01.07.2021

Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors D ab 1. Juli 2021 Kassenleistung

 

Durch die 1967 eingeführte Rhesus-Prophylaxe ist der schwere Morbus haemolyticus neonatorum durch Anti-D Antikörper selten geworden. Die pränatale Prophylaxe wurde bisher bei allen D-negativen Schwangeren unabhängig vom D-Status des Fetus durchgeführt. Bei D-negativen Feten ist diese Maßnahme überflüssig, was etwa 40% der Rhesusprophylaxen betrifft.

Schwangeren mit rhesus-negativem Blutgruppenmerkmal wird nun ein sicheres Verfahren zur Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors aus mütterlichem Blut zulasten der gesetzlichen Krankenkasse angeboten. Schwangere mit negativem Rhesusfaktor D haben ab Juli Anspruch, ihr Blut auf den Rhesusfaktor des ungeborenen Kindes untersuchen zu lassen, um gezielt eine gegebenenfalls erforderliche Rhesusprophylaxe zu erhalten.

 

Die medizinischen Voraussetzungen für die Untersuchung sind:

  • RhD-negative Schwangere mit Einlingsschwangerschaft
  • ab 12. SSW (SSW 11+0); optimal ab ca. SSW 20, da die Sensitivität des Tests mit zunehmender SSW steigt

Gemäß dem G-BA Beschluss im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinien muss die verantwortliche ärztliche Person die Schwangere vor und nach Durchführung des Testes beraten und über die Möglichkeit der „gesteuerten Prophylaxe“ aufklären.

Es werden 7,5 ml EDTA-Blut der Schwangeren benötigt: eine große EDTA Monovette oder 3 Blutbildröhrchen = EDTA Monovetten à 2,5 ml. Um Kontaminationen zu vermeiden, soll die Probe nur für diese Untersuchung verwendet werden. Die Probe muss mit dem Namen und dem Geburtsdatum der Patientin beschriftet sein.

Eine Einwilligung gemäß GenDG ist erforderlich, bitte verwenden Sie unseren Anforderungsschein Molekularbiologie – www.labor-duesseldorf.de Formular Download.

Die Bestellung der 7,5 ml EDTA Monovetten ist über unsere Homepage www.labor-duesseldorf.de oder telefonisch vorgesehen.

Den Flyer für Patientinnen erhalten Sie hier.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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