenfunktionstest (s. PFA) nachgewiesen werden

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 bis 10 g Stuhl (haselnussgroß), bzw. entsprechende Flüssigkeitsmenge

Normbereich

negativ

Methodik

Chemolumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD), Pseudomembranöse Colitis.
Die CDAD zählt zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen einer Antibiotikatherapie. In den letzten Jahren wird eine deutliche Zunahme der CDAD beobachtet. Der Nachweis der Toxine bzw. der Toxingene (PCR) ist pathognomonisch für die CDAD. Die Therapie besteht aus Absetzen der bestehenden Antibiotikagabe sowie in schweren Fällen einer Behandlung mit Metronidazol oder Vancomycin.

Indikationen

Informationsstand

10.05.2021

Material

5 bis 10 g Stuhl (haselnussgroß), bzw. entsprechende Flüssigkeitsmenge

Normbereich

negativ

Methodik

Chemolumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Diese Untersuchung wird im Rahmen der Clostridium-difficile-Stufendiagnostik bei GDH-Nachweis automatisch durchgeführt. Bei negativem Toxinnachweis kann der molekularbiologische Nachweis des Toxingens mittels PCR folgen.

Indikationen

Informationsstand

10.05.2021

Material

5 bis 10 g Stuhl (haselnussgroß), bzw. entsprechende Flüssigkeitsmenge

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: pseudomembranöse Colits, Antibiotika-assozierte Diarrhöe
Die Realtime-PCR liefert schnell hochsensitive und spezifische Patientenergebnisse. Durch den DNA Nachweis der Toxin A-und B-Gene werden nur pathogene Stämme nachgewiesen. Insbesondere bei positivem C.difficile Antigennachweis aber negativem Toxinnachweis ist der Einsatz sinnvoll, da ein apathogener Stamm vorliegen kann oder das relativ instabile Toxin in der Stuhlprobe bereits abgebaut sein kann. 

Informationsstand

10.05.2021

Präanalytik

Optimales Probenmaterial: EDTA-Plasma

Alternativ: Serum (ohne Gel)

Nach neueren Erkenntnissen wird bei Serum als Probenmaterial ein Abfallen der Konzentration für Clozapin und Desmethylclozapin beobachtet.

Stabilität:

2-8°C: 24h 

-20°C: > 1 Monat 

Material

2 ml EDTA-Plasma oder Serum (ohne Gel)

Normbereich

Clozapin ther. Bereich:  300 - 800 µg/l
              toxisch ab:  > 1000 µg/l
Desmethylclozapin ther. Bereich:  100 - 300 µg/l 
               toxisch ab:    > 600 µg/l

Methodik

UV-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Clozapin gehört zu den atypischen Neuroleptika mit dämpfender und stark antipsychotischer Wirkung, bei hohen Dosen sind Krampfanfälle möglich. 

Antipsychotika, Neuroleptika, Psychopharmaka-Screening

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

Beurteilung im Befundbericht

Methodik

ECLIA

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Bei Patienten mit intaktem Immunsystem ergibt sich selten ein Mononukleose-ähnliches Bild mit Hepatitis, Splenomegalie und Lymphozytose. In der Schwangerschaft kann zu jedem Zeitpunkt eine Schädigung des Fetus erfolgen. 
Bei immunsupprimierten Patienten (Dialyse, Transplantation, HIV) hat der Antikörpernachweis nur eine beschränkte Aussagekraft. In diesen Fällen ist ein Direktnachweis aus Blut oder Urin indiziert.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Liquor und Serum Paar zeitgleich abnehmen

Material

2 ml Liquor
2 ml Serum

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

Enzyme-Linked Immuno- Assay (ELISA)

Rechenwert

Akkreditierte Untersuchung

Nicht akkreditierbar

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 ml Urin
10 ml Bronchiallavage

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Insbesondere zum Nachweis einer CMV-Infektion bzw. Reaktivierung bei Immunsupprimierten.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Ausschließlich EDTA-Vollblut

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

Nichtraucher < 3,0 %
Raucher < 10,0 %
Toxisch > 20 %

Methodik

GC 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Ein Hämoglobinmolekül kann vier Sauerstoffmoleküle binden. Kohlenmonoxid (CO) konkurriert mit Sauerstoff um die Bindungsstellen des Hämoglobins, hat aber im Vergleich zu Sauerstoff eine etwa 300 mal höhere Affinität zum Hämoglobin. CO- oder Carboxyhämoglobin ist Hämoglobin mit Kohlenmonoxid, welches an der Bindungsstelle für Sauerstoff gebunden ist. Man bezeichnet es auch als Dyshämoglobin. Andere Dyshämoglobine sind Methämoglobin (MetHb), Sulfhämoglobin sowie Carboxysulfhämoglobin. Wird Kohlenmonoxid eingeatmet und gelangt so ins Blut, wird es sofort an das Hämoglobin gebunden, was somit für die Oxygenierung nicht mehr zur Verfügung steht. Der Anteil des Carboxyhämoglobins am Gesamt-Hämoglobin stark erhöht, die resultierende Hypoxie führt im Extremfall klinisch zum Ersticken. Häufigste Ursache für Kohlenmonoxidvergiftungen sind defekte Heiz- oder Kocheinrichtungen sowie Autoabgase. 

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

  • Abnahme mit 5 ml Vorlauf oder ohne Edelstahlkanüle
  • Optimal: Neutralmonovette ohne Gel und ohne Kügelchen. Eingetragene Verunreinigungen können zu falsch erhöhten Werten führen.

Material

3 ml Serum

Normbereich

Normwert: < 0.5 µg/l

Richtwert (Hüftimplantate): <7.0 µg/l

Methodik

ICP-MS 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation:  Intoxikation
Bei Patienten mit Metall-Prothesen wird derzeit eine Konzentration von 7 µg/l als unbedenklich angesehen.

Informationsstand

12.05.2021

Material

Spontanurin: 3 ml 

Normbereich

Normwert: <1.0 µg/l

EKA-Wert: 30.0 µg/l 

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Intoxikation

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

20 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Mikropartikel-Immunoassay

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

20 ml Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Mikropartikel-Immunoassay

Informationen

s. auch Drogenscreening (Opiate)

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Proben sollten kühl versendet werden. Proben bei 7-8°C ca. 4 d stabil.

Material

2 ml EDTA-Blut (frisch)
2 ml Serum (frisch)

Normbereich

Normwert: 400 - 1200 µg/l

Methodik

UV-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Coenzym Q10 (Ubiquinon) ist eine essentielle körpereigene Substanz und in allen Zellen des menschlichen Organismus vorhanden. Für die Energieversorgung des Körpers ist das Coenzym unerlässlich und soll auch beim Zellschutz relevant sein. Coenzym Q10 ist in den Mitochondrien aller Zellen des menschlichen Körpers vorhanden. Hohe Konzentrationen finden sich in Fisch und Fleisch, aber auch bestimmten Gemüsesorten wie Brokkoli. Mit fortschreitendem Alter kommt es jedoch zu einer Abnahme von Coenzym Q10 in verschiedenen Organen, insbesondere im Herzen. Ursächlich dafür können eine verminderte Biosynthese, eine unzureichende Q10-Aufnahme mit der Nahrung oder ein gesteigerter Verbrauch diskutiert werden. Die Ergebnisse aktueller Studien weisen darauf hin, dass eine Behandlung mit Coenzym Q10 Muskelschmerzen von Patienten unter Statintherapie signifikant bessern kann. Da Statine bei manchen Herzpatienten lebenswichtig sein können, kann eine Coenzym-Q10- Substitution eine Alternative zum Therapieabbruch mit den Statinen sein.

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Eine Östrgentherapie kann zu erhöhten Werten führen

Material

1 mL Serum, Li-Heparin-Plasma

Normbereich

Männer: 15 bis 30 mg/dL
Frauen: 16 bis 45 mg/dL

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Erniedrigte Werte finden sich beim M. Wilson: Störung des Kupferstoffwechsels, Kupferablagerungen vorwiegend in der Leber (Hepatitis, Zirrhose, neurologisch-psychiatrische Symptomatik, Nephropathie, Herz und in der Hornhaut des Auges (Kayser-Fleischer-Kornealring), erniedrigtes Coeruloplasmin im Serum, Kupfer im Serum erniedrigt und im Urin erhöht. Morbus Wilson ist eine autosomal rezessiv vererbte Erkrankung, deren Prävalenz in der europäischen Bevölkerung ca. 1:30.000 beträgt. Die Häufigkeit der heterozygoten Merkmalsträger wird auf etwa 1:90 geschätzt. Hetererozygote Genträger erkranken nicht und benötigen somit keine Behandlung. Die molekulargenetische Analytik erlaubt eine präsymptomatische Identifizierung von Morbus Wilson Patienten. Weiterhin finden sich erniedrigte Werte  bei der Menke-Erkrankung, Proteinverlusten (Niere) sowie Proteinsynthese-Störungen (Leber).

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

1 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 2.0 - 10.0 mg/L
Frühgeborene 5.0 - 20.0 mg/L
Tox. Ber. > 20 mg/L

 

 

Methodik

GC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Apnoe-Therapie bei Frühgeborenen

Informationsstand

12.05.2021

Material

5 mL EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Agglutinationsreaktion

Informationen

Indikation: V.a. autoimmunhämolytische Anämie oder hämolytische Transfusionsreaktion
Zunächst erfolgt ein polyspezifischer Suchtest. Ist dieser positiv kann einer weitere Differenzierung und Titerbestimmung erfolgen (nach IgG, IgA, IgM, C3, C3d, C43) 

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Im Gegensatz zum Vasopressin (ADH) bei Raumtemperatur stabil.

Material

2 ml Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

Referenzbereich in Bezug auf Serumosmolalität:


Osmolalität [mosmol/kg]                    CT-proAVP [pmol/l]* 
     270-280                                               <11.6 
     281-285                                               1.0 -13.7
     286-290                                               1.5 -15.3
     291-295                                               2.3 -24.3
     296-300                                               2.4 -28.2

 *2.5 bis 97.5% - Vertrauensbereich.

Methodik

Immunofluoreszenzassay (TRACE-Technologie)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Alternativbestimmung zum ADH (Vasopressin) bei V.a. Diabetes insipidus oder Schwartz-Bartter-Syndrom (SIADH)
Copeptin ist ein 39 Aminosäuren langes Glykopeptid und entsteht aus dem C-terminalen Teil des Prohormons von Vasopressin (ADH). Seine physiologische Bedeutung ist noch weitgehend unbekannt, möglicherweise ist es beim Transport von reifem Vasopressin zur Neurohypophyse beteiligt.\r\nIm Gegensatz zu reifem Vasopressin ist Copeptin stabil; da es mit Vasopressin in gleichem Verhältnis gebildet wird, kann es an Stelle von Vasopressin eingesetzt werden.\r\n

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Für die Akutdiagnostik einer SARS-CoV-2 Infektion ist der Antikörpernachweise NICHT geeignet, in diesem Fall sollte der PCR-basierte Virusnachweis aus einem Rachenabstrich mittel PCR angestrebt werden!

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

ELISA

Informationen

SARS-CoV-2 infiziert menschliche Zellen in dem es mit dem Spike-Protein den ACE-2-Rezeptor auf menschlichen Zellen bindet. Die Immunantwort auf eine SARS-CoV-2 Infektion führt in der Regel ca. 10-14 Tage nach Symptombeginn zu der Bildung verschiedener Antikörperklassen gegen die Spike (S) und Nukleokapsid (N) Virusproteine, die im Labor nachgewiesen und quantifiziert werden können (Anti-Spike-Gesamtantikörper und Anti-Nukleokapsid-Gesamtantikörper). Nach erfolgter Impfung mit den zurzeit zugelassenen Impfstoffen, die als immunogenes Protein die Rezeptorbindedomäne (RBD) des S Proteins verwenden, werden Antikörper gegen das S Protein gebildet. Die Betrachtung der Befundkonstellation beider o. g. Antikörper ermöglicht dazu eine differenzierte Aussage.

Indikationen

Informationsstand

06.05.2021

Normbereich

<30 % NT= negativ

Methodik

Surrogat-Neutralisationstest (sVNT)

Informationen

 

Für den Nachweis neutralisierende Antikörper gegen SARS-CoV-2 ist der aufwendige Virusneutralisationstest in Zellkultur der Goldstandard. Ab sofort wird in unserem Labor ein neuer SARS-CoV-2-Ak Surrogat-Neutralisationstest (sVNT) als routinetaugliche Alternative angeboten. Die Übereinstimmung mit dem Goldstandard ist dabei hervorragend. Virusneutralisierende Antikörper binden an die Rezeptorbindedomäne des Spike-Proteins und verhindern so einen Zelleintritt von SARS-CoV-2.

Da der Antikörpertiter bei leichten oder asymptomatischen Verläufen mit der Zeit abnimmt und bislang noch unklar ist, wie lange die Schutzwirkung nach Infektion anhält und wie schnell sie nach Impfung mit verschiedenen Vakzinen aufgebaut wird, handelt es sich hierbei um eine Momentaufnahme, die in regelmäßigen Abständen zu überprüfen ist. Die Untersuchung kann zusätzlich zum Nachweis der SARS-CoV-2-Antikörper beauftragt oder nachgemeldet werden.

In der Abbildung sind die Daten einer internen Studie abgebildet, die die Höhe der neutralisierenden Antikörper in Prozent im zeitlichen Abstand zur Impfung angeben.

Informationsstand

06.05.2021

Präanalytik

Sollten Sie als Patient den Verdacht auf eine Coronavirusinfektion haben, wenden Sie sich telefonisch an ihren Hausarzt, eine  zentrale Infohotline oder das Gesundheitsamt.  

Material

"Virustupfer" mit entsprechendem Transport-Medium oder trockene Tupfer ggf. zum Abstreichen mit NaCl-Lösung befeuchtet (kein Agar-Tupfer)

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche, Rachenspülwasser). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputum; Trachealsekret BAL) zur Untersuchung genutzt werden.

Normbereich

negativ

Methodik

RT-PCR (real-time PCR)

Indikationen

Informationsstand

04.05.2020

Material

"Virustupfer" mit entsprechendem Transport-Medium oder trockene Tupfer ggf. zum Abstreichen mit NaCl-Lösung befeuchtet (kein Agar-Tupfer)

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche, Rachenspülwasser). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputum; Trachealsekret BAL) zur Untersuchung genutzt werden.

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Next Generation Sequencing (NGS)

Indikationen

Informationsstand

04.05.2021

Material

2 mL Serum

Normbereich

Die Cortisolkonzentration unterliegt dem Tag-Nacht-Rhythmus mit höchsten Werten frühmorgens und niedrigsten Werte am Abend.
morgens 6.24 bis 18 µg/dL
abends 2.69 bis 10.4 µg/dL

< 4 µg/dL nach Dexamethason

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Cortisol ist ein Nebennierenrindenhormon, das zum größten Teil (90%) an das Transcortin, aber auch an Albumin gebunden. Cortisol hat insbesondere eine antiinflammatorische und immunsupressive Wirkung. Hohe Cortisolwerte finden sich beim Cushing-Syndrom. Die weitere Differenzierung erfolgt durch spezielle Funktionstests (Cortisol-Tagesprofil, Dexamethason-Kurztest). Verminderte basale Cortisolwerte deuten auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz hin. Die zusätzliche Bestimmung von ACTH ist notwendig. 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Damit durch Bakterienwachstum der pH-Wert nicht über 7.5 ansteigt, bitte 24-Std.-Urin gekühlt sammeln.

Stabilität: 7 Tage bei 2-8 °C

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

36 - 137 µg/d

Methodik

CLIA 

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Nebennierenrindenerkrankungen

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

10 ml Urin
2 ml Serum

Normbereich

Serum:

< 5 Nichtraucher
< 85 Passivraucher
45-524 Raucher

Urin:

< 5 Nichtraucher
< 85 Passivraucher
> 200 Raucher

Methodik

GC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Durch die Bestimmung von Cotinin, einem Stoffwechselprodukt aus Nikotin, kann die Belastung durch Passiv-Rauchen ermittelt werden, da der Cotininwert proportional zur Rauchbelastung ist.

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum (EIA)
EDTA-Blut, Bronchialsekret, Liquor, Sputum (PCR)

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay
PCR

Informationen

Erreger des Q-Fiebers ist Coxiella burnetti. Coxiella burnetti ist hochkontagiös und wird wahrscheinlich hauptsächlich aerogen übertragen. Mit dem Urin oder der Plazenta (Geburten) von Schafen oder Ziegen wird der Erreger ausgeschieden und kann noch mehrere Kilometer entfernt die Umgebung infizieren (Staub mit Inhalation). Auch im Rahmen der Verarbeitung von Fleischprodukten kann es zu Infektionen kommen. Leitsymptome sind Fieber mit Kopfschmerzen und atypischer Pneumonie. Differentialdiagnose: Influenza, Legionellose, Mykoplasmen-Pneumonie, Viruspneumonien

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ELISA, indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Hand-, Mund-, Fußkrankheit, "Sommergrippe", "Bornholmer-Krankheit"
Die Infektion befällt vorwiegend Kinder unter 10 Jahren. Die Inkubationszeit beträgt bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit meist 3-5 Tage. Sie wird leicht übertragen und tritt dann meistens endemisch auf. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- und Schmierinfektion. Der Erreger der Krankheit wird über die Sekrete des Nasen- Rachen- Raumes oder Exkremente übertragen, wenn die Kinder Husten oder Niesen. Eine Infektion des Ungeborenen ist prinzipiell denkbar. Sonstige Erkrankungen durch Coxsackie-Viren: Herpangina, akute Pharyngitis, aseptische Meningitis, Enzephalitis, Myo-/Perikarditis, respiratorische Erkrankungen, Konjunktivitis, uncharakteristische, fieberhafte Erkrankung ("Sommergrippe")

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Siehe Desoxypyridinolin im Urin und Pyridinolin im Urin.

Material

10 ml Urin (1. Morgenurin)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Pyridinolin (PYD) und Desoxypyridinolin (DPD) bilden in Knochen und Knorpeln sogenannte Quervernetzungen, die die einzelnen Kollagenfasern miteinander verbinden. Im Gegensatz zum ubiquitären Hydroxyprolin zeigen sie ein recht spezifisches Gewebemuster; PYD findet sich in Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern, während DPD fast ausschließlich im Knochen vorkommt. Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Knochen- oder Knorpelabbau einhergehen, führen zu einer Zerstörung des Kollagens durch proteolytische Prozesse. PYD- und DPD-Quervernetzungen (Pyridinolin- und Desoyxpyridinolin-Crosslinks) werden freigesetzt, im Organismus nicht weiter metabolisiert und so renal unverändert ausgeschieden. Die Bestimmung von DPD im Urin ist ein äußerst sensitiver Marker für alle Erkrankungen, die mit Knochenabbauprozessen assoziert sind. Dazu gehören insbesondere:· Osteoporose (Menopause)· Hyperparathyreoidismus· Morbus Paget· Osteolytische oder osteoblastische Metastasen. Während der frühen Menopause zeigen Frauen leicht erhöhte DPD-Konzentrationen, die sich jedoch bald wieder normalisieren. Kinder und Jugendliche haben ebenfalls, -in Abhängigkeit ihrer Wachstumsgeschwindigkeit-, erhöhte Werte.Frauen, bei denen nach der Menopause eine Osteoporose auftritt, haben deutlich erhöhte DPD-Spiegel, die therapeutisch durch Östrogengabe reduzierbar sind. Patienten mit primärem Hyperparathyreodismus zeigen deutlich erhöhte DPD-Werte, die sich nach Parathyreodektomie wieder normalisieren. Beim M. Paget sind aufgrund der massiven Knochenstoffwechselstörung deutlich erhöhte DPD-Konzentrationen zu erwarten; entsprechendes gilt für alle osteolytischen und osteoblastischen Knochenmetastasen.

siehe auch DPD (Desoxypyridinolin)
siehe auch Pyridinolin

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Störung durch hohe Rheumafaktorkonzentrationen

Material

2 mL Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

< 5 mg/L

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

CRP wird in der Leber gebildet und bindet an Phosphocholin, ein bei der Synthese von Phosphatidylcholin in Geweben entstehendes Zwischenprodukt. Phosphocholin findet sich ebenfalls bei vielen Bakterien sowie an der Membran absterbender Körperzellen. Über das so insbesondere bei bakteriellen Infektionen, aber auch allen Erkrankungen mit einem beschleunigten Zelluntergang vermehrt gebundene CRP werden Phagozyten und Komplementsystem rasch und unspezifisch aktiviert. Als Entzündungsparameter sollten erhöhte CRP-Konzentrationen auch ohne klinische Symptomatik immer abgeklärt werden.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Störung durch hohe Rheumafaktorkonzentrationen

Material

2 mL Serum oder EDTA-Plasma

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Turbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Risikobestimmung und Intervention bei kardiovaskulären Erkrankungen.
Werte unter 0,7 mg/L gelten als prognostisch günstig bezüglich kardiovaskulärer Erkrankungen; bei Werten über 1,9 mg/L steigt das Erkrankungsrisiko bis zu vierfach an.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

1 ml Serum, 1 ml Liquor, Respiratorische Sekrete

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay
Mikroskopie
Pilzkultur

Informationen

Bei Cryptococcus neoformans handelt es sich um einen bekapselten Hefepilz, der bei immunsupprimierten Patienten (T-Zelldefekte) zu Infektionen, insbesondere des ZNS führt. Der direkte Antigennachweis, die Mikroskopie (Tuschepräparat aus dem Liquor) sowie kulturelle Verfahren stehen im Vordergrund. Ak-Nachweise spielen in der Akutdiagnostik keine Rolle. Cryptococcus neoformans findet sich überall im Erdboden und in organischem Material. Besonders groß ist die Konzentration in Vogel-, besonders Taubenmist. Die Infektion erfolgt über die Inhalation von erregerhaltigem Staub. Die Erreger werden über den Atmungstrakt aufgenommen und vermehren sich in der Lunge. Von diesem Primärherd gelangen sie dann über das Blut ins Gehirn und andere Organe. eine schwerwiegende Komplikation ist die Enzephalitis bzw. Meningoenzephalitis.

Informationsstand

01.01.2016

Informationen

siehe Kryptosporidiose

Informationsstand

10.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Immunoblot

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: V.a. paraneoplastisches Syndrom
Die Antikörper richten sich gegen kreuzreagierende Proteine aus der Familie der Collapsin Response Mediator-Proteine (CRMP). Alle Antikörper erkennen in der Regel das CRMP5-Protein, können aber mit den anderen Proteinen dieser Familie kreuzreagieren. CV2-Ak werden beim kleinzelligen Bronchialkarzinom, Thymom und anderen Tumoren, die mit sensomotorischen Neuropathien, Chorea, limbischer Enzephalitis und dem "stiff man syndrom" (schmerzhaft Steifigkeit der rumpfnahen Muskulatur mit zusätzlichen Spasmen) nachgewiesen und können im Verdachtsfall auch im Liquor bestimmt werden. Der Nachweis erfolgt mittels Immunoblot und/oder Immunfluoreszenz an Kleinhirncampusschnitten.

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

Die Untersuchung ist nur aus Liquor empfohlen

Material

1 ml Liquor

Normbereich

Unauffällig: < 10 ng/l 

Cut-Off für akute Neuroborreliose: > 300 ng/l

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

CXCL13 ist ein Zytokin und ist bei Neuorborreliose ein möglicher Frühmarker. CXCL13 ist jedoch nicht spezifische für eine Borreliose, sondern bei allen Entzündungen und Läsionen mit aktiver Entzündung erhöht.

Indikationen

Informationsstand

27.07.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,6 - 6,0 mg/l
toxisch: >10mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

s. auch Barbiturate

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Bestimmung des therapeutischen Bereiches ca. 12 Stunden nach der letzten Einnahme, die maximalen Blutkonzentrationen werden nach 1-6 Std. erreicht

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Immunsuppressivum

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL Serum, Li-Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

< 3,3 ng/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Tumormarker
Zielgebiet: Lunge, Mamma

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

0.62-1.11 mg/l

Methodik

Nephelometrie

Informationen

Erhöhte Werte bei verminderter Nierenfunktion. Cystatin C wird fast ausschließlich durch glomeruläre Filtration aus dem Kreislauf eliminiert und tubulär rückresorbiert, es ist damit ein gutes Maß für die glomeruläre Filtrationsrate.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Urin:

Kinder > 4 Jahre und Erwachsene: 24h.-Menge gesammelt (angesäuert)
Säuglinge und Kinder < 4 Jahre: frischer oder tiefgefrorener Spontanurin

Plasma: Tiefgefroren

Material

10 ml Urin

2 ml EDTA-Plasma (gefroren)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Bei der klassischen Cystinurie handelt es sich um eine Störung des renalen Transportsystems für Cystin und basische Aminosäuren. Aus diesem Grunde neben Cystin auch Lysin, Ornithin und Arginin im Urin erhöht. Bei der Cystinurie findet sich häufig auch eine Urolithiasis. Cystinsteine machen ca. 2 - 3 % der Nierensteine aus. Ein molekularbiologischer Test  steht in Speziallaboratorien zur Verfügung.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Einwilligungserklärung der Eltern oder des Patienten einholen

Material

10 ml EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Die Cystische Fibrose (CF oder Mukoviszidose) gehört mit einer Inzidenz von 0,4 Promille und mit ca. 4 % gesunden Merkmalsträgern, immerhin allein in Deutschland ca. 3 Millionen Menschen, zu den häufigsten autosomal rezessiv erblichen Erkrankungen kaukasischer Bevölkerungen. In Deutschland sind allein zur Zeit ca. 8000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Ursache der Mukoviszidose ist eine Mutation im CFTR-Gen (Cystische-Fibrose-Transmembran-Regulator-Gen), welches sich auf dem Chromosom 7 befindet; weltweit mehr als 1000 unterschiedliche Mutationen bekannt. Die häufigste Mutation wird als "deltaF508" bezeichnet und betrifft in Deutschland ca. 70% aller Patienten. Zu beachten ist, dass bei der CF auch zwei verschiedene Mutationen des CFTR-Gens, also zwei verschiedene Allele desselben Gens, die Erkrankung "compound heterozygot" verursachen können.Klinisch findet man neben zunächst leichteren respiratorischer Störungen auch mit zunehmenden Lebensalter schwerste pulmonale Symptome mit Pneumonien und Sinusitiden, bedingt durch eine zähe Schleimbildung im Bronchialsystem mit häufigen Infekten. Gastrointestinale Beschwerden äußern sich in Verdauungsproblemen mit voluminöse, fettreichen Stühlen und Gedeihstörungen. Bis zu 10% der Neugeborenen mit CF entwickeln einen Mekonium-Ileus. Auf Grund der jetzt besseren Therapiemöglichkeiten beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung eines heutigen Neugeborenen bereits ca. 50 Jahre mit steigender Tendenz.Bei Neugeborenen ist ein Screening auf CF durch die Bestimmung von Trypsinogen im Blut möglich, welches jedoch nicht zu den Standarduntersuchungen gehört. Mit dem Pilocarpin-Iontophorese ("Schweißtest") ist eine laboratoriumsmedizische Diagnosesicherung bei vorliegender typischer klinischer Symptomatik möglich. Die humangenetische Untersuchung ist auf Grund der Vielzahl der Mutationen sehr aufwendig und sollte daher als Stufendiagnostik durchgeführt werden. Zunächst wird das Vorkommen der häufigsten Mutation "delta F508" geprüft. Im negativen Fall können dann alle weiteren bekannten Mutationen untersucht werden, zuletzt können höchst aufwendig mittels direkter Sequenzierung alle 27 Exons des gesamten CFTR-Gens analysiert werden.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Untersuchung erfolgt im ANA-IFT (Fluoreszenzmuster). Bei diesem Antigen handelt es sich um ein zellzyklusabhängiges Protein des Kinetochors mit einem Molekulargewicht von 367 kD. AK gegen Mitosin/CENP-F werden gelegentlich bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen oder neoplastischen Erkrankungen wie Lungen- oder Brustkrebs gefunden.

Indikationen

Informationsstand

17.05.2021

D

Präanalytik

Citratröhrchen muss komplett gefüllt sein

Material

2 mL Citrat-Blut (1:10)

Normbereich

< 0,5 mg/L

Methodik

Immunturbidimetrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Fibrinspaltprodukte können zwei gleichzeitig ablaufenden Reaktionen entstehen. Fibrinogen wird durch Thrombin und Faktor XIIIa in die stabilisierte Form Fibrin koaguliert. Plasmin spaltet Fibrin in lösliche Fragmente, die dann freigesetzt werden. Erhöhte D-Dimer-Konzentrationen sind Zeichen einer vermehrten Fibrinbildung mit reaktiver Fibrinolyse. Hauptgrund für solche erhöhten D-Dimer-Werte sind Thrombosen, Embolien oder Verbrauchskoagulopathien, aber auch bei Wundheilungsreaktionen. D-Dimer ist kein spezifischer Thrombosemarker, hat aber einen hohen negativen prädiktiven Wert zum Ausschluss einer Thrombose oder Embolie.

Informationsstand

19.05.2021

Material

5 ml EDTA-Blut (Molekulargenetischer Nachweis, Fremdlabor, Anmeldung!)

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Das familiäre Kolonkarzinom wird in zwei Gruppen eingeteilt: FAP (familiäre adenomatöse Polyposis) und HNPCC (hereditäres, nichtpolypöses Kolonkarzinom). Die FAP beruht auf einem genetischen Defekt. Die Ursache ist hier auf eine chromosomale Instabilität zurückzuführen. Die FAP-Familienmitglieder haben ein nahezu 100%iges Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Das Hereditäres nichtpolypöses Kolonkarzinom (HNPCC) macht ca. 5 % der kolorektalen Karzinome aus und ist die häufigste Form eines genetisch bedingten Kolonkarzinoms. Die Vererbung ist autosomal dominant. DNA-Reparatur-Gene sind instabil; daher können Basenfehlpaarungen in der DNA nicht mehr beseitigt werden mit der Folge der Anhäufung von Mutationen. Eine molekulargenetische Analyse ist außerordentlich aufwendig, gelingt nicht immer und bleibt Speziallaboratorien vorbehalten.

Informationsstand

01.01.2016

Material

5 bis 10 g Stuhl (haselnussgroß), bzw. entsprechende Flüssigkeitsmenge

Normbereich

negativ

Methodik

Real-time-PCR

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Molekulardiagnostischer Nachweis von Pathogenitätsgenen von darmpathogenen Escherichia coli:

  • Enterohämorrhagische E. coli (EHEC)
  • Enteropathogene E. coli (kurz EPEC)
  • Enteroinvasive E. coli (kurz EIEC)

Informationsstand

11.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

2 mL Serum, Plasma

Normbereich

0,6 - 0,8

Methodik

Rechenwert aus GOT und GPT

Informationen

Der De-Ritis-Quotient, der Quotient GOT durch GPT lässt eine Aussage über die Schwere einer Leberzellschädigung zu. GPT (ALT) ist leberspezifisch und weist seine höchste Aktivität im Zytoplasma der Zellen vor. GOT(AST) ist nicht leberspezifisch und liegt überwiegen in den Mitochondrien, weniger im Zytoplasma vor. Je mehr mitochondriale Enzyme, also GOT freigesetzt werden, desto schwerwiegender ist die Leberschädigung. Ein De-Ritis-Quotient > 1 für einen eher schwereren Leberschaden bei chronischer Hepatitis oder Leberzirrhose. Ein erhöhter De-Ritis-Quotient kann auch bei akutem Herzinfarkt (GOT>GPT) auftreten.

Wenn die Leberwerte ansonsten im Referenzbereich liegen, ist ein erhöhter De-Ritis-Quotient nicht aussagekräftig.

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Material

1 ml Liquor und 2 ml Serum

Normbereich

bis 0.7 (unauffällig)

Methodik

Rechenwert

Informationen

Für die Berechnung des Delpech-Index sind die Konzentrationen von Albumin im Liquor und Albumin im Serum sowie der jeweiligen Immunglobulinklasse in Liquor und Serum erforderlich. Ein erhöhter Delpech-Index weist auf eine eigenständige Produktion von Immunglobulinen im Liquor hin.
Delpech-Index = Liquor/Serum-Ouotient IgG : Liquor/Serum-Quotient Albumin

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Material lichtgeschützt und dunkel lagern/verschicken ohne Zusätze sammeln. 

Material

20 ml eines 24h-Urins (Sammelmenge angeben!!)

Normbereich

 

Normal  < 6.00 mg/14h 
BAT 15.0 mg/L
BAT Frauen < 45 Jahren 6.0 mg/L

Methodik

Photometrisch

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Porphyrie, Bleiintoxikation
Neben der Bestimmung der Porphyrinvorläufer (Porphobilinogen, Delta-Aminolävulinsäure) im 24 Stunden-Urin können die Gesamtporphyrine im 24h Urin mit Auftrennung der Urinporphyrine bestimmt werden. Die Untersuchung der Erythrozyten-Porphyrine erfolgt im EDTA-Blut.

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Es kann nur frisches Heparinblut verwendet werden.

Material

5 ml frisches Heparin-Blut

Normbereich

> 14.5 U/l

Methodik

Photometrisch

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Vermindert bei Porphyrie und Bleiintoxikation

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

Haut (-schuppen), Finger- und Fußnägel, Haare

Normbereich

negativ

Methodik

Kulturelle Anzucht (über 4 Wochen), Mikroskopie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Sie verursachen die häufigsten Pilzerkrankungen der Haut. Alle Körperregionen und Hautstrukturen können befallen werden. Die Pilze bevorzugen Keratin, das in Haut, Haaren und Nägeln reichlich vorkommt. Im Gegensatz zu allen anderen Pilzinfektionen werden die Pilze nur in direktem Kontakt von Mensch zu Mensch oder Tier zu Mensch übertragen (Sanitärbereiche, Schwimmbäder, Haustierkontakte). Die Diagnose wird mikroskopisch durch den Nachweis von Arthrosporen und Hyphen im Direktpräparat (Kalilaugenpräparat) sowie kulturell (Dauer 4 Wochen) gestellt.

Informationsstand

11.05.2021

Material

5 ml Serum, 2 mm EDTA-Blut

Normbereich

negativ
Beurteilung im Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay, PCR

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

  • Masern-Virus-AK
  • Röteln-Virus AK
  • Varizella zoster-Virus AK-PCR
  • Herpes-Viren (ggf. Typ-Spezifierung) AK, PCR
  • Coxsackie-Viren AK
  • ECHO-Viren AK
  • Adeno-Viren AK
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) AK, PCR
  • Cytomegalie-Virus (CMV) AK, PCR
  • RS-Virus (RSV) AK
  • Parvovirus B19 (Ringelröteln) AK
  • Treponema pallidum (Lues) AK
  • Borrelia burgdorferi (Erythema migrans) AK, PCR
  • Humaner Herpes Virus 6 (HHV-6) AK

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 ml Aliquot des Urins, Sammelmenge angeben

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Atomabsorption

Informationen

Harnblase leeren, Injektion von 10 mg/kg KG Deferoxamin (Desferal) i. m., Sammeln eines 24 h-Urins.
Desferoxamin bindet als Chelatbildner Eisen mit hoher Affinität und führt zu einer gesteigerten Eisenausscheidung im Urin, wenn eine Eisenüberladung des Körpers vorliegt.

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Nachweisbarkeit im Harn: ca. 1-3 Tage
Nachweisbarkeit im Blut: ca. 6 Stunden
Positive Ergebnisse auch bei Süßstoff, Käse, Rotwein, Schokolade (Tyramin)

Material

10 ml Urin

Normbereich

negativ

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Zu den sog. Designerdrogen (Amphetamine, Fentanylderivate, PCP, Ketamin) gehören

  • MDMA: Ecstasy, HappyPills, Adam, Love Pill, Ecsta
  • MDA: Ecstasy, Love Drug, Love Pill, Speed for Lovers
  • GHB: Liquid Ecstasy
  • MDEA: Eve, MDE, Eva
  • DOM: STP, Serenity-Tranquility-Peace
  • DOB: 100x, Golden Eagle
  • Weckamine: A, Speed, Bennies, Crystal, Friscospeed (mit Heroin), Uppers Speed, Crystal, Meth, Pep Pills, Crank
  • Fentanyl-Derivate (Designer-Opiate): China White
  • PCP: Angel Dust, Peace Pill, Blue Dust
  • Ketamin: Kate, Vit K
  • a-Methanphetamin: Ice, ICE, Rocks, Shabu
  • Fenetyllin: Cappies (nicht nachweisbar)

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme morgens vor der Tabletteneinnahme

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 200-800 µg
toxischer Bereich > 2000 µg /l

Methodik

Gaschromatographie (GC)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

wirksamer Metabolit des Diazepam

Informationsstand

19.05.2021

Material

10 ml Urin (2. Morgenurin)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Pyridinolin (PYD) und Desoxypyridinolin (DPD) bilden in Knochen und Knorpeln sogenannte Quervernetzungen, die die einzelnen Kollagenfasern miteinander verbinden. Im Gegensatz zum ubiquitären Hydroxyprolin zeigen sie ein recht spezifisches Gewebemuster; PYD findet sich in Knochen, Knorpel, Sehnen und Bändern, während DPD fast ausschließlich im Knochen vorkommt. Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Knochen- oder Knorpelabbau einhergehen, führen zu einer Zerstörung des Kollagens durch proteolytische Prozesse. PYD- und DPD-Quervernetzungen (Pyridinolin- und Desoyxpyridinolin-Crosslinks) werden freigesetzt, im Organismus nicht weiter metabolisiert und so renal unverändert ausgeschieden. Die Bestimmung von DPD im Urin ist ein äußerst sensitiver Marker für alle Erkrankungen, die mit Knochenabbauprozessen assoziert sind. Dazu gehören insbesondere:· Osteoporose (Menopause)· Hyperparathyreoidismus· Morbus Paget· Osteolytische oder osteoblastische Metastasen. Während der frühen Menopause zeigen Frauen leicht erhöhte DPD-Konzentrationen, die sich jedoch bald wieder normalisieren. Kinder und Jugendliche haben ebenfalls, -in Abhängigkeit ihrer Wachstumsgeschwindigkeit-, erhöhte Werte. Frauen, bei denen nach der Menopause eine Osteoporose auftritt, haben deutlich erhöhte DPD-Spiegel, die therapeutisch durch Östrogengabe reduzierbar sind.Patienten mit primärem Hyperparathyreodismus zeigen deutlich erhöhte DPD-Werte, die sich nach Parathyreodektomie wieder normalisieren. Beim M. Paget sind aufgrund der massiven Knochenstoffwechselstörung deutlich erhöhte DPD-Konzentrationen zu erwarten; entsprechendes gilt für alle osteolytischen und osteoblastischen Knochenmetastasen.


siehe auch Crosslinks im Urin
siehe auch Pyridinolin 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  1. Blutentnahme nüchtern morgens zwischen 8.00 und 9.00 gleicher Tag 23.00: 2 mg Dexamethason oral. (z.B. Fortecortin®)
  2. Blutentnahme tags darauf, morgens nüchtern.

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

Es kommt normal zu einer Suppression von ACTH und der NNR-Hormonproduktion; Cortisol-Werte unter 4 µg/dl sprechen gegen ein Cushing-Syndrom.

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Hemmung der ACTH-Freisetzungdurch Dexamethason. Beim Cushing-Syndrom ist die Cortisol-Freisetzung nicht supprimierbar.

Indikationen

Informationsstand

18.10.2017

Material

2 ml Serum

Normbereich

Mann 100-300 µg/dl
Frau 70-300 µg/dl
postmenopausal: 20-100 µg/dl

Methodik

Elektro-Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (ECLIA)

Informationen

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein in der Nebenniere gebildetes Steroidhormon. DHEA wirkt als Sexualhormon, indem es in Testosteron, aber auch in Vorstufen von Östrogen umgewandelt werden kann. DHEA und DHEA-S haben im Stoffwechsel offensichtlich vielfältige Wirkungen. DHEA-S wird in der Nebennierenrinde durch Sulfaltierung von DHEA gebildet und beschleunigt den Aufbau von körpereigenem Eiweiß. Seine Wirkung beträgt ca. 10% von der des Testosterons. Die Produktion ist im Alter von Mitte Zwanzig am höchsten und fällt danach stetig ab. Wegen seiner Vorläuferrolle u. a. für die Sexualhormone vermutet man in DHEA ein Puffer-Hormon, welches die Verfügbarkeit der sexualhormone beeinflusst. Erhöhte Werte finden sich bei Hirsutismus und Virilismus, bei Nebennierenrindentumor oder bei kongenitalen adrenalen Hyperplasie, verminderte Werte bei NNR-Insuffizienz. DHEA scheint jedoch zusätzlich Wirkungen im Immunsystem zu haben. Daher wird therapeutische Gabe im Rahmen des Anti-Agings diskutiert.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Stabilität bei 2-8°C: 9 Tage 

Material

2 ml Serum

Normbereich

Bestimmt wird die DAO Konzentration:

unauffällig  > 10 U/ml 
Graubereich 3-10 U/ml 
pathologisch  < 3 U/ml 

 

 

 

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: V.a. Histamintoleranz
Die Diaminoxidase (DAO) ist ein Enzym, das Histamin abbauen kann. Es wird in der Darmschleimhaut produziert. Diaminoxidase findet sich in Darm, Leber, Niere und Leukozyten. Zu geringe Diaminoxidase-Aktivitäten führen zu einer Diskrepanz zwischen Histaminaufnahme durch Nahrung und Getränke und dem endogenen Histaminabbau. Ein so entstehende Histaminüberschuss kann zu Krankheitssymptomen wie Kopfschmerzen, gastrointestinalen Beschwerden, Schwindel und Durchfall führen. Betroffen sein sollen von dieser Erkrankung, auch Histaminintoleranz genannt, immerhin 1 % der Bevölkerung. Da die Diaminoxidase auch durch Alkohol und einige Medikamente gehemmt wird, kann es so ebenfalls zu einem Histaminüberschuss mit der entsprechenden Symptomatik kommen. Bei extrem histaminreicher Ernährung, z. B. bestimmtem Käsesorten oder Rotwein, können auch völlig Gesunde erkranken. Selten kann auch die für den intrazellulären Histaminabbau verantwortliche Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) für eine Histaminintoleranz verantwortlich sein. Für HNMT ist kein kommerzieller Labortest verfügbar.

Für die Bestimmung der DAO Aktivität siehe Totale-Histamin-Abbaukapazität (THAK). 

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme morgens vor der Tabletteneinnahme.

Material

2 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 200 - 2000 µg/l
Tox. Ber. > 3000 µg/l

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Gehört zu der Gruppe der Benzodiazepine. Bestimmung der Blutspiegelkonzentration. Verdacht auf Intoxikation.  

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

normal > 70%
heterozygot 30 - 70 %
homozygot 0 - 30 %

Methodik

Photometrisch

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation:  Abklärung einer verlängerten Apnoe im Rahmen einer Narkose bei Verabreichung von Succinylcholin oder Mivacurium zur Muskelrelaxation, Familienuntersuchung bei Patienten mit atypischen Cholinesterase-Verianten

Hemmung atypischer CHE- Varianten: Die Aktivität der Cholinesterase wird ohne und mit Zusatz von Dibucain gemessen und als prozentualer Anteil ausgegeben. Ein erhöhtes Narkoserisiko findet sich bei erniedrigter Dibucainzahl.

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

negativ

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Malaria

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2.0 - 0.5 mg/l

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Barbiturate

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

frisches EDTA-Blut

Material

2 mL EDTA-Blut 

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Fluoreszenz-Durchflusszytometrie

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Differenzierung der Leukozyten erfolgt entweder über Analysegeräte (automatische Differenzierung) oder durch mikroskopische Beurteilung des Blutausstrichs. Folgende Zellen werden automatisch differenziert: neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten sowie große, unklassifizierbare Zellen (LUC). In der mikroskopischen Differenzierung erfolgt zusätzlich eine Einteilung des Reifegrades der neutrophilen Granulozyten (Segmentkernige, Stabkernige etc.) Bei der automatischen Zelldifferenzierung werden aus jeder Probe etwa 10.000 Zellen analysiert, so dass eine hohe Genauigkeit erreicht wird. Unklare Befunde der automatischen Differenzierung werden mikroskopisch kontrolliert, sodass sich der endgültige Befund zeitlich verzögern kann. Die mikroskopische Beurteilung liefert zusätzlich folgende Informationen: Erkennung und Beurteilung granulozytärer Vorstufen, Charakterisierung pathologischer Zellen, Beschreibung intrazellulärer Einschlüsse, Angaben zur Erythrozytenmorphologie, Nachweis von Parasiten (Malaria). In jedem Blutausstrich werden gewöhnlich nur 100 Leukozyten ausgewertet, so dass eine nur mäßige statistische Reproduzierbarkeit erreicht wird.

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme 8-24 Stunden nach der letzten Einnahme

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

therapeutischer Bereich: Erwachsene 10,1-30 ng/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme 8-24 Stunden nach der letzten Einnahme

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

therapeutischer Bereich:
Erwachsene 0,9 - 2,0 ng/mL

Methodik

Elektrochemilumineszenz-Immunoassay (ECLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationsstand

18.05.2021

Material

1 ml Serum

Normbereich

Therap. Ber. 30 - 250 µg/L
Tox. Ber. > 1000 µg/L
komatös > 2000 µg/L

Methodik

GC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Therapiekontrolle.
Bei Dihydrocodein handelt es sich um ein Antitussivum. Die Suchtgefahr ist sehr gering.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Keine lipämischen, hämolytischen oder ikterischen Proben.
Wiederholtes Auftauen und Einfrieren vermeiden. 
Kein EDTA-Plasma. 

Material

2 ml Serum

Normbereich

Frauen:  
prämenopausal 24 - 368 ng/L
postmenopausal 10 - 181 ng/L
Männer: 250 - 990 ng/L
Kinder:  
Frühgeborene:  
weiblich < 130 ng/L
männlich < 550 ng/L
Neugeborene:  
weiblich < 150 ng/L
männlich: < 600 ng/L
männlich:  
1 - 6 Monate 20 - 600 ng/L
6 Monate - 9 Jahre 20 - 100 ng/L
10 - 17 Jahre 30 - 650 ng/L
weiblich:  
1 Monate - 9 Jahre 20 - 100 ng/L
10 - 17 Jahre 20 - 230 ng/L

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation:  V. a. genetischen Defekt (5-α-Reduktase-Mangel), Androgenisierung, Pseudohermaphroditismus
Bei Dihydrotestosteron (DHT) handelt es sich um ein Androgen und ein Abbauprodukt des Testosterons.  

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Blutentnahme im "steady state" morgens vor Tabletteneinnahme.

Material

2 ml Serum/Plasma 

Normbereich

Therap. Ber. 5 - 20 mg/L
Tox. Ber. > 20 mg/L

Methodik

UV-HPLC 

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Antikonvulsiva

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Beurteilung Impfschutz

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

frische Stuhlprobe

Normbereich

negativ

Methodik

SAF-Anreicherung, Mikroskopie

Informationen

Die Infektion durch den Genuss ungenügend gegarter Süsswasserfische. Klinisch verläuft der Diphyllobothrium-Befall häufig symptomlos oder es bestehen leichte gastrointestinale Beschwerden, Eosinophilie und bei 2% der Fälle Anämie (Entzug von Vitamin B12 durch den Bandwurm). Die Diagnose erfolgt durch den Proglottiden- und/oder Einachweis im Stuhl.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Urin ohne Zusätze

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben) oder 2. Morgenurin

Normbereich

siehe  Befundbericht
Proteinquantifizierung:

  • Gesamteiweiß bis 130.0 mg/l
  • Immunglobulin G bis 7.0 mg/l
  • Transferrin bis 3.0 mg/l
  • Albumin bis 20.0 mg/l
  • Beta-2-Mikroglobulin bis 0.25 mg/l
  • Alpha-1-Mikroglobulin bis 15.0 mg/l

Methodik

Elektrophorese

Informationen

Indikation: Differenzierung von Proteinurien, Einteilung nach Boesken

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Blutentnahme im "steady state" vor der nächsten Gabe, HWZ 4-8 Std.

Material

2 ml Serum/Plasma 

Normbereich

therapeutischer Bereich: 2,5 - 7,0 mg/l

Methodik

High-Pressure-Liquid-Chromatographie (HPLC)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

siehe auch Antiarrhythmika

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Patient sollte nüchtern sein.
1. Vor DMPS-Gabe ca. 20 - 50 ml Spontanurin gewinnen, Probenbehälter mit "U 1" beschriften
2. Danach Blase vollständig entleeren
3. Orale Gabe von 300 mg DMPS (Kapsel) mit ca. 100 - 200 ml Wasser oder Tee
4. Nach 2 h weitere 20 - 50 ml Urin gewinnen, Probe mit "U 2" beschriften.

Material

10ml Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Aufgrund der Eigenschaft von bestimmten Schwermetallen sich im Gewebe und in den Organen anzulagern, kann neben einer Vollblut- oder Urinanalyse auch ein Mobilisationstest mit DMPS durchgeführt werden. 2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonsäure, Natriumsalz (DMPS, Dimaval ®) besitzt die chemische Eigenschaft extrazellulär liegende Schwermetalle zu binden und in wasserlösliche Komplexe umzuwandeln, welche dann renal ausgeschieden werden. Dieses Verfahren kann diagnostisch zur Ermittlung individueller Schwermetalldepots und als Ausleitungstherapie bei Schwermetallvergiftungen eingesetzt werden. DMPS geht dabei mit folgenden Metallen in absteigender Affinität eine Bindung ein Zn > Cu > As > Hg > Pb > Sn > Fe > Cd > Ni > Cr. Eingesetzt wird der DMPS-Mobilisationstest größtenteils zur Ermittlung der chronisch-toxischen Belastung von Quecksilber verursacht durch z. B. Amalgamfüllungen. Bei dieser spezifischen Fragestellung, sollte aufgrund der unterschiedlichen Affinität von DMPS zu anderen Metallen, auch die Elemente Kupfer, Zink und Selen mitbestimmt werden. Dies ermöglicht eine einheitliche Beurteilung und reduziert die Wahrscheinlichkeit falsch negativer Quecksilber Ergebnisse. Der DMPS-Test gehört zu der Gruppe der Funktionsteste und sollte aufgrund der möglichen Nebenwirkungen immer im Rahmen einer ärztlichen Beratung und Betreuung durchgeführt werden. 

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

  • Blutentnahme im Labor, Anmeldung erforderlich
  • Thermotransport nach Rücksprache

Material

10 ml EDTA-Blut, warm!

Normbereich

negativ

Indikationen

Informationsstand

18.01.2017

Präanalytik

  • Die Blutabnahme sollte am liegenden Patienten erfolgen, dem mindestens 30 Minuten vorher eine Verweil-Kanüle gelegt worden ist, da bei der Venenpunktion oder beim Übergang vom Liegen zum Stehen die Katecholaminwerte stark ansteigen können.
  • 12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt.
  • Entweder schnelle Weiterleitung ins Labor oder Blutentnahme im Labor
  • Untersuchung wird wöchentlich durchgeführt.

Material

5 ml EGTA-Plasma (tiefgefroren) (Spezialröhrchen bitte anfordern)
Alternativ: 5 ml EDTA-Plasma (tiefgefroren)

Normbereich

< 85 ng/l

Methodik

ECD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

12 Stunden vor Blutentnahme Alkohol Tee, Kaffee und Nikotin vermeiden, 48 Stunden Absetzen der Medikamente nach Rücksprache mit Arzt. 

Material

10 ml vom 24h Urin (sammlen über 5-10 ml 10% Salzsäure; Sammelmenge angeben)

Normbereich

normal < 600 µg/24h 

Methodik

ECD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Die Dopaminbestimmung ist vor allem bei Verdacht auf Neuroblastom indiziert.

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum/Plasma

Normbereich

Summe Doxepin+Nordoxepin:  
Therap. Ber. 50 - 150 µg/L
Tox. Ber. > 300 µg/L

Methodik

LC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Doxepin wird zur Behandlung von Depressionen eingesetzt und besitzt eine stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung. Doxepin wird häufig bei Suiziden verwendet.

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Urin: Lichtgeschützt und gekühlt. Nur qualitative Untersuchung möglich. 

Serum: Quantitativ

Material

2 ml Serum

10 ml Urin 

Normbereich

Therap. Ber. 50 - 200 µg/L
Tox. Ber. 1000 - 2000 µg/L
komatös/fatal > 5000 µg/L

Methodik

Serum: LC-MS 

Urin: GC-MS

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Antihistaminikum

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml EDTA-Blut (Einwilligungserklärung wird benötigt)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Informationen

Indikation: V.a. 5-Fluorouracil-Unverträglichkeit


5-Fluorouracil (5-FU) ist eines der am häufigsten verwendeten Chemotherapeutika bei der Krebsbehandlung. 5-Fluorouracil wird im Körper des Patienten normalerweise schnell abgebaut, das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) ist dabei von entscheidender Bedeutung. Bei Patienten mit DPD-Mangel ist der Schritt des Abbaus von 5-FU gestört. Auf Grund einer solchen Verminderung der Aktivität der DPD haben ca. 3-5 % aller mit üblichen Fluorouracil-Dosen behandelten Patienten toxische Nebenwirkungen bis hin zu lebensbedrohlichen Intoxikationen. Etwa 25% der schweren unerwünschten Wirkungen von 5-FU werden auf das Vorliegen dieses genetischen bedingten Mangels zurückgeführt.
Gemäss der Empfehlungen der Arzneimittelhersteller (Rote Hand Brief vom 04.06.2020),der EMA, dem Bfam und der DGHO sollte vor dem Einsatz von Fluorouracil (FU)-haltigen Arzneimitteln eine Testung auf einen DPD-Mangel erfolgen. Entsprechend der  Empfehlungen bieten wir eine Genotypisierung mit Testung auf die vier häufigsten, genetischen DPYD-Varianten durch:

  • DPYD*2A (c.1905+1G>A; IVS14+1G>A; rs3918290) (Exon 14 Skipping Mutation)
  • DPYD*13 (c.1679T>G; rs55886062)
  • Polymorphismus c.2846A>T (rs67376798) und
  • HaplotypB3 (c.1236G>A; c.1129-5923C>G).

 Auf der Basis der genetischen Analyse kann ein Aktivitätsscore als Basis der Therapieempfehlungen berechnet werden.

Informationsstand

10.05.2021

Präanalytik

Urinprobennahme überwachen

Material

10 mL Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Kinetic interaction of microparticles in a solution

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

s. auch Autoantikörper

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Präanalytik

  • Frisches EDTA-Blut muss für die Bestimmung von ADH innerhalb von 30 Minuten zentrifugiert werden und das Plasma bis zur Analyse gefroren werden, bzw. gefroren ins Labor transportiert werden
  • Die Abnahmezeit muss notiert werden
  • Auf Grund der schwierigen Präanalytik kann an Stelle von ADH auch Copeptin aus Serum, bestimmt werden
  • Serum und Urin für die Osmolalität können bei Raumtemperatur transportiert werden und sind bei 4 ° lagerungsstabil.

Material

2 ml EDTA-Blut
10 ml Urin

Normbereich

Osmolalität Serum/Plasma (Erwachsene):  275 bis 300 mosnol/kg
Osmolalität 24-Stunden-Sammelurins: 50 und 1600 mosmol/kg
Beim standardisierten Durstversuch ist beim Gesunden eine Osmolalität von größer als 800 mosmol/kg zu erwarten.
ADH: < 7,8 ng/l (Erwachsene)

Methodik

s. jeweilige Methoden

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

ADH (=Vasopressin) zeigt sich für die Regulierung des osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers verantwortlich. Es fördert die Rückresorption von Flüssigkeit aus den Nieren in das Blut. Die Freisetzung von ADH erfolgt über den Hypophysenhinterlappen direkt in die Blutbahn. Bei fehlender Wirkung von ADH kommt es zur mangelnden Wasserretention mit starker Wasserausscheidung (Polyurie bis zu 15- 20 Litern pro Tag), starkem Durstgefühl mit Aufnahme großer Mengen Flüssigkeit. Bei Verdacht auf Diabetes insipidus ist ein Durstversuch empfehlenswert, da die basale ADH-Sekretion häufig unter der Nachweisgrenze von 0,6 ng/l liegt und eine messbare Sekretion erst bei einer Serum-Osmolalität von mehr als 290 mosmol/kg erfolgt. Im Durstversuch (stationäre Durchführung) wird die Wirkung des ADH auf die Niere gemessen. Bei Durst steigt normalerweise die ADH-Konzentration im Blut an. Diese Konzentration kann man direkt bestimmen oder die indirekte Wirkung des ADH auf die Niere zu messen. Das geschieht, indem man die Urinosmolalität bestimmt. Die Betroffenen dürfen ab 6 Uhr morgens nichts mehr trinken und bis zum Ende des Testes nur noch feste Nahrungsmittel zu sich nehmen. Alkohol, Tee und Kaffee sollten 48 h vorher gemieden werden.
Osmolarität (Urin): bleibt niedrig beim Diabetes insipidus
Osmolarität (Serum): Blutosmolarität steigt kontinuierlich an
ADH: Bei Diabetes insipidus kein Anstieg von ADH
Nach ADH-Gabe bei nachgewiesenen Diabetes insipidus: Beim Diabetes insipidus centralis hat man einen komplette Ausfall des ADH oder es ist nur eine partielle ADH-Ausschüttung vorhanden, die Urinosmolarität wird gesteigert. Beim Diabetes insipidus renalis fehlt die Hormonwirkung an der Niere (Endorganresistenz), auch bei ausreichender ADH-Ausschüttung bleibt die Urinosmolarität niedrig

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

5-10 g Stuhl

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

bakteriologischer Kulturansatz

Informationen

Die Untersuchung kann Hinweise auf eine Störung der natürlichen Darmflora geben.

Indikationen

Informationsstand

11.05.2021

Material

2 ml Serum

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: medikamenteninduzierter LE sowie jugendliche rheumatoide Arthritis

siehe auch Autoantikörper

Indikationen

Informationsstand

17.05.2021

E

Methodik

Resistenzbestimmung, Agardiffusion

Informationen

Der Epsilometer-Test (E-Test, ansteigende Antibiotikakonzentrationen auf einem Streifen) ist ein Test zur Messung der Minimalen Hemmkonzentration (MHK) eines Antibiotikums und weist somit die Antibiotikaempfindlichkeit von Bakterien nach. Der Test basiert prinzipiell auf der Diffusion eines Antibiotikums mit einem vorgegebenen Konzentrationsgradienten auf Agar-Platten.

Informationsstand

11.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ECLIA

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationsstand

12.05.2021

Material

EDTA-Blut, Liquor, Abstrich (PCR)

Normbereich

negativ

Methodik

Realtime-PCR

Informationsstand

17.04.2019

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

Indirekte Hämagglutination (IHA)

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Suchtest bei V.a. Echinokokkose

Die Larven der mikroskopisch kleinen Hunde- (E. granulosus) und Fuchsbandwürmer (E. multilocularis) befallen beim Menschen v.a. Leber aber auch Lungen, Gehirn und Herz (Echinococcose). Bei positivem Test kann mittels weiteren Methoden (EIA; Westernblot) eine Differenzierung zwischen E. multilocularis und granulosus erfolgen.  Bei starkem klinischem Verdacht und negativem IHA können weitere Untersuchungen ebenfalls diagnostisch hilfreich sein. Ein negatives Ergebnis der Serologie schließt eine Erkrankung nicht aus.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

ELISA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Echoviren können unter anderem zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen, Sommergrippe, Myalgien, Myokarditis, Meningitis, Exantheme, Hand-Fuß-Mund-Krankheit und zu einer hämorrhagischen Konjunktivitis führen.

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

10 mL Urin

Normbereich

negativ

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Statt Methadon kann auch dessen Hauptmetabolit 2-Ethylidin-1,5-dimethyl-3,3-diphenylpyrrolidin gemessen werden. Zur Umgehung des Methadonprogramms mischen manche Patienten geringe Mengen Methadon dem Urin bei und veräußern den Rest ihrer Methadon-Dosis, da Methadon auch als Ersatzdroge missbraucht wird. Mit dem Metabolit als Messgröße sind solche Verfälschungen nicht möglich.

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

DAD-HPLC

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Hämolyse vermeiden, der Eisenwert kann zudem im Tagesverlauf deutlich schwanken

Material

2 mL Serum (Hämolyse vermeiden!)

Normbereich

Mann 59 - 158 µg/dL
Frau 37 - 145 µg/dL

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Verminderte Eisenwerte können auftreten bei Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen ohne Eisenmangel, Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, Urämie oder Leberschäden. Ein zu geringer Eisenwert bedeutet jedoch noch nicht, dass der Patient einen Eisenmangel hat. Erhöhte Eisenkonzentrationen finden sich bei Eisenverwertungsstörungen, Hämolyse, Eisenüberladung, akuter Hepatitis und bei Therapie mit Eisen. Zur Absicherung eines Eisenmangels sollten unbedingt Ferritin und Transferrin bestimmt werden. Neben einem Leistungsabfall durch den niedrigen Hb werden die Nägel und Haare brüchig (Frühsymptom), diffuser Haarausfall tritt auf. Trockene Haut und Juckreiz sowie immer wieder einreißende Schleimhaut in der Mundhöhle sind häufig. Oft treten auch schmerzhafte Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden) auf, die besonders im Winter als sehr unangenehm empfunden werden.

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

20 ml vom 24 h-Urin (Sammelmenge angeben)

Normbereich

<100 µg/24 h 

Methodik

ICP-AES

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Eisenresorption

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml EDTA- oder Heparin-Vollblut

Normbereich

Mann: 440-500 µg/L
Frau: 420-460 µg/L

Methodik

ICP-MS

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Verminderte Eisenwerte können auftreten bei Eisenmangel, Eisenverteilungsstörungen ohne Eisenmangel, Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, Urämie oder Leberschäden Ein zu geringer Eisenwert bedeutet jedoch noch nicht, dass der Patient einen Eisenmangel hat. Erhöhte Eisenkonzentrationen finden sich bei Eisenverwertungsstörungen, Hämolyse, Eisenüberladung, akuter Hepatitis und bei Therapie mit Eisen Zur Absicherung eines Eisenmangels sollten unbedingt Ferritin und Transferrin bestimmt werden. Neben einem Leistungsabfall durch den niedrigen Hb werden die Nägel und Haare brüchig (Frühsymptom), diffuser Haarausfall tritt auf. Trockene Haut und Juckreiz sowie immer wieder einreißende Schleimhaut in der Mundhöhle sind häufig. Oft treten auch schmerzhafte Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden) auf, die besonders im Winter als sehr unangenehm empfunden werden.

Informationsstand

19.05.2021

Material

je 2 ml Serum

Normbereich

Eisenmangelanämie bei intakter intestinaler Resorption: niedriger Ausgangswert mit deutlichem
Anstieg nach 2 und 4 Stunden (30 - 40 %)
Eisenresorptionsstörung: niedriger Ausgangswert, geringer Anstieg

Informationen

Durchführung:
1. Blutentnahme nüchtern 200 mg zweiwertiges Eisen oral
2. weitere Blutentnahme nach 2 und 4 Stunden 

Informationsstand

01.01.2016

Material

2 mL Serum, Heparin-, EDTA-Plasma

Normbereich

Erw. 6,4 - 8,3 g/dL
Kind 6,6 - 8,7 g/dL

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Leber-, Nierenerkrankungen, Malabsorption

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

1 mL Liquor

Normbereich

15-45 mg/dL

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

 Störungen der Blut-Liquor-Schranke

Informationsstand

18.05.2021

Material

20 mL vom 24 h-Urin
Spontanurin

Normbereich

bis 150 mg/L

Methodik

Photometrisch

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Nierenerkrankungen: Bei erhöhten Werten ist mittels DISC-Elektrophorese und Einzelproteinbestimmungen eine Unterscheidung in prärenale, postrenale und renale (glomerulär/tubulär) Proteinurie möglich. Monoklonale Immunglobulinbruchstücken (Bence-Jones) werden mithilfe der Immunfixation im Urin nachgewiesen.

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

1 ml Punktat

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Photometrisch

Informationen

Transsudat ≤ 3 g/dl 
Exsudat > 3 g/dl 

Informationsstand

01.01.2016

Material

1 ml Punktat

Normbereich

1,1 - 2,2 g/dl

Methodik

Photometrisch

Informationen

siehe auch Synovialanalyse

Informationsstand

01.01.2016

Präanalytik

Wir bitten im Falle einer Therapie mit Daratumumab oder Elotuzumab um einen entsprechenden Hinweis bei der Anforderung!

Material

2 ml Serum

Normbereich

s. Diagramm im Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

Bei Therapie mit einem monoklonalen IgG1-Kappa-Antikörper wie Daratumumab oder Elotuzumab können falsch positive Befunde (Peaks) in der Serumelektrophorese auftreten.

Indikationen

Informationsstand

01.01.2016

Material

10 ml Morgenurin

Normbereich

s. Befundbericht

Methodik

Elektrophorese

Informationen

s. DISC-Elektrophorese

Informationsstand

01.01.2016

Material

NaF-Sperma

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

siehe auch Fruktose im Sperma
siehe auch Zink im Sperma
siehe auch Citrat im Sperma
siehe auch Carnitin im Sperma

Informationsstand

19.05.2021

Informationen

s. Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid, Magnesium

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

HPLC

Informationen

siehe auch Antiretrovirale Medikamente (TDM)

Informationsstand

07.08.2019

Präanalytik

EDTA-Blut nicht kühlen

Material

3 ml EDTA-Blut (Bitte beachten Sie, dass nur Proben, welche unser Labor spätestens Donnerstagnachmittag erreichen, bearbeitet werden können!)

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Durchflusszytometrie

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Indikation: Abklärung der hereditären Sphärozytose

Patienten mit hereditärer Sphärozytose haben im Vergleich zu Normalpersonen eine verminderte Bindung des Fluoreszenzfarbstoffs Eosin-5-Maleimid an das Protein-3 bzw. das Bande-3-Protein der Erythrozytenmembran

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Enzymimmunoassay (EIA), Immunoblot

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Siehe auch Einzelparameter

Indikationen

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum

Normbereich

negativ

Methodik

indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

ELISA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Enteroviren sind eine heterogene Gruppe verschiedener Viren, zu denen unter anderem Coxsackie- und ECHO-Viren gehören.
Enteroviren können unter anderem zu fieberhaften Allgemeinerkrankungen, Sommergrippe, Myalgien, Myokarditis, Meningitis, Exantheme, Hand-Fuß-Mund-Krankheit und zu einer hämorrhagischen Konjunktivitis führen.

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 mL EDTA-Blut

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Fluoreszenz-Durchflusszytometrie

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Eosinophile Granulozyten können mithilfe des Differentialblutbildes (automatisiert oder mikroskopisch) bestimmt werden. Eosinophile Granulozyten haben einen Anteil zwischen 1-5 % der Leukozyten. Sie können mit dem Farbstoff Eosin angefärbt werden und sind an der Abwehr von Parasiten beteiligt. Auch bei Allergien finden sich erhöhte Eosinophilenwerte.

Indikationen

Informationsstand

18.05.2021

Präanalytik

Vollblut vor der Zentrifugation mindestens 1 Stunde gerinnen lassen

Material

2 ml Serum

Normbereich

< 24 µg/L

Methodik

ECLIA

Bemerkung

Untersuchung wird fremdvergeben

Informationen

Das Eosinophile Cationische Protein (ECP) wird von aktivierten eosinophilen Granulozyten im akuten Schub einer Neurodermitis, bzw. einer atopischen Dermatitis oder eines Asthmaanfalls in das Blut abgegeben. Erhöhte ECP-Konzentrationen korrelieren mit der Krankheitsaktivität, eine klinische Besserung ist mit einem Abfall der ECP-Spiegel verbunden. ECP ist daher ein Marker zur Objektivierung der klinischen Symptomatik bei allen allergischen Erkrankungen und eignet sich für ihre Therapie- bzw. Verlaufskontrolle. Erhöhte ECP-Werte können auch bei anderen Erkrankungen, die zu einer Aktivierung der Eosinophilen führen, festgestellt werden. Dazu gehören Autoimmunerkrankungen und parasitäre Erkrankungen.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

Liquor und Serum Paar zeitgleich abnehmen

Material

2 ml Serum
2 ml Liquor

Normbereich

< 1.3 negativ
1.3-1.5 grenzwertig
> 1.5 positiv

Methodik

ELISA

Akkreditierte Untersuchung

Nicht akkreditierbar

Informationen

Ein indirekter Erregernachweis kann durch Bestimmung des Antikörperspezifitäts-Index (ASI) erfolgen, der eine intrathekale Synthese erregerspezifischer Antikörper nachweist. Der Index beschreibt das Verhältnis der erregerspezifischen Antikörperkonzentration im Liquor (CSF) zum Serum dividiert durch die jeweilige Immunglobulinkonzentration (IgG, IgA, IgM) im Liquor zu der entsprechenden Immunglobulinkonzentration im Serum.
Für folgende Erreger kann der ASI bestimmt werden:

  • Borrelien
  • Röteln
  • CMV
  • Herpes
  • Varizellen
  • Masern
  • Mumps
  • FSME

Informationsstand

12.05.2021

Material

2 ml Serum/ Heparin-Plasma

Normbereich

5.4 - 31.0 U/ml 

Methodik

Chemi-Lumineszenz-Immuno-Assay (CLIA)

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Indikation: Anämie, bestimmte Tumorformen sowie die Differentialdiagnose zwischen Polyglobulie und Polycythaemia vera
Erythropoetin zählt zur Klasse der Glykoproteohormone. Es besteht zu 60% aus einem Protein- und zu 40% aus einem Kohlenhydratanteil. Der Proteinanteil bestimmt die Aktivität, der Kohlenhydratanteil die pharmakologische Wirksamkeit. Erythropoetin wird größtenteils in der Niere, aber auch zu ca. 10-20% in der Leber gebildet und steht in einem direkten Zusammenhang mit der Bildung der roten Blutkörperchen. Erhöhte Erythropoetinspiegel führen zu einer gesteigerten Produktion der Erythrozyten, erkennbar an einer Retikulozytose und einem Anstieg des Hämatokrits, während niedrige Spiegel mit einer Vermin-derung der Erythrozytenmasse assoziiert sind. Bei einer Gewebehypoxie kommt es regulatorisch zu einer Erhöhung der Erythropoetinkonzentration und damit zu einer sekundären Polyglobulie. Ursachen ei-ner solchen Hypoxie bestehen in einem vermindertem O2-Gehalt im arteriellen Blut, Blutverteilungsstörungen und erhöhtem O2-Verbrauch des Gewebes. Ein entsprechender Rezeptor, der für die Regulation der renalen Synthese verantwortlich ist, wird in der Niere vermutet. Ein Mangel an Erythropoetin führt zu einer Verringerung der Erythrozytenmasse und damit zu einer normozytären, normochromen Anämie. Eine terminale Niereninsuffizienz kann eine solche veringerte Erythropoetinbildung verursachen.Bei den symptomatischen Polyglobulien führt eine vermehrte Erythropoetinbildung zu einer konsekutiven Steigerung des roten Zellvolumens. Dagegen ist die Vermehrung der Erythrozyten bei der Polycythaemia vera als myeloproliferativem Syndrom autonom, das Erythropoetin ist eher vermindert.Einige Tumoren induzieren sekundär eine Erhöhung des Erythropoetins. Dazu gehören das Hypernephrom und bestimmte Formen des Bronchialkarzinoms. Indikationen für die Bestimmung des Erythropoetins sind demnach alle unklaren Formen einer Anämie, bestimmte Tumorformen sowie die Differentialdiagnose zwischen Polyglobulie und Polycythaemia vera.

Indikationen

Informationsstand

19.05.2021

Präanalytik

frisches Material einsetzen

Material

10 mL Urin

Normbereich

siehe Befundbericht

Methodik

Mikroskopie aus Untersuchungsmaterial, Teststreifen

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Befinden sich zu viele Erythrozyten im Urin, liegt eine Hämaturie vor. Eine Rotfärbung des Urins deutet bereits auf eine solche Hämaturie hin. Sie lässt sich auf schnellem Weg mit der Teststreifenmethode nachweisen. Bei der mikroskopischen Abklärung einer Hämaturie wird vor allem das Aussehen der vorhandenen Erythrozyten beurteilt, da dieses ein Hinweis auf die Art der zu Grunde liegenden Erkrankung ist. So finden sich dysmorphe Erythrozyten vorwiegend bei Erkrankungen der Nieren (glomeruläre Nierenerkrankungen). Dabei handelt es sich um deformierte Erythrozyten, die an Mickymausköpfe erinnern. Diese Erythrozyten mit sog. Ohren entstehen, wenn die roten Blutkörperchen durch die Basalmembran dringen. Finden sich in einem Urin mit Mikrohämaturie mehr als 70% dysmorphe Erythrozyten, so ist ein glomerulärer Ursprung der Blutung wahrscheinlich. Unauffällig aussehende (isomorphe oder eumorphe) rote Blutkörperchen im Urin sprechen dagegen eher für eine Erkrankung der ableitenden Harnwege, z.B Tumoren oder mechanische Verletzungen. In jedem Fall muss die Ursache einer vorliegenden Hämaturie genau abgeklärt werden.

Informationsstand

18.05.2021

Material

5 ml EDTA-Blut, Heparinblut möglich

Normbereich

siehe Befundbericht

Informationen

Indikation: V.a. erythrozytären Enzymdefekte
Defekte der Erythrozyten-Enzyme können die Glykolyse oder den Pentosephophatzyklus betreffen. Sie können zu hämolytischen Anämien führen. Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase- und Pyruvatkinasemangel sind die häufigsten erythrozytären Enzymdefekte