PCR-Pooltests zum Nachweis von SARS-COV-2 an der Primarstufe „Lolli-Methode“

Der Test basiert auf einer nicht-invasiven Probenentnahme, der „Lolli-Methode“. Das bedeutet, dass kein Nasen-Rachenabstrich notwendig ist. Die „Lolli-Methode“ wurde vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln entwickelt und geprüft.

Im Rahmen dieser Testung werden die Kinder zweimal pro Woche getestet. Dafür lutschen sie an einem Tupfer wie an einem „Lolli“. Diesen Tupfer geben die Kinder dann in ein Sammelröhrchen, welches im Labor als Pool-PCR-Testung untersucht wird.

Sollte eine Pooltestung positiv sein, erfolgt die Einzeltestung der Schüler der jeweiligen Poolgruppe/Klasse.

Lolli-Tests Kurzfassung Land NRW (PDF)

 


Weitere Informationen finden Sie in unter folgenden Links:

https://kita-testung-koeln.de

https://kita-testung-koeln.de/faq/

https://schoco.org/

https://www.schulministerium.nrw/lolli-tests

https://www.schulministerium.nrw/ministerium/03052021-informationen-zu-corona-testungen-den-grund-und-foerderschulen-sowie-den

FAQs:


Was müssen die Eltern tun?

Die Eltern sollten den Kindern erklären, dass sie morgens in der Schule an dem Test-Tupfer lutschen und diesen in das Sammelröhrchen werfen sollen. Die Anleitung erfolgt durch die Lehrkraft.

Für den Fall, dass es zu Infektionen kommen sollte, können die Eltern den Kindern erklären, dass sich jeder mit dem SARS-CoV-2 anstecken kann und kein Kind deswegen geärgert werden soll.


Wie funktioniert das Testen?

Die Entnahme der Proben erfolgt durch die Schüler*innen selbst zu Beginn des Unterrichts. Die Schüler*innen lutschen einmal für ca. 30 Sekunden auf jeweils einem Abstrichtupfer („Lolli-Methode“). Dieses Stäbchen wird in ein Sammelröhrchen geworfen, in dem auch weitere Tupfer anderer Schüler*innen gesammelt werden (diese Sammelprobe nennen wir „Pool“). Die Lehrkraft verschließt dann das Röhrchen. Anschließend kann der Unterricht beginnen. Getestet werden Schüler*innen, die am Präsenzunterricht teilnehmen.

Die Lehrkraft muss Handschuhe tragen, damit die Hygiene gewährleistet ist und es nicht zu einer Kontamination der Tests kommt.


Gibt es Risiken oder Gefahren bei der Testung?

Die Lolli-Methode wurde bereits in einer Studie und in einem Pilotprojekt an mehr als 3000 Schüler*innen erprobt, ohne dass es zu Komplikationen gekommen ist. Die Testung ist für die Kinder und Jugendlichen nicht unangenehm. Das Material der Tupfer hat einen gewissen Eigengeschmack, den man beim Lutschen natürlich wahrnehmen kann. Dieser verfliegt aber nach dem Test rasch.


Wird die DNA meines Kindes gespeichert?

Die DNA des Kindes wird nicht gespeichert. Nur die RNA des Virus wird im Rahmen einer Rückstellprobe für wenige Tage aufbewahrt, um ggf. eine Sequenzierung durchzuführen.


Sind falsch positive Testergebnisse möglich?

Falsch positive Ergebnisse sind extrem selten aber nicht unmöglich. Die PCR hat eine Spezifität von fast 100%. Falsch positive Ergebnisse können sich z.B. durch eine Kontamination der Probe ergeben.


Kann es zu falsch negativen Testergebnissen kommen?

Infektionen mit einer sehr niedrigen Viruslast können unter Umständen nicht nachgewiesen werden. Sehr niedrige Viruslasten gehen zum Zeitpunkt der Probenabnahme mit einer geringen Infektiösität einher.


Warum werden alle Kinder getestet und nicht nur die Verdachtsfälle?

Gerade bei Kindern treten asymptomatische Verläufe einer SARS-CoV-2 Infektion auf. Diese würden bei der ausschließlichen Testung von “Verdachtsfällen” übersehen werden.


Was passiert im Falle einer positiven Testung des Pools?

Ein positives Ergebnis im Pool wird durch das Labor an den/die „Coronabeauftragte/n“ der Schule und an das Gesundheitsamt gemeldet. Der/Die „Coronabeauftragte“ informiert die Lehrkraft der betroffenen Klasse/Gruppe, die wiederum die Erziehungsberechtigten der Kinder in Kenntnis setzt. Die Kinder der Klasse/Gruppe mit positivem Pooltest dürfen vorerst nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

Für die Nachtestung wird ein Einzeltupfer für zu Hause zur Verfügung gestellt. Im Falle einer positiven Pool-Testung führen die Kinder unter Anleitung der Eltern den Abstrich noch am selben Abend oder am nächsten Morgen zu Hause aus. Das Röhrchen mit Tupfer wird von den Eltern bis spätestens 8:00 Uhr zur Schule gebracht und dort abgegeben.
In der Schule wird das Röhrchen mit einem Barcode versehen, die Eltern erhalten einen QR-Code. Mittels QR-Code kann der Einzelbefund abgerufen werden.

Das Labor wertet den Einzeltest aus. Bei positiver Testung erfolgt eine automatische Meldung an das Gesundheitsamt.

 

Werden die Lehrer bei Poolauflösung auch getestet?

Es ist vorgesehen, dass PCR-Individualtests von Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen einer Poolauflösung über die im Projekt vorhandene Logistik und beschafften Testmaterialien erfolgt. Die individuelle Nachtestung der Lehrerinnen und Lehrer erfolgt, wie auch bei den Schülerinnen und Schülern, im Rahmen der Testverordnung des Bundes (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 TestV).

 


Downloads:
Anleitung "Lolli-Methode" (PDF), Version 3.3 (Labor, Stand 17.08.2021)

Abholliste Lolli-Test NRW (PDF) (Logistik, Stand 07.05.2021)

Fahrtenbuch Lolli-Test NRW (PDF)  (Logistik, Stand 07.05.2021)

Merkblatt Transport Lolli-Test NRW (PDF) (Logistik, Stand 10.08.2021)

Anlieferung Proben Lolli-Test NRW (PDF) (Logistik, Stand 07.05.2021)