HLA-DR4

Präanalytik

Einwilligungserklärung des Patienten einholen, Untersuchung erfolgt wöchentlich

Material

5 ml EDTA-Blut

Normbereich

HLA-DR4 positive Patienten haben bei rheumatoider Arthrits einen progredienteren Krankheitsverlauf und sprechen besser auf eine Methotrexat- Kombinationstherapie an.

Methodik

Polymerase Chain Reaction

Akkreditierte Untersuchung

Nein

Informationen

Die Rheumatoide Arthritis (RA) oder chronische Polyarthritis ist die häufigste entzündliche Systemerkrankung der Gelenke. Der Verlauf der Erkrankung kann individuell sehr unterschiedlich sein. Insbesondere bei Patienten mit sehr schwerem Krankheitsverlauf ist eine frühzeitige und richtige Prognose dringend erforderlich, um den Therapieverlauf zu beeinflussen und mögliche Spätschäden zu vermeiden. Durch eine Vielzahl von Studien ist belegt, dass eine genetische Disposition für die RA durch einige Allele der HLA-DR Region besteht. Alle RA-assoziierten HLA-DRB1 Allele kodieren in ihrer dritten hypervariablen Region an der Position 70-74 das so genannte "Rheumatoide Epitope" oder "Shared Epitope". Etwa 80-90% aller kaukasischen RA-Patienten sind heterozygot oder homozygot für eines dieser HLA-DR-Shared Epitope Allele. Untersuchungen zeigen, dass neben dem erhöhten Risiko an der RA zu erkranken, das Vorhandensein des "Shared Epitope" auch als prognostischer Marker für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung dienen kann.

Informationsstand

01.01.2016

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