HCV-Genotypisierung (Hepatitis C Genotyp)

Präanalytik

Die Proben können bis zu 24 Stunden bei +2 bis +25 °C transportiert und gelagert werden.

Material

2 ml EDTA-Plasma oder Serum

Methodik

Polymerase Chain Reaction (PCR) und reverse Hybridisierung

Akkreditierte Untersuchung

Ja

Informationen

Eine chronische Hepatitis-C-Infektion kann unbehandelt zu schwerwiegenden und potenziell lebensbedrohlichen leberassoziierten Komplikationen führen. Mittlerweile stehen gegen eine Hepatitis C gute Behandlungsoptionen mit direkt wirkenden antiviralen Medikamenten zur Verfügung, für alle HCV-Genotypen und nahezu alle Arten von Patienten existieren hocheffektive Therapieregime mit denen in >95 % der Fälle eine Viruseradikation (SVR, sustained virological response) erreicht werden kann. Grundsätzlich müssen bei der Auswahl des Therapieregimes und der Therapiedauer der HCV-Genotyp, eine gegebenenfalls durchgeführte Vortherapie sowie das Fibrose‑/Leberzirrhosestadium berücksichtigt werden. Bei der HCV-Genotypisierung als Eingangsuntersuchung für eine Therapie werden in Deutschland fast ausschließlich die HCV-Genotypen 1a, 1b, 2 und 3 nachgewiesen, während weltweit ca. 20% der Erkrankungen durch die Genotypen 4, 5 und 6 verursacht werden.

Voraussetzung für die erfolgreiche Bestimmung des HCV-Genotyps mittels PCR und reverser Hybridisierung ist eine ausreichend hohe HCV-Viruslast in der Probe (idealerweise über 2100 IU/ml), daher wird vor der Genotypisierung die Viruslast bestimmt.

Indikationen

Informationsstand

16.01.2023

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