Hämostaseologie
Grundsätzlich ist bei Störungen der Hämostase das Gleichgewicht zwischen Gerinnungspotential und den entsprechenden gegensätzlich wirkenden Systemen, den Inhibitoren und dem fibrinolytischen Potential gestört. Eine Verminderung des Gerinnungspotentials führt zu einer Blutung, eine Steigerung zu einer Thrombose – beides kann lebensbedrohlich sein.
Globaltests
Sie geben Aufschluss über die Funktion aller zur Fibrinbildung führenden Reaktionen. Die Globaltests sind recht unempfindlich, daher werden nur schwere Gerinnungsstörungen erfasst.
Phasentests
Mit diesen Verfahren kann ein Defekt in einer der Phasen des Gerinnungssystems lokalisiert werden.
Faktorentests
Durch Verwendung eines Mangelplasmas ist eine quantitative Bestimmung der Aktivität einzelner Faktoren möglich.
Zusammengefasst umfassen Globaltests entweder das endogene oder exogene System, Phasenteste entweder die drei Phase oder bilden eine Kombination mehrerer Tests. Faktorenbestimmungen werden nach Lokalisation der genauen Phase des Defekts durchgeführt.