Untersuchungsprogramm

Untersuchungsdetails

Untersuchung
Vier-Gläser-Probe
Material
je 10 ml frischer Urin
Präanalytik
Es werden folgende vier Proben genommen:
1. Ersturin - die ersten 10 ml der Entleerung
2. Mittelstrahlurin - Mittelstrahl der Entleerung, dann erfolgt die Prostatamassage
3. Prostataexprimat (EPS)
4. Urin nach Prostatamassage
Normbereich
Die zwei, bzw. vier Proben werden auf erhöhte Konzentrationen von Bakterien und Leukozyten untersucht. Typisch für eine chronische bakterielle Prostataentzündung (CBP) wäre jetzt der etwa 10-fach höhere Anteil von Bakterien und WBC in den Probe aus Urin nach Prostatamassage (Probe 3) und Prostataexprimat (EPS) gegegüber den Probe 1 und 2. Die 4-Gläser-Probe ist vor allem wegen der vielen anzulegenden Kulturen zeitaufwendig und teuer. Sie wird daher nur selten angewendet.
Uropathogene Bakterien oder Leukozyten in der Urinprobe 1 deuten auf eine Urethritis (Harnröhrenentzündung) hin. Uropathogene Bakterien in der Urinprobe 2 deuten auf eine Zystitis (Blasenentzündung) hin.

Wenn die Urinkulturen der Proben 1 und 2 negativ sind oder wenn die Proben 1 und 3 eine vergleichbare Anzahl von uropathogenen Bakterien enthalten und das EPS positiv (also mit uropathogenen Bakterien und Leukozyten), dann ist von einer chronischen bakteriellen Prostatitis (CBP) auszugehen.
Sonstiges
Eine alte Methode der Wahl zur Lokalisation einer bakteriellen Infektion ist die "4-Gläser Probe", die auf der vergleichenden quantifizierenden Untersuchung gleicher Urinportionen vor und nach Prostatamassage (Ersturin, Mittelstrahlurin, Prostataexprimat, Urin nach Prostatamassage) beruht. Ein vereinfachter Kurztest, der semiquantitativ Urinkulturen vor und nach Prostatamassage miteinander vergleicht, kann die Diagnostik erleichtern ("2-Gläser Probe"). Entscheidend für die Diagnose einer chronische bakterielle Prostataentzündung CBP ist eine 10-fach höhere Erregerkonzentration im Exprimaturin verglichen mit Erst- und Mittestrahlurin. Ein Harnwegsinfekt muss ausgeschlossen werden, um eine korrekte Diagnose ermöglichen zu können.
Methodik
Kultur
Informationsstand
01.01.2016

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Buchstabe V
Valproinsäure
Vancomycin
Vanillinmandelsäure (VMS) im Urin
Varicella-Zoster-Virus-Ak
Varicella-Zoster-Virus-PCR
Varizella
Vaskulitis-Diagnostik
Vasopressin (ADH)
VASP (Vasodilator Stimulated Phosphoprotein)-Test
VDRL-Test
VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor)
Verotoxine
Vibrio cholerae
Vier-Gläser-Probe
Vimentin (Antikörper gegen Mutiertes citrulliniertes Vimentin)
VIP (Vasoaktives intestinales Peptid)
Vitamin A (Retinol)
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B12
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B3
Vitamin B5 (Niacin)
Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat)
Vitamin C
Vitamin D-Rezeptor
Vitamin D3 = CALCIDIOL
Vitamin D3 = CALCITRIOL (1,25-Dihydroxycholecalciferol)
Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin H (Biotin)
Vitamin K
VLDL-Cholesterin
VMS (Vanillinmandelsäure)
Vogelgrippe
Vollblut
Vollblutaggregation (Multiplate)
VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken)
VRSA

(Gesamt: 37 Einträge)

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Die 12. Auflage unseres Leistungsverzeichnisses ist 2017 erschienen und steht hier zum Herunterladen (PDF-Datei, 292 Seiten, 1,2 MB) bereit.

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Dr. med. Paul Nemes Dr. med. Ileana Herzum Dr. med. Roland Geisel