Untersuchungsprogramm

Untersuchungsdetails

Untersuchung
Vaskulitis-Diagnostik
Material
s. jeweiligen Laborparameter
Normbereich
s. jeweiligen Laborparameter
Sonstiges
Bei einer Vaskulitis stehen Entzündungsprozesse und Schädigungen der Gefäße im Vordergrund. In Abhängigkeit von Ausmaß und Lokalisation der betroffenen Gefäße können diese vermehrt permeabel werden mit Austritt von Blut- oder Blutbestandteile ins umliegende Gewebe; sie können sich aber auch verengen, verschließen oder rupturieren. Große und kleine Gefäße, aber auch alle Organe können mit völlig unterschiedlicher Symptomatik betroffen sein.
Entsteht eine Vaskulitis durch Autoimmunerkrankungen, beispielsweise einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Rheumatoiden Arthritis, als Folge verschiedener Infektionserkrankungen (z. B. Virushepatitis, Zytomegalie-Infektion) oder medikamenteninduziert (Antibiotika, Gold, Penicillamin), spricht man von einer sekundären Hepatitis.
Bei einer primären Vaskulitis ist die Ursache nicht bekannt, sie wird nach klinischen, morphologischen und histologischen Charakteristika eingeteilt.
Definition der primären Vaskulitiden (Kriterien Chapel Hill-Konsensus-Konferenz 1992)
Vaskulitis großer Gefäße
Riesenzellarteriitis (häufigste Vaskulitis, meist Frauen)
Takayasu-Arteriitis (Aorta, meist junge Frauen)

Vaskulitis mittelgroßer Gefäße
Panarteriitis nodosa (häufig Hepatitis B oder CMV-assoziiert)
M. Kawasaki (zeitlich begrenzt bei Kleinkindern)

Vaskulitis kleiner Gefäße
Wegenersche Granulomatose (ANCA-assoziiert)
Churg-Strauss-Syndrom (ca. 30 % ANCA-assoziiert, IgE, Eosinophilie)
Mikroskopische Polyangiitis (ANCA-assoziiert)
Purpura Schönlein-Henoch (überwiegend Kinder)
Essentielle kryoglobulinämische Vaskulitis (häufig Hepatitis assoziiert)

Klinik
Bei einer primären systemischen Vaskulitis zeigt sich klinisch eine chronische, nicht auf Antibiotika ansprechende Entzündung, die von Symptomen einer Organischämie begleitet ist. Dazu gehören Hautveränderungen, z.B. ein punktförmiger Ausschlag (Purpura), Kribbeln und andere Missempfindungen an den Extremitäten, blutige Durchfälle, blutiger Urin oder blutiger Auswurf, rheumatische Beschwerden mit Gelenkschwellungen, Sehstörungen oder eine Lederhautentzündung, blutiger Schnupfen mit verstpfter Nase, starke Schläfenkopfschmerzen mit Anschwellen der Schläfenarterie mit/oder plötzlich auftretenden Sehstörungen. Häufig treten dabei unspezifische Allgemeinsymptome wie Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder Fieber auf. Sekundäre Vaskulitiden manifestieren sich hingegen meist im Bereich der Haut.

Labordiagnostik
Innerhalb der Gruppe der Vaskulitiden der kleineren Gefäße werden die Wegenersche Granulomatose, das Churg-Strauss-Syndrom (CSS) und die Mikroskopische Polyangiitis als die sog. Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper ANCA-assoziierten Vaskulitiden abgegrenzt.
Zu den weiteren relevanten Laborparametern zählen neben den ANCA`s insbesondere die BSG, CRP, das große Blutbild (Leukozytose, Thrombozytose oder Eosinophilie), Nieren- und Leberwerte, Komplementfaktoren (C3, C4), Immunglobulin E, zirkulierende Immunkomplexe, Kryoglobuline und die Urindiagnostik (Hämaturie, dysmorphe Erythrozyten, Proteinurie). Bei gesicherter Kryoglobulinämie sollte eine serologische Hepatitis C-Diagnostik, bei gesicherter Panarteriitis nodosa eine Hepatitis B-Serologie durchgeführt werden.
Informationsstand
01.01.2016

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Alphabetisches Leistungsverzeichnis
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Buchstabe V
Valproinsäure
Vancomycin
Vanillinmandelsäure (VMS) im Urin
Varicella-Zoster-Virus-Ak
Varicella-Zoster-Virus-PCR
Varizella
Vaskulitis-Diagnostik
Vasopressin (ADH)
VASP (Vasodilator Stimulated Phosphoprotein)-Test
VDRL-Test
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)
Verotoxine
Vibrio cholerae
Vier-Gläser-Probe
Vimentin (Antikörper gegen Mutiertes citrulliniertes Vimentin)
VIP (Vasoaktives intestinales Peptid)
Vitamin A (Retinol)
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B12
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B3
Vitamin B5 (Niacin)
Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat)
Vitamin C
Vitamin D-Rezeptor
Vitamin D3 = CALCIDIOL
Vitamin D3 = CALCITRIOL (1,25-Dihydroxycholecalciferol)
Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin H (Biotin)
Vitamin K
VLDL-Cholesterin
VMS (Vanillinmandelsäure)
Vogelgrippe
Vollblut
Vollblutaggregation (Multiplate)
VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken)
VRSA

(Gesamt: 37 Einträge)

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Die 12. Auflage unseres Leistungsverzeichnisses ist 2017 erschienen und steht hier zum Herunterladen (PDF-Datei, 292 Seiten, 1,2 MB) bereit.

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Dr. med. Paul Nemes Dr. med. Ileana Herzum Dr. med. Roland Geisel