07.09.2020

Methodenumstellung freie Leichtketten

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

Ab sofort erfolgt die Bestimmung der freien Leichtketten im Serum und Urin mit dem N Latex FLC Assay der Firma Siemens. Im Gegensatz zum Freelite Assay werden bei diesem Test monoklonale statt polyklonaler Antikörper eingesetzt. Der Siemens Test zeichnet sich durch eine hohe Präzision sowie eine gute chargenübergreifende Reproduzierbarkeit aus [1].

Bei den freien Leichtketten handelt es sich um einen nicht-standardisierten Test, beide Tests korrelieren jedoch relativ gut miteinander und sind bezüglich der klinischen Sensitivität und Spezifität vergleichbar. Die absoluten Messwerte können jedoch bei einzelnen Patienten abweichen.
Um die Verlaufsbeobachtung zu erleichtern, erfolgt über einen Zeitraum von 3 Monaten bei Patienten mit pathologischen Vorbefunden automatisch eine Doppelmessung mit beiden Assays.

 

Die Referenzbereiche ändern sich durch die Umstellung geringfügig:

 

Freie Leichtketten im Serum

N Latex FLC

Freelite

Kappa

6,7-22,4 mg/l

3,4-19,4 mg/l 

Lambda

8,3-27 mg/l

5,71-26,3 mg/l

Ratio Kappa/Lambda

0,31-1,56

0,26-1,65

 

Aufgrund der höheren Sensitivität und Spezifität wird die Bestimmung der freien Leichtketten Im Serum empfohlen. 
Der qualitative Nachweis von freien Leichtketten im Urin erfolgt i.d.R. mittels Immunfixation im Urin.  In einzelnen Fällen kann auch eine quantitative Messung der freien Leichtketten im Urin erfolgen.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter 0211/4978- 0 zur Verfügung.

 

 

Ihre Medizinischen Laboratorien Düsseldorf

 

 

Literatur:

[1] te Velthuis H, Knop I, Stam P, et al. N Latex FLC - new monoclonal high-performance assays for the determination of free light chain kappa and lambda. Clin Chem Lab Med. 2011;49(8):1323-1332. doi:10.1515/CCLM.2011.624